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Honiggurami Zucht. Wer kennt sich aus?

Dieses Thema im Forum "Zucht" wurde erstellt von Naniablue, 10. Juli 2018.

Schlagworte:
  1. Hallo ihr Lieben,

    Ich möchte mich bald an die Zucht von Honigguramis wagen.
    Bin sehr eifrig am Lesen :).
    Ein paar Fragen habe ich aber noch.

    Aufzucht -und Haltungsbecken sind jeweils 60cm lang.

    :)Fragen:

    1. Ich möchte die beiden definitiv nicht andauernd für die Zucht von einem ins andere Becken hiefen.
    Das empfinde ich als großen Stress für beide.
    Deshalb lass ich das Nest in ihrem gewohnten Zu Hause bauen und schöpfe es dann ab.
    Frage dazu:
    Sollte das Schaumnest sofort nach ablaichen aus dem Haltungsbecken ins Zuchtbecken?
    Oder den Vater den Brutpflegetrieb ein paar Tage im Haltungsbecken ausleben lassen und das Schaumnest erst nach ca. 3 Tagen entfernen ?
    Wenn ich es erst nach 3 Tagen raushole, frisst das Weibchen vielleicht nachts die Eier auf.
    Wie macht ihr das?


    Fragen zum Aufzuchtbecken :

    Wie wird ein Aufzuchtbecken richtig eingerichtet?
    Klar ist: einige Pflanzen reinlegen
    Ca. 15 cm Wasserstand
    Ein Heizer für konstante Tempi.

    Aber:
    Muss das Wasser gefiltert werden?
    -(Ohne Filter gehen doch die Pflanzen ein oder?)
    -Bei 15 cm Wasserstand passt ja gar kein Filter rein!? Kopfkratz*


    Wie lang am Tag Licht für die Kleinen?
    (Ich habe eine kleine led Schreibtischlampe drüber.)

    Becken offen lassen oder Abdeckung drüber, was ist besser wegen dem auskühlen der Luft?

    Sollte das Aufzuchtbecken parallel zum Haltungsbecken auch immer "eingerichtet" laufen?
    Oder immer nur einrichten wenn Schaumnest in Sicht?

    Und zuletzt,
    Wie lang können die Kleinen stressfrei zusammen im Aufzuchtbecken bleiben?

    Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr meine Fragen beantworten könntet:)

    Vielen Dank
    Liebe Grüße
     
  2. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    für Zuchtansatz ist 60er Becken schon mal ok. Ich würde aber 2-3 Weibchen zu einem Männchen setzen, die können ein Weibchen total stressen bis zu Tode hetzen. In dem Becken viele Pflanzenverstecke, damit getriebene Weibchen mal Deckung finden. Für das Nest unbedingt Oberflächenbewuchs in Form von Schwimmpflanzen oder flutenden Stängelpflanzen.

    Normalerweise laufen da mehrere Ablaichvorgänge, insofern kannst du ruhig warten, bis er das/die Weibchen dauerhaft vertreibt und unter dem Nest steht. Am besten fängst du die Weibchen danach raus und setzt die in das andere 60er, zur Aufzucht komm ich gleich. Du kannst so eine Mini-LED als Mondlicht brennen lassen, muß aber nicht.

    Das Nest dann am besten in einer Tupperschale unterbringen, dein 60er ist viel zu groß, um die nach dem Freischwimmen sonst gezielt zu füttern. Ich habe mir für die Aufzucht aus Glasfliesen ein Minibecken gebaut mit10 x 10 cm und 5 cm Höhe, das ist ideal dafür, weil man gut durch die Seitenwände das ganze beobachten kann und es sich schnell und einfach reinigen lässt. Gibt's aber vielleicht auch so zu kaufen. Dadrin kannst du die halten, bis sie ca. 0,5-1 cm LÄnge haben, danach sete ich die in ein kleines Becken mit max. 20 cm Länge um. Filter braucht es nicht, Einrichtung auch nicht. Erschwert nur die Kontrolle, ob alles gut läuft. Einfach nach dem Schlupf täglich Wasserwechsel mit Wasser aus dem Hälterungsbecken machen, ab 1 cm Größe hab ich Leitungswasser genommen.

