Rost Hufnägel aus Reineisen für Eisenversorgung???

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Anonymous

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Hallo,

Cap10 schrieb:
Werde nun mal einen versuch in einem nackten 12er aq starten und taeglich mit dem sera eisentest messen.
Laß die Nägel in einem Schälchen Essig oder sowas doch erstmal etwas Rost ansetzen. Ich glaube nicht, daß der Eisennagel in normalem Wasser so schnell rostet. Ebenfalls glaube ich nicht, daß in einem leeren Aquarium mit nur Wasser viel geschieht. Es fehlen die natürlichen Chelatoren, die in einem Aquarium mit Tieren und Pflanzen vorhanden sind.

Trotzdem bin auch ich gespannt. Halt uns mal auf dem Laufenden.

Viele Grüße
Robert
 


Wollte das ganze nur mit einer pumpe zum umstroemen der naedel laufen lassen.....hmm!?
Ebenfalls glaube ich nicht, daß in einem leeren Aquarium mit nur Wasser viel geschieht. Es fehlen die natürlichen Chelatoren, die in einem Aquarium mit Tieren und Pflanzen vorhanden sind.
HAb ja grad ein 25ger im aufbau ohne besatz, geplant red cherry, evt versuch ich es auch mit dem, dann aber nur mit schneckenbesatz. Da dort aber schon duenger in form von duengekugeln mit "eisenueberzug" im boden stecken ist es fraglich ob das Fe sich nicht in der messung wiederspiegelt.
Werde mich aber melden sobald ich mir im klaren bin, wie ich es nun testen moechte...
:wink:
 
A

Anonymous

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Hallo zusammen,

Einfach den gewohnten Eisentest anmischen, dann den Nagel reingeben. 5 Minuten warten, dabei ab und zu ein wenig schwenken und sich über einen angezeigten Eisenwert freuen, der die Farbskala nach oben sprengt.
Das hab ich mit einem rostigen Nagel, der schon Monate im AQ gelegen hatte, probiert.

Die große Frage ist aber doch ob der Eisentest NUR das Eisen in der richtigen Form widerspiegelt (welche die meisten Pflanzen verwerten können) oder einfach Eisen allgemein ...
... dass Eisennägel nun mal Eisen abgeben und ein Eisentest das bei genügend Nägeln im AQ irgendwann einmal anzeigt ist uns allen wohl einleuchtend.

Ich glaube im dem Punkt kann man den Test etwas abkürzen.


Ob man den Pflanzen etwas Gutes tut werden nur die Chemiecracks beantworten können!

In welcher Form wird Eisen in einem typischen AQ von einem rostigen Nagel abgegeben?
In welcher Form muss es vorliegen, damit alle Pflanzen etwas damit anfangen können?
Was für Nebeneffekte stellen sich ein? (z. B. Reaktion mit Phosphat wurde schon genannt)
Verbrauchen diese Nebeneffekte das für die Pflanzen "gute" Eisen oder das schlechte?

Gruß
Marcus
 
Ja,
aber die vermeidlichen Cracks ziehen es ja gerne ins laecheliche und halten sich dann geschlossen, siehe oben, deswegen meine Eigeniniziative. DAs ein unterschied zwischen fe 2 und 3 bestehen kann war mir klar eisen 3 bindet phosphat wird aber durch aufspalten auch von pflanzen aufgenommen.
Ich denke mir am besten kann man die aufnahme von eisen bestaetigen wenn man roetliche pflanzen mit in den versuch einbindet mit viel licht, dachte da an rotala.....
:wink:
 
A

Anonymous

Guest
Hi

was soll groß passieren mit den Fe ...es wird wohl als Fe III vorliegen ... dennoch sind Pflanzen in der Lage auch Fe III zuverwerten ... für sie einfacher ist jedoch Fe II ... um sohöher die Oxitationsstufe um so mehr "Aufwand" müßen die Pflanzen betreiben ...

übrigens ist es "damals üblich" gewesen diese Hufnägel in den Bodengrund unter die Pflanzen zuschieben und nicht ins freie Wasser zuhängen ...

gruß rudy
 
Enrico Rudolph schrieb:
übrigens ist es "damals üblich" gewesen diese Hufnägel in den Bodengrund unter die Pflanzen zuschieben und nicht ins freie Wasser zuhängen ...
Das ist mir klar, deswegen mein oben reingestellter link, trotzdem danke. Ausserdem hab ich hier noch ein buch vonkarsten klingbeil von 1964 rumfliegen, aber da stehen auch so manche sachen drin wo ich dann auch den kopf schuettel, aber auch viel interessantes, zB aussen/bodenfilter ueber luftheberprinzip....jaja...
:wink:
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
ich habe mal ein Buch über Salzwasserbecken gelesen, da stand drinne man solle Pfannen schwämme aus Eisen ins Becken werfen um PH04 abzubinden.
Du siehst es gibt also noch mehr die Rost ins AQ geben.

