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Rezepte für Aquariendünger

Dieses Thema im Forum "Pflanzen / Algen" wurde erstellt von Anonymous, 7. Juli 2006.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo!

    Für die Übersichtlichkeit eines solchen Threads bitte hier nur Rezepte einstellen - Fragen per PN klären!

    Vielen Dank für eure Hilfe...
    :danke:
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Mangelerscheinungen bei Wasserpflanzen

    Mangelerscheinungen bei Wasserpflanzen

    Wer kennt es nicht...das "Gesetz vom Minimum" und das "Gesetz vom Optimum" bei Pflanzen von Justus Liebig...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liebigsches_Minimumgesetz am 7.7.06

    http://www.drak.de/Speziell/Maengel_flora.html am 7.7.06

    Pflanzen benötigen drei Kernnährelemente: Stickstoff, Phosphor und Kalium. Außerdem Hauptnährelemente wie Schwefel, Calcium und Magnesium. Zudem gibt es eine Menge an Mikronährstoffen. Diese liegen nur in niedriger Dosis vor und können schnell überdüngt werden, bzw. führen zu Mangelerscheinungen.
    :arrow: http://www.drak.de/Speziell/Spurenelemente.html

    Man unterscheidet Mobile und Immobile Nährstoffe:
    Mobile Elemente: N, P, K, Zn, Mo, (Mn)
    Immobile Elemente: Ca, S, Fe, B, (Mn)
    Stickstoff wird als Ammonium (NH4) - PH unter 7 - oder Nitrat (NO3) - PH über 7 - von den Wasserpflanzen aufgenommen und zum Aufbau von Aminosäuren/Proteinen verwendet. Phosphor (P) wird als Phophat (PO4) aufgenommen und spielt eine Hauptrolle im Energiezyklus der Zellen.
    Die anderen Hauptnährstoffe Kalium (K), Schwefel (S), Calcium (Ca) und Magnesium (Mg) werden für Enzymreaktionen gebraucht (z.B. Phptosynthese, Stoffwechsel). Fehlen solche Nährstoffe, fällt das häufig durch Missbildungen der Pflanzen und Gelbfärbung der Blätter auf.
    Haupt- und Kernnährelemente werden im großen Umfang benötigt.
    Spurenelemente werden nur in geringer bis sehr geringer Menge benötigt.
    Dabei sind sie trotzdem genauso entscheident!

    Stickstoff (N) -> Aminosäure-/Proteinsynthese -> Gelbfärbung der Blätter (Chlorose) :arrow: http://www.laus-hiel.de/galerie/b11.jpg

    Phosphor (P) -> Energiehaushalt -> früher Blattverlust (Grünlagen)

    Kalium (K) -> Enzymaktivator, Osmose, Ladungsausgleich -> Gelbfärbung der Blattspitzen und Blattränder

    Eisen (Fe) -> Enzymsysteme, Chlorophyllsynthese -> Gelbfärbung der Blätter :arrow: http://www.plantella.de/assets/images/A ... mangel.jpg

    Siehe auch hier: http://www.aquaristik-live.de/viewtopic.php?t=27684

    Calcium (Ca) -> Enzymreaktionen, Stoffwechsel -> Missbildungen der wachsenden Pflanzenteile

    Magnesium (Mg) -> Enzymaktivator, Chlorophyllbestandteil, Ionentransport -> Chlorose, Entfärbung, Blattverlust :arrow:
    http://www.laus-hiel.de/galerie/b11.jpg

    Schwefel (S) -> Synthese von Proteinen, Aminosäuren, Enzymen, Coenzymen -> Wachstumsstörungen, Gelbfärbung der Blätter

    Kupfer (Cu) -> Photosynthese, Proteinstoffwechsel, Kohlenhydratverteilung, Wasserhaushalt -> unnormales Wachstum, schnelle Verwelkung, spiralförmige Blätter

    Mangan (Mn) -> Enzymraktionen, Photosynthese -> Eisenmangel,absterbendes Gewebe zwischen den Blattadern

    Zink (Zn) -> Enzymaktivator -> Gelbfärbung zwischen den Blattadern, Wachstumshemmung, Fehlbildung an Stengeln und Blättern

    Bor (B) -> Calcium-Verwerung, Wachstum -> Transportprobleme, verschrumpeltes Aussehen junger Blätter