    Zur Fütterung brauchst du sehr feines Futter. Diechuna packen diesesflüssige Artemienzeug, was du hier bekommst, nicht, das ist zu grob. Entweder du beschäftigst diech mit der Zucht von Tümpel-Staubfutter oder du besorgst dir übers Internet Liquifry Nr. 1 und 2. Damit bekommt man die gut groß.

    Gruß
     
  3. Hallo :)

    Vielen Dank für deine Nachricht:)
    Das hilft mir total!
    Jetzt ist schon mal Licht im Fragendschungel :)

    Ein paar Fragen hätte ich noch:

    Muss das andere Aquarium wo die Weibchen dann nach dem ablaichen reingesetzt werden auch richtig eingerichtet werden wie das Haltungsbecken?

    Ich hab gelesen man soll das Nest nachts seitlich mit ner Lampe anleuchten, soll ich das auch machen?

    Brauchen die Kleinen Licht im Aufzuchtbecken/Schale?
    Ich könnt ne Kleine Tischlampe drüber stellen.


    Wie hol ich das Wasser beim Wechsel aus der Schale ohne Babys zu erwischen. Das is ja Fummelkrahm hoch 10 oder?


    Beim Wasserwechsel der Kleinen das Leitungswasser dann aufbereiten mit Wasseraufbereiter?


    Mir wurde heut von jemandem geraten, mich lieber für Platys oder Guppys zu entscheiden weil sie robuster sind, nicht so oft krank werden und weil es mit Babys aufziehen hier leichter ist???
    Ich hätte mit Guramis oft Stress.
    Bin jetzt etwas durcheinander.

    Siehst Du das auch so?

    Was sind denn deine Erfahrungen mit Guramis bezüglich Krankheiten? Parasiten Bakterien, Tuberkulose?
    Ich würde mir noch ein Quarantänebecken besorgen im Falle.
    Reicht dann da eine Schreibtischlampe als Licht?

    Danke dir:)
     
  4. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    das Thema Einrichtung von Aquarien ist eine Glaubensfrage. Die meisen Fische brauchen das nicht, und Pflanzen dienen hauptsächlich als Versteck und teils als Nahrung. Aber, ein eingerichtetes Beckenläut deutlich stabiler und bedarf nicht so viel Kontrolle und Pflegeaufwand.

    Das Nest beleuchten (Thema Nachtlicht) mußt du nur, wenn andere Räuber im Becken sind, die nachts sonst das Nest plündern würden. Wenn du das abfisch, ist es nicht notwendig.

    Ich würde auch das Aufzuchtbecken beleuchten, bzw. einachauf eine Fensterbank stellen, das es Tageslicht bekommt. Schon allein, um es kontrollieren zu können, brauchen auchdie meisten Fische Licht zum leben.

    Zum Wasser absaugen geh ich bei sehr kleinen Larven wie folgt vor: Zum Absaugen nehm ich so einen ganz dünnen Schlauch, wie man sie auch für Sprudelsteine benutzt. Dann nehmee ich so ein Artemia-Sieb (von Firma Hobby) tunke das in das Aufzuchtbecken und sauge Das Wasser aus dem Sieb ab. So kommen keine Larven mit in den Schlauch.

    Natürlich sind Guppys einfacher als Guramis, da mussman ja nun wirklich garnichts machen. Aber, gerade die Herausforderung, mal schwierigere Fische nachzuziehen, macht das obby doch so spannend. Und wenn es beim ersten Mal nicht klappt, probiert manes nochmal und versucht rauszufinden, wo der Fehler lag. Lass dich nicht gleich entmutigen und zieh deinen Plan durch.

    Gruß
     

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