Grüßle Wolf
 


A

Anonymous

Guest
Cap10 schrieb:
zB aussenfilter ueber luftheberprinzip....jaja...
:wink:

Hi

wirst es nicht Glauben aber! das war mein Erstes AußenfilterSystem!

und das funktioniert Perfeckt!

als Filterbecken wird ein AQ verwendet wo Trennscheiben eingeklebt werden(Filterkammern) dann wird das Filter Becken so neben den AQ gestellt das du per Lufthebeprinzip das Wasser vom AQ ins Filterbecken gepumpt wird ... per Wasserstandsausgleich (bei selber Wasserstandsaufstellhöhe) läuft das Wasser vom Filterbecken zurück ins AQ (entsprechenden Überlaufbogen vorrausgesetz)...
oder zweite möglichkeit per schwerkraft läuft das Wasser zurück nur dazu muß das FilterBecken höher stehen als der Wasserstand des AQ´s ist...

ich hatte beide Versionen gehabt in den "größeren" AQ´s ... die kleinen liefen alle über Lufthebe-Innenfilter

gruß rudy
 
A

Anonymous

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Hallo,

was verstehst du unter
Lupus schrieb:
Eisen in der richtigen Form widerspiegelt (welche die meisten Pflanzen verwerten können)
:?:

Gute Eisentests zeigen alles Eisen im Wasser an: 2-wertiges, 3-wertiges, chelatiertes und unchelatiertes.

Eisen liegt im Wasser immer in einem vom Redoxwert abhängigen Gleichgewicht zwischen Fe(2+) und Fe(3+) vor. Die Pflanzen bevorzugen zwar Fe(2+), können aber ebenfalls Fe(3+) verwerten. Die Scheu der Aquarianer vor dreiwertigem Eisen gründet darin, daß die meisten Fe(3+)-Verbindungen schwer- oder unlöslich sind, und ausfallen würden, wenn man sie nicht daran hindert. Und genau das tun die Chelatoren, die in guten Pflanzendüngern drin sind: sie verhindern, daß 3-wertiges Eisen in Form unlöslicher Verbindungen ausfällt. Sie halten es in Lösung.

Viele Grüße
Robert
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Robert,

danke für den interessanten Beitrag!

Wenn ich das also recht verstehe, ist das Problem des Fe(3+) es in der Düngerflasche in einer für die Pflanzen leicht verwertbaren Form zu erhalten.
Würde ich nichts zu diesem Zweck in meinen Dünger geben, hätte ich irgendwann nach langer Lagerung des Düngers nur noch Eisenverbindungen enthalten, welche die Pflanzen nicht oder nur sehr schwer "knacken" können um an das Eisen heranzukommen, d. h. der Dünger wäre praktisch irgendwann unbrauchbar zumindest in Hinblick auf Fe.


Für das "Nagel im AQ Problem" existiert aber nicht die Notwendigkeit das Eisen in der Lösung zu konservieren.
Es ist quasi in fester Form als Eisen und Eisenoxid "konserviert" und wird nach und nach im Wasser gelöst.

Falls wirklich Fe(3+) das Bestreben hat, wenn es erst mal im Wasser gelöst ist, eine schwer lösbare unerwünschte Verbindung einzugehen, ist es zwar für die Pflanzen verloren, diese haben aber sich ihren kleinen Teil des Spurenelementes wohl schon längst abgezweigt.

Der Nachschub kommt beständig bis die Nägel weg sind!

Wenn es nicht um die Effizienz geht, also dass ich pro 1g Nagel auch 1g Eisen an die Pflanzen bringe, brauche ich auch keine Zusätze welche das Eisen in Lösung halten.
Bekommen die Pflanzen sichtbar zu wenig ab, werfe ich einen zusätzlichen Nagel rein!


Ich sehe auf Anhieb zwei Probleme, vielleicht fällt ja jemandem noch mehr ein:

Welche für Pflanzen oder Fische schädlichen Eisenverbindungen können entstehen bzw. sich anreichern durch Abwesenheit der Chelatoren?

Welche davon kann ich nicht per TWW wieder aus dem Becken bekommen bzw. verdünnen?

Gruß
Marcus
 


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