1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Nach Einsatz von neuen Tieren Probleme

Dieses Thema im Forum "Krankheiten" wurde erstellt von Schwanzflosse, 16. Mai 2016.

  1. Guten Abend,

    wir haben ein riesiges Problem. Unser 1000 Liter Becken läuft nun seit etwas über 6 Jahren.
    Bisheriger Besatz war: 7 Prachtschmerle von Anfang an, ein Skalarpärchen von Anfang an, 8 Platys, ca. 40 Neons.
    Am Freitag vergangener Woche haben wir 2 neue Platys eingesetzt. Ein Mänchen und ein Weibchen.
    Kurz danach fingen erst die alten Platys, dann die Skalare, und nun auch die Prachtschmerlen an, sich am Boden oder an Pflanzen zu "schubbern". Dabei sind alle sehr hecktisch. Einen Tag, nachdem die beiden neuen im Becken waren, hat das Skalarmänchen aufgehört zu fressen. Sonst benimmt er sich normal. Die Schmerlen und die Platys fressen wie immer.

    Was kann das sein? Haben wir mit den beiden neuen uns etwas eingefangen? Die beiden neuen "schubbern" sich auch von Anfang an. Äusserlich ist an allen Tieren nichts zu erkennen. Wasser aus dem Transportbeutel ist nicht ins becken gelangt.
    Habt ihr eine Idee???
     
  2. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    das hörst sehr deutlich nach Einschleppen von irgendwas durch die neuen Fische an. Deswegen wird ja auch von vielen Seiten ein Quarantänebecken empfohlen. Nun ist das Kind aber ja schon in den Brunnen gefallen und scheinbar die anderen Fische angesteckt worden.

    Ihr solltet jetzt erstmal versuchen, herauszufinden, was es ist. Das Scheuern spricht für irgendwelche äusseren Parasiten. Also fang einen der betroffenen Fische raus und setzt den in eine Fotoküvette o.ä., irgendwas, in dem er stillhalten muß und man ihn mit einer starken Lupe genau absuchen kann. Im Internet gibt es zahlreiche Seiten zum Thema Fischerkrankungen, z.B. diese hier: http://www.aqua4you.de/krankheiten.html

    Ich würde jetzt mal stumpf geraten auf Weißpünktchenkrankheit tippen, weil das einfach die häufigste Erkrankung nach solchen Aktionen ist. Dagegen gibt es sehr gute und wirksame Mittel im Handel. Bei einem 1.000 l-Becken würde ich aber zukünftig wirklich mal an ein Quarantäne-Becken denken. Behandlung im Hauptbecken gehen ja richtig ins GEld, da ja meist auf das vorhandene Wasservolumen dosiert werden muß.

    Gruß
     
  3. Schlimmer geht es nicht mehr.
    Habe heute Morgen noch schnell einen 50% Wasserwechsel vor der Arbeit gemacht.
    Für mehr war keine Zeit. Den Rest wollte ich nach Feierabend erledigen.
    Leider zu spät.
    Obwohl äusserlich nichts zu erkennen war, sind alle Tiere in den letzten 12 Stunden gestorben.
    Bin absolut am Boden zerstört. Könnte echt heulen...
     
  4. Moderlieschen

    Moderlieschen Moderator AQL-Team

    Hi,

    das ist sehr schade. :(

    In diesem Fall würde ich aber äussere Parasiten als Todesursache ausschließen (auch wenn sie evtl. zusätzlich vorhanden waren) und eher auf eine Vergiftung tippen. Gerade wenn der gesamte Besatz ohne erkennbare Anzeichen in so kurzer Zeit komplett wegstirbt, dazu noch das hektische Verhalten, deutet das eher auf Vergiftungserscheinungen hin.
    Wie sind deine Wasserwerte? Kann es sein, dass dein Wasserversorger irgendetwas am Leitungswasser verändert hat, irgendwelche Zusätze, Chlor o.ä.?
    Wurde mit Putzmittel, Farbe, Lack, Lösungsmitteln, Insektenvernichtungsmitteln, Duftlampen oder ähnlichem in der Nähe des Beckens hantiert?
    Benutzt du eine CO2-Anlage?
    Wurden Medikamente, Algenvernichtungsmittel ( Kupfer) verwendet?
    Funktioniert der Filter einwandfrei? Gibts evtl. Fäulnisherde im Bodengrund? Oder nicht gefundene verwesende Fische?

