Pseudotropheus saulosi - ausgewachsen aber farblos

Hallo.

Ich habe seit längerer Zeit ein Melanochromis johannii Männchen (mit 3 Weibchen) im Aquarium (300L).
Nun habe ich vor einer Woche ein Pseudotropheus saulosi Männchen mit 2 Weibchen dazu gesetzt.

Zuerst wurden alle gejagt, nun sind aber beide Weibchen aktzeptiert.

Nur das Pseudotropheus Männchen wird vom Melanochromis Männchen ständig gejagt und gehetzt, sodass die Flossen ganz zerfleddert sind. Obwohl beide ca. 11-12cm lang sind, ist der Pseudotropheus immer noch Gelb und nur der Kopf schimmert bläulich.
Wie kann ich das Problem beheben?

Mir wurde der Rat gegeben den Melanochromis 1-2 Tage in ein anderes Becken zu stecken und danach wäre er in der Rangordnung im großen Aquarium wieder ganz unten. Jedoch gestaltet sich das fangen als unmöglich.
 


JoKo

Mitglied
Hephaistos schrieb:
Ich habe seit längerer Zeit ein Melanochromis johannii Männchen (mit 3 Weibchen) im Aquarium (300L).
Nun habe ich vor einer Woche ein Pseudotropheus saulosi Männchen mit 2 Weibchen dazu gesetzt.

Das ist das Problem.

Wie kann ich das Problem beheben?

Aquarium komplett umgestalten: alle Steine raus (dann klappt es auch mit dem fangen der Fische). Steine/Verstecke neu anordnen, die alten Reviere müssen weg sein. Dann die Tiere neu einsetzen:
- entweder alle gemeinsam neu, dann haben alle die gleichen Chancen.
- den gestressten saulosi als erstes mit seinen Weibchen, 1 Tag später die johannii. Was aber genau den umgekehrten Effekt haben kann.

Zusätzlicher Besatz kann (muss aber nicht) bei Malawis immer zu solchen Problemen führen.
 

JoKo

Mitglied
Hephaistos schrieb:
Und es gibt nicht die Möglichkeit, dass der Pseudotropheus M in absehbarer Zeit akzeptiert wird, ebenso wie die Weibchen?

Ohne etwas zu ändern? Es gibt die Möglichkeit dass das geschieht, es gibt auch die Möglichkeit dass er das nicht überlebt.

Der Zustand den Du beschreibst schreit nach handeln, nicht nach abwarten.
 
Hi,
bei lediglich 2 Mbuna-Männchen kann dieses Problem immer bestehen. Die Tiere sind einfach zu territorial und aggressiv. Einer wird dabei immer unterlegen sein. Es hat sich mit der Zeit etabliert solche Becken überzubesetzen und mit Hilfe von vielen Männchen deren Aggressionen auf viele Kontrahenten zu verteilen. So bekommt kein einzelenes Tier die "volle Ladung" ab. Ich zB habe gemischte (!) Mbuna-Becken nie mit weniger als 4-5 Männchen "gefahren". Die Anzahl der Weibchen wird dann irgendwann irrelevant, da die Herren mit den anderen Männchen beschäftigt sind. Die "klassische" Haarmeshaltung verliert da schnell ihren Sinn.

- entweder alle gemeinsam neu, dann haben alle die gleichen Chancen.
- den gestressten saulosi als erstes mit seinen Weibchen, 1 Tag später die johannii. Was aber genau den umgekehrten Effekt haben kann.
hat bei mir nie funktioniert. Bestimmte Arten und Individuen sind immer aggressiver und daher dominant.
 


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