Hallo zusammen,
nachdem ich schon seit längerer Zeit Leser dieses Forums bin, habe ich mich heute dazu entschlossen, mich hier anzumelden.
Mir brennt vor allem eine dringende Frage unter den Fingern, zu der im Netz auch wenig bis gar nichts zu finden ist.
Zuerst möchte ich mein AQ vorstellen.
Ich habe früher schon zweimal Becken gehabt, einmal mit Tanganjika-, einmal mit Malawibesatz.
Das ist sehr lange her.
15 Jahre später habe ich mich dann dazu durchgerungen, ein Südamerikabecken einzurichten.
Ich hatte das Bild eines zugewucherten Dschungelbaches vor Augen.
Eingerichtet ist mein Becken nun seit (lasst mich nicht lügen) 01.03.09.
300l (100breit*50tief*60hoch), Filterung über Hamburger Mattenfilter, Bio-CO2 (Zucker und Hefegärung),
Düngung mit DRAK-Produkten (Wasserdüngung: Kramerdrak (täglich), Bodendüngung: DrakLehmkugeln/-Lehmboden). Bodenheizung (Dennerle), normaler Heizstab (Jäger/Eheim). Wasseraufbereitung mit Aquadraon Black, einmal im Monat Zugabe von Aquadrakon EL).
Leitungswasser-Verschnitt mit 2/3 Osmosewasser, Endwerte: KH: 3, GH: 5, je nach CO2-Düngung PH: 6,7.
Über 20 m/l habe ich schlechte Erfahrungen mit meinen Otocincli gemacht, die fangen dann an, sich zu schütteln und zu zucken (als würden sie das CO2 abschütteln wollen).
Nitrit wird sauber zu Nitrat über HMF umgewandelt, schnellwüchsige Pflanzen assimilieren letzeres.
Gelegentlich habe ich mit Schwebealgen und Phosphat zu tun verwende dann Visadrakon (EisenIIIChlorid-Lösung).
Weitere Wasserzugaben: Seemandelbaumblätter und Erlenzäpfchen.
Bodengrund: feiner Sand.
Da fast jeder cm auf dem Boden pflanzenüberwuchert ist, habe ich auf dunklen Sand (Salmler) verzichtet und "normalen" hellen verwendet.
Licht: 3*36Watt Dennlere Amazon Daylight, 1*36Watt Dennerle Kongo White. Reflektoren, Vorschaltgeräte.
Nachts: Mondlicht.
Temperatur: 27°C.
AQ ist ohne dichte Abdeckung, daher hatte ich auch schon Libellenlarvenbesuch (zum Glück von kleinwüchsigen).
Überwiegend schnellwüchsige Pflanzen (2 verschiedene Arten Hygrophila corymbosa, Hygrohphila Polysperma, großes Fettblatt, Ludwigie, 2 verschiedene Arten Echinodoris (klein und mittelwüchsig, hab ich gerade nicht parat), anubias bart. var. nana, 2 verschiedene Arten cryptocoryne (becketti und wendtii), Althernanthera reineckii, Javafarn, Tigerlotus rot, ammania gracilis, Helanthium bolivianum , Wasserlinsen und eine weitere Schwimmplfanzenart, auf deren Namen ich nicht komme, die ihr aber kennt (längere Wurzeln). Efeututen, die ins Wasser von oben hineinwachsen/wurzeln).
Moorkienwurzeln. Diverse Welshöhlen in unterschiedlich Größen. Zwei Kokosnusshälften.
Fischbesatz: 33 Otocinclus (die mir als affinis verkauft worden sind, die aber keine Affinis sind), noch 10 Schmucksalmler (Hyphessobrycon bentosi bentosi), 5 noch sehr kleine L333 (die mir als L46 verkauft worden sind), die ich vermutlich in einem/anderhalb Jahr/en umsiedeln muß/werde. Mittlerweile (seit gestern) 2 Apistogramma Macmasteri Weibchen und ein Männchen).
Die noch nicht ausgewachsenen L333 haben einen ausgewachsenen Appetit und befriedigen diesen an meinen Pflanzen.
Da die jedoch schnellwüchsig sind und ich noch beifüttere, ist das bislang auch noch in Ordnung so.
Ich muß mich nur damit abfinden, daß ich beim Gärtnern nicht mehr aussuchen kann, welche Blätter ich aus ästhetischer Hinsicht wegnehme, sondern eben die bereits angefressenen.