    Molybdän (Mo) -> Nitratverwertung -> Nitratanreicherung, gelbe Punkte zwischen den Blattadern

    Vanadium (V) -> Enzymsysteme, Freisetzung von Mineralien -> Wachstumshemmung
    Quelle: Sera Ratgeber - Wasserpflanzen naturgerecht ernähren

    :arrow: http://www.drak.de/Speziell/Tipps_Dueng.html
    :arrow: http://www.plantella.de/html/dungung.html
    :arrow: http://www.max-discus-dream.de/mddnew/A ... engel.html

    Ein Tool zur Kalkulation von Dünger (Info kam von User Rane):
    :arrow: http://www.csd.net/~cgadd/aqua/art_plant_aquacalc.htm
     
  3. Hallo,

    na dann mach ich mal den Anfang:

    Düngekugeln selbst gebaut

    Man nehme:
    1kg Töpferton Schamottanteil ist imo egal
    etwas Blaukorndünger nach Möglichkeit den einfachen, also nicht speziell ummantelt etc.

    Von dem Tonklumpen ein Stück abnehmen und zu einer Kugel mit ca. 10-15mm drehen. Die Kugel platt drücken, sodass eine Scheibe entsteht. Diese Scheibe etwas mit dem Finger eindellen, dass es wie ein Schale aussieht. Da rein kommen jetzt 3-6 Blaukornkügelchen. Die Schale mit dem Blaukorn zuklappen, so dass kein Korn mehr rausragt und alles wieder zu einer Kugel formen.
    Die Kugeln auf Backpapier legen und trocknen lassen. Wenn es schneller gehen soll, dann ab damit in den Ofen und bei 150°C ca. 30min da drin lassen.

    Kosten: ca. 1€ der Ton und ca. 3€ eine Tüte Blaukorndünger (die reicht dann aber noch, um die Erdbeeren zu düngen :wink: )
    Ergiebigkeit: mit 100 bis 200 Stück kann man, je nach Größe der Kugeln rechnen.
    Zeitaufwand: alles in Allem ca. 2 Stunden.

    Die Kugeln halten dann mind. ein Jahr.
    Je nach Pflanze stecke ich 1 Kugel (bei kleinen Pflanzen oder ausläuferbildenden Arten) bis zu 3 oder 4 Kugeln (bei großen Echinodoren o.Ä.) an die Wurzeln.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Nitratdüngung (Stickstoff)

    Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass Nitrat und Phosphat die Hauptursache für Algen darstellen, kann es sogar Sinn machen z.B. Stickstoff (und in diesem Fall auch Kalium) nachzudüngen.

    Kalium, Stickstoff und Phosphor usw. sind Kernnährstoffe. Bei der Verwendung von z.B. UOW kann es schnell zu einem Mangel dieser Stoffe führen. Das führt nicht selten zu schlechtem Pflanzenwachstum, dafür aber noch zu guten Algenwachstum.
    Mangelerscheinungen: schwarze Stellen in den Blättern, gelbe Blattspitzen/Blätter uem.

    dazu brauchst du: :arrow: Kaliumnitrat (E-252, Salpeter), dest. Wasser

    Kaliumnitrat ist nur noch selten in Apotheken zu bekommen (geeignet zur Schwarzpulverherstellung 8) ), im www gibt es noch Anbieter, die zum Teil aber nur große Mengen abgeben.
    Wer kleine Mengen benötigt, kann mich gerne kontaktieren.

    Los gehts: Man mischt Kaliumnitrat mit dem Wasser im Verhältnis 1:6
    d.h.
    1g KNO3 auf 6ml
    5g KNO3 auf 30ml
    10g KNO3 auf 60ml
    50g KNO3 auf 300ml
    100g KNO3 auf 600ml
    166g KNO3 auf 1l H20 ;-)

    Die Konzentration in der Lösung beträgt rund 100mg/ml NO3.
    Damit hebt 1ml dieser Lösung auf 100l Aquarienwasser bezogen den NO3 Gehalt um 1mg.

