Schwebepartikel und Außenfilter

Hallo zusammen

Ich heiße Chris, betreibe seit 2 Jahren ein 300 L Diskusbecken welches für mich der Gateway in die Aquaristik überhaupt war und habe seit dem ersten Moment mit zum Teil gravierenden Defiziten der optischen Wasserqualität zu kämpfen. Ich habe bereits viele verschiedene Optionen nacheinander und miteinander ausprobiert, ohne jemals auch nur annähernd ein akzeptables Ergebnis zu erreichen. Somit wende ich mich hiermit an das kombinierte Fachwissen der hiesigen Community da ich mich mittlerweile auf ihr gnädiges Wohlwollen angewiesen fühle,

Es ist mir bewusst dass in diesem Forum bereits mehrere Threads zu diesem Thema existieren, die dort vorgeschlagenen Maßnahmen sind in meinem Fall allerdings bislang nicht wirksam gewesen.

Zunächst kurz zur Wasserchemie und zum Besatz: 6 Diskusfische ( 3x19cm, 1x18cm, 2 Jungfische á 10cm ) mit einer Prise Neons (~18) sowie 3 Botia Kubotai und 4 Corydoras Sterbai. Die Tiere erfreuen sich bester Gesundheit, sind agil, jederzeit für einen Snack zu haben und können sich gleichzeitig glücklich schätzen eine in jeder Hinsicht harmonisierende Gruppe zu bilden. Zwei Pärchen laichen mehrmals monatlich ab und kommen sich dabei gegenseitig trotz des sträflich unterdimensionierten Beckens nicht ins Gehege. Die relevanten Wasserwerte sind durchgehend jeweils in absolut erwünschten Bereichen , was wohl mit der fast an Lächerlichkeit grenzenden Frequenz der Wasserwechsel und einhergehend nahezu religiöser Hingabe bei der Eliminierung jeglicher Reste vom Aquarienboden zu erklären ist. Weder die Art des verabreichten Futters noch die Frequenz oder die Menge scheinen einen wirklich signifikanten Unterschied bezüglich der Schwebepartikel zu machen - bei maximaler Gabe sind letztere objektiv gesehen nahezu ebenso dicht vorhanden wie im Falle deutlich kleinerer Mengen bishin zur eintägigen Futterkarenz. Die früher recht dichte Bepflanzung wurde bis auf einige wenige Ausnahmen gerodet.

Die aktuelle Filterung besteht aus einem JBL e1501 : Körbe von unten nach oben : CerMec -> Uniblock ohne Substrat -> Uniblock mit Siporax -> Vorfilter mit Filterwatte unter dem obersten Filterschwamm) sowie einem luftbetriebenem Schwammfilter mit JBL Pro Silent Membranpumpe. Bezüglich des Außenfilters wurde nahezu jedes Bestandteil innerhalb der letzten 2 Monate ausgewechselt, inklusive der Verteilerplatte, wobei ich bereits das angepasste Modell ohne Gummidichtung habe und der Wechsel ohnehin jeglichen Effekt vermissen ließ. Gleichzeitig hatte ich insbesondere in der Filterwatte große Hoffnungen gesetzt, da, sofern ich die Funktionsweise des Filters nachvollziehen kann, das gesamte Wasser welches in den Filterauslauf gepumpt wird vorher den Vorfilter mit der Watte bezwingen muss und selbige jedenfalls die meisten Schwebepartikel eliminieren sollte. Ist es denkbar dass Wasser ungefiltert ins Becken zurückläuft, und wenn ja, wie wäre eine solch unsägliche Unpässlichkeit zu erklären?

Die bereits kurz nach Anfang als eine der Maßnahmen angebrachte 18W UV-Lampe( aktuell frisch gewechselt ) hat die initiale Algenblüte und die milchglasartige Trübung im Rahmen des Beckenstarts zwar beheben können, einen Einfluss auf die weiterhin persistierenden sandartigen Schwebeteilchen hat sie jedoch nicht.

