Medizinschrank

Hallo zusammen,
mal eine ganz allgemeine Frage.
Fischkrankheiten ereilen einen ja oft am WE oder wenn man sonst grad keine Möglichkeit hat in den Laden zu kommen und die entsprechenden Mittel zu besorgen.
Also wäre es ja sinnvoll eine Art Hausapotheke für die Fische zu haben.
So wie Aspirin, Erkältungsmittel und Wundspray für uns Menschen.
Was wäre da sinnvoll?
Gruß,
Svenja
 

Starmbi

Mitglied
Hallo,

das beste Mittel gegen Krankheiten sind optimale Umgebungsbedingungen.
Wollte es früher auch nicht glauben, ist aber wirklich so.
Krankheiten können dann nur auftauchen, wenn man neue Fische einsetzt.
Ich würde daher nur ein Breitbandmittel vorrätig halten, oder erst dann eines aus dem Laden mitnehmen, wenn man neue Fische gekauft hat. Denn auch diese Mittel haben eine beschränkte Haltbarkeit.

Gruß
Stefan
 

mausilibaer

Moderator
Teammitglied
Hi,

ich persönlich halte von diesen ganzen Mittelchen gar nichts - mit einer Ausnahme: das Zeugs gegen Pünktchen, das hilft. Der Rest, gerade diese Breitbandmittel, sind nur gut für die Geldbeutel der Hersteller.
 

Z-Jörg

Mitglied
Sorry Stefan,
aber diese Aussage ist Quatsch und du widersprichst dir da selber.

Wenn die nicht stimmen, hat man schnell Krankheiten im Becken.
Nach erneutem lesen heute morgen ist mir aufgefallen, dass man Stefans Theorie doch so stehen lassen kann, das Wörtchen "dann" ist halt ausschlaggebend.:oops:
 

Starmbi

Mitglied
Hallo Jörg,
Sorry Stefan,
aber diese Aussage ist Quatsch und du widersprichst dir da selber.
Find' ich nicht.
Meine Skalare (seit mehreren Generationenen selbst gezüchtet)
werden 15 Jahre alt, was ich auf gute Haltungsbedingungen zurückführe.
Die kennen keine fremden Keime.
Meine größte Sorge ist, wenn ich alle Jubeljahre mal ein Pärchen C. Lalia hinzusetze, daß sie eventuellen aggressiven Erregern nichts entgegenzusetzen haben.
Passierte seinerzeit auch den Indianern und den Maya.

Ups, Überschneidung mit Jörg letztem Post.

Gruß
Stefan
 

Z-Jörg

Mitglied
Hallo Jörg,

Find' ich nicht.
Meine Skalare (seit mehreren Generationenen selbst gezüchtet)
werden 15 Jahre alt, was ich auf gute Haltungsbedingungen zurückführe.
Die kennen keine fremden Keime.
Meine größte Sorge ist, wenn ich alle Jubeljahre mal ein Pärchen C. Lalia hinzusetze, daß sie eventuellen aggressiven Erregern nichts entgegenzusetzen haben.
Passierte seinerzeit auch den Indianern und den Maya.

Ups, Überschneidung mit Jörg letztem Post.

Gruß
Stefan
 

fischolli

Mitglied
Moin Svenja,

um auf deine Frage zurückzukommen. Was du da haben solltest, sind Seemandelbaum- oder Walnussblätter oder beides. Deren antibakterielle Wirkung hilft bei Frühstadien recht gut

Ob man sonstige Medikamente vorrätig haben sollte, muß man selber entscheiden. Wenn ja, würde ich am ehesten Omnipur S nehmen, da es einige gute Wirkstoffe enthält.