    Empfohlener Wert: gerade so, dass keine Grünalgen entstehen - 2-5mg/l.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Kalium im Aquarium samt Düngerrezept

    Hallo, na dann mein Workshopbeitrag zum Thema Kalium im Aquarium samt Düngerrezept:

    Kalium und Kaliummessung im Süßwasseraquarium von Anton Gabriel


    Allgemeines:

    Tier und Mensch:

    Kalium ist das 7. Häufigste Element der Erde und ist in der Erdrinde mit etwa 2,4 Prozent vertreten. Bei Menschen, Tieren und Fischen kommt das Kalium fast ausschließlich in den Zellen vor (98 %).
    Z.B.: ist das Kalium dafür da, dass Fische nicht wie Kugelfische aufgehen und zerplatzen oder Menschen nicht alle aussehen wie die mageren Models :)
    Kalium ist nämlich auch u.a. für den sog. osmotischen Druck in den Zellen zuständig.

    Kalium ist auch für die Energiegewinnung in Körper tätig und ist auch für die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven verantwortlich.
    Vielleicht weiß wer, dass wenn man an einen Fleischmuskel (nicht an sich selber !) eine geringe Spannung anlegt (z.B. aus einer 4,5 Volt-Batterie), dann zuckt der Muskel (nimmt man zuviel Spannung, dann entspricht das dem elektrischen Stuhl ).
    Dieses Muskelzucken findet bei Menschen und Tieren ständig den ganzen Tag statt – mit Hilfe von Kalium wird in den Zellen eine Spannung von 70 bis 90 Millivolt erzeugt und bewirkt – gesteuert vom Gehirn – unsere Bewegungen durch die Muskeln und auch die Herzmuskeltätigkeit.
    So werden an einem Tag tausende von Volt Spannung in unserem Körper erzeugt – bei den Fischen werden es auch noch hunderte Volt sein - und ohne diesem elektrischen Kraftwerk bewirkt durch Kalium wären wir und alle Lebwesen sofort lebensunfähig. Nicht ganz unwichtig da Kalium.

    Ein Link dazu:

    http://www.m-ww.de/gesund_leben/ernaehrung/mineral_spuren/kalium.html

    Wasserpflanzen:

    Wasserpflanzen enthalten im getrockneten Zustand etwa 1 bis 5 Prozent Kalium und im Leitungswasser sollen 0,5 bis 8 mg/l enthalten sein (Literaturangabe).
    Wasserpflanzen können bei Mangel (nicht nur an Kalium) die erforderlichen Stoffe von den älteren in die jüngeren Blätter umschichten – dann kann man sehen, dass die älteren Blätter immer rasch absterben.
    Ist das Nährstoffangebot voll in Ordnung, sterben fast keine alten Blätter ab und die Pflanzen sind intensiv grün gefärbt.
    Kalium ist in den Pflanzen auch für Fotosynthese (und somit Sauerstoffproduktion) und Atmung sowie für die Bildung von Enzymen erforderlich.
    Pflanzen können vorübergehend auch mit weniger Kalium auskommen, da sie es selber anreichern können.

    Abbildung 1: Wasserpflanze

    [​IMG]


    Zur Messung:

    In aller Aquariumliteratur kann man lesen, dass die Kaliummessung für Amateure nicht durchführbar ist. Deswegen habe ich bisher auch nicht sonderlich um die Kaliummessung interessiert.
    Bei Krause (Handbuch Aquarienwasser) kann man lesen: „Es gibt bisher keine für den aquaristischen Gebrauch geeignete Verfahren“ ... hier irrt Krause
    Interessant ist der Wert aber sehr wohl, im Bezug auf die Aquariumpflanzen ist Kalium ja einer der wichtigeren Nährstoffe neben Kohlenstoff (aus CO2), Phosphor (aus Phosphat) und Stickstoff (aus Ammonium und Nitrat).
    Nach einigem Literaturstudium war dann bald klar: wenn, kann die Messung nur mit Kalignost ( Natrumtetraphenylborat) einfach funktionieren.

    Abbildung 2: Kalignost

    [​IMG]

    Der Nachteil dabei: Kalignost ist elendsteuer ... nicht einmal mich als Aquariumchemieinteressierten lockte der hohe Preis hinter dem Ofen hervor (etwa 100 Euro für 25 Gramm).
    Eine gute Möglichkeit bot sich dann denn doch: bei Onlineversteigerungen kann man zuweilen das Mittel für einen Bruchteil des Neupreises bekommen (unter 20 Euro sollte man es ersteigern können) – da Kalignost nicht verdirbt habe ich ein Fläschchen ersteigert :).

