Nelkenöl ...

Hallo zusammen,

ich musste gestern schweren Herzens meine Kafi-Dame von einer Krankheit erlösen. Jedenfalls konnte ich mir nicht mehr mit ansehen, wie sie litt.

Ich entschied mich für Nelkenöl.

Habe etliche Tropfen in eine kleine Schüssel mit Aq-Wasser getan. --> Fisch reingesetzt :cry:

Nach einer Weile zappelte sie dann und sprang umher (obwohl sie komplett geschwächt war, von der Krankheit) beruhigte sich wieder, sprang wieder rum usw. Ich war total panisch ud habe noch mehr Tropfen hinzugefügt.

Nach 5-10 Minuten war es vorbei!

Hier meine Frage: Ich habe immer gelesen, dass Nelkenöl betäubt und anschließend tötet. Das herumspringen kann ich mir leider nicht erklären... Was habe ich falsch gemacht? Schließlich will ich nicht, das sich meine fische quälen.

LG Doreen
 


Hi

ich hab das hier mal gefunden ...

Zitat:

"Ich beschreibe nachfolgend mit Zeitangabe das Verhalten des Fisches bis zum Atemstillstand:

0 min, Zugabe von 1 Tropfen Nelkenöl, der auf dem Wasser perlte

2 min: der Fisch schwamm wackeliger
3 min: der Fisch lag am Grund aufrecht mit zunehmender Schräglage
5 min: der Fisch lag in Schräglage, schwamm aber plötzlich nochmal auf, Zugabe eines weiteren Tropfens Nelkenöl, der nun am Grund ausperlte

7 min: der Fisch lag in Querlage am Grund, Atmung normal und regelmäßig
8 min: die Atmung wurde flach, blieb aber regelmäßig
9 min: die Atmung wurde sehr flach, erste Defizite erkennbar
10 min: Atemstillstand"

Es dauert also sehr lange bis die Fische sterben.

Es kommt auf darauf an, welches Öl man verwendet.

Tut mir leid um die kleine Kafi. :cry:
 
Hallo micha,

danke für die schnelle Antwort.

Hier wird von jeweils einem Tropfen Nelkenöl gesprochen. Ich habe viel mehr Tropfen reingeschüttet. Vielleicht waren es zu viele?

Meine hat schließlich fast nur gezappelt. Als ob sie leidet!

Das Nelkenöl war reines Nelkenöl aus der Apotheke.

LG Doreen
 
Da Nelkenöl die Fische ja in Narkose legen soll und dies sacht erfolgen soll, glaub ich auch fast, dass du zuviele Tropfen aufeinmal genommen hast.

Man fängt glaub ich mit 1 Tropfen an und erhöht nach und nach die Dosis, sodass es irgendwann zu einer Art "Überdosis" kommt und der Fisch einen Herz- und Atemstillstand erleidet.

Ich habs nur so gelesen, hab selber 0 Erfahrung damit- gottseidank.
 
hmm, na toll. fürs nächste mal weiß ich das. Aber meiner Kafi-Dame nützt es leider nix mehr.

Ich dachte leider, wenn es zuwenig ist, leidet sie zu sehr, deshalb hab ich so viel genommen. :(

Danke Dir!
 
Ja du hast es nur "gut gemeint" und wolltest ihr nichts Böses. :cry:

Beim nächsten Mal vielleicht vorher gründlich informieren und erst dann handeln.

Hier hab ich nochwas gefunden.

Zitat:

"Vorgehen:
Aquarienwasser in ein an die Fischgröße angepasstes Gefäß. Nelkenöl (0,5 ml/l) in Spritze aufziehen, gleiche Menge Wasser und Luft dazu, stark schütteln, um eine milchig trübe Öl-Wasser-Luft Emulsion zu erzeugen und diese mittels Nadel unter hohen Druck ins vorbereitete Bad spritzen, gleichzeitig gut umrühren, damit das Öl gut verteilt ist und nicht nur Fettaugen wirkungslos an der Wasseroberfläche schwimmen. Fisch in das so bereitete Bad setzen. In der Regel sind sie dann gar nicht nervös, werden ruhig, gehen in Seitenlage und hören nach wenigen Minuten zum Atmen auf. Jetzt nichts überstürzen, da wir den Fisch ja sicher Euthanasieren wollen, soll er lange genug im Bad bleiben, je länger je besser. Sie sind nach einer halben Stunde ziemlich sicher tod, aber was spricht dagegen, den Fisch für einige Stunden im Bad zu lassen? Passieren kann eh nix mehr. "
 