Das Gesamtbild ist aber so mehr in Bewegung, als ich es vermutlich hinbekommen würde, würde ich die freie Wahl haben.
Irgendwann werde ich noch mal Fotos nachreichen.
Jetzt zu meiner eigentlichen Frage.
Zuerst waren die 33 Otos in meinem Becken, die sich nach einem einmonatigem Einfahren des Beckens auf Anhieb wohlgefühlt haben trotz anders lautender Literatur, daß sie für den Erstbesatz nicht geeignet sind. (es ist, soweit ich überblicken kann, auch keiner bis jetzt gestorben).
5 Tage später habe ich 20 Hyphessobrycon bentosi bentosi (Schmucksalmler) hinzugesetzt.
Ich war ja vorher schon darüber informiert, daß die revierbildend sind. Aber so!
Am folgenden Tag ist ein Pärchen Apistogramma hongsloi hinzugekommen.
Die Apistos haben keinen Platz für sich gefunden!
Nicht, daß die Salmler die Hongslois wirklich attakiert hätten. Aber die haben durch so geschickte Raumverteilung und -verteidigung den Barschen NULL Raum gelassen. Schnell wurden diese immer blasser und blasser.
Sie haben sich mit eingezogenen Rückenflossen in immer wechselnden Ecken herumgetrieben.
Schlußendlich ist das Männchen nach einer Woche gestorben. Ich dachte zuerst auch mit an Krankheit.
Aber auch das hinzugekaufte neue Männchen ist nicht glücklich geworden. Schlußendlich sind beide (Männlein und Weiblein!) verstorben.
Den Schwarm Salmler habe ich auf auf 10 Tiere reduziert, da es sonst nicht wirklich freien Raum gegeben hätte.
Hey, ich habe ein gut strukturiertes Becken mit eigentlich immer noch genug Schwimmfläche, die aber durch die Mafiosis komplett kontrolliert wurde. Der einzige Vermutstropfen: die Mafiosis fühlen sich pudelwohl.
Nur: aus den "Schwarmfischen" im Händlerbecken sind echte Revierbildner geworden. Ich bin mir mittlerweile sicher, daß sich die Revierbildnerqualitäten erst bei entsprechender Beckengröße zeigen.
Wahnsinn. Überall hört man im Internet immer nur: mindestens 10 Salmler anschaffen.
Ich kann nur davon abraten (bei Schmucksalmlern oder ähnlich veranlagten), zu viele zu pflegen.
Lieber erst mal weniger holen und später erst aufstocken!
Ich hatte vorher 10 Männchen und 10 Weibchen. Mein Becken ist so zugekrautet, daß ich um jeden Fisch froh war, den ich aus dem Becken gefangen hatte´n. Dummerweise liessen sich, was ich aber erst später bemerkte, die Weibchen besser herausfangen als die Männchen. Von nun an habe ich 7 Männchen und 3 Weibchen und somit noch ein ziemlich testosterongesteuertes Klima. Da aber mehr Platz für alle Beteiligten zur Verfügung steht, können sich die Gejagten gut verstecken.
Wie gesagt: gestern habe ich 3 Apistogramma Macmasteri eingesetzt.
Ohne Scheu und Furcht durchkreuzt das deutlich größere Männchen (als die Hongslois und als die Schmucksalmer) deren Revier und es gibt keinerlei gegenwehr. Auch die kleineren Weibchen machen gesunderweise ungezwungen, daß was sie tun wollen. Das Männchen balzt bereits mit beiden Damen.
Apistogramma Macmasteri sind also ganz deutlich die geeigneten Beifische für die Schmucksalmler.
Wir reden natürlich nur über die Haltung und Pflege im Gesellschafts-AQ. Für die Zucht sehe ich bei den pfeilschnellen Salmlern als Beifische auch Probleme. Die von mir erworbenen Hongsloi schienen auch von wesentlich defensiveren Gemüt.
Mit welchen Apistogrammaarten habt ihr Hyphessobrycon bentosi bentosi bereits zusammengepflegt , unter welchen Voraussetzungen (vor allem Beckengröße würde mich interessieren) war das und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Habt ihr einmal Hongsloi und Schmucksalmler zusammen gepflegt?
Bin gespannt auf Eure Antworten!
