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Fragen rund um Wassertests, Wasserwerte und Wasserprobleme sind hier genau richtig.
Moderatoren: der_andy, fluethke
von dialsc » 07.12.2011 19:06
Hallo zusammen,
klingt komisch, ist aber so...
Ich habe nun schon seit einigen Jahren ein Aquarium und mein Vorhaben war immer, ein schönes Pflanzenbecken zu betreiben. Das gelang mir mal besser, mal weniger gut und seit etwa 1,5 Jahren will es mir einfach überhaupt nicht mehr gelingen. Seit dieser Zeit kämpfe ich gegen Algen und versuche, den kümmerlichen Pflanzenwuchs, welcher gerne mal gegen 0 tendiert(e), in den Griff zu bekommen.
Nachdem ich wirklich alles versucht habe, was ich bis dato gefunden hatte, um dem Problem Herr zu werden, was auch Chemi beinhaltete, habe ich vor etwa einem Monat begonnen, nach dem Redfield-Verhältnis zu arbeiten. Dazu habe ich mir diverse Mittelchen der Firma EasyLife gekauft. Als nicht nur Mittel, um NO3 und PO4 zu manipulieren, sondern auch Dinge wie EASYCARBO und FERRO. Ich versuche nun seit eben diesem Monat, mich möglichst genau an die Anwendung zu halten und siehe da, das Becken scheint zu neuem Leben zu erwachen, es funktioniert also so einiger massen. Zumindest hatte ich schon seit über ein Jahr kein solch schönes Pflanzenwachstum mehr, was mich natürlich zuversichtlich stimmt.
Nun, genug gelabert und genug Schleichwerbung gemacht, hier meine Frage. Wegen dem Redfield-Verhältnis habe ich natürlich ein besonderes Augenmerk auf NO3 und PO4 gelegt und dabei festgestellt, dass diese anscheinend irgendwie verbraucht werden. Die Werte fallen sehr schnell ab und sind nach einer guten Woche auf 0 gefallen. Ist das normal? Ich meine, bisher kenne ich das nur so, dass die Werte steigen und nun fallen sie auf einmal.
Die Frage mag komisch klingen, aber ich weiss es echt nicht und wäre um einen hilfreichen Hinweis dankbar.
So long...
Dialsc
PS: Passt zwar nicht so ganz zum Thema aber hat jemand Erfahrung mit der elektronischen Messung dieser Werte? Das mit den Tröpfchentests finde ich nicht nur nervig, sondern halte es auch für recht ungenau.
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von adv » 07.12.2011 19:06
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von elchi07 » 07.12.2011 19:14
Hallo,
da die Pflanzen u.a. NO3 und PO4 verstoffwechseln, wird die Konzentration im Wasser sinken. Also was daran soll komisch sein? Deshalb muss man bei schwach besetzten Becken, wo der natürliche Dung durch die Exkremente fehlt, auch regelmäßig nachdüngen.
Viele Grüße Roman
Ich weiß nicht ob es besser wird, wenn es anders wird. Ich weiß nur, dass es anders werden muss, wenn es besser werden soll !!!
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von dialsc » 07.12.2011 19:22
Hallo Roman, besten Dank für die wirklich schnell Antwort. Ich sagte ja, klingt komisch...  Aber ich war mir wirklich nicht sicher, da ich es eben, wie gesagt, nur so kenne, dass die beiden Werte schnell ansteigen. Aber in dem Fall werde ich diese Erkenntnis mal versuchen, in meinen Pflegeplan mit auf zu nehmen. Wie gesagt, merci viel mals. Greez, Dialsc
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von Starmbi » 07.12.2011 22:31
Hallo dialsc!
Einige Filtermedien können auch für das Verschwinden/Ungleichgewicht von Nährstoffen verantwortlich sein.
Ich hatte die gleichen Probleme wie Du. Nachdem ich diese "Hochleistungs-Filtermedien" durch Filterwatte /Filtermatten ersetzt habe, war das Problem gelöst. Es war schon beeindruckend, daß die vorher kümmernden Pflanzen quasi über Nacht neue Triebe/Blätter schoben.
Gruß
Stefan
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von elchi07 » 07.12.2011 22:51
Hallo Stefan, hast schon Recht, aber der TE schrieb: Zumindest hatte ich schon seit über ein Jahr kein solch schönes Pflanzenwachstum mehr, was mich natürlich zuversichtlich stimmt.
