neue Königscichliden & Feuermaulbuntbarsche + Prob

Hallo zusammen!! Ich bin hier neu im Forum und habe gleich mal wichtige Fragen zu meinen neuen Königcichliden und Feuermaulbuntbarschen (von beiden ein eventuelles Pärchen).

1) Die Königscichliden sind in meinem 112l Becken untergebracht (sonstiger Besatz: Guppyweibchen, junge Panzerwelse, Ohrgitter Harnischwelse), laut Händler und eigenen Kenntnissen handelt es sich um ein Pärchen (beide ca. 4cm lang).
Nachdem sich die beiden eingewöhnt haben (noch alles friedlich), stellt sich nun das Problem da, dass das Männchen, sobald es das Weibchen sieht, beginnt, es durch das gesamte Becken zu jagen. Zuerst dachte ich das die beiden nur balzen würden, doch nun sehe ich, dass das Weibchen meist gestresst in einer Ecke des beckens schwebt. Das Mänchen hingegen schwimmt munter im becken herum und sucht nach Nahrung.
Was könnte man gegen diese Aggressivität des Mänchens unternehmen? Ein weiteres Weibchen dazu? Oder Mänchen für kurze Zeit evakuieren??


2) Des weiteren habe ich mir 2 Feuermaulbuntbarsche für mein 300l Becken geholt. Da die geschlechtsbestimmung im jungen Alter fast unmöglich ist, habe ich mir vom Händler zwei etwas größere Tiere aufdrehen lassen, welche im "Kaufbecken" oft neben einander standen ohne gegenseitige Aggressionen zu zeigen, andere Barsche aber verscheuchten (einer 8cm, der andere 6cm groß). Somit vermutlich ein Paar?? Doch das Verhalten der beiden stellt für mich ein Rätsel dar!! Mal schwimmen sie friedlich zusammen, mal scheuchen sie sich durchs Becken ("Aggressionen" gehen von beiden Tieren aus), mal erinnert ihr Verhalten an die Balz!! Das kleinere Tier hat eine intensivere Rotfärbung, doch die Flossenformen sehen sich ziemlich ähnlich.
Nun stellt sich mir die Frage welches geschlecht die beiden Tiere haben. Würden sich zwei Weibchen annähernd gut verstehen? Beide blähen manchmal ihrne roten "Sack" auf. Sie verharken sich aber nicht gegenseitig mit ihren Mäulern, was der tüpische mänchenkampf sein soll, wie ich gelesen habe. Könnten sich zwei gleichgeschlechtliche Tiere in einem Becken vertragen, also wie es bei mir teilweise der Fall ist oder wäre das nur bei einem Paar möglich??

Könnt ihr bei meinen Fragen weiterhelfen??

Gruß
Sebi
 


Hallo Sebi,

kommt mir in Teilen bekannt vor. Als ich mein pulcher-Pärchen neu hatte, sind die nett miteinander umgegangen - nach ein paar Tagen ist das Verhalten gekippt, und das Männchen hat das Weibchen bei Sichtung verscheucht und durchs Becken gejagt. Nach ein paar weiteren Tagen war die Jagerei dann wieder vorbei und sie hatten sich wieder lieb. Der Zustand dauert bis jetzt an, habe sie seit ein paar Wochen.

Die meekis, die ich gepflegt habe, sind ebenfalls wechselhaft miteinander ausgekommen. Zu Beginn haben sie sich verstanden, zweimal gelaicht, bis das Männchen das Weibchen zu unterdrücken begonnen hat. Das dauerte eine ganze Weile. Durch gute Versteckmöglichkeiten konnte sie sich aber gut einrichten. Das hat sich geändert, als ich die beiden nach einer Weile der Trennung (von mir, nicht voneinander) in meine neue Wohnung nachgeholt und dabei das Becken neu eingerichtet habe. Zunächst nach wie vor die Unterdrückung, bis er sie immer mehr geduldet hat. Schließlich schwammen sie öfter mal zusammen rum. Rangeleien oder weniger intensive Aggressionen z.B. beim Füttern sind nie ausgeblieben, aber das hat sie gut ertragen und sich nicht weiter versteckt.

Die pulcher werden sich, denke ich, schon arrangieren, die meekis beobachte weiterhin gut. Wenn sich am Verhalten nichts ändert und der Unterlegene Fisch nicht zur Ruhe kommt, solltest du entweder über eine veränderte Beckengestaltung (räumliche Grenzen aus Wurzeln, Pflanzen oder Steinen) oder einen "Umtausch" nachdenken.

Sofern die Gejagten fressen, vital aussehen und sich zurückziehen können, wenn es ihnen zuviel wird, kannst du meines Erachtens abwarten und schauen, wie sich das Verhalten entwickelt. Kann gut sein, daß sie sich einfach erst eingewöhnen und ihre Autoritäten und Reviere bestimmen müssen. (Wie lange hast du sie im Becken?)
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

bei meinem Purpurprachtbarschen bzw. Königscichliden stellte sich sofort nach dem Zusammensetzen die von dir beschriebenen "Aggressionen" des Männchen ein. Hab dann einen TWW durchgeführt und die Lage hat sich ein wenig beruhigt. Soll aber wohl normal sein und sich nach ein paar Tagen wieder legen.
 
Hallo, danke für eure Antworten!!

@Ratatöskr: Ich habe sowohl die Königscichliden als auch die Feuermaulbuntbarsche vor ...ehm... 11 Tagen gekauft.

Am Verhalten hat sich bisher trotz Teilwasserwechsel am letzten Wochenende nichts verändert (werde morgen noch mal einen machen).