Gruß
 
Hallo zusammen,
erst mal Danke für die Antworten.
Also das Vorbeugung (also gute Haltungsbedingungen) das Beste ist,das ist wohl unbestritten.
Aber ich neige dazu mir worst case Szenarien vorzustellen...
Und ich bemühe mich zwar wirklich alles richtig zu machen,aber wie heißt es so schön? Nobody is perfect :cool:
Also werd ich wohl vorsichtshalber was Breitbantechnisches besorgen, nur für alle Fälle.
@Olli, Seemabdelbaumblätter sind eh im Becken.
Und toi,toi,toi, momentan geht's allen gut.
Gruß,
Svenja
 

Anhänge

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Svenja,

toi, toi, toi, dann hoffen wir, dass das so bleibt:)

Eigentlich ist es so: Gehst du ohne Regenschirm aus dem Haus, dann regnet's. Nimmst du einen mit, dann scheint die Sonne! Genauso geht's mir mit den Medikamenten. Hab ich sie im Haus, sind die Fische gesund. Na ja...

Ich hatte jetzt jahrzehntelang Exit gegen Ichthyo im Schränkchen. Und ich musste feststellen, Ichthyo und auch viele andere Krankheiten sind einfach nur stressbedingt oder kommen, wie Stefan schon schreibt, von falschen Haltungsbedingungen. Es gab in den letzten Jahren einfach keine Krankheiten mehr in meinen Becken.
Hab ich schlecht aussehende Fische von AQ-Auflösern übernommen, waren sie meist innerhalb kürzester Zeit wieder fit, ohne Behandlung (abgesehen von häufigen TWW und Zugabe von Walnussbaumblättern).

Und jetzt hat's mich doch mal wieder erwischt mit meinen Prachtschmerlen. Und dann...das Exit war schon lange abgelaufen, Mist. Zwei Tage lang war ich unentschlossen, ob ich abgelaufene Medikamente ins Becken geben soll.
Nach zwei Tagen sind aber Wochenenden ohnehin vorbei. Dann kannst du Medikamente kaufen gehen, bzw. schon am Wochenende bestellen, die Lieferzeiten sind ja heutzutage wirklich sehr sehr kurz.
Die zweitägige Wartezeit hat zum Glück nicht geschadet. Alle sind wieder gesund:)
So gesehen, glaub ich nicht, dass es viel bringt, Medikamente auf Vorrat zu lagern.
 

Fisch95

Mitglied
Hallo Svenja,

ich benutze zur Vorbeugung Hobby Ektozon N ( 10g auf 100l wöchentlich ).
Mir wurde gesagt es soll Fischkrankheiten, Parasiten und Ansteckungsrisiken deutlich reduzieren.
Bisher hatte ich auch keine Krankheiten im Becken, also scheint es zu wirken ^^
Das leichte Aufsalzen tut außerdem den Lebendgebärenden auch ganz gut, sie werden Vermehrungsfreudiger ☺!
Viele Grüße
 
Hallo,
Danke für die Rückmeldungen.
@Petra,im Grund hast Du ja Recht, das Wochenende ist nach 2Tagen vorbei, aber was ist mit Ostern und Weihnachten?:eek:
Scherz beiseite, hast schon recht. Und im Zweifel kann man's ja auch noch mit Wasserwechsel, Temperaturerhöhung und oder Salzbädern versuchen. Allerdings müsste ich mich da erst noch schlau machen.
@fisch95,zur Vorbeugung möchte ich doch lieber auf natürliche Mittel zurückgreifen. Auch wenn die Wirkung vielleicht gar nicht so unähnlich ist.
Gruß,
Svenja
 

fischolli

Mitglied
Moin Fisch95,

eine prophylaktische ständige Zugabe von Medikamenten halte ich für nicht zielführend. M.E. ördert man damit nur Resistenzen.

Genauso ist Aufsalzen für Lebendgebährdende zwar ok, für Salmler & Co. jedoch nicht. Ich kenne deinen Bestz jetzt nicht, da solltest du aber noch einmal prüfn, ob das für alle passt.

Gruß
 

Z-Jörg

Mitglied
Moin Fisch95,

eine prophylaktische ständige Zugabe von Medikamenten halte ich für nicht zielführend. M.E. ördert man damit nur Resistenzen.

Genauso ist Aufsalzen für Lebendgebährdende zwar ok, für Salmler & Co. jedoch nicht. Ich kenne deinen Bestz jetzt nicht, da solltest du aber noch einmal prüfn, ob das für alle passt.