Danke,
LG aus Köln,
Hr. Hoerter
nachdem ich schon seit längerer Zeit Leser dieses Forums bin, habe ich mich heute dazu entschlossen, mich hier anzumelden.
Mir brennt vor allem eine dringende Frage unter den Fingern, zu der im Netz auch wenig bis gar nichts zu finden ist.
Zuerst möchte ich mein AQ vorstellen.
Ich habe früher schon zweimal Becken gehabt, einmal mit Tanganjika-, einmal mit Malawibesatz.
Das ist sehr lange her.
15 Jahre später habe ich mich dann dazu durchgerungen, ein Südamerikabecken einzurichten.
Ich hatte das Bild eines zugewucherten Dschungelbaches vor Augen.
Eingerichtet ist mein Becken nun seit (lasst mich nicht lügen) 01.03.09.
300l (100breit*50tief*60hoch), Filterung über Hamburger Mattenfilter, Bio-CO2 (Zucker und Hefegärung),
Düngung mit DRAK-Produkten (Wasserdüngung: Kramerdrak (täglich), Bodendüngung: DrakLehmkugeln/-Lehmboden). Bodenheizung (Dennerle), normaler Heizstab (Jäger/Eheim). Wasseraufbereitung mit Aquadraon Black, einmal im Monat Zugabe von Aquadrakon EL).
Leitungswasser-Verschnitt mit 2/3 Osmosewasser, Endwerte: KH: 3, GH: 5, je nach CO2-Düngung PH: 6,7.
Über 20 m/l habe ich schlechte Erfahrungen mit meinen Otocincli gemacht, die fangen dann an, sich zu schütteln und zu zucken (als würden sie das CO2 abschütteln wollen).
Nitrit wird sauber zu Nitrat über HMF umgewandelt, schnellwüchsige Pflanzen assimilieren letzeres.
Gelegentlich habe ich mit Schwebealgen und Phosphat zu tun verwende dann Visadrakon (EisenIIIChlorid-Lösung).
Weitere Wasserzugaben: Seemandelbaumblätter und Erlenzäpfchen.
Bodengrund: feiner Sand.
Da fast jeder cm auf dem Boden pflanzenüberwuchert ist, habe ich auf dunklen Sand (Salmler) verzichtet und "normalen" hellen verwendet.
Licht: 3*36Watt Dennlere Amazon Daylight, 1*36Watt Dennerle Kongo White. Reflektoren, Vorschaltgeräte.
Nachts: Mondlicht.
Temperatur: 27°C.
AQ ist ohne dichte Abdeckung, daher hatte ich auch schon Libellenlarvenbesuch (zum Glück von kleinwüchsigen).
Überwiegend schnellwüchsige Pflanzen (2 verschiedene Arten Hygrophila corymbosa, Hygrohphila Polysperma, großes Fettblatt, Ludwigie, 2 verschiedene Arten Echinodoris (klein und mittelwüchsig, hab ich gerade nicht parat), anubias bart. var. nana, 2 verschiedene Arten cryptocoryne (becketti und wendtii), Althernanthera reineckii, Javafarn, Tigerlotus rot, ammania gracilis, Helanthium bolivianum , Wasserlinsen und eine weitere Schwimmplfanzenart, auf deren Namen ich nicht komme, die ihr aber kennt (längere Wurzeln). Efeututen, die ins Wasser von oben hineinwachsen/wurzeln).
Moorkienwurzeln. Diverse Welshöhlen in unterschiedlich Größen. Zwei Kokosnusshälften.
Fischbesatz: 33 Otocinclus (die mir als affinis verkauft worden sind, die aber keine Affinis sind), noch 10 Schmucksalmler (Hyphessobrycon bentosi bentosi), 5 noch sehr kleine L333 (die mir als L46 verkauft worden sind), die ich vermutlich in einem/anderhalb Jahr/en umsiedeln muß/werde. Mittlerweile (seit gestern) 2 Apistogramma Macmasteri Weibchen und ein Männchen).
Die noch nicht ausgewachsenen L333 haben einen ausgewachsenen Appetit und befriedigen diesen an meinen Pflanzen.
Da die jedoch schnellwüchsig sind und ich noch beifüttere, ist das bislang auch noch in Ordnung so.
Ich muß mich nur damit abfinden, daß ich beim Gärtnern nicht mehr aussuchen kann, welche Blätter ich aus ästhetischer Hinsicht wegnehme, sondern eben die bereits angefressenen.