Aquarienwasser in ein an die Fischgröße angepasstes Gefäß. Nelkenöl (0,5 ml/l) in Spritze aufziehen, gleiche Menge Wasser und Luft dazu, stark schütteln, um eine milchig trübe Öl-Wasser-Luft Emulsion zu erzeugen und diese mittels Nadel unter hohen Druck ins vorbereitete Bad spritzen, gleichzeitig gut umrühren, damit das Öl gut verteilt ist und nicht nur Fettaugen wirkungslos an der Wasseroberfläche schwimmen. Fisch in das so bereitete Bad setzen. In der Regel sind sie dann gar nicht nervös, werden ruhig, gehen in Seitenlage und hören nach wenigen Minuten zum Atmen auf. Jetzt nichts überstürzen, da wir den Fisch ja sicher Euthanasieren wollen, soll er lange genug im Bad bleiben, je länger je besser. Sie sind nach einer halben Stunde ziemlich sicher tod

Hallo

genau so habe ich es vorgestern mit meinem Zwergfadenfisch gemacht.
Er hat ein, zweimal gezuckt und ist dann schnell eingeschlafen.
 


Da dies mein erster Beitrag ist, erstmal ein freundliches Hallo an alle.

Wollte mal fragen warum ihr den kranken Fischen nicht einfach die schnellstmögliche Art zum sterben anbietet?
Warum muss dieser Akt mit dem langsamen einschlafen sein?
Sollte es nicht in unserem Sinn sein, das Tier SCHNELLSTMÖGLICH und stress- und schmerzfrei ins Jenseits zu befördern?

Möchte hier niemanden angreifen, würde mich nur mal interessieren.

Gruß Richy
 
Darunter verstehe ich je nach Größe des Tieres z.B. einen gezielten Schnitt mit dem Messer oder bei entsprechend großen Tieren einen Betäubungsschlag im Bereich des Kopfes.

Seid ihr der Meinung es ist angenehm wenn einem über mehrere Minuten, mehr und mehr die Luft wegbleibt, eventuell Panik ausbricht (siehe oben) und man darauf warten muss das man vollständig erstickt?

Sorry, aber das ist nicht meine Traumvorstellung eines Todes.

Und auch wenn ich es schwer übers Herz bringen kann das Tier "von Hand" zu töten, denke ich das es für das Tier definitiv die beste Lösung ist.
 
richyrich schrieb:
Seid ihr der Meinung es ist angenehm wenn einem über mehrere Minuten, mehr und mehr die Luft wegbleibt, eventuell Panik ausbricht (siehe oben) und man darauf warten muss das man vollständig erstickt?

Das passiert mit Nelkenöl - RICHTIG ANGEWENDET- auch nicht, da es ein Narkosemittel ist.
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Wunderflunder schrieb:
weil ich keinem lebendem Fisch den Kopf abschneiden, oder mit einem Hammer drauf hauen kann.
Aber ihm minutenlang beim Sterben zusehen kannst Du? Diese Logik verstehe ich nicht.

Viele Grüße
Robert, der im Falle des Falles Genickschnitt vorzieht. Geht um ein vielfaches schneller.
 
Guten Morgen nochmal,

also ich könnte auch keinen Fisch mit dem Messer töten! Außerdem wer sagt, dass es angenehmer für den Fisch sein soll. (was wäre dir persönlich lieber)

Sicher fand ich es keineswegs angenehm, dass es mit dem nelkenöl so gelaufen ist. Aber da es wohl an der falschen anwendung lag (was ich mir auch aufs übelste vorwerfe) würde ich es jederzeit wieder nehmen, nach der anleitung wie vorher schon beschrieben.

Soll jeder es so machen wie er es für richtig hält.

Einen schönen Tag noch
Doreen
 
A

Anonymous

Guest
Dorli1983 schrieb:
also ich könnte auch keinen Fisch mit dem Messer töten!
Ja, das ist bekannt. Frauen bevorzugen den perfiden Giftmord. Angeblich sollen 80 bis 90 % aller von Frauen begangenen Morde durch Gift geschehen sein. Erstechen kommt jedoch so gut wie nicht vor. Klar, da müsste Frau ja Hand anlegen. Sorry, aber das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

Außerdem wer sagt, dass es angenehmer für den Fisch sein soll.
Es geht schneller. Viel schneller.

(was wäre dir persönlich lieber)
Ein Fisch ist kein Mensch. Angeblich soll die Hinrichtung durch die Giftspritze in den Staaten allerdings mit Höllenqualen für des Delinquenten verbunden sein, weshalb diese Hinrichtungsmethode teilweise ausgesetzt ist.