    Kalium kommt im Aquarium und im Leitungswasser mit Werten von wenigen Milligramm vor. Die Literaturangaben (und auch käufliche Tests) geben an, dass man ab 30mg/l Kalium mit einfachen Tropftests testen kann. Für aquaristische Zwecke nicht geeignet weil zu unempfindlich.

    Somit wurde das gemacht, wovor alle käuflichen Tests meist zurückschrecken: das Eindampfen des Messwassers. Das heißt, das Messwasser wird zum Sieden erhitzt und verdampft und dann wieder auf eine definierte Menge Messwasser mittels destilliertem Wasser ergänzt.
    Konkret sieht das so aus, dass man genau 50 Milliliter Aquariumwasser kocht, bis es komplett verdampft ist.
    Wer einen Chemiekasten mit Spiritusbrenner hat, der kann das Ganze recht chemisch aussehend machen – mit dem Nachteil, dass das Verdampfen etwa 20 Minuten dauert.

    Abbildung 3: Eindampfen „chemisch“

    [​IMG]

    Es geht aber natürlich auch anders, ein gut gereinigter Küchentopf tut dasselbe – nur hier dauert das Verdampfen lediglich etwa 2 bis 3 Minuten.

    Abbildung 4: Eindampfen „küchentechnisch“

    [​IMG]

    Wenn alle verdampft ist kühlt man den Boden des Gefäßes etwas ab (damit das zuzugebende Wasser nicht gleich wieder verdampft) und gibt dann genau 5 Milliliter destilliertes Wasser zu und schwenkt mehrere Male um, das sich die Abdampfrückstände wieder lösen.
    Jetzt sind alle Salze 10 mal konzentrierter (bis vielleicht auf Kalk, der sich beim Kochen auch teilweise abgesetzt haben kann).

    Die Messung von Kalium müsste jetzt ab so 3 Milligramm pro Liter möglich sein: aquaristisch genau richtig, denn etwa soviel sollte mindestens an Kalium im Aquariumwasser vorhanden sein.

    Aber erst zur Kalibrierung der Kaliummessung. Dazu eine Kalibrierlösung, die ich aus Kaliumchlorid ansetze. Kaliumchlorid hat fast exakt gleiche Anteile an Kalium und Chlor(id) sodass die Rechnung leicht ist:
    1 g auf 100 ml dest. Wasser gelöst >>> 500mg Kalium auf 100ml Wasser >>> 1 Tropfen ist 0,25 mg >>> auf 50 Milliliter dest. Wasser ist ein Tropfen 5mg/ Liter Kalium

    Vom Kalignost löse ich 1 Gramm auf 100 Milliliter destilliertes Wasser.
    Das weiße Pulver löst sich langsam auf und lässt eine deutliche flockige Trübung zurück (war bereits vorgewarnt laut Literaturangaben) – somit wird die Kalignostlösung anschließend durch ein Papierkaffeefilter gefiltert.
    Jetzt kann die eigentliche Messung beginnen.
    Obwohl für die Kalibrierung nicht erforderlich dampfte ich immer die Lösung entsprechend der oben beschriebenen Weise ein um dann 5 Milliliter dest. Wasser zu ergänzen.

    Das Messwasser kommt dann in eine Eprovette (Glasproberöhrchen oder ähnliches) und man tropft genau 5 Tropfen der verdünnten Kalignostlösung zu.
    Interessanterweise erfolgt die Reaktion mit Kalium nicht linear: einige Zeit passiert gar nichts (keine Veränderung) und ab einem gewissen Kaliumwert setzt plötzlich die Reaktion ein, die sich in einer weißlichen Trübung des Messwassers bemerkbar macht:

    Abbildung 5: Messung

    [​IMG]

    1 und 2 mg/l ... keine Trübung
    2,5 mg/l ... sofortige leichte deutlich sichtbare Trübung – Messwasser durchsichtig
    (dahinterliegender Bleistift kann Schrift gelesen werden)
    5 mg/l ... sofortige Trübung – Messwasser gerade noch durchsichtig
    (dahinterliegender Belistift gut zu sehen)
    10 mg/l ... sofortige dichte Trübung – Messwasser durchscheinend (nicht durchsichtig)
    (dahinterliegender Bleistift gerade noch zu sehen)
    20 mg/l ... sofortige dichte Trübung – Messwasser undurchsichtig
    (dahinterliegender Bleistift nicht zu sehen)