Gruß
100% Zustimmung
 

Starmbi

Mitglied
Hallo,

Resistenzen hat man mit Ektozon N nicht zu befürchten. Man bezahlt aber 20 € für 'nen Beutel Kochsalz mit einer Prise Desinfektionsmittel.

Gruß
Stefan
 
Hallo zusammen,
@Olli,mit dem aufspalzen hast Du natürlich recht,da muss man schauen was für den einzelnen Fisch passt.
Aber das meinte ich ja mit das ich mich da noch genauer schlau machen müsste.
Ansonsten wünsche ich uns allen einfach das unsere Fische gesund und munter bleiben und wir uns sorgenfrei an ihnen erfreuen können :)
In diesem Sinne,
Gruß,
Svenja
 

Gisbert

Mitglied
Hallo
Nachdem mich die "Kassengrippe" dieses Jahr so richtig auf die Bretter geschickt hat, bin ich nun wieder soweit fit, dass ich hier auch meinen "Senf" dazugeben kann.
Also die einzige Krankheit, die ich bei Fischen mit Erfolg behandeln konnte, war die Pünktchenkrankheit.
Bei allen anderen haben entweder die Mittelchen nicht gewirkt oder ich habe die Krankheit zu spät erkannt und der Fisch war schon zu geschwächt.
Man sollte auch bedenken, dass die Lebenszeit vieler Aquarienfische doch recht kurz ist und nicht in Panik verfallen, wenn ein schon jahrelang gepflegter Fisch dann mal krank aussieht oder stirbt.
Hier sollte man schon Aufwand und Nutzen gegeneinander abwägen, bevor man den gesamten Bestand einer Medikamentenbehandlung unterzieht.
Grüße G.
 

fischolli

Mitglied
Moin,

Oodinium oder Flossenfäule sind schon gut behandelbar, wenn man es, wie du richtig schreibst, rechtzeitig erkennt. Bei ersterem soll ja auch aufsalzen helfen, aber das kann eben nicht jeder Fisch so gut ab und bei schwererem Befall reicht das m.E. auch nicht. Ob man deswegen Medis "im Haus" haben sollte, muss jeder selber entscheiden. Meine sind alle abgelaufen und jetzt bin ich mir bei meinen Angola-Barben nicht sicher, ob die Columnaris haben. Bin unschlüssig, was ich machen soll. Vernünftige Fotos bekomm ich auch nicht hin, die sind zu fix und das Trigon verzerrt doch ganz schön.

Gruß
 

Starmbi

Mitglied
Hallo,
[..] und jetzt bin ich mir bei meinen Angola-Barben nicht sicher, ob die Columnaris haben.
Und genau das Problem haben 99% aller Aquarianer!
Erschwerend kommt dazu, daß die Merkmale dieser und anderer Krankheiten uneinheitlich sind.
Oft gesellen zu dem geschwächten Fisch dann noch sekundäre Krankheitserreger hinzu, welche die eigentliche Krankheit verschleiern und zudem noch anders behandelt werden müssen.
Selbst wenn man die Krankheit zweifelsfrei identifiziert hat, ist es nicht sicher ob der Erreger bereits gegen das passende Medikament resistent ist.

Zur Idenifizierung vieler Erreger ist Mikroskopieren das Mittel der Wahl.
Durch meinen Beruf bin ich in der Lage zu sezieren, einen Abstrich zu machen und ihn zu mikroskopieren. Aber ich würde mir nicht zutrauen die verschiedenen Erreger zu klassifizieren.
Damit wäre wohl auch ein nicht spezialisierter Tierarzt überfordert, von den Kosten gar nicht zu reden...

Was also tun?
Antibiotika sind rezeptpflichtig und werden nur verschrieben, wenn die Krankheit eindeutig festgestellt wurde.
Wer soll das tun?
Also wird auf ein frei verkäufliches Mittel (ohne Antibiotika) zurückgegriffen.

Wenn die Krankheit nicht eindeutig zu identifizieren ist, bleibt eigentlich nur der Griff zu einem Breitbandmittel "gegen alles" und dann zu hoffen, daß es wirkt.

Gruß
Stefan
 
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