Viele Grüße
Robert
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Robert,

Robert Miehle-Huang schrieb:
Dorli1983 schrieb:
also ich könnte auch keinen Fisch mit dem Messer töten!
Ja, das ist bekannt. Frauen bevorzugen den perfiden Giftmord. Angeblich sollen 80 bis 90 % aller von Frauen begangenen Morde durch Gift geschehen sein. Erstechen kommt jedoch so gut wie nicht vor. Klar, da müsste Frau ja Hand anlegen. Sorry, aber das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

Da es immer noch überwiegend die Frauen sind, denen auferlegt wird, den Dreck anderer wegzumachen, sorgen sie natürlich ganz effizient dafür, dass gar nicht erst Dreck entsteht.

Ist also nicht perfide gedacht, sondern ganz pragmatisch! :mrgreen:

Gruss,
Britta
 
Tja zum Thema Töten von Fischen und den verschiedenen Methoden hab ich schon einiges gelesen und da gehen (wie so oft) die Meinungen auseinander...

Hab jetzt grad nochmal ein bischen gegoogelt und folgendes gefunden:
- Verordnung zum Schutz von Tieren im Zusammenhang mit der Schlachtung oder Tötung (Tierschutz-Schlachtverordnung - TierSchlV)

* Abschnitt 1 Allgemeine Vorschriften
~ § 3 Allgemeine Grundsätze
(1) Die Tiere sind so zu betreuen, ruhigzustellen, zu betäuben, zu schlachten oder zu töten, daß bei ihnen nicht mehr als unvermeidbare Aufregung, Schmerzen, Leiden oder Schäden verursacht werden.

* Abschnitt 4 Vorschriften über das Ruhigstellen, Betäuben, Schlachten und Töten von Tieren
~ § 13 Betäuben, Schlachten und Töten
(5) Wer einen Fisch schlachtet oder tötet, muß diesen unmittelbar vor dem Schlachten oder Töten betäuben. Ohne vorherige Betäubung dürfen

1. Plattfische durch einen schnellen Schnitt, der die Kehle und die Wirbelsäule durchtrennt, und

2. Aale, wenn sie nicht gewerbsmäßig oder sonst höchstens bis zu einer Zahl von 30 Tieren pro Tag gefangen und verarbeitet werden, durch einen die Wirbelsäule durchtrennenden Stich dicht hinter dem Kopf und sofortiges Herausnehmen der Eingeweide einschließlich des Herzens

geschlachtet oder getötet werden.
So ich hab jetzt nur mal die relevanten/interessanten Teile rausgepickt, und über die Anwendbarkeit, lässt sich auch streiten, da das ja in der Aquaristik beim Erlösen eh darum geht den Fischen mehr Leid zu ersparen (und nicht um sie z.B. zu futtern)

Ganz interessant ist vielleicht auch noch http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.p ... en/Toetung
Und da steht in etwa auch das drin, was ich mir so aus den diversen Quellen (vorher) so "zusammengereimt" hab:

Genickschnitt und kräftiger Schlag (und Herzstich?), wenn sie richtig ausgeführt sind, sollen den Fisch kurz und recht schmerzlos erlösen. Aber eben wenn richtig ausgeführt, sonst ist wohl leicht erkennbar das noch mehr Qual für den Fisch.
Dazu: Der Fisch lebt ja noch und hält je nach Stadium seines Leidens nicht unbedingt still und mal abgesehen davon, ob die Zweifel die viele bei den Methoden plagen berechtigt sind, so denk ich mal, dass gerade, wenn man anfängt Zweifel zu haben und dadurch irgendwie gehemmt ist, besser eine andere Methode wählen sollte.

Überbrühen: Soll gar nicht gut sein! Nicht machen!

Eiswasser (mit Salz) ist so eine Sache, bei dem Link steht dabei, dass das -16 Grad haben sollte und das Eisfach im Kühlschrank nicht reicht... das ist schonmal nicht so praktisch. Für kleine Fische soll es schnell gehen bei größeren eher ungewiss sein. Ist auch kritisch zu sehen

Betäubungsmittel: Irgendwo hab ich mal eine ganze Liste geeigneter Betäubungsmittel gesehen (weiß nur nicht mehr wo). Jetzt weiß ich grad nur noch eben Nelkenöl oder Tricain (MS 222)
Da stand auch dabei, dass das eigentlich die beste Methode wäre den Fisch schmerzlos zu erlösen. Erst wird er durch das Betäubungsmittel sediert und bekommt nichts mehr mit, danach erst endet Atmung und die Herzfunktion.

