Zieht hier jemand Pastellgrundeln?

Hallo!

Also, die Frage steht ja schon im Titel.
Warum ich frage:
Also, ich habe meine Pastellgrundeln schon eine ganze Weile (1,5 Jahre? 2 Jahre?).
Damit sie sich wohl fühlen und ggf. auch vermehren können, hatte ich das Becken von Anfang an mit vielen Höhlen ausgestattet.
Zwar fehlte hin und wieder mal eine der Grundeln und ich vermute, dass sie dann in einer Höhle Laichpflege betrieben hat, aber Laich oder Larven hab ich nie gesehen.
Muss aber dazu sagen, dass ich die Grundeln mit Corydoras habrosus und pygmaeus zusammen halte und Larven bestimmt willkommene Zwischenmahlzeiten gewesen sein könnten.

So, nun ist neulich eine der schwarzen Fotodöschen (Hatte ich auch als Höhlen im Becken) vom Boden hochgerutscht und schwamm an der Wasseroberfläche im Riccia.
Es dauerte nicht lange und das erste Pärchen war im Paarungsrausch im Fotodöschen verschwunden. Eine Nacht später hat das Männchen die Brutpflege betrieben.
Leider war mein Weibchen nach der Paarung ziemlich lediert und ist auch seither verschwunden.
Denke aber, dass das gut so ist, da ich eh ein ungünstiges Verhältnis m/w hatte (3 w + 2 m). Nun habe ich also noch 2 Paare.

Die Larven sind dann nach ca. 8 Tagen geschlüpft, aber gefressen worden.
O.k., also absichtlich mehrere Fotodosen an die Wasseroberfläche gepackt, gewartet und das nächste Gelege bekommen.
Habe die Fotodose samt Männchen ins Laichnetz verfrachtet und nach dem Schlupf der Larven das Männchen in die Freiheit entlassen.
Resultat nach nur einem Tag: Alle Larven tot, bis auf eine einzige.
Hatte Infusorien und Staubfutter gefüttert.

Also neuer Versuch, genau so verfahren, aber die Larven aus dem Laichnetz gefangen und in mein gerade leer gewordenes 30 l Becken (Hatte nen Betta da aufgezogen und gerade abgegeben.) getan.
Siehe da: Die Larven wachsen und gedeihen und haben sogar den Beckenwechsel bestens verkraftet.
Füttern tu ich das gleiche wie vorher, was offensichtlich gut vertragen wird.

Nun habe ich plötzlich ständig neue Gelege der beiden Paare und überlege, ob und wie ich das alles optimieren kann um ggf. gezielt zu züchten.

Wer von Euch zieht also richtig gezielt Pastellgrundeln und hat ein paar gute Tips für mich?

Viele Grüße,
Maya
 


Mudskipper

Mitglied
Moin,

meine Tipps:

-nicht über 25-26 Grad ziehen, hier können sich die Larven zu schnell entwickeln und schlüpfen zu früh.
-nach 5-6 tagen mit frischen Artemianauplien füttern, wenn möglich Tümpelstaub
-möglichst sauberes Wasser, ich habe im Aufzucht becken immer alle 3-5 Tage 70% des Wasser gewechselt.

Die Jungtiere kann man super erst in 12l Becken "anziehen", so ab ca 15-20mm dann die Gruppe in ein 60er geben, sonst wird das Wachstum verlangsamt.

Lg Markus
 
Hallo Markus!

Vielen Dank für Deine Tips :D .
Aber da tun sich mir ja gleich wieder neue Fragen auf.:

Was bitte ist Tümpelstaub? Ist das nicht was furchtbar schmutziges, was einem das Wasser kippt
d070.gif
?

Gibt es Alternativen zu frisch geschlüpften Nauplien?
Kann ich auch dekapsulierte Artemien in Pulverform füttern?
Das scheint mir aber irgendwie auch noch viel zu groß für die kleinen Larven zu sein.
Bei meinen Normanis füttere ich erst immer eine ganze Weile nur Staubfutter und wenn sie dann etwas gewachsen sind (so zu sagen im Zustand zwischen Larve und Fisch ) die dekapsulierten Artemien.
Ich habe aber auch Mikrowürmchen und Essigeelchen hier.
Hab die Eelchen noch nie verfüttert. Ist mir irgendwie suspekt mit dem Essig, dem Zucker und dem Apfel. Könnte aber mal versuchen welche mit dem Ohrenstäbchen rauszunehmen.
Die Infusorien habe ich als gepresste Pellets, welche man entweder in Aquarienwasser ansetzen oder direkt ins Becken geben kann.

Muss ich bei den Teilwasserwechseln abgestandenes Wasser nehmen, oder geht auch frisches aus der Leitung (Gießkanne)?
Wo ich gerade mal dabei bin: Hast Du zufällig ne Ahnung, ab wann Wasser überhaupt als abgestanden gilt?

Hast Du Dein 12 l Becken techniklos, wenn Du so viel Wasser wechselst?
Ich hab ja mein eingefahrenes 30 l Becken für die Larven genommen.
Da es aber mit einem ganz normalen Innenfilter läuft, habe ich einen Perlonstrumpf als Schutz für die Larven genommen, was sich aber als anstrengend erweist. Ich muss hier nun andauernd den Perlonstrumpf von Mulm/Schwebeteilchen befreien, weil sich der Filter sonst mit lautem Gebrumme bei mir rächt.
Hätte zwar noch einen Lufthebefilter hier liegen, aber nun läuft ja eben schon der andere.
Ist aber wahrscheinlich besser, oder?

Ach ja, das mit den Temperaturen ist aber echt schlecht im Moment.
Es gab hier schon Tage, an denen ich 30°C in den Becken hatte.
Kann auch der Grund dafür sein, dass bei dem einen Gelege nur eine Larve überlebt hat.

Viele Grüße,
Maya
 
Hallo,
ich finde das Thema sehr interessant;

Ich selber pflege auch Schwanzfleckschläfergrundel n (um es für die Suchfunktion zu optimieren :wink: ) und meine haben auch schon oft abgelaicht;
da ich im Becken immer nur vereinzelt junge Larven an der Wasseroberfläche gefunden habe und es nie eine zum richtigen Jungfisch geschafft hat, habe ich mal die Tonhöhle samt Männchen und Eier in ein 12L Becken gelegt (mit vielen Pflanzen aber keinen Filter)
Die Temperatur lag wohl um die 19°

:arrow: es dauerte ewig bis die Larven geschlüpft sind und als es dann soweit war verstarben alle Tiere innerhalb ca. 5 Tagen.
das Männchen hatte ich nach dem Freischwimmen wieder zum Weibchen gepackt.
Habe es dann aufgegeben;
Aber wenn ich das hier lese, muss es wohl doch möglich sein...
das 12er Becken ist zwischenzeitlich mit einem Filter ausgestattet und es leben ein paar Shuffels in der Pfütze. (Der Filter ist mit einem feinmaschigen Strumpf gesichert)
Da sich diese ziemlich vermehrt haben, muss ich das Becken jedoch durch ein 54er austauschen.
Denkt ihr, dass es möglich ist, dort Grundellarven großzuziehen?
Die Larven sind ja meist an der Oberfläche und die Krebse keine aktiven Räuber (nach meinen Beobachtungen)
Ich möchte ja keine Grundelzucht aufmachen und auch nicht täglich gezielt füttern; mir würden ein paar wenige Jungtiere genügen, welche wohl auch genug Futter im AQ finden sollten.

Gruß Andreas
 

Mudskipper

Mitglied
Moin,

Tümpelstaub ist eine grobe Umschreibung für feines Süßwasserplankton, das man mit entsprechenden Machenweiten fangen kann.

Imo ist es wichtig die Grundellarven mit Lebendfutter hochzuziehen, son Trockenkram hilft einem da nicht weiter. Da kann man lieber erst mit Pantoffels und Rädertierchen füttern.

Microwürmer sind was für größere Ju ngtiere, die auch am Boden nach Futter suchen, die larven sind ja erst nur oben unterwegs.

Zum wechseln nehme ich fast immer Wasser direkt aus der Leitung, und die 12er waren techniklos oder Luftheber-gefiltert.

@Skalar

19Grad ist für Larven etwas zu kühl, imo sind 24 Grad optimal zur zügigen Aufzucht.
Wasser und Futter sind die wichtigsten Kriterien, ansonsten ist es nur nervig, daß die larven langsam und nicht selten mit größenunterschieden abwachsen.

Lg Markus
 


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