Nun habe ich die in den nächste Woche auslaufenden 2 Monaten Elternzeit bis auf die Instandhaltung und Wartung meines kleinen Sohnes, der die Scheiben jetzt schon unwiederstehlich zu finden scheint, einzig und allein und leider frustran an der endgültigen Klärung des hier beschriebenen Problems gearbeitet. Was mich besonders verstört ist dass ich bereits größere Becken mit selbigem Außenfilter,aber ohne jegliche UV-Anlage oder Innenfilter gesehen habe in denen Schwebepartikel allenfalls einen Mythos darstellen. Und während sich deren Besitzer an abartig klarem Wasser ergötzen können, bin ich mittlerweile bereit alles zu machen um doch den lang ersehnten Erfolg und somit meinen Seelenfrieden wiederherstellen zu können.

Zunächst wurden hier im Forum Strömungspumpen/Powerheads vorgeschlagen: würde ein Eheim Aquaball dazu gehören? Mein Händler der eigentlich nun wirklich nichts gegen einen zusätzlichen Verdienst einzuwenden haben müsste hat mir allerdings davon abgeraten, zumal er die Scheiben als strömungsverachtend dargestellt hat. Anhand der hierbei gesammelten Erfahrungen muss ich davon ausgehen dass der Aussenfilter es einfach nicht schafft die Partikel zu eliminieren, nicht einmal wenn er Unterstützung durch einen luftbetriebenen Schwammfilter erhält. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit vortex diatom Filtern oder Micronfiltern gemacht? Die werden im englischsprachigen Raum teilweise als Heilsbringer dargestellt und scheinen mit völlig anderen Konzepten als die hier gängigen Modelle zu arbeiten.
Als letztes: Haltet Ihr es für sinnvoll einfach einen der Premiumfilter von Fluval oder Eheim im Preisbereich 300-400Euro zu holen und sich davon eine reelle Besserung zu erwarten ?

Verzeihung für den langen Post und vielen Dank für etwaige Tipps

Chris
 


fischolli

R.I.P.
Moin,

sehr nett und poetisch geschrieben. :thumright: Aber mir fehlen doch ein paar Infos.

Zum einen, mit welcher Leistung fährst du den Filter. Der ist ja, wenn ich das richtig verstehe, regulierbar. Dann schreibst du was von Eliminierung Bodengrund. Heisst das, du hast nackten Glasboden ohne Untergrund? Was heisst "an Lächerlichkeit grenzenden Frequenz der Wasserwechsel " konkret? Was ist an Holz/Deko etc. im Becken.

Es wäre schön und auch hilfreich, du würdest mal ein paar Bilder des Beckens einstellen.

Als Sofortmaßnahme würde ich anstatt des Schaumpatronenfilters, der m.E. für Schwebteile eher zu grob ist, mir einen gebrauchten zweiten Aussenfilter besorgen, gut geeignet und gut zu bekommen sind die Classic-Modelle von Eheim. Den würde ich dann komplett mit Watte vollstopfen und parallel mitlaufen lassen. Damit kannst du sehen, ob die Partikeldichte abnimmt. Allerdings brauchen solche Feinfilter eine gewisse Zeit, um sich etwas zuzusetzen, erst dann arbeiten sie richtig effektiv.

Gruß
 

Soleil1985

Mitglied
Guten Morgen,

also ich bin ja allerdings kein Fan von zwei Außenfilter wenn nicht unbedingt nötig. Mein 360L Becken läuft mit dem einem Eheim 2222A und ich habe glasklares Wasser. Der ist zwar wirklich unterdimensioniert für das Becken (suche ja schon nach dem 2224 zu einem annehmbaren Preis), aber Schwebeteilchen bis auf ein paar Infusorien habe ich keine. Und das sind nochmal 60L mehr zu filtern als das 300er oben.

