Tja zum Thema Töten von Fischen und den verschiedenen Methoden hab ich schon einiges gelesen und da gehen (wie so oft) die Meinungen auseinander...
Hab jetzt grad nochmal ein bischen gegoogelt und folgendes gefunden:
- Verordnung zum Schutz von Tieren im Zusammenhang mit der Schlachtung oder Tötung (Tierschutz-Schlachtverordnung - TierSchlV)
* Abschnitt 1 Allgemeine Vorschriften
~ § 3 Allgemeine Grundsätze
(1) Die Tiere sind so zu betreuen, ruhigzustellen, zu betäuben, zu schlachten oder zu töten, daß bei ihnen nicht mehr als unvermeidbare Aufregung, Schmerzen, Leiden oder Schäden verursacht werden.
* Abschnitt 4 Vorschriften über das Ruhigstellen, Betäuben, Schlachten und Töten von Tieren
~ § 13 Betäuben, Schlachten und Töten
(5) Wer einen Fisch schlachtet oder tötet, muß diesen unmittelbar vor dem Schlachten oder Töten betäuben. Ohne vorherige Betäubung dürfen
1. Plattfische durch einen schnellen Schnitt, der die Kehle und die Wirbelsäule durchtrennt, und
2. Aale, wenn sie nicht gewerbsmäßig oder sonst höchstens bis zu einer Zahl von 30 Tieren pro Tag gefangen und verarbeitet werden, durch einen die Wirbelsäule durchtrennenden Stich dicht hinter dem Kopf und sofortiges Herausnehmen der Eingeweide einschließlich des Herzens
geschlachtet oder getötet werden.
So ich hab jetzt nur mal die relevanten/interessanten Teile rausgepickt, und über die Anwendbarkeit, lässt sich auch streiten, da das ja in der Aquaristik beim Erlösen eh darum geht den Fischen mehr Leid zu ersparen (und nicht um sie z.B. zu futtern)
Ganz interessant ist vielleicht auch noch
http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.p ... en/Toetung
Und da steht in etwa auch das drin, was ich mir so aus den diversen Quellen (vorher) so "zusammengereimt" hab:
Genickschnitt und kräftiger Schlag (und Herzstich?), wenn sie richtig ausgeführt sind, sollen den Fisch kurz und recht schmerzlos erlösen. Aber eben wenn richtig ausgeführt, sonst ist wohl leicht erkennbar das noch mehr Qual für den Fisch.
Dazu: Der Fisch lebt ja noch und hält je nach Stadium seines Leidens nicht unbedingt still und mal abgesehen davon, ob die Zweifel die viele bei den Methoden plagen berechtigt sind, so denk ich mal, dass gerade, wenn man anfängt Zweifel zu haben und dadurch irgendwie gehemmt ist, besser eine andere Methode wählen sollte.
Überbrühen: Soll gar nicht gut sein! Nicht machen!
Eiswasser (mit Salz) ist so eine Sache, bei dem Link steht dabei, dass das -16 Grad haben sollte und das Eisfach im Kühlschrank nicht reicht... das ist schonmal nicht so praktisch. Für kleine Fische soll es schnell gehen bei größeren eher ungewiss sein. Ist auch kritisch zu sehen
Betäubungsmittel: Irgendwo hab ich mal eine ganze Liste geeigneter Betäubungsmittel gesehen (weiß nur nicht mehr wo). Jetzt weiß ich grad nur noch eben Nelkenöl oder Tricain (MS 222)
Da stand auch dabei, dass das eigentlich die beste Methode wäre den Fisch schmerzlos zu erlösen. Erst wird er durch das Betäubungsmittel sediert und bekommt nichts mehr mit, danach erst endet Atmung und die Herzfunktion.
Leider hab ich nicht mehr die genaue Quelle, die ganz gut nochmal auf alle Methoden eingegangen ist und eben besonders die letzte ausführlich behandelt hat. Dafür gibts aber eine kleine Sammlung an anderen und wenn ich wieder auf die eigentliche Stoße, geb ich nochmal bescheid:
http://www.rhusmann.de/aqua/toeten.htm
http://www.aquaristik-hilfe.de/fische06.htm
http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.p ... en/Toetung
http://www.zierfischforum.at/wiki/ColumnarisKrankheit (spezieller Nelkenöl)
Aber wie auch immer, so oder so hoffe ich mal, dass es möglichst erst gar nicht dazu kommt...
Grüße von mir
PS: Echt makaber, wieviele Rezepte man findet wenn man nach Fisch und Eiswasser und Salz googelt (oder überhaupt auch bei Nelkenöl und Fisch)