Wie ich aus euren Antworten entnehmen konnte ist das Purpurprachtbuntbarsch Weibchen also noch nicht bereit zur Paarung, das Männchen hingegen ein kleiner "Macho".
Wäre es vielleicht auch sinnvoll die Tiere zunächst voneinander zu trennen, damit das Weibchen zur Ruhe kommt und "geschlechtsreif" wird (ab welcher Größe???)? Das Weibchen frisst zwar, doch die Schwanzflosse ist leicht ausgefranst und es wird sichtbar nervös wenn das Männchen auf seinen "Streifzügen" durchs Becken in ihre Nähe kommt. Dann beginnt die wilde Jagd, bis das Männchen keine Lust mehr. Das Weibchen schwimmt meistens in der oberen Beckenregion des Aquariums in einer Ecke (steht also auf dem Präsentierteller), obwohl genügend Versteckmöglichkeiten (Wurzel, dichte Bepflanzung, Schieferplatten, halber Blumentopf, aufgehäufte Steine) gegeben sind.

Zu den Feuermaulbuntbarschen: Hier ist das Becken (300l) ebenfalls gut strukturiert und die meekis nutzen auch die Höhlen der selbstgebauten Rückwand.
Hier gibt es, so würde ich das zumindestens beurteilen, kein unterlegendes Tier, sowohl das kleinere als auch das größere zeigen "Aggressionen gegeneinander.
Meine Hauptfrage wäre nun (da sie ja auch des öfteren friedlich durchs Becken schwimmen) ob es sich bei den Tieren um ein Pärchen handelt oder ob dieses Verhalten auch typisch für zwei Weibchen sein könnte (zwei Männchen schließe ich eher aus, da die Flossen nicht so lang sind und die Aggressionen eher harmlos wirken; den für zwei Männchen typischen Maulkampf konnte ich nicht beobachten, manchmal drohen sie sich jedoch gegenseitig mit aufgeblähtem „Sack“)
Beide Meekis sind aktiv und stehen gut im Futter, in der Hinsicht gibt es also keine Bedenken.

Da ich jedoch am Paarungsverhalten beider Arten interessiert bin, würde ich mich über weitere hilfreiche Antworten freuen.
Demnächst könnte ich auch noch Fotos also von den Meekis zur „Indentifizierung“ hinzufügen.

Danke im voraus!!

Gruß,
Sebi
 
Hallo, zusammen!! Hier hab ich jetzt noch mal die Bilder von den Meekis. Vielleicht könnt ihr mir so bei der Geschlechterbestimmung der beiden helfen.
Das kleinere Exemplar ist intensiver gefärbt (vielleicht das Männchen), Flossenformen sind aber annähernd gleich.

Würde mich über Vermutungen freuen!!

Gruß
Sebi
 

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Hallo Sebi,

zum Verhalten von zwei meeki-Weibchen untereinander kann ich dir leider nichts sagen, da sich meine Erfahrung mit diesen Fischen auf ein Pärchen beschränkt. Die Rangeleien würde ich aber als nicht schlimm betrachten, vor allem, wenn es, wie du sagst, kein unterlegenes Tier gibt.

Was die Bilder betrifft: Schwer zu sagen, denke aber, daß du ein Pärchen hast (der größere Fisch ist evtl. ein Männchen, der kleinere ziemlich sicher ein Weibchen), aber vielleicht meldet sich da noch jemand anderes - ich weiß auch nicht, ab welcher Größe die Tiere geschlechtsreif sind, den Zeitpunkt habe ich bei meinen verpaßt. ;)
 


Hallo,

ich habe auch 2 meekis.

Also von den Bilder her hätte ich gesagt genau andersrum. Für mich sieht die Größe wie ein Weib aus und der Kleine wie ein Kerl....bin aber kein Experte, kann meine beiden auch nicht bestimmen leider...
 
Hallo, vielen Dank für eure Antworten!!

@Seidon89: Mit meinen kenntnissen hätte ich auch gesagt, dass das kleinere das Männchen sein könnte (vielleicht?).

Das größere Tier hat jetzt eine Höhle besetzt, also schwimmt meistens davor rum und manchmal rein und verteidigt die gegen alle anderen Fische, acuh aber nur manchmal gegen den kleineren Meeki. Dann schwimmt er/sie wieder durchs Becken und vernachlässigt seine/ihre Höhle. Hm... schon ein bisschen komisch. Vor allem ist die Höhle ein bischen flach (eigentlich für die Panzerwelse gedacht), sodass der Meeki gar nicht aufrecht hineinpasst, aber trotzdem flach auf der Seite hineinschwimmt. Was da wohl tolles drinne ist?
Was ich nur so lustig finde ist, das der große Meeki seine/ihre Höhle nur manchmal verteidigt, über nacht wird sich dann auch mal ne andere Höhle gesucht (komische Art der Revierverteidigung).
Wer besetzt eigentlich üblicherweise das Revier bei den Meekis. Oder machen das beide Geschlechter??

Die Königscichliden haben sich jetzt wieder vertragen "freu". Nach einem umfangreichen Teilwasserwechsel und einer kurzen Trennung (allerdings im gleichen Becken durch eine Sichtbariere) wird das Weibchen nun nicht mehr gejagt und beide schwimmen zusammen durchs Becken.
Jetzt hoffe ich auf Nachwuchs.´
Weiß einer vielleicht ab welcher Größe die geschlechtsreif sind??meine sind jetzt ca. 4cm.

Gruß
Sebi
 
Hallo Sebi,

das Verhalten des größeren Tieres zeigt ziemlich sicher, daß es sich um ein Männchen handelt. Das kleinere Tier - vielleicht Männchen, vielleicht Weibchen, das wird sich wohl erst noch zeigen (auch wenn ich, wie gesagt, Richtung Weibchen tendiere).
 


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