Ich kenne mich mit JBL und den Crystal Profis wirklich nicht aus, ich fahre aber immer die Schiene, weshalb alles mit Technik Vollpflastern (das man bei Disken nochmal mehr Aufwand hat verstehe ich ja aber 2 Filter?), wenns auch einfacher geht. Fakt ist, ist habe mit Fluval zumindest auch schlechte Erfahrungen, allerdings ist das auch schon 10 Jahre her. Würde ich mir trotzdem nicht mehr kaufen. Ich wollte zum Neustart jetzt einfach einen Eheim und ich kann mich einfach beim besten Willen überhaupt nicht beschweren. Werde daher auch nicht in unbekannte Gewässer schwimmen und evtl. Geld kaputt machen, wenn ich mit dieser Marke nur Gutes in Verbindung bringe.

Aber Olli hat recht, stell mal bitte in Bild vom Becken ein. Wenn Schwebeteilchen im Becken zurückbleiben, kann das vielerlei Ursachen haben. Das geht von falschem Filtermaterialaufbau, über schlechte Durchströmung des Beckens (wenn ich das richtig verstehe treffen bei dir eventuell zwei Strömungsrichtungen aufeinander, je nachdem wo der Luftheber sitzt) oder eben auch schlechte Filterleistung selbst.

Zu deinem Filtermaterial kann ich dir aber selbst reichlich wenig sagen, da ich eben keinen Crystal Profi habe und dessen Aufbau/Filterrichtung nicht kenne. Prinzipiell immer von grob zu fein, aber das wirst wohl schon probiert haben ^^
 
Hi olli ! Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich fahre den Filter auf maximaler Leistung (~1400L/h laut Hersteller, somit sicher noch ~1000-1100L/h nach 2 Jahren Vollbetrieb) Gleichzeitig hatte ich bereits probiert gedrosselt zu filtern, wobei die Schwebepartikel zu diesem Zeitpunkt unverändert mein Ästhetikgefühl vergewaltigten und mir die Diskusfische mit japsend hoher Atemfrequenz aufgrund verminderter Oberflächenbewegung dankten.

Der Bodengrund ist ca 3-4 cm hoch,besteht aus feinem Kies und wurde vor 1,5 Monaten runderneuert, eliminiert wurde dabei nur fast die gesamte Pflanzenwelt :( Die letzten Überlebenden des Massakers sind ein Echinodorus und 3 Anubia. Eine ehemals installierte große Mangrove ist bereits seit längerer Zeit nicht mehr im Becken, Deko ebenfalls mittlerweile nicht existent.

Aktuelle Wasserwechsel ~50% Mo,Mi,Fr, 70% Sonntag, dazu täglich Absaugen der Reste was in etwa 10% gleichkommen sollte ( :!: ) Meine Elternzeit endet nächste Woche so dass es wie zuvor 2-3x wöchentlich 70% sein werden. Allein aufgrund der Wasserwerte, insbesondere des Nitrits müsste ich eigentlich bei weitem nicht so viel wechseln, aber so ist es visuell wenigstens auszuhalten und ich rede mir währenddessen ein dass ich damit den Disken gleichzeitig bessere Lebensqualität schaffe.

Einen zweiten Außenfilter würde ich aufgrund sehr fragwürdiger Konstruktion des Unterschranks, bei der anscheinend jemand es für außerordentlich begehrenswert erachtet hat zentral ein riesiges, offenes und von allen Seiten durch tragende Elemente nahtlos begrenztes (Bücher?)Regal zu installieren, vom Platz her nicht mehr unterbringen können. Außerhalb des Aquariums grassiert mein 1 jähriger Sohn in dessen Händen alles in Sekundenbruchteilen vaporisiert wird, der momentan die Energie und Lebendigkeit eines Wiesels und die Lebenseinstellung eines Lemmings an den Tag legt.
Deswegen würde ich eher eine Lösung favorisieren die mich schließlich mit einem einzelnen externen Filter auskommen lassen würde, oder einen Filter der nur kurzzeitig zur Klärung eingesetzt wird (Vortex Diatom)
Gleichzeitig hoffe ich noch irgendwie den Wurm zu finden und mein aktuelles System so hinzubekommen wie scheinbar viele Diskusaquarien mit JBL1500 und kristallklarem Wasser. Wenn dies nicht klappt bin ich aber auch bereit entsprechend zu investieren um die ganze Geschichte nicht zu einer fortschreitenden Obsession mit dysthymer Verstimmung werden zu lassen.
 

