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Themen rund um die Zucht von Zierfischen.
Moderator: fluethke
von Biene Maja » 01.03.2011 14:26
Liebes Forum,
habe ich unter "Fische" gefragt, wer Erfahrung hat mit Pelvicachromis roloffi - so werde ich jetzt wohl selber darauf kommen müssen. Ich habe die zwei Tiere am Sonntag in ein Artbecken (50l) umgesetzt, da ihnen mein großes Becken viel zu hell war. Und nun tut sich etwas in einer der Höhlen, die ich auf Verdacht reingelegt hatte.
Nun meine Fragen:
Wie füttere ich am besten die Eltern? Der Herr der Gesellschaft könnte etwas mehr auf die Rippen vertragen. Derzeit habe ich lebende Tubifex gegeben, damit sie einen kleinen Vorrat haben, aber die interessieren sich nicht sonderlich dafür - ist wohl gerade heiße Phase.
Wie lange brüten die? Vom Purpurprachtbarsch habe ich gefunden Schlupf nach zwei bis drei Tagen, der Dottersack reicht bis zu sechs Tage - brauche ich mir die nächsten 9 Tage jetzt keine Sorgen zu machen wegen der Fütterung oder habe ich einen Rechenfehler? Meine Temperatur im Aqua beträgt ca. 26 °C.
Was und vor allem WIEVIEL muss ich füttern? Ich hätte Artemianauplien sowie Mikrowürmchen im Angebot. Gibt es Empfehlungen und Erfahrungen?
Tipps in jegliche Richtung nehme ich gerne an.
Danke,
Maja
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von adv » 01.03.2011 14:26
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von Z-Jörg » 01.03.2011 22:51
Hi Maya, ich habe zwar immernoch keine Erfahrungen mit P.roloffi, aber mit allen gängigen Frostfuttersorten kannst du eigentlich nichts falsch machen. Dein "Nachwuchsfutterangebot" ist o.k. u. wenn deine WW passen kann es auch mit der Zucht klappen.
Grüße Jörg
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von Biene Maja » 02.03.2011 13:22
Lieber Jörg,
vielen Dank für den Hinweis mit dem Futter, da bin ich dann schonmal beruhigt. Den "Rest" machen dann die Fische - oder auch nicht.
Weißt irgendwer zufällig, wie schnell sich Nachzuchtengenerationen an härteres Wasser "anpassen"? J. Vierke schreibt von extrem weichem Wasser, die seine Wildfänge benötigten. Mein Fischverkäufer berichtete etwas verschnittenem Wasser, aber grundsätzlich würde auch eine Zucht in normalem Kölner Leitungswasser gelingen.
Wie weit muss ich mit der Härte runter? Dass bei weichem Wasser die Eier besser heften habe ich gelesen, gibt es Erfahrungen, auch bei anderen Barschen? Der P. pulcher stammt ja ursprünglich aus Gebieten mit sehr weichem Wasser und pflanzt sich inzwischen auch in härterem Wasser fort.
Viele Grüße,
Maja
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von FKS » 02.03.2011 14:50
Hi, Artemianauplien sowie Mikrowürmchen
reichen nicht um geschlechtsreife Pelvicachromis dauerhaft ausreichend zu ernähren. Das erwähnte Frostfutter (Mückenlarven, Cyclops, Artemia, etc) sollte es schon sein. Ansonsten wirst du mit WF oder auch F1, F2 in Kölner Leitungswasser nicht zwingend Erfolg haben. Ich würde sie aber trotzdem darin ansetzen und aufweichen (KH <4°, pH 6) falls sich nichts tut. Sollte es dann mal Jungfische geben, kann man die recht gut an härteres Wasser gewöhnen. Jungfische geben sich nicht selten "flexibler" als die Alttiere.
Gruß Frank Gerüchte werden von Neidern erfunden, von Dummen verbreitet und von Idioten geglaubt
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von Biene Maja » 03.03.2011 22:12
Hallo FKS, die kleinen Zappeltierchen sind für frisch geschlüpfte Jungfische, die erwachsenen füttere ich mit Frostfutter sowie lebende Tubifex, da besonders der Herr ordentlich etwas auf die Rippen braucht. Sieht inzwischen schon etwas besser aus. Das Wasser hat derzeit 6 KH, ich werde die Härte langsam weiter absenken. Fotos sind derzeit leider nicht so richtig möglich, da sie jetzt in einem kleinen Becken mit viel "braun" im Wasser sitzen, da ist es ziemlich dunkel - zu dunkel für ein solides Foto. P_roloffi.jpg Danke für Eure Tipps, werde mal sehen, was sich tut in den nächsten Tagen. Fressen tun sie inzwischen ganz ok, wechseln immer mal zwischen zwei Höhlen, haben in einer mächtig gebuddelt - ich warte mal ab und wechsele weiterhin vorsichtig das Wasser, damit die Hygiene im frisch angesetzten Becken stimmt. Schönen Abend, Maja
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von Biene Maja » 31.07.2011 20:26
Liebes Forum,
Die Fische haben sich gut eingelebt, aber aus den ersten Zuchtversuchen ist nichts geworden, das Päarchen harmonierte aber. Ich habe auf einen Tipp hin eine Luftpumpe mit kleinem Sprudler angeschlossen, um den Sauerstoffgehalt hoch zu halten. Nach ca. 20 Minuten habe ich es wieder ausgeschaltet, die Tiere saßen geschockt und pumpend in zwei verschiedenen Aqua Ecken. Danach war es mit der Päarchenharmonie vorbei. Er hat sie ziemlich gescheucht und ich habe flugs das Becken mit weiteren Steinen strukturiert, damit sie aus seinem Sichtfeld abtauchen kann.
Es besserte sich, aber so richtige Harmonie wollte nicht einkehren. Daher habe ich nach einem Tipp vom Zoohändler sechs kleingebliebene Platymänchen eingesetzt. Das hat gut geklappt, das Päarchen verteidigt nun sein Revier gemeinsam, die Platys werden aber nicht zu arg bedrängt. Die Fütterung wurde deutlich gesteigert (Frostfutter, selten Chichlidenfutter)
Seit ca. drei Tagen wird das Becken wild umgegraben und eine Höhle verdächtig gut verteidigt. Den Kies dort haben sie bis auf die Bodenscheibe rausgeschaufelt. Vielleicht wird es ja was.
Muss ich etwas beim Filter beachten damit die Jungen nicht eingesaugt werden? 54l Becken, ca. 40l Inhalt, Fluval 1 Innenfilter, WW weiterhin regelmäßig, KH ist bei 4.
Liebe Grüße,
Maja
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von Z-Jörg » 31.07.2011 22:48
Hi Maja, das hört sich für mich schon ganz gut an. Du könntest einen Nylonstrumpf über den Filter ziehen, aber da bleibt dann der gröbere schmutz dran hängen u. muss regelmäßig entfernt werden. Aber eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, das die Larven eingesaugt werden, bei meinen pulcher damals hab ich soetwas nie beobachtet.
Grüße Jörg
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von Biene Maja » 14.01.2012 19:23
Liebes Forum,
nachdem ich vor einigen Tagen nach etwas geschludertem Wasserwechsel wieder ordentlich das Wasser gewechselt habe, habe ich zudem nochmals umstrukturiert und Steine umgesetzt. Nach etwas schmaleren Wochen, habe ich sehr kräftig gefüttert.
Dies scheint zu Gefallen, es wurde (endlich mal) ein Tontopf bezogen, in den man reingucken kann. Es hängen nur wenige Eier dort, beide sind ganz agil dabei, teils sogar zu zweit in der Höhle. Ich schätze, es gibt nur 10-20 Eier, die an der Decke des Topfes hängen.
Meine Frage: Morgen stünde der Wasserwechsel an, soll ich den durchführen oder die Tiere in Ruhe lassen? Füttern werde ich weiter wie gewohnt.
Gibt es weitere Tipps für mich, was ich beachten muss?
Danke, Maja
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von Z-Jörg » 14.01.2012 23:08
Ich würde ruhig 1/3 Wasser wechseln, natürlich ganz behutsam u. möglichst weit weg von der Höhle absaugen u. einlaufen lassen. Irgend wann musst du es sowieso tun, dann lieber jetzt als wenn sie Larven führen u. bedenke bitte dass es sowieso unwahrscheinlich ist, das es beim ersten Mal klappt.
Grüße Jörg
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von Biene Maja » 15.01.2012 16:00
Hi Jörg,
danke für den Tipp, ich werde sehen, wie es sich weiter entwickelt.
Lieben Gruß,
Maja
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