    Möglichkeiten gibts viele. Ich würde auf jeden Fall, auch wenn es jetzt zu spät ist, versuchen die Ursache herauszufinden, um das Becken entprechend behandeln zu können und dann einen hoffentlich erfolgreichen Neustart zu wagen. Ich drück dir die Daumen, dass es gelingt.

    Grüße
    Petra
     
  5. Hi,

    danke für die Ratschläge. Werde aber das Hobby nach 20 Jahren aufgeben.
    Hatte all die Jahre nie Probleme. Aber dies war zuviel.
    Trotzdem danke.

    Dani
     
  6. Snowgnome

    Snowgnome Mitglied

    Hi,

    in 20 Jahren nur einmal so ein Problem - sowas ist doch kein Grund, das Hobby aufzugeben.
     
  7. hallo,

    das kann man so oder so sehen. Hatte halt eine Art emotionale Bindung zu den Tieren.
    Besonders zu den Schmerlen. Die hatten sogar eigene Namen.
    Daher fällt es schwer, einfach von vorn zu beginnen.

    Dani
     
  8. Snowgnome

    Snowgnome Mitglied

    Hi,

    ich habe seit 35 Jahren immer mindestens ein Aquarium. Für mich wäre so ein Vorfall eher ein Grund, thematisch mal was neues auszuprobieren.
     
  9. Dande

    Dande Mitglied

    Hallo,

    also ich kann es durchaus nachvollziehen, dass man nach 20 Jahren sehr an seinen Tieren hängt. Und auch das man dann große Schwierigkeiten hat sich zu überwinden neue zu holen. Das Becken zumindest erstmal ausser Betrieb zu setzen ist in so einer Situation vermutlich erst einmal die Beste Entscheidung, denn alles was jetzt gemacht würde wäre ein Schnellschuss.
    Dani, schau doch einfach mal ob dir in den nächsten Wochen ohne Aquarium etwas fehlt. Wenn du 20 Jahre ein Aquarium hattest waren ja nicht nur die Fische Teil deines Lebens, sondern auch das Hobby Aquaristik. Wenn du merkst das dir das fehlt, solltest du dran gehen das Aquarium neu zu planen. Wenn es dir auch in ein paar Wochen noch nicht fehlt, kannst du auch in einem Vierteljahr noch daran gehen die Ausrüstung zu verkaufen/wegzugeben/langfristig einzumotten. Das muss man ja jetzt nicht sofort entscheiden und ein wenig zeitliche Distanz gibt nach solchen Schicksalsschlägen doch oft einen anderen Blickwinkel als den den man jetzt hat.

    Gruß
    Daniel
     
  10. Huhu zusammen,

    werde es wohl so machen, wie Daniel schrieb. Habe heute angefangen das Becken zu leeren. :cry:
    Einrichtung und so weiter werde ich entsorgen. Dann einfach mal abwarten.
    Momentan herrscht noch das Gefühl von Machtlosigkeit, Traurigkeit und Entsetzen.
    Aber ich denke, dass es jedem so gehen würde, wenn einem innerhalb von wenigen Stunden all seine geliebten
    Tiere sterben. Vor allem, wenn man noch nicht mal eine Chance hat, irgendwie zu reagieren.
    Die Fische haben mir über die Jahre so viel gegeben. Stressiger Arbeitstag? Eine Stunde Fische gucken, alles wieder okay.
    Kenn ihr sicher alle. Mal schauen, was die Zukunft bringt.
    Euch und euren Tieren das Beste. Mögt ihr von solch einem Vorfall verschohnt bleiben.

    Dani
     

Diese Seite empfehlen