Bis 50L 30l - Küchenfernseher Upgrade

May

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Hallo zusammen,

wer sich noch erinnert, den kleinen Küchenfernseher hatte ich zu Gunsten eines 30er Cubes abgebaut. Hier möchte ich euch mal das Nachfolgemodell vorstellen.

Ich wollte schon immer mal versuchen Hardscape mit der ,,Dry-Start-Methode" zu begrünen. Also richtete ich das Becken mit Steinen und Wurzel ein.

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Ich schnibbelte Fissidens Moos ganz klein (mit etwas Wasser klebt auch nichts an der Schere) und mischte etwas zerstoßen Soil hinein, bis ich eine breiige Masse hatte.

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Damit wurde dann alles dick eingepinselt.

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Das Becken verschloss ich mit Frischhaltefolie, die ich täglich zum Lüften und neu besprühen abgenommen hatte.

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Nach ein paar Tagen bildete sich leider trotzdem Schimmel am Holz.

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Ich besorgte mir also Bio Cylon Zimtstangen und kochte eine aus.

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Den Sud nutzte ich fortan zum täglichen Besprühen. Das hatte super funktioniert, nach einer Woche war vom Schimmel nichts mehr zu sehen.

Ansonsten passierte allerdings nicht viel und ich zweifelte schon daran, ob die ,,Moos-Matsch-Methode" funktierte. Ich war aber ausreichend abgelenkt, das tägliche Sprühen wurde schnell zur Routine und die Zeit verflog recht schnell.
Dann endlich nach sieben Wochen konnte ich erste Triebe auf den Steinen ausmachen und freute mich wie Bolle.

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Meine Geduld hatte sich ausgezahlt und es wurde Zeit bei Aquasabi eine Bestellung zu tätigen. :cool:

Weiter im nächsten Teil (aber nicht mehr heute)...
 


Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Astrid,
Das haben die von aquadiktet auch mal gemacht und hat gut funktioniert. Ich finde das ganze faszinierend.
L. G. Wolf
 

May

Mitglied
Hallo Wolf,

ich weiß gar nicht mehr wo ich zuerst davon gelesen hatte. Ich schlich ja bestimmt schon über ein Jahr um das Thema rum. Am Ende habe ich mich hiernach gerichtet.

Gruß Astrid
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Astrid,
Ich freue mich schon auf das Ergebnis, wenn es mal groß ist.
Ich selbst werde das aber nicht machen, Fissidens habe ich genug, das kann ich binden und Steine verwende ich nur sehr selten. Ich habe in allen Aquarien zusammen genommen, gerade mal 2 Steine. ;)
L. G. Wolf
 

Mescalero

Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe das schon zweimal ausprobiert und bin nach einem Video gegangen, der Typ hat Moose so für den Verkauf vermehrt.

Die Methode funktioniert ohne Matsch, nur mit gehäckseltem Moos mit Wasser zu einem Brei verarbeitet.
Nach dem Aufstreichen wird täglich mit einem speziellen Blattdünger gesprüht - das Moos fängt dann an zu wuchern!

In beiden Fällen hatte ich später mit Wasser drin heftige Algenprobleme, anscheinend reichern sich manche Nährstoffe vom Sprühen an....lieber langsameres Wachstum und mit purem Wasser sprühen, wäre mein Tipp.
 

May

Mitglied
Weiter geht es...

Nachdem das Moos also angewachsen war konnte ich mich an die weitere Bepflanzung begeben. Das Aquasabi-Päckchen kam wie gewohnt äußerst pünktlich. Es waren auch ein paar reduzierte Pflanze aus dem Ausverkauf dabei. Diese waren wohl nur leider schon völlig ,,überlagert" und kamen in keinem guten Zustand an.

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Betroffen war je ein Invitro-Becher Bacopa salzmannii purple und Ammania pedicellata golden. Ich versuchte es trotzdem (Gutschrift kam aber postwendend nach Reklamation).
Ansonsten orderte ich noch Cyperus helferi, Hygrophila pinnatifida, Microsorum pteropus petit, Hydrocotyle leucocephala und Eleocharis sp. mini.
Aus meinem Heimbestand zogen noch die wieder auferstandene Barclaya longifolia red, Heteranthera zosterifolia, Bucephalandra "schlagmichtotvielleichtthaia", Cryptocoryne beckettii petchii pink und Cryptocoryne parva (könnte auch ne verkümmerte willisii lucens sein, aber ich meine im anderen Becken hatte ich parva gepflanzt) ein.