    Abbildung 5aa: Abstufung

    [​IMG]

    Beispiele und Anwendung:

    Die erste Messung mit Aquariumwasser war dann gleich die große Überraschung ... auf meiner WWW-Seite schreibe ich noch zu Kalium, dass es, bei mit Fischen besetztem Aquarium ausreichend vorhanden sei und nicht unbedingt nachgedüngt werden muss – die Messung ergab: keine Anzeige – also unter 2,5 Milligramm Kalium pro Liter!

    Als nächstes probierte ich gleich eine Kaliumdüngung und setzte die entsprechende Menge Kaliumchlorid auf das 120-Liter Aquarium, damit der Wert 5 mg/l erreichet (das sind 1,2 Gramm).
    Ein gestrichener Teelöffel Kaliumsalz entspricht 5 Gramm – man löst z.B.: die 5 Gramm in 100 Milliliter Wasser auf und setzt pro 100 Liter Aquariumwasser etwa 20 Milliliter Dünger zu.

    Abbildung 5a: 5 Gramm Kaliumsalz

    [​IMG]

    Die anschließende Messung ergab auch etwa die 5 mg/l.
    Erst wollte ich nach 1 Woche wieder nachmessen – dann probierte ich die Messung nach 3 Tagen >>> der Kaliumwert war wieder unter 2,5 mg/l!

    Abbildung 6: Das Messwasser

    [​IMG]

    Z.B.: der Dünger Profito von Easy-Life (NL) führt bei der vorgeschlagenen Menge an Dünger etwa 0,5 bis 1 mg/l Kalium dem Aquariumwasser zu (wöchentlich). Der Dünger von Dr. Kremser (Ferrdrakon) dosiert 0,6 mg/l Kalium (wöchentlich). Diese Dünger bemessen die Kaliummenge die in etwa 1 Tag verbraucht sein wird !

    Z.B.: Im Leitungswasser konnte kein Umschlag beobachtet werden – also kleiner 2,5 mg/l.

    Das heißt: in einem gut mit Pflanzen und Fischen besetztem Becken ist der Kaliumverbrauch der Pflanzen höher als erwartet und höher als ich es je dachte und höher als die Zufuhr durch Futter und Fische erfolgt.

    Man kann also ohne weiteres Kalium in einer Menge von etwa 5mg/l, ein bis zwei mal die Woche zudüngen (je nach Verbrauch der Pflanzen mit der entsprechenden Beobachtung eventueller Algenentwicklung). Für Fische wird erst ein Kaliumwert ab 100mg/l bedenklich. Bei starker Überdüngung kommt es allerdings garantiert zu Grünalgenwachstum.

    Schon nach etwa 3 Wochen merkt man einen Unterschied: die Blätter werden noch grüner und es sterben noch weniger alte Blätter ab.

    Als Dünger kommen in Frage: Kaliumchlorid, Kaliumsulfat und Kaliumkarbonat.

    Mir persönlich gefällt das Kaliumkarbonat („Pottasche“) am Besten, da die enthaltenen Karbonate zwar die Karbonathärte ganz wenig anhebt, andererseits von den 3 Stoffen Carbonat der Einzige ist, welcher auch wieder (durch die Nitrifikation) etwas „abgebaut“ wird. Sulfat und insbesondere Chlorid nicht > die haben sowieso steigende Tendenz.

    Abbildung 7: Kaliumkarbonat

    [​IMG]

    Daten der Kaliumsalze:

    Kaliumkarbonat: Anteil K: 57 % (Pottasche)
    Kaliumchlorid: Anteil K: 53 %
    Kaliumsulfat: Anteil K: 45 %

    Wie man sieht, ist auch der Kaliumanteil von Kaliumkarbonat am höchsten.100 Gramm Kaliumkarbonat kosten etwa 3 bis 4 Euro in der Apotheke.

    Anmerkung noch zu Kalignost: bei der Onlinefirma Omicron http://www.omikron-online.de/cyberchem/home.htmist Kalignost auch in geringen Mengen zu bekommen ( 1 Gramm knapp 7 Euro plus Versand) ...