fischolli

R.I.P.
Hi,

ich dachte jetzt erstmal die Kosten gering zu halten, deswegen die Idee mit dem gebrauchten Aussenfilter. Dasselbe würde m.E. auch mit einem Aquaball mit mehreren Filterkörben als Innenlösung funktionieren. Diese Super-Filter (Diatom) hören sich erstmal teuer an.

Aber deine Schwebstoffe kommen ja nicht aus dem Nichts, es geht also nicht nur um die Entfernung, sondern auch um die Entstehung, wenn ich das richtig gelesen habe? Dafür fallen mir jetzt ein paar "Experimente" ein, um ggfs. Dinge auszuschliessen. Als erstes würde ich mal ein Glas Wasser abschöpfen (möglichst, wenn es schön trübe ist) und das beiseite stellen. Ein zweites Glas würde ich nach dem selben Muster daneben stellen, das aber mit Bodengrund aus deinem Becken. Dann würde ich mal abwarten, ob die Schwebeteile sich absetzen und das Wasser klar wird. Damit kannst du dann feststellen, ob es irgendetwas "lebendiges" ist, was die Trübung verursacht.

Als nächstes (oder parallel) würde ich mal alle Fische 1 Woche hungern lassen und ebenfalls schauen, ob es besser, mehr oder gleichbleibend wird. Einfach, um auszuschliessen, dass das Futter die Trübung verursacht.

Gruß
 
G

Gelöschtes Mitglied 39171

Guest
Moin Chris.

Ich betreibe den JBL 1501e greenline an meinem Becken. Am 450 Liter Becken lief er allein. Mit Schwebepartikeln hatte ich da nie Probleme.
An meinem jetzigen 720 Liter Becken laufen 2 der Filter. Auch hier habe ich trotz stark wühlender Prachtschmerlen immer klares Wasser. Nur unmittelbar nach der Fütterung stelle ich eine leichte Trübung fest. Da ist dann allerdings auch richtig Bewegung im Becken. Die Trübung ist allerdings nach ca. 1 Stunde wieder vorbei.
Meine Filter sind nur mit blauen Filtermatten bestückt. Von unten nach oben grob - fein. Filterflies oder Watte verwende ich nicht.

Allerdings hatte ich einmal über mehrere Tage eine Starke Trübung und Schwebeteile im Becken. Ursache waren Futtertabletten. Ich weiß allerdings nicht mehr welche Marke das war. Nachdem ich zu einer andere Marke gewechselt hatte, war die Trübung wieder verschwunden.
 

Starmbi

Mitglied
Hallo,

ich vermute, daß es da ein Problem in der Abbaubarkeit der Schwebeteilchen gibt.
Habe ich auch schon so gehabt, da hilft auch keine Intensiv-Filterung.
Ich würde den Filter nur auf Matten in verschiedenen Porengrößen (von grob nach fein) und auf eine abschließende Vlies-Filterwatte-Schicht beschränken. Alle anderen Medien entfernen.
Den Wasserwechsel solltest Du dann nach Deinem maximal erwünschten Nitrat-Gehalt richten.

Gruß
Stefan
 


Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi,

Starmbi schrieb:
Ich würde den Filter nur auf Matten in verschiedenen Porengrößen (von grob nach fein) und auf eine abschließende Vlies-Filterwatte-Schicht beschränken. Alle anderen Medien entfernen.
Kann ich so bestätigen. Nach diesem Tipp von Stefan hab ich mein Schwebeteilchen-Problem vor 3 Jahren in den Griff bekommen.
Evtl. kannst du noch kurzfristig dies hier verwenden:
https://www.aquasabi.de/marke/jbl/jbl-s ... iltervlies
Hab ich damals gleichzeitig kurzfristig eingesetzt.
Beides zusammen (vielleicht hätts auch ohne das Vlies funktioniert :wink: ) führte letztendlich nach vielen anderen Versuchen zum gewünschten Erfolg.