Am 6. Mai fiel dann der Startschuss für die Einlaufzeit. Ich hatte aus experimentellen Gründen auf ein animpfen verzichtet. Lediglich die Pflanzen aus meinen anderen Becken haben etwas Biofilm mit reingebracht.

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Das Becken läuft von Anfang an mit aufgesalzenem Osmosewasser (SaltyShrimp GH+, ~GH6) und ohne CO2 Düngung. Boden ist Poolfiltersand ohne Zusätze, oben drüber leuchtet eine 14W Hygger Clip on.

Nach 20 Tagen sah der Spass dann so aus.
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Die alten Blätter der Eleocharis waren braun, dazwischen sah man aber neue grüne Halme. Die Bacopa und Ammania waren wie erwartet geschmolzen. Ein paar Minireste versuchte ich in emerse Kultur zu retten.

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1. Juni, erste Fadenalgen sprießen, ein bisschen Phyllanthus fluitans hatte ich geschenkt bekommen, eine Bacopa salzmannii purple (Topfware) durfte nochmal ihr Glück versuchen.
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An dem Tag waren wir (Aquarienverein) auch auf unserer jährlichen Ladentour und ich kaufte spontan ein paar Boraras urophthalmoides (gibt es bei mir im Umkreis nie, nur immer die anderen) ohne eigentlich zu wissen wohin damit. In dies Becken wollte ich nämlich eigentlich meine Neoheterandria elegans setzen. Da die zu dem Zeitpunkt allerdings noch etwas heikel waren, wollte ich ein Umsetzen (noch) nicht riskieren.
Auf dem Nachhauseweg entschied ich dann, dass die Boraras erstmal hier reinkommen und wenn der Teddykärpfling Nachwuchs groß (und stabil) ist, gibt es einen Beckentausch.

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1. Juli, die Bacopa lebt noch, das Phyllanthus auch noch. Die grünen Scheiben sind auf dem Bild sauber gemacht, die meisten Fadenalgen abgesammelt. Fusselalgen fügen sich in das Geschehen ein. Der Wassernabel will nicht so recht, die Pinnatifida bekommt Löcher in den alten Blättern. Das Moos ist auch immer noch recht verhalten.
Zu dem Zeitpunkt war ich glaube ich bei 1ml AR Mikro Basic Eisen und 3ml AR Makro Basic NPK wöchentlich nach 50% Wasserwechsel. Ob die Beleuchtung noch auf 6h, oder schon auf 10h war, weiß ich nicht mehr. Die Hygger kann nur 6,10 oder 12 Stunden.

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Mit der Düngung musste ich mich noch weiter rantasten und nahm noch den AR GH Boost N dazu. Erstmal mit 1ml die Woche.

1. August, die Bacopa löst sich langsam auf, die Pinnatifida hat auch, bis auf einen kleinen Rest, die Grätsche gemacht, der Javafarn schiebt fleißig neue Blätter, die Zosterifolia spargelt aus ihrer Ecke hoch, das Cyperus helferi ist rückläufig, ein paar Bucen sind geschmolzen. Das Moos wird mehr, vor allem am linken Stein ist es nicht mehr zu übersehen.

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Mit den Fadenalgen diskutierte ich immer noch.

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Also gab es ab sofort zwischen den Wasserwechseln noch ein wenig mehr GH Boost N, Nitrat lief nämlich unter der Woche gen 0.

Ob es geholfen hat, erfahrt ihr dann im nächsten Teil. ;)
 

May

Mitglied
Hi,

hier habe ich ja völlig vergessen weiter zu berichten. :)

13. August, die Fadenalgen wachsen etwas langsamer nach. Das Trugkölbchen ist auf die linke Seite gekommen, rechts als Lückenfüller saß nun Rotala rotundifolia Singapur.
Die Bacopa konnte ich wohl abschreiben.
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Die Nadelsimse müsste schon sehr leiden.
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10. September, die Fadenalgen waren weitesgehend verschwunden. Nitratdüngung hatte ich nochmal erhöht.
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Nur die Schnecke trug noch ne heiße Friese.
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Dafür machten sich ein paar (wie ich vermutete) Bartalgen am Moos breit. Eisendüngung hatte ich daraufhin reduziert.
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18. September, am rechten Stein wuchs grünes Gekrussel, was wohl leider Cladophora ist.
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Weiter im nächsten Teil...
 