    Abschließend kann ich also sagen, das die Bedeutung von Kalium im Aquarium durch die Möglichkeit der Messung für mich sehr gestiegen ist. Haupterkenntnis daraus: es ist bei Weitem weniger Kalium im Aquarium als man glaubt und die Pflanzen verbrauchen mehr als ich je dachte!

    Schöne Grüße, Anton Gabriel

    Edit: Nach Rückfrage von Thomas: wenn gleichzeitig Stickstoffmangel vorliegt, dann ist der Einsatzt von Kaliumnitrat wie in seinem Beitrag beschrieben natürlich sinnvoller. Wenn Nitrat eher ansteigt, dann ist wieder Pottasche wie hier beschrieben sinnvoller. Wenn die Pflanzen bestens wachsen und keinen Mangel zeigen, dann sind beide Dünger entbehrlich.

    Copyright und Urheberrecht der Bilder und Texte bei Ing. Anton Gabriel Wien 3
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: Kalium im Aquarium samt Düngerrezept

    Hallo,

    Ich dünge alle Kationen, falls möglich, in der Karbonatform, weil diese Art der Darreichung im Endeffekt KH-neutral ist. Wenn die Pflanzen ein Kation (K+, NH4+, etc.) aufnehmen, müssen gleichzeitig ein Proton (H+) abgeben, weil sie sich sonst elektrisch aufladen würden. Das abgegebene Proton reagiert mit dem Bildner der Karbonathärte zu Wasser und CO2, das entweicht: HCO3- + H+ --> H2O + CO2. Somit führt die Düngung mit Kaliumkarbonat nicht zu einer Aufhärtung, sondern zu einem Gleichbleiben der KH. Andere Kaliumsalze würden aufgrund dieses Mechanismus zu einem Absinken der KH führen.

    Viele Grüße
    Robert, Kalium selbst als Kaliumkarbonat düngend
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo,

    nach der Nachfrage hier:
    (NH4)2CO3 - Ammoniumcarbonat - als N Dünger

    Ammonium wird immer mehr in Diskussionen u.a. als Hauptverursacher von Algenplagen gesehen. In wie weit das zu trifft, oder z.B. auf Überdüngung zurück zu führen ist, bleibt abzuwarten. Ich rate jedoch hier zu gewisser Vorsicht. Vorallem, wenn das Wasser nitratarm war, sollte man langsam aufdüngen (tgl.) und den Wert auf keinen Fall sprunghaft steigen lassen. Als Richtwert wird hier 0,2mg/l angesehen und auch nur in Pflanzenbecken.

    Zerfallsprodukte: (NH4)2CO3 :arrow: 2NH3 + CO2 + H20

    Die Düngung mit Ammoinumcarbonat ist KH neutral und somit besonders gut zur Düngung von Stickstoff im Pflanzen/Naturaquarium bzw. nitratarmen Wasser geeignet.

    Wichtig ist der PH Wert - je nach dem liegt Ammonium eher als Ammonium (sauer-neutral bis 7,5) oder Ammoniak (basisch) vor.

    Das zugedüngte Ammonium lässt sich nicht mit einem NO3 Test erfassen. Ein Teil des Ammoniums wird zu Nitrat oxidieren (landet also im Filter), den anderen Teil holen sich die Pflanzen.
    Ammoniumcarbonat enthält zw. 30 und 40% Ammonium (je nach Zusammensetzung). Aus 1mgl/l Ammonium werden durchschnittlich 3,5mg/l Nitrat oxidiert.
    Daher würde ich mir eine Lösung mischen aus:
    30g Ammoniumcarbonat auf 1l dest. Wasser lösen.
    1ml der Lösung hebt den Ammoniumgehalt auf 100l Aquarienwasser um rund 0,1mg/l.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    düngen mit Kaliumcarbonat....

    Hallo,

    Kaliumdünger

    düngen mit Kaliumcarbonat....
    Kaliumanteil: ca. 57%

    Man nehme 177g (176,7g) Kaliumcarbonat auf 1000ml dest. Wasser.

    1ml der Lösung hebt auf 100l Aquarienwasser den K Wert um 1mg/l.
     