Grüße Petra
 
Moin,

in einer Wohnung, in der ständig staubgesaugt wird, ist der meiste Staub in der Luft.

Der vorhandene Filter scheint, von der Größe her, angemessen zu sein.
Die Bestückung ist nicht so wichtig wie es scheint, solange dieser nicht völlig ungeeignet befüllt wurde.
Da die Filterleistung erst mit zunehmender Standzeit steigt, sollte man diesem auch Zeit geben.

Ich würde mal mit der Positionierung von Ein- und Auslass und der Strömungsrichtung spielen.
Und ganz wichtig: Nicht ständig im Becken rumrühren!

Gruß, SR
 
Update: Ich habe mir eine Strömungspumpe typ Aquaball (650l/h) installiert und selbige mit feiner Filterwatte bestückt. Zwei Tage lang waren die Schwebepartikel etwas weniger, am dritten Tag ist das Wasser bereits wieder eine verdammte Zumutung. Ich habe auch mit der Strömungsrichtung experimentiert, wobei es wenn dann nur schlechter wurde im Vergleich zur aktuellen und vorher bereits genutzten. Mittlerweile nervt mich diese Geschichte derart, dass ich tatsächlich wegen dieser verhleichsmäßigen Lappaile gestern total ausgeflippt bin, was sonst eigentlich nie der Fall ist. Mein Wasser wird nur kurzzeitig besser wenn ich den großen Filter komplett ausleere und ist dann nach 2 Tagen trotz insgesamt 3 Filtern und 2000L/h für ein 300L Becken katastrophal bezüglich der Dichte der Schwebepartikel.
 

Soleil1985

Mitglied
Nabend,

du hast doch oben sehr sehr viele Lösungsvorschläge bekommen, warum setzt du diese nicht einfach mal um? Besonders Stefan hat dir doch geschrieben, dass mehr Filterung nichts bringt und auch dass eine Wattefilterung ZEIT braucht, damit sich die Filtermatte zusetzt und so die Schwebeteilchen abfangen kann.

Schau mal die Partikelchen sind so klein und nun schau dir die Dichte von so einer Watte an. Ist doch dann ersichtlich, dass hier noch einiges an den Kleinstteilchen erstmal "unbehelligt" durchkommt? Die Filterwatte hat trotz allem die größte "Oberfläche" der Filtermedien, heißt hier sitzen dann auch die meisten Bakterien auf größter Fläche (heißt die Wassermenge durchströmt quasi einen kompletten dichten Bakterienrasen), wodurch diese Partikelchen dann auch abgebaut werden können... ABER dazu müssen sich erstmal Bakterien dort richtig ansiedeln und das geht nicht von heute auf Morgen.

Ich hatte diese Minipartikel auch vor ein paar Monaten, als ich die große Seuche in meinem Becken hatte und medikamentös behandelt habe. Danach habe ich das Filtermaterial teilweise getauscht, u. a. eben auch die Watte. Genau danach hatte ich dann auch 2-3 Wochen so partikelreiches Wasser... gibt sich aber wieder und ich hab mittlerweile wieder glasklares Wasser, deswegen finde ich Stefan Lösungsvorschlag doppelt plausibel. Bei mir musste sich das dann ja auch erst wieder alles "zusetzen".

Tu doch einfach mal dein ganzen Filterzeugs abklemmen, nehm den JBL... bestücke den SO wie Stefan vorgeschlagen hat und lass das Ding mal 2-3 Wochen laufen.

In der Aquaristik braucht man schon etwas Geduld ;) Und ein Bild von deinem Becken wäre trotzdem wichtig, damit man dir hier weiterhelfen kann, sollte Stefans Methode nicht funktionieren.
 