Leider hab ich nicht mehr die genaue Quelle, die ganz gut nochmal auf alle Methoden eingegangen ist und eben besonders die letzte ausführlich behandelt hat. Dafür gibts aber eine kleine Sammlung an anderen und wenn ich wieder auf die eigentliche Stoße, geb ich nochmal bescheid:

http://www.rhusmann.de/aqua/toeten.htm
http://www.aquaristik-hilfe.de/fische06.htm
http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.p ... en/Toetung
http://www.zierfischforum.at/wiki/ColumnarisKrankheit (spezieller Nelkenöl)

Aber wie auch immer, so oder so hoffe ich mal, dass es möglichst erst gar nicht dazu kommt...

Grüße von mir

PS: Echt makaber, wieviele Rezepte man findet wenn man nach Fisch und Eiswasser und Salz googelt (oder überhaupt auch bei Nelkenöl und Fisch)
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Big Fish schrieb:
Dazu: Der Fisch lebt ja noch und hält je nach Stadium seines Leidens nicht unbedingt still und mal abgesehen davon, ob die Zweifel die viele bei den Methoden plagen berechtigt sind, so denk ich mal, dass gerade, wenn man anfängt Zweifel zu haben und dadurch irgendwie gehemmt ist, besser eine andere Methode wählen sollte.
Warum? Ein Fisch, der sich in so einem Zustand befindet, daß man daran denkt, ihn zu töten, zappelt nicht mehr viel. Wenn man sich entsprechend vorbereitet, Küchenpapier zum Drauflegen und Festhalten des Tieres, und ein Skalpell bereitlegt, ist der Genickschnitt innerhalb weniger Sekunden durchgeführt. Ich halte das für die schnellste Methode.

Überbrühen: Soll gar nicht gut sein! Nicht machen!
Warum nicht? Nicht vergessen: ein Fisch ist wechselwarm. Wärme- oder Kälterezeptoren wären da kontraproduktiv. Saugwelse saugen sich an eingeschalteten Heizstäben fest, und können dadurch sogar Schäden erleiden, ohne daß sie etwas merken. Da der Temperaturunterschied vom 25 Grad warmen Fisch zum 100 Grad heißen Wasser höher ist als bei der Eismethode, geht die Brühmethode sogar noch schneller für den Fisch.

Ich bin allerdings der Meinung, daß man so wenig wie möglich eingreifen sollte. Bei mir haben sich schon Fische wieder erholt, auf die ich keinen Pfifferling mehr gewettet hätte. Ich denke mir manchmal, daß nicht selten vorschnell gehandelt wird.

Viele Grüße
Robert
 
Ja, das ist bekannt. Frauen bevorzugen den perfiden Giftmord. Angeblich sollen 80 bis 90 % aller von Frauen begangenen Morde durch Gift geschehen sein. Erstechen kommt jedoch so gut wie nicht vor. Klar, da müsste Frau ja Hand anlegen. Sorry, aber das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen

Also dazu mal zu sagen, wenn bei mir nen Fisch das Erlösen braucht dann entweder mit Messer oder Hammer. Geht am schnellsten und Tier leidet eben nicht.
Angler gehen ja auch nicht mit Nelkenöl oder Eiswasser an den See. Kurz und so schmerzlos wie eben nötig sollte das sein, aber das muss wiederum auch jeder für sich selbst verantworten wie er das zu tun gedenkt.

(Ach und das Problem das Frauen ja mit Gift töten seid ihr Männer doch selber schuld :wink: haltet doch einfach still und zappelt nicht so dann könnten wir endlich die Statistik etwas aufwerten :twisted: )

LG
Karin
 

mausilibaer

Mitglied
Robert Miehle-Huang schrieb:
Ich bin allerdings der Meinung, daß man so wenig wie möglich eingreifen sollte. Bei mir haben sich schon Fische wieder erholt, auf die ich keinen Pfifferling mehr gewettet hätte. Ich denke mir manchmal, daß nicht selten vorschnell gehandelt wird.

Endlich sagt es mal einer!

Die im Handel verfügbaren Medikamente sind keine Wundermittel. Eine Heilung braucht deswegen auch sehr viel Zeit. 14 Tage sind da schon drin. Deswegen regt es mich oft auf, wenn hier gesagt wird: "Gestern habe ich soundso hineingeschüttet und heute hat sich immer noch nichts getan, ich glaube, den Fisch muß ich jetzt erlösen".
 


Oben