  9. Eisendünger

    Habe einen sehr interessanten Beitrag bei Segelflosser.de gefunden:

    Eisendüngung mit Fetrilon

    Ansetzen der Düngerlösung:
    Fetrilon ist ein hochkonzentrierter Eisendünger, der im Gartenbau zur Düngung von Rosen, Obstgehölzen etc. verwendet wird. Eine Packung enthält 5 Portionstüten mit je 20g Inhalt. Fetrilon ist im gut sortierten Gartenbaumarkt erhältlich.
    Der Inhalt einer Portionstüte (20g) wird in einem Liter (1l) destillierten Wasser oder Osmosewasser gelöst.
    Zur Düngung gebe ich 4ml/100l Aquarienwasser, was einem Eisengehalt von 0,1mg/l entspricht.

    Hintergrund-Info:
    Eine 20g-Portionstüte Fetrilon 13% enthält 2,6g chelatiertes Eisen. In einem Liter Wasser aufgelöst entspricht das 2600mg/l. Wenn der Eisengehalt im Aquarium nun 0,1mg/l sein soll, dann sind also 0,0385 ml der Düngerlösung auf 1 Liter Aquarienwasser zu dosieren. Oder einfacher und aufgerundet 4ml/100l Aquarienwasser.
    Ein Liter dieser Düngerlösung reicht für 25000 Liter Aquarienwasser.


    (Quelle: Handbuch Aquarienwasser, 5. Auflage 1998 von Hanns-J. Krause)


    Gruß Christian
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo,

    Eisen ist allerdings nur eines aus einer ganzen Reihe esentieller Spurenelemente. Ich stehe daher der reinen Eisendüngung in Aquarien skeptisch gegenüber und bevorzuge Volldünger, die ein möglichst breites Spektrum abdecken.

    Viele Grüße
    Robert
     
  11. Calcium Dünger herstellen?

    Hallo,

    was ist mit den ganzen anderen Elementen wie Calcium / Kalzium, Magnesium, Schwefel.

    Hat jemend eine Preiswerte alternative zu den überteuerten Volldüngern?

    Gruß

    Michael
     
  12. Hallo,

    Kalzium und Magnesium sollte mit dem WW ins Aquarium kommen, ansonsten mit Aufhärtpulvern das Wasser aufsalzen.

    Die restlichen Spurenelemente machen keinen Sinn in der individuellen Anmischung. Eine große Pulle Volldünger reicht bei mir ewig :).
     
  13.  
  14. Re: Rezepte für Aquariendünger - Mg hinzuführen

    Hallo,
    wenn das Leitungswasser sehr weich ist, kann es vorkommen, dass zu wenig Magnesium vorhanden ist.

    Das Leitungswasser was ich verwende hat eine GH von 8 und enthält 38 mg/l Ca und nur 4 mg/l Mg. Als optimal gilt ein Ca : Mg verhältnis von 4:1 oder 3:1. Demnach sind ca. 10 mg/l zu wenig Mg vorhanden.

    Magnesium läßt sich mit Hilfe von Bittersalz dem Wechselwasser hinzufügen. Das Bittersalz enthält 16 % Mg. Mischt man also 100g Bittersalz mit 320 ml Wasser, dann steigt der Mg-Gehalt um 5 mg / l, wenn man 1 ml auf 10 l Wechselwasser hinzuführt. Allerdings erhöht sich dabei auch der Schwefelgehalt um 4 mg / l. Wenn also die Schwefelwerte im Trinkwasser erhöht sind, dann sollte man vorsichtig sein, mit dem zuführen von Bittersalz. Am bestens eine komplette Wasseranalyse beim Wasservorsorger anfragen, die schicken kostenlos eine komplette Auswertung zu. Wäre generell zu empfehlen, denn hierbei habe ich erkannt, dass zu wenig Kalium im Wasser ist. Seitdem dünge ich Kalium mit Kaliumcarbonat (KCO, Pottasche) und Kaliumnitrat (Salpeter) hinzu.

    Wenn ca. 20 mg / l der Bittersalz-Lösung zugeführt werden, dann erhöht sich die GH um 1-2 Grade.

    5 kg Bittersalz kosten im Baumarkt ca. 7 Euro und wird normalerweise zum düngen von Koniferen (Nadelbäume) eingesetzt.

    Viele Grüße
     

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