Sooooooooooooooooo! Ich denke ich habs entwirrt - Ein paar Stunden in der Unibibliothek haben geholfen.
Die drei eindeutigsten Unterscheidungsmerkmale der beiden Arten mal kurz aufgelistet:
Toxotes jaculatrix, Pallas, 1767
4 Rückenstacheln
4-5 Keilförmige schwarze vertikale Streifen
silbrig weisser Körper
Toxotes chatareus, Hamilton, 1822
5-6 Rückenstacheln
6-7 Streifen/Flecken, längliche Keilförmige und kleinere auch rundlich ovale dazwischen
silbriger Körper, aber gräulich - rußig, wie die englische Literatur sagt
Auf diesem Bild ist der Toxotes jaculatrix im Vordergrund und dahinter ein Toxotes chatareus.
Je nach Umgebung und Tageszeit ist die Zeichnung heller oder dunkler. Bei Stress, z. B. erschrecken durch plötzliche Bewegung vor dem Aquarium, oder durch direktes beobachten kann die Zeichnung fast ganz verblassen.
Die Angaben über die Schuppenverteilungen hab ich mal weggelassen, kann sie aber auf Wunsch noch posten. Genaues auszählen ist mir nicht möglich, sie sind für unsere Kamera einfach etwas zu agil... - Agilität: es wird hier und da geschrieben dass Becken ab einer Länge von 1,00 m - 1,20 m ausreichend seien. Wir haben jetzt bei zwei Fischen schon beschlossen auf 1,50 m zu erweitern, hinsichtlich der Vergrößerung der Gruppe...
Wie Goonch schon richtig schrieb, ist eine Paludariumhaltung nicht wirklich notwendig. Die Tiere benötigen eine Art Dach, unter dem sie im Schatten stehen können, Randbepflanzung und viel freie Strecke dazwischen. Wenn sie sich erschrecken, können sie derart stürmisch die Flucht antreten, dass Wurzeln oder Hölzer einfach nur im Weg sind. Andernfalls ist es tatsächlich möglich, dass sie daran hängenbleiben und sich den gesamten Unterkiefer wegreissen. In dem mir geschilderten Fall, sah das halt unschön aus, fressen konnte der Fisch noch - lediglich das Schiessen war für dieses Exemplar vorbei. Fressen tun sie tatsächlich alles was in ihr Maul passt, egal ob es sich auf der Wasseroberfläche, auf dem Grund oder irgendwo dazwischen befindet - Barsche halt.