Das Gesamtbild ist aber so mehr in Bewegung, als ich es vermutlich hinbekommen würde, würde ich die freie Wahl haben.
Irgendwann werde ich noch mal Fotos nachreichen.
Jetzt zu meiner eigentlichen Frage.
Zuerst waren die 33 Otos in meinem Becken, die sich nach einem einmonatigem Einfahren des Beckens auf Anhieb wohlgefühlt haben trotz anders lautender Literatur, daß sie für den Erstbesatz nicht geeignet sind. (es ist, soweit ich überblicken kann, auch keiner bis jetzt gestorben).
5 Tage später habe ich 20 Hyphessobrycon bentosi bentosi (Schmucksalmler) hinzugesetzt.
Ich war ja vorher schon darüber informiert, daß die revierbildend sind. Aber so!
Am folgenden Tag ist ein Pärchen Apistogramma hongsloi hinzugekommen.
Die Apistos haben keinen Platz für sich gefunden!
Nicht, daß die Salmler die Hongslois wirklich attakiert hätten. Aber die haben durch so geschickte Raumverteilung und -verteidigung den Barschen NULL Raum gelassen. Schnell wurden diese immer blasser und blasser.
Sie haben sich mit eingezogenen Rückenflossen in immer wechselnden Ecken herumgetrieben.
Schlußendlich ist das Männchen nach einer Woche gestorben. Ich dachte zuerst auch mit an Krankheit.
Aber auch das hinzugekaufte neue Männchen ist nicht glücklich geworden. Schlußendlich sind beide (Männlein und Weiblein!) verstorben.
Den Schwarm Salmler habe ich auf auf 10 Tiere reduziert, da es sonst nicht wirklich freien Raum gegeben hätte.
Hey, ich habe ein gut strukturiertes Becken mit eigentlich immer noch genug Schwimmfläche, die aber durch die Mafiosis komplett kontrolliert wurde. Der einzige Vermutstropfen: die Mafiosis fühlen sich pudelwohl.
Nur: aus den "Schwarmfischen" im Händlerbecken sind echte Revierbildner geworden. Ich bin mir mittlerweile sicher, daß sich die Revierbildnerqualitäten erst bei entsprechender Beckengröße zeigen.
Wahnsinn. Überall hört man im Internet immer nur: mindestens 10 Salmler anschaffen.
Ich kann nur davon abraten (bei Schmucksalmlern oder ähnlich veranlagten), zu viele zu pflegen.
Lieber erst mal weniger holen und später erst aufstocken!
Ich hatte vorher 10 Männchen und 10 Weibchen. Mein Becken ist so zugekrautet, daß ich um jeden Fisch froh war, den ich aus dem Becken gefangen hatte´n. Dummerweise liessen sich, was ich aber erst später bemerkte, die Weibchen besser herausfangen als die Männchen. Von nun an habe ich 7 Männchen und 3 Weibchen und somit noch ein ziemlich testosterongesteuertes Klima. Da aber mehr Platz für alle Beteiligten zur Verfügung steht, können sich die Gejagten gut verstecken.
Wie gesagt: gestern habe ich 3 Apistogramma Macmasteri eingesetzt.
Ohne Scheu und Furcht durchkreuzt das deutlich größere Männchen (als die Hongslois und als die Schmucksalmer) deren Revier und es gibt keinerlei gegenwehr. Auch die kleineren Weibchen machen gesunderweise ungezwungen, daß was sie tun wollen. Das Männchen balzt bereits mit beiden Damen.
Apistogramma Macmasteri sind also ganz deutlich die geeigneten Beifische für die Schmucksalmler.
Wir reden natürlich nur über die Haltung und Pflege im Gesellschafts-AQ. Für die Zucht sehe ich bei den pfeilschnellen Salmlern als Beifische auch Probleme. Die von mir erworbenen Hongsloi schienen auch von wesentlich defensiveren Gemüt.
Mit welchen Apistogrammaarten habt ihr Hyphessobrycon bentosi bentosi bereits zusammengepflegt , unter welchen Voraussetzungen (vor allem Beckengröße würde mich interessieren) war das und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Habt ihr einmal Hongsloi und Schmucksalmler zusammen gepflegt?
Bin gespannt auf Eure Antworten!
Danke,
LG aus Köln,
Hr. Hoerter