Theorie und Praxis

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Anonymous

Guest
Ein kleiner Beitrag zur Theorie und Praxis der Aquarienchemie

Wer mit der Aquaristik beginnt, ist einmal hoffnungslos von den Vorgängen im Wasser überfordert oder er weiß glücklicherweise so wenig, dass ihm keine grauen Haare wachsen.
Mit ein Wenig grundsätzlichen Infos über Einfahren eines Aquariums, Karbonathärte und CO2 und andere Säuren und Laugen sowie des meist erforderlichen periodischen Wasserwechsels kann man mit einfachen Fischen und Pflanzen schon gut über die Zeit kommen.

Ja wenn da nur nicht das Angebot an zusätzlichen Tieren und Pflanzen und Zubehör wäre – unser Streben nach noch größeren Aquarien, noch besser wachsenden Pflanzen, noch selteneren Pflanzen und Tiere, noch .. noch .. noch (ja ich bin da auch nicht anders ;-) ) bringt es halt mit sich, dass eine Erfahrung gut wäre, die man halt fast nur durch Praxis bekommen kann. Sicher ist es gut, auch die Theorie zu kennen und gar zu verstehen – aber noch so viel Theorie wird in der Praxis zuweilen ganz andere und „seltsame“ Ergebnis bringen.
Aus meiner Sicht also besonders zu Beginn versuchen viel Wissen anzusammeln – Theorie wie Praxis – und durchaus akzeptieren, dass in unseren Aquarien auch Dinge passieren, die fern jeder Theorie anders geschehen als erwartet.

Ob es der Phosphatwert ist, der nach etlichen Wasserwechsel noch immer nicht sinkt, weil einige Gramm an Eisenphosphat im Filter stecken, ob es ein u.U. bis zu 1 zu 10 Wasserwechsel ist, der den pH-Wert nicht verändert wie erwartet, weil eben im Lebensraum Aquarium vielfältige pH beeinflussende Stoffe und Systeme wirken, ob der KH-Wert sinkt, weil ihn Schnecken verbrauchen oder die Nitrifikation durch salpetrige Säure auflöst, ob fehlendes Kalium oder Eisen oder Mangan oder CO2 oder andere Stoffe ein geringes Pflanzenwachstum bewirken (was wir bis ins letzte Detail nie wissen werden) … ja was auch immer im Aquariumwasser geschieht > Abhilfe bei Problemen oder Katastrophen bietet fast nie die Chemie alleine – in der Praxis sind Erfahrung und mehrere Leitlinien ein guter Ansatz – wenn man die häufigsten Besonderheiten noch messen kann > gut – wenn man sie gar noch grossteils versteht > toll – wer meint alle Phänomene des Aquariumwassers erklären zu können > gibt es nicht - wer 5 Formeln braucht um einen Wasserwechsel zu erklären > das braucht kein Aquarianer.

Mit freundlichen Grüßen Anton Gabriel
 


Das sind mal wahre Worte. Was bringt mir die schönste Theorie wenn die Praxis ganz anders ist. Die größte Kunst ist immer noch, das theoretisch mögliche in etwas praktisches umzusetzen...
 
Hallo,

...ob es ein u.U. bis zu 1 zu 10 Wasserwechsel ist, der den pH-Wert nicht verändert wie erwartet, weil eben im Lebensraum Aquarium vielfältige pH beeinflussende Stoffe und Systeme wirken,...

andereseits helfen einem detailierte Kenntnisse kurz- mittel- und langfristiken Wirkungen von Maßnahmen einschätzen und diese differenzieren zu können. :wink:

Gruß,
Dirk
 


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