Soleil1985: Du hast wahrscheinlich meinen ersten Post nicht gelesen oder ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt. Der Filter ist seit langem eingefahren. Ich habe jeweils nur ein Element in ein-bis zweiwöchigen Abständen in den letzten 2,5 Monaten gewechselt, d.h. einmal die Matte einmal das Siporax etc. Keine der Maßnahmen hat was gebracht, und die Schwebepartikel waren ebenso dicht mit über 1 Jahr eingefahrenem Substrat, damals Tonröhrchen, und zwei Arten von biologischer Filterung in je einem Korb. Des Weiteren habe ich viele der Lösungsvorschläge bereits in der Vergangenheit oder kürzlich ausprobiert - ohne nennenswerten Effekt. Der befreundete Besitzer eines Aquaristikladens der schon lange mit Aquaristik, Filterung von unzähligen Becken verschiedenster Größe und insbesonderen mit Diskusfischen zu tun hat wurde ebenfalls gefragt , war vor Ort um sich ein Bild zu machen, und findet meinen jetzigen Filteraufbau richtig ( sowie dass eigentlich der Schwammfilter und die Strömungspumpe mit Filterwatte gar nicht notwendig sein müssten)

Bezüglich des Tips von Stefan sich nur auf Matten zu beschränken würde doch bedeuten dass ich die biologische Filterung erheblich schwächen würde da eine Matte nicht annähernd die Besiedlungsfläche bieten kann wie zb.Siporax. Ich werde es dennoch evtl. versuchen jedoch sind die vielen teilweise nicht miteinander vereinbaren Vorschläge in verschiedenen Foren schon etwas verwirrend :D
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi,

das liegt daran, dass jeder nur das schreiben kann, was bei ihm funktioniert hat. Das ist das große "Geheimnis" der Aquaristik. Beim einen klappts, beim anderen nicht. :wink:
AnTares schrieb:
Der befreundete Besitzer eines Aquaristikladens der schon lange mit Aquaristik, Filterung von unzähligen Becken verschiedenster Größe und insbesonderen mit Diskusfischen zu tun hat wurde ebenfalls gefragt , war vor Ort um sich ein Bild zu machen, und findet meinen jetzigen Filteraufbau richtig
Ich fand meinen damaligen Filteraufbau auch richtig und zwar aus dem einen Grund, weil JBL das richtig fand (davon geht man im Allgemeinen aus). Trotz allem hats so nicht funktioniert. Erst mit Stefans Tipp.
AnTares schrieb:
Bezüglich des Tips von Stefan sich nur auf Matten zu beschränken würde doch bedeuten dass ich die biologische Filterung erheblich schwächen würde da eine Matte nicht annähernd die Besiedlungsfläche bieten kann wie zb.Siporax.
Viele hier filtern ausschließlich über Filtermatten. Funktioniert bestens.
Früher gabs dieses ganze Kügelchen- und Röhrchenzeug überhaupt nicht und trotzdem liefen die Aquarien bestens. Mein erstes AQ habe ich NUR über Watte und Kohle :mrgreen: gefiltert, ging auch.

Also, einfach nach und nach alle Tipps ausprobieren und sich mit viel Geduld wappnen.
Versuch macht kluch :wink:

Grüße Petra
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

hast duvmal den Test mi dem Wasser im Glas gemacht? Wird die Trübung besser, wenn das Wasser absteht?

Ich habe langsam den Verdacht, dass es garkeine Schwebeteile sind, sonden ehercwasxwiexeine Bakterienblüte.

Gruß
 

Starmbi

Mitglied
Hallo,

was mit Siphorax genau passiert kann ich Dir nicht sagen.
Aber es gibt viele Aquarianer, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Ich hatte mit "Eheim Substrat pro", was so was ähnliches ist, schlechte Erfahrungen gemacht.
Nachdem ich so ziemlich alles ausprobiert habe, hat ein Entfernen des Substrats sofortige Besserung gebracht.
Hier mal ein paar Vorher/Nachher-Bilder.

Gruß
Stefan
 


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