Wasserhärte drastisch senken... wie?

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Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon Irie » 10.12.2015 01:03

Wie schaffe ich es die Wasserhärte von ca. 18 auf 6 - 7 zu senken? Was ist die einfachste Möglichkeit der Wasseraufbereitung? Geht um ein 100l Becken...
Ich dank euch! Gute Nacht :)
Irie
 
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Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon adv » 10.12.2015 01:03


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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon Soleil1985 » 10.12.2015 08:21

Hi,

dazu hast du prinzipiell nur eine Hand voll Möglichkeiten. Die ganze Chemiekagge und Pulverchen aus dem Zoohandel kannste vergessen.

Wenn du den KH und GH so drücken möchtest müsstest du immer in etwa 60% des Wasser als dest. Wasser bzw. Osmosewasser nehmen. Beim Wasserwechsel anschließend dann auch immer in diesem Verhältnis. Heißt für den Anfang bräuchtest du (gehe ich von einem Nettovolumen von 90L aus) ca. 60L (genau 59L) dest. Wasser oder Osmosewasser. Je nachdem wie groß dein Wasserwechsel immer ausfällt eben 60% davon.

Dann ist halt die Frage, ob sich der Kauf einer Osmoseanlage lohnt für dich oder nicht. Immer das aufbereitete Wasser zu kaufen geht ins Geld... gibts im Übrigen beim Baumarkt zum Abfüllen oder so ziemlich jeder Aquaristiker bietet das auch an (Fre**napf bei uns hier auch). Kostenpunkt ca. 0,35 € pro Liter (musste gucken was bei euch kostet)... wären dann bei dir also mal zu Anfang etwa 20 € und fürs Wechselwasser dann halt auch immer. Da ist dann halt die Frage obs net gleich ne Osmoseanlage wird.

Zweite Alternative so mache ich es... ich fang draußen Regenwasser auf und nutze dieses... so bin ich vom einem GH 19 auch auf 9 mittlerweile runter. Nachteil... es muss halt regnen ne ^^ Und wenns kalt draußen ist wie im Moment, fülle ich es in Kanister ab und lass es hier in der Wohnung Raumtemperatur über mehrere Tage bekommen oder wenns schnell gehen muss... ab in die Badewanne mit warmen Wasser... das würde ich aber auch nur empfehlen, wenn du nicht gerade mitten in der Stadt an einer verkehrstüchtigen Straße bist. Sind hier ehr ländlicher, da habe ich keine Bedenken.

Sollte es mit dem Regenwasser mal eng werden, greife ich dann kurz auch mal auf Dest. Wasser vom O*i zurück, weil ich dort Prozente bekomme :lol:

Ich habe hier aber leider auch keinen Platz für eine Osmoseanlage sonst hing die schon lange. Hab die aber auch fest eingeplant für den Umzug nächstes Jahr... da hab ich dann nen großen Keller und dann geht das.
Viele Grüße
Andrea

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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon fischolli » 10.12.2015 09:48

Moin,

als Ergänzung, es gibt auch noch Vollentsalzer. Das ist dann aber so mit "Chemiekagge", wie Andrea es nennt. :lol:

@ Andrea

Kein Platz für eine Osmoseanlage? Ey, die Dinger sind so groß wie ne 2-Liter-PET-Flasche, die passen nun doch wirklich in die kleinste Küche oder Bad. Problem wäre dann eher das Osmosewasser aufzufangen, da du aber eh schon mit Kanistern hantierst, dürfte das ja auch kein Thema sein. Das Problem mit Osmose ist eher die Frage nach der Leistung, also wie effektiv arbeitet die un bekomme ich genug Reinwasser zusammen. Bei nur einem oder wenigen Aquarien dürfte eine ganz kleine Anlage völlig ausreichen. Die kosten auch nicht die Welt.

Gruß
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon Soleil1985 » 10.12.2015 11:52

Hi Olli,

nee wirklich nicht. Beim Umzug nächstes Jahr kommt eine definitiv, denn du hast recht... die Anlage selbst ist nicht das Problem sondern der Auffangbehälter.. habe hier echt null Platz für. Und da ich das Wasser nur für mein 360er brauche und ich da mit 60L sowas null anfangen kann, brauchts da halt echt schon fast ne Regentonne als Auffangsbehälter wenn ich nicht alle Stunde rennen will. Derzeit habe ich nen 60L Trog draußen, den lass ich voll laufen, dann wird alles auf 6x10L Kanister verteilt und die bunker ich. Wenn der dann wieder voll ist (wenns bei uns einmal regnet kriegst den 2-4 Mal voll) mache ich mich dann mal an den WW, denn 120L reichen mir.

Nachdem wir aber eben August nächstes Jahr umziehen, darf dann auch ne Osmoseanlage in den Keller nebst Regentonne. Da wird sie auch mehr benötigt, nachdem ich mich dann mal Albimarginatas oder gar Macrostomas heranwagen möchte und dann auf jeden Fall ein zweites größeres Becken einzieht, als reines Artenbecken für die jeweilige Art. Und da bleibt mir dann definitiv nichts anderes mehr, als wirklich richtig weiches Wasser zu panschen ^^
Viele Grüße
Andrea

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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon Irie » 10.12.2015 12:44

Hallo ihr beiden,

ich lese da raus, dass so eine Anlage ganz sinnvoll wäre. Wenn ich das bei Google eingebe, bekomm ich aber solche Anlagen die aussehen wie ein ganzes Wasserwerk, also riiiiesig :D Wo würde ich so ein Teil am besten kaufen? Wie funktioniert die Bedienung?

Dankeee :)
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon fischolli » 10.12.2015 13:23

Hi,

also, bei meinem neuen Trigon war sogar e8ne dabi, die derzeit im Keller liegt. Ist eine von JBL. Die ist, wie gesagt, etwa so groß wie ne 2-Liter-Colaflasche, das f8nde ich nicht so groß. Ich muß mal in mich gehen, was ich damit mache, vielleicht verkauf ich die auch.

Die werden einfach an einen normalen Wasserhahn angeschlossen, durch den normalen Druck und eine zwischengeschaltete Membrane, wird das Wasser in salzfreies Wasser und den Rest aufgeteilt. Dabei kannst rechnen, für einen Liter Reinstwasser verbrauchst du ca. vier Liter Trinkwasser, also drei Liter gehn ins Blumenbeet.

Gruß
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon Irie » 10.12.2015 14:26

Hi,

Wenn du sie verkaufen möchtest kannste dich gern bei mir melden :) Werde mir bis Ende nächster Woche eine kaufen, denk ich. Das Wasser was übrig bleibt... ist das nicht trinkbar?

Liebe Grüße
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon Starmbi » 10.12.2015 20:56

Hallo!

Das Rest-Wasser beinhaltet ja zusätzlich die Stoffe, die im Reinstwasser nicht mehr vorhanden sind, als ca. 25% mehr.
Du hast dann statt Härte 18° also ca. 23°.
Auch Schadstoffe werden um diesen Faktor aufkonzentriert.
Prinzipiell kannst Du das Wasser trinken. Bei einem wöchentlichen Wasserwechsel von 30l Reinstwasser fallen dann ca. 100l Wasser pro Woche an, die Du dann wegtrinken musst. :wink:

Allerdings kannst Du einen Teil des Rest-Wassers ja auch benutzen, um das Reinstwasser mit 0° wieder auf die gewünschten 7° zu verschneiden.

Gruß
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon Irie » 10.12.2015 21:49

Kann ich das Restwasser noch irgendwie anders sinnvoll nutzen? Weil diese Verschwendung ist für mich nicht vertretbar...
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon Starmbi » 10.12.2015 22:33

Hallo,

wie gesagt, Dein Wasser aufhärten, Blumen gießen, Eimer neben das Klo stellen und zur Spülung benutzen, Auto waschen...
Lass Deiner Fantasie freien Lauf.
Ansonsten solltest Du Deine Einstellung zu dieser "Verschwendung" kritisch hinterfragen.

Gruß
Stefan
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon Irie » 10.12.2015 22:42

Danke, das mit dem Klo ist super. Blumen gießen ist klar, aber die brauchen keine 100l in der Woche :D
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon BobRox » 11.01.2016 21:43

Hallo,

ich wollte mich auch mal zum Thema Osmoseanlage melden. Ich bin selbst grade am Überlegen, wie ich mein Wasser weicher bekomme. Aber eine Osmoseanlage will ich nicht wieder einsetzen. Ich hatte 3 Jahren lang ein 600l Meerwasserbecken, und war mehr oder weniger auf das Osmosewasser angewiesen. Irgendwann weißt du garnicht mehr wohin mit dem ganzen Permeat, also dem Schmutzwasser. Wenn mal ein problem auftrat, war auch ruck zuck die Badewanne voll, und die war groß... da muss man wirklich oft auf's Klo, damit man das alles wieder "sinnvoll" loswird. Die Blumen sind auch irgendwann satt und wenn man einen "aufmerksamen" Nachbar hat, fällt Autowäsche in der Auffahrt auch flach. Bei einem kleinen Becken mag sich das Restwasser noch in Grenzen halten, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man einfach keine Lust mehr hat überall Wassereimer rumstehen zu haben, die nicht wirklich weniger werden.

Ich bin am Überlegen, ob ich mir eine Voll-oder Teilentsalzungspatrone anschaffe. Da ist ein Harz drin, das die Salze und Härtebildenden Teile ausfiltert. Das ist zwar eine Chemische Reaktion, aber keine "Chemiekagge". Hat aber auch einen Haken: Wenn die Aufnahmekapazität des Harzes erschöpft ist, muss je nach System die Patrone getauscht werden (Kostet auch wieder) oder das Harz muss regeneriert werden. Dazu brauch man Salz und Spülwasser (Also auch wieder Folgekosten).

Eine Alternative wäre noch eine natürliche Quelle mit weichem Wasser.

Gruß, Olli.
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon Starmbi » 11.01.2016 23:39

Hallo,

es kommt noch schlimmer.
Du brauchst stattdessen Salzsäure und Natronlauge.
Mit Salz bekommst Du nur einen Neutralaustausch hin.
Ca und Mg werden dabei gegen Na ausgetauscht.

Es gibt aber Firmen, die Deine Harze für dich regenerieren.

Gruß
Stefan
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon fischolli » 12.01.2016 08:49

Moin,

wem ein Vollentsalzer und das Hantieren mit Säure und Lauge zu aufwändig und zu gefährlich ist, kann noch die "kleine Entsalzung" machen mit Torf. Dazu braucht man einen Eimer und ein Auffangbehälter. In den Eimer bohrt man viele kleine Löcher, füllt den dann mit unbehandeltem Torf und lässt da dann das Wasser durchlaufen. Das bringt auch schon eine Menge an Enthärtung, allerdings hat man den Torfverbrauch. Den kann man aber in den Biomüll oder in den Komposter tun.

Bei Ionentauscher oder Torfmethode sollte man aber gleich die Anschaffung für ein Leitwertmessgerät und einen elektronisches PH-Messgerät mit einrechnen.

Gruß
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Re: Wasserhärte drastisch senken... wie?

Beitragvon black-avenger » 16.01.2016 01:51

... und das Wasser färbt sich mit dem Torf halt etwas ein. Wäre jetzt nicht mein Fall, wenn ich ehrlich bin.

Gab es nicht Studien die besagen, dass unser Leitungssystem unter dem extremen Wassergespare massiv leidet? Sieh den Restwasserausstoß daher nicht als Verschwendung, sondern als Beitrag zum Erhalt des Leitungswassernetzes.

Das klingt jetzt hart - aber nur weil wir hier weniger verbrauchen, hat dadurch in trockenen Regionen der Erde niemand auch nur einen Tropfen mehr zur Verfügung. So viel zum ethischen Aspekt der Wasserverschwendung.
Finanziell - jo klar. Andere Baustelle, falls es darum geht. Aber ich treff irgendwie auf mehr Leute, die wegen der Verschwendung einer kostbaren Ressource besorgt sind, als um die Mehrkosten.

Grüße
Thomas
black-avenger
 
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