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Garnelensteckbriefe

Dieses Thema im Forum "Wirbellose" wurde erstellt von Kleine-Maultierfarm, 31. Januar 2007.

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  1. Name: Macrobrachium lanchesteri - Glasgarnele
    Familie: Palaemoninae
    Herkunft: Südostasien (hauptsächlich Thailand)
    pH-Wert: 6,0 - 7,5
    Temperatur: 20-30° C
    Gesamthärte: 4-20°
    Karbonathärte: 10-15°
    Länge: W: 5-8cm M: 8-10cm (inkl. Scheren)
    Besatz: Gruppenhaltung
    Verhalten: friedlich und lebhaft

    Aussehen:
    Wie der Name schon sagt, sind diese Tiere hauptsächlich durchsichtig mit schwarzen Streifen am Vorderkörper. Sie können aber sehrwohl auch Farbe zeigen. Manche Exemplare können eine bläuliche Grundfarbe aufweisen.

    Geschlechtsunterschiede:
    Ausgewachsene Männchen sind etwas grösser und schlanker als die Damen. Desweiteren haben Männchen verlängerte Scheren mit grüngräulicher Behaarung.

    Becken/Haltung:
    Man sollte die Tiere nicht unter 60cm Kantenlänge halten, da sie schon eine beachtliche Grösse erreichen können. Das Becken sollte dicht bepflanzt sein und genug Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln und Höhlen beinhalten. Am liebsten haben sie sandigen Untergrund, kommen aber auch auf feinem Substrat, Kies (1-2mm abgerundet) gut klar.

    Vermehrung:
    Je nach Wassertemperatur trägt das Weibchen alle 20-25 Tage bis zu 200 Eier. Diese können grünlich bis bräunlich sein. Sind diese befruchtet werden sie bis zur nächsten Häutung getragen. Nach dem Schlupf machen die Jungen mehrere Larvenstadien durch und treiben durchs Wasser. Ab jetzt darf das Licht im AQ nicht mehr ausgemacht werden (für ca. 2-4 Wochen, bis sie zum bodenorientierten Leben übergehen) da die Jungen ansonsten an der Scheibe zerschellen oder sich schwere Verletzungen zuziehen können. Alternativ kann man nachts auch eine schwächere Lichtquelle ans Becken stellen, z.B. eine Nachttischlampe. Bis zur ersten Häutung der Kleinen besteht die Fütterung aus Kleinstlebewesen wie z.B. Plankton oder Pantoffeltierchen. Danach kann dann mit Artemia Nauplien gefüttert werden.

    Fütterung:
    Die Glasgarnele ist in dieser Hinsicht sehr anspruchslos und gehört zu den sogenannten "Allesfressern" (Omnivore Ernährung). Flockenfutter, Frostfutter, Welstabletten, Gemüse (z.B. Gurke, überbrühte Paprika, überbrühter Kohlrabi), Lebendfutter (z.B. Mückenlarven, Tubifex) bis hin zu gekochten Nudeln werden gerne genommen.

    Besonderheiten:
    Macrobrachium lanchesteri können problemlos mit kleineren Fischen (aber keine Räuber!) und Zwergarnelen vergesellschaftet werden. Pflanzen werden auch nicht geschädigt.
    Aufpassen sollte man in Geschäften. Es gibt leider immer wieder den Fall, das es heißt die Glasgarnelen gingen an die Fische ran. Das sind dann aber nicht diese hier, sondern eine andere Macrobrachium Art. Diese haben auch größere Scheren und sind durchaus räuberisch. Man sollte beim Kauf also genau drauf achten, das es die lanchesteri ist.

    In Asien werden diese Garnelen in Reisfeldern zum Verzehr gezüchtet.

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  2. Snow Bee

    Name: Snow Bee gold oder red (Gold aus Black Bee gezogen, red aus Red Bee gezogen)
    Familie: Atyidae
    Herkunft: Japan Züchtung
    pH-Wert: 6- 7,5
    Temperatur: 16-25° C
    Gesamthärte: <10°
    Karbonathärte: <10°
    Länge: W:30mm M:25mm
    Besatz: Gruppenhaltung
    Verhalten: friedlich

    Aussehen:
    