May

Mitglied
24. September, das Phyllanthus fluitans bricht langsam ein, warum? Ich konnte keine genaue Ursache feststellen.
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28. Oktober, die Pflanzen waren schön gewachsen und der Cube kam langsam in die gewünschte Form. Eine Lysimachia parvifolia von Christel Kasselmann war eingezogen.
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Die Bartalgen wuchsen beständig aus dem Moos und wurden von mir regelmäßig abgesammelt. Ebenso das Cladonest am rechten Stein.Auch im Javafarn hatte sich etwas ausgebreitet.

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26. November, Heteranthera zosterifolia wucherte wie Unkraut und hatte die Ecke schön ausgefüllt. Die Rotala hatte ich schon einmal zurück geschnitten.
Die Boraras lieben das Gestrüpp und sind kaum mehr zu sehen. Der Wassernabel mäkelte immer noch und die Wolfsmilch hatte sich aufgelöst. Ansonsten war ich aber sehr zufrieden. Die Algen waren mit wöchentlichem Absammeln kaum der Rede wert.

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Auch Frieseline sah wieder frisch onduliert aus.
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25. Dezember, das bisher schönste Bild von diesem Becken. :) Die Farbe der Rotala ist hier einfach nur herausragend.
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Das Cyperus helferi kam raus, da es nur kümmerte. Der große Stein hinter der rechten Wurzel war auch rausgeflogen. Die Stängelpflanzen hatten den eh komplett verdeckt und beim gärtnern war der immer sehr nervig im Weg. Vorne rechts kam etwas Perlmoos hin, da ich es über hatte und nicht wegschmeißen wollte.

Ab diesem Zeitpunkt muss ich leider gestehen, dass ich die Pflege und Düngung etwas vernachlässigt hatte. Die Wasserwechselintervalle waren größer und dazwischen hatte ich auch nicht gedüngt. Bilder gibt es auch keine aus Januar/Februar.
 

May

Mitglied
5. März, das ist der aktuelle Stand heute vor Wasserwechsel und Rückschnitt.
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Trotz der ,,Vernachlässigung" ist das Becken recht stabil. Algen sind weiterhin latent vorhanden. Das Moos ist links ein schönes Polster geworden, obwohl beim Algen ,,sammeln" schon öfters was abgerissen ist.
In der Nadelsimse sammelt sich auch grünes Gekrussel. Beim Aufwickeln gehen da auch viele Pflänzchen mit raus.

Das Becken läuft weiterhin mit ~200µS (Osmosewasser mit GH+) und ohne CO2-Düngung.

Gruß Astrid
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Astrid,
Gefällt mir sehr gut was du da gemacht hast, wenn ich nur auch mehr gestalterische Fähigkeiten hätte.
L. G. Wolf
 

May

Mitglied
Hallo Wolf,

danke schön, aber jetzt stell dein Licht mal nicht unter den Scheffel. ;)

Gruß Astrid
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Wolf,

danke schön, aber jetzt stell dein Licht mal nicht unter den Scheffel. ;)
Nett, das du so etwas sagst, aber wenn bei mir mal ein Aquarium gut aussieht, dann ist das reiner Zufall und es steckt nie ein Plan dahinter, vielleicht gaaanz grob.
L. G. Wolf
 

May

Mitglied
Ich bin mir da nie so sicher. Dass die nicht so knallig sind wie die B. brigittae, ist mir bewusst und in live sehen die auch nochmal besser aus. Auf den Bildern wirken die nur immer sehr blass, als ob meine Handykamera das runter regelt. Vielleicht wegen der roten Rotala?

Ansonsten plane ich noch ein paar kleine Änderungen. Die Nadelsimse eventuell gegen Helanthium tenellum austauschen. Der Wassernabel kommt auch raus, der wächst kaum und passt auch nicht so recht.
 


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