Frage zu Apistogramma Nijsseni

Hallo!

Ich habe am Sonntag von einem Privaten Apistogramma Züchter endlich meine Apistogramma Borelli bekommen, 1M, 3W.

Er hatte mir ebenfalls 1 Paar Apistogramma nijsseni rausgesucht und sagte mir, dass ich die durchaus noch dazu nehmen kann und dass die auch von den Wasserwerten her bei mir im Becken leben können, nur mit der Zucht würde es wahrscheinlich nicht klappen (300 Liter Becken, GH 15, KH 10-12, PH 7)

Da ich die Tiere sehr schön fand und ihm auch geglaubt habe hab ich die Tiere mitgenommen, sie scheinen sich bisher auch wohl zu fühlen, aber ich habe jetzt im Internet teilweise gelesen, dass diese Art sehr weiches Wasser braucht. Wie gesagt - teilweise, einige haben sie aber wohl auch schon jahrelang erfolgreich in noch härterem Wasser gehalten und in Wasserwerten die meinen ähnlich waren sogar gezüchtet...

Was stimmt denn nun :?:

Der gute Mann züchtet jede Menge Apisto Arten und das wohl schon sehr lange, er ist auch im Aquarienverein hier in der Nähe wohl sehr angesehen und hatte zahlreiche Urkunden bei sich hängen und er sagte halt, dass das kein Problem sei, ausser evtl mit dem Nachwuchs, er sagte durch die jahrelange Nachzucht wäre das alles längst nicht so heikel wie früher und seine Wasserwerte sind auch nicht gerade wirklich Weichwasser wie er mir sagte.


Könnt ihr mir was dazu sagen?


Gruß,

Sabrina
 


A

Anonymous

Guest
Schattenherz schrieb:
Der gute Mann züchtet jede Menge Apisto Arten und das wohl schon sehr lange, er ist auch im Aquarienverein hier in der Nähe wohl sehr angesehen und hatte zahlreiche Urkunden bei sich hängen und er sagte halt, dass das kein Problem sei, ausser evtl mit dem Nachwuchs, er sagte durch die jahrelange Nachzucht wäre das alles längst nicht so heikel wie früher und seine Wasserwerte sind auch nicht gerade wirklich Weichwasser wie er mir sagte.

Es gibt die zwei Ansätze:
1. Man züchtet immer in Weichwasser
2. Man züchtet über viele Generationen hinweg einen Aquarienstamm, der sich bei immer höheren Härtewerten vermehrt.

Beides wird erfolgreich (2. allerdings nicht bei allen Fischen) praktiziert.

Gruß Erik
 
Hi!

Was heißt das jetzt für mich?

Hatte halt nur Angst, dass es vll doch für den Fisch Quälerei ist ihn in für seine Art ziemlich hartem Wasser zu halten.

Vermehren müssen die sich nicht unbedingt aber sich wohlfühlen und gesund seien sollten sie schon und ich bin jetzt halt ziemlich verwirrt weil ich halt auch öfter gelesen habe, dass KH und GH extrem niedrig seien sollten und der PH sauer, wie auch im Heimatgebiet und der Züchter meiner Fische aber meinte das sei nicht nötig.

Möchte einfach, dass es denen gut geht.

Gruß,

Sabrina
 
Hallo nochmal...

Hat sonst niemand ne Meinung dazu?

Kann ich die beiden behalten oder soll ich sie doch wieder weggeben oder gibt es irgend eine Möglichkeit das Wasser weicher zu bekommen zb. indem ich das Wechselwasser vorher mit Salzsäure behandel? Osmose oder Kati und Ani fallen nämlich flach :|
 
Hallo,

unbedingt behalten.

Ich habe selber Wildfangnachzuchten bei den Werten gehalten und nachgezogen. Das war kein Problem.

Ebenso geben Linke / Staek an, dass die Art in mittelhartem Wasser problemlos zu halten ist. Die Wasserpanscherei würde ich weglassen.
 
A

Anonymous

Guest
Moin!
Schattenherz schrieb:
Hat sonst niemand ne Meinung dazu?
Ich persönlich halte die Wasserwerte selbst für ein Aquarienstamm für grenzwertig. Andere werden sicher eine andere Meinung haben.
Schattenherz schrieb:
Kann ich die beiden behalten oder soll ich sie doch wieder weggeben oder gibt es irgend eine Möglichkeit das Wasser weicher zu bekommen zb. indem ich das Wechselwasser vorher mit Salzsäure behandel? Osmose oder Kati und Ani fallen nämlich flach :|
Reduktion der Karbonhärte mittels Torfkanone. Einfach mal die Suche mit Torfkanone füttern, da gibts hunderte von Freds zu.

Gruß Erik
 
Hallo Sabrina,

Ich nähere mich der Sache mal von einer etwas anderen Sichtweise.

Die einzigen Anhaltspunkte kannst Du nur selbst feststellen.
Zeigen die Fische Farbe?
Sind die Flossen da?
Fressen sie?
Ist die Atmung normal?

Das wären jetzt mal die "Hardfacts". Die kannst aber nur Du selbst beurteilen.

Jetzt kommen die "Softfacts" und dann geht es eigentlich schon an die eigentliche "Raterei" bis "Kaffeesatzleserei".

Nicht jeder aus Weichwassergebieten stammende Fisch ist zwingend auf Weichwasser angewiesen.

Ich würde mich in den Fall auf den Züchter verlassen und ihm zustimmen, dass die Fische in Deinem Wasser zurecht kommen.
Ich vermeide das Wort "wohlfühlen" ganz bewusst.
"Wohlfühlen" ist keine messbare Größe.

Was mit dem Laich passiert steht auf einem ganz anderen Blatt.
Manche Eier entwickeln sich in Deinem Wasser eben nicht, das hat aber nichts mit den ausgewachsenen Tieren zu tun.

Warte mal ab. Beobachte und lass Dich nicht zu sehr von diesen ganzen Wasserwerten beeinflussen.

Eine artgerechte Einrichtung, richtiges Futter und nicht zuletzt die Wasserbeschaffenheit in Bezug auf Reinheit ist da mehr gefragt als das letzte Quentchen GH und KH.

Beste Grüße
Martin
 


Hallo!

Danke für eure Antworten, dann werd ich sie behalten :D

@ Frank: Mit der Panscherei das lass ich dann, ist mir eigentlich eh lieber als da rummzuexperimentieren.

@Martin:

Farben zeigen sie, Flossen und Atmung sind auch normal und fressen tun sie auch, am liebsten Frostfutter, von Granulat sind sie nicht so begeistert wie die Borellis und die anderen, aber es gibt bei mir zum Glück eh fast nur Frostfutter, von daher passt das schon. Schwimmen tun sie auch ganz munter und auch oft sogar im offenen mitterleren Bereich.

Von der Wasserhygiene sollte das auch kein Problem geben, ich wechsel jede Woche ca. 70%, Nitrit ist natürlich nicht nachweisbar und Nitrat und Phosphat müssen sogar mit NPK etwas hochgedüngt werden.

Von der Einrichtung her sollten die sich auch wohlfühlen, es sind einige Tonhöhlen drin und 2 große Mangrovenwurzeln die viele Höhlen und Verstecke bieten und Pflanzen sind sowieso mehr als reichlich drin, die Beleuchtung ist auch ehr dezent durch die vielen Schwimmpflanzen und die Färbung von den Wurzeln.

Außerdem hab ich auch immer Seemandelbaumblätter und das TR7 (Torfrindenextrakt) von Dennerle drin.

Werd sie dann einfach mal genau im Auge behalten und mich an dran erfreuen, sind echt schöne Tiere :)


Liebe Grüße und nochmal vielen Dank,

Sabrina
 


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