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Fragen rund um Wassertests, Wasserwerte und Wasserprobleme sind hier genau richtig.
Moderatoren: der_andy, fluethke
von SaschaM » 06.07.2011 12:36
Guten Morgen zusammen, die Wasserchemie in meinem jetzt ca. 8 Wochen alten Becken stimmt noch nicht recht, auch wenn die Wasserwerte mir etwas anderes sagen. Hier erst einmal die aktuellen Wasserwerte: NO2: < 0,3 mg/l NH3: 0 ph: 7,5 KH: 4 GH: 10 PO4: 2 mg/l (einziger Wert am Grenzwert, Ursache für Phosphat unbekannt) CO²: 4 mg/l (sollte nach Krause bei ca. 16 mg/l bei der KH liegen) Wassertemperatur: 24 Grad, aktuell etwas steigend durch Zimmertemperatur Symptome im Becken: * Garnelensterben (ca. 1 Tier pro Woche) * Garnelen mit Verfärbung (Amanos teilweise bräunlich verfärbt, Red Fire sehr farblos) und sehr scheu geworden (der Besatz hat sich vor und nach dem Neugestalten des Beckens nicht geändert) * Schleimpilz und sehr starke Vermulmung des Beckens trotz Absaugens Aufgrund eines starken Ammoniakanstiegs kurz nach der 4wöchigen Einlaufphase habe ich eine Luftpumpe mit 60cm langem Ausperlschlauch (entlang der Rückwand des Beckens verlegt) installiert, die rund um die Uhr läuft, parallel dünge ich noch mit CO² (mit Nachtabschaltung), was denke ich gewissermaßen kontraproduktiv zu der Luftpumpe ist und durch den niedrigen CO²-Wert im Wasser bestätigt wird. Da ich aber nicht noch einmal einen Ammoniakanstieg im Becken haben möchte, habe ich im Moment ein wenig Sorge, die Luftpumpe auszuschalten Einige Bilder sollen mal verdeutlichen, was ich mit Vermulmung und Pilz meine, die abgebildete Garnele ist eine der verfärbten Amanos  Ich hoffe, die Experten hier im Forum haben eine Lösung für die Probleme im Becken P.S. Aktuell verwende ich zwei kleinere Innenfilter, ab nächster Woche wird ein HMF den Dienst im Becken verrichten. Können solche Probleme auch mit einer zu geringen Umwälzung im Becken entstehen? Die beiden Pumpen sind für 160L und 80L Becken gedacht und wurden nur installiert, da der vorhandene Filter am Wochenende ausfiel und schnellstmöglich ein Ersatz her musste, seitdem habe ich noch nicht auf einen größeren Außen- oder Innenfilter umgestellt, was sich aber durch den HMF ändern soll. Ich danke euch im Voraus für eure Ratschläge! Grüße, Sascha DSC_0445 (Medium).JPG DSC_0460 (Medium).JPG DSC_0444 (Medium).JPG DSC_0439 (Medium).JPG DSC_0438 (Medium).JPG DSC_0436 (Medium).JPG
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SaschaM
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von adv » 06.07.2011 12:36
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von Martin Krüger » 06.07.2011 17:11
Hallo Sascha,
na, das ist ja mal ne Sache die man nicht alle Tage sieht. Ich meine nun dieses netzartigen Pilz....
Ich möchte nur mal auf das CO2 und Ammoniak Problem eingehen. Du gibst einen NH3 Wert von 0 mg/l an (oder ist das ein Verschreiber und war NO3 = 0 gemeint)?
Ammonium/Ammoniak stehen ja in einem direkten Verhältnis zum pH Wert. Wenn Du nun den Luftsprudelschlauch ausser betrieb nimmst, dann geht der pH Wert direkt runter. Bei einer KH von 4,0 kannst Du dann gut mit einem pH von 6,8 fahren. Das ergäge so um die 18mg/l CO2. Gleichzeitig verhindert diese Ansäuerung ein großartiges aufkommen von Ammoniak. Bei pH 6,8 liegt das fast zur Gänze als Ammonium vor.
Bei den Pilzen und der einhergehenden Vermulmung weiss ich noch nicht so richtig was los ist. Waren das neu eingebrachte Wurzeln von denen sich der Pilz dann über dem Boden ausbreitet?
Du schriebst ja, dass Du schon absaugst. Wie schnell wächst dieses Geflecht denn nach?
Thema Mulm wäre der gesamte Besatz mal gut zu wissen und was da so an Futter rein geht am Tag. Und wie groß ist dieses Aquarium?
Wenn es Dir möglich wäre ein Gesamtbild vom Aquarium gut.
Beste Grüße Martin
Jede hinreichend fortgeschrittene Aquaristik muss als Magie angesehen werden.
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Martin Krüger
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von SaschaM » 06.07.2011 22:20
Hallo Martin, Danke für die ausführliche Erläuterung, das der ph-Wert durch die Luftzugabe erhöht wird, hätte ich auch nicht gedacht - man lernt halt nie aus! Den NH3- und NH4-Wert (Kombitest von Tetra) messe ich regelmäßig, nachdem ich nach ca. 4 Wochen ein plötzliches Massensterben im Becken hatte, täglich konnte ich um die 5 Garnelen aus dem Becken fischen. Fälschlicherweise dachte ich, das Sterben würde durch Sauerstoffarmut im Becken verursacht werden, da sich alle Tiere an der Wasseroberfläche aufhielten - sogar die Garnelen sahen aus, als wollten sie aus dem Becken klettern - und nachdem ich die Luftpumpe angeschlossen hatte nahm sowohl das Sterben ab als auch benahmen sich die Tiere "normaler". Evtl. lag das zu dem Zeitpunkt auch daran, das nur eine sehr geringe Bepflanzung vorhanden war und das Wasser zusätzlich durch die teilweise nicht eingesammelten verstorbenen Garnelen belastet wurde. Die Pumpe werde ich morgen ausstellen, dennoch frage ich mich, ob ein dicht bepflanztes Becken wie meins nachts nicht doch zu viel Sauerstoff verbraucht, da die Fotosynthese aussetzt und Sauerstoff verbraucht wird? Das Becken ist übrigens ein 200 Liter Becken (100x40x50, eigentlich 180 Liter, da ja nicht bis zum Rand befüllt), der Besatz ist zur Zeit spärlich, da ich erst wieder neue Tiere einsetze, wenn das Becken komplett rund läuft: * 7 Kärdinäle + 4 Jungtiere * ca. 5 Amano-Garnelen * ca. 20 Red Fire Garnelen * 4 braune Antennenwelse * 4 weitere kleine Fische, deren Namen ich nicht mehr weiß (das waren mit meine ersten Tiere und ich habe bis heute nicht rausgefunden, wie genau sie denn heißen) Ein aktuelles Bild kann ich nicht anhängen, da schon Nacht im Becken herrscht und ich die Tiere nicht mehr unnötig stören und stressen möchte, aber das stelle ich später noch ein. Die Wurzeln sind allesamt vom alten Becken, jedoch sind alle Pflanzen neu, auch wenn ich sie vorher sowohl abgespült als auch gewässert habe, könnte der Pilz darüber eingeschleppt worden sein (oder kann das auch an Futter oder z.B. Bakterienzugabe liegen? Seit kurzem gebe ich immer Bakterienkulturen - Bactozym von Tetra - beim Wasserwechsel hinzu). Der Pilz wächst jeden Tag, über Nacht sterben jedoch Teile ab, das Wachstum ist zeitweise so intensiv, das man zusehen kann, wie sich Flechten auf dem Boden bilden, z.B. wenn Futter auf dem Boden liegt. Interessant ist's schon, aber ich hab schon ein bißchen Sorge um meine Tiere, das die auch noch gefressen werden  Viele Grüße, Sascha
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SaschaM
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von Heinz » 07.07.2011 08:27
SaschaM hat geschrieben:... dennoch frage ich mich, ob ein dicht bepflanztes Becken wie meins nachts nicht doch zu viel Sauerstoff verbraucht, da die Fotosynthese aussetzt und Sauerstoff verbraucht wird?....
Hi Sascha, soviele Pflanzen kannst Du gar nicht im Becken haben, dass die während der Nacht zu Sauerstoffarmut führen könnten.
LG Wolfgang
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Heinz
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von Peffy » 07.07.2011 08:41
hallo Sascha! meiner Meinung nach ist das, was in deinem Becken passiert, auf den Ausfall deines Filters zurückzuführen. einfahren bringt nämlich nichts, wenn du dann nach 4 Wochen doch neue Filter einsetzt. ich empfehle dir, das was Martin gesagt hat, jedoch zusätzlich noch einige WasserWechsel in den nächsten tagen und Wochen unter Beobachtung des Nitrit (no2). viel Glück! ach ja, auch wenn es selbstverständlich sein sollte: verendete Tiere möglichst zügig entnehmen.hallo Sascha! meiner Meinung nach ist das, was in deinem Becken passiert, auf den Ausfall deines Filters zurückzuführen. einfahren bringt nämlich nichts, wenn du dann nach 4 Wochen doch neue Filter einsetzt. ich empfehle dir, das was Martin gesagt hat, jedoch zusätzlich noch einige WasserWechsel in den nächsten tagen und Wochen unter Beobachtung des Nitrit (no2). viel Glück! ach ja, auch wenn es selbstverständlich sein sollte: verendete Tiere möglichst zügig entnehmen.
MfG Steffen
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Peffy
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von SaschaM » 07.07.2011 17:29
Hallo zusammen, nochmals Danke für die Kommentare, die Luftpumpe werde ich nachher definitiv abschalten und darauf vertrauen, das die Pflanzen genügend Sauerstoff im Wasser freisetzen. @Steffen: im Prinzip hast Du recht, allerdings hatte ich den 160L-Filter bereits vor dem Neueinrichten eingefahren, den Filter habe ich während der Zeit der Neueinrichtung im alten Wasser aufbewahrt, den zweiten Filter hatte ich primär zur zusätzlichen Umwälzung des Wassers installiert. Dennoch habe ich nach dem Wiederbefüllen erst einmal 4 Wochen verstreichen lassen, um das Becken einzufahren, in der Zeit haben sich die Garnelen und Fische in einem Notbecken vergnügen dürfen. Und selbstverständlich werden tote Tiere direkt abgesammelt, aber wie man an den angehängten Bilder vielleicht erkennen kann, gibt es leider reichlich Stellen, die kaum einsehbar sind ... Ich hoffe, mit dem Mattenfilter wird es noch einmal stabiler im Becken zugehen, natürlich lasse ich in den ersten Wochen nach der Installation noch die alten Filter mitlaufen, um für genügend Filterung zu sorgen. P.S. Leider war es heute morgen ziemlich hell im Zimmer, daher spiegelt die Scheibe ziemlich, ich hoffe, man erkennt aber dennoch genügend auf den Bildern. Der an der Scheibe hochgewachsene Pilz war übrigens gestern nicht einmal ansatzweise da ... P.P.S. Auf dem 1. Bild sieht man einen der "Namenlosen", vielleicht kann ihn ja jemand identifizieren? DSC_0448.JPG DSC_0436.JPG DSC_0441.JPG DSC_0440.JPG
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SaschaM
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von Socs » 07.07.2011 22:19
Hi. Namenloser = Perlhuhnbärbling ? Du schreibst, der Pilz wächst schneller, wenn zB. Futter am Boden liegt. Ich würde mal vermuten, der verwertet das, was deine tierischen Beckenbewohner übrig lassen. Keine Schnecken im Becken ? Evtl. könnte sparsameres Füttern helfen ...
Gruß, Dirk.
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Socs
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von SaschaM » 08.07.2011 10:58
Moin Dirk,
Danke für's Identifizieren, es scheint sich tatsächlich um Perlhuhnbärblinge zu handeln und nach dem Lesen des Wikipedia-Artikels bereue ich schon wieder, das ich die Tiere "damals" genommen habe ... Ja, der Pilz scheint tatsächlich ein Futterverwerter zu sein, ich füttere eigentlich sehr sparsam, aber werde die Menge - insbesondere Bodenfutter für die Garnelen - nochmals reduizieren.
Nochmals Danke!
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SaschaM
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