Also kann man hier eindeutig von Verbrauch durch Umsetzen in Pflanzenmasse ausgehen. Auch, dass die Pflanzen früher schlecht wuchsen und NO3 und PO4 anstiegen, schließt einen Abbau durch die Filtermaterialien aus. Viele Grüße Roman
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von Starmbi » 07.12.2011 23:26
Hey Roman! Roman hat geschrieben:Also kann man hier eindeutig von Verbrauch durch Umsetzen in Pflanzenmasse ausgehen.
Nachdem der TE Maßnahmen ergriffen hat um den NO3/PO4-Haushalt zu beeinflussen, wurde das Pflanzenwachstum besser. Man weiß ja jetzt noch nicht wer den Mangel zu verantworten hat: Entweder haben es die Pflanzen gefressen oder der Filter. In beiden Fällen wird das Wachstum besser, wenn man so düngt, daß die Werte nachweisbar sind. Warten wir doch einfach auf die Antwort vom TE Gruß Stefan
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von black-avenger » 07.12.2011 23:45
Ahoi,
ich glaub nicht, dass sein Filter von jetzt auf plötzlich zum Nitratfresser wird. Die Möglichkeit sollte in Betracht gezogen werden, keine Frage. Viel eher denke ich an einen massiv gesteigerten Verbrauch durch die Nutzung von EasyCarbo. Irgendwie soll das Zeug ja den Stoffwechsel der Pflanzen durchaus beeinflussen, sodass hier durch Gabe dieses Mittels ein gesteigerter Verbrauch gegeben ist. Möglicherwiese gabs auch vorher eine Limitierung beim Eisen... usw, usf.
Aber 'n zugesetzter Filter wäre dennoch eine weitere Möglichkeit um bei der Suche anzusetzen.
Grüße Thomas
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von Starmbi » 07.12.2011 23:59
Hallo! Von selbst wird der Filter ja wirklich nicht zum Nitratfresser (bei mir war's eher Phosphat). Aber in 1,5 Jahren kann ja viel passieren. Pflanzendichte/Pflanzenarten wechseln, Fischbestand wird verändert, Filtermedien werden ausgestauscht usw... Bin auch erst nach 1 Jahr drauf gekommen daß mein Filtermaterial der Übeltäter ist.  Thomas hat geschrieben:. usw, usf.
Genau! Gruß Stean
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von black-avenger » 08.12.2011 00:03
Ich kann in dem Punkt nicht wirklich mitreden, ich hatte halt noch nie solch "Hochleistungsfiltermaterial". In den letzten 16 Jahren waren es tatsächlich durchgehend stinknormale Filterschwämme, grobe Vorstufe, etwas feinere danach. Zudem eigentlich nie so zugesetzt, als dass merklich Nitrat gezogen würde. Stillschweigenderweise hab ich auch mal angenommen, dass er den Filter bei ansteigender Durchflussverringerung gereinigt hat. Aber nach wie vor hast du recht, es ist ein Stochern im Dunkeln bislang  Schönen Abend noch! Grüße Thomas
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von GrafZahl » 08.12.2011 00:23
Huhu,
mal 'ne doofe Anfängerfrage. Soweit ich weiß kann ein Filter Nitrat 'schlucken' wenn durch z.B. langsame Durchströmung anaerobe Zonen entstehen in denen dann anaerobier das Nitrat weiter abbauen. Aber was passiert mit dem Phosphat? Ich hab' noch nie gelesen, dass das weiter abgebaut werden würde. Gibt's da einen Mechanismus? Wäre, wenn es den Mechanismus nicht gibt, die Tatsache das gleichzeitig Nitrat und Phosphat verschwinden nicht ziemlich eindeutig ein Hinweis darauf, dass sie von Pflanzen umgesetzt werden?
Liebe Grüße vom Fe
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von Knut » 08.12.2011 01:08
Hallo,
Nitratatmung findet nicht nur im Filter o.ä. statt, sondern in vielen reifen Biofilmen gibt es anaerobe und aerobe Zonen. Phosphat fällt auf als unlösbares Salz zusammen mit Eisen aus.
Gruß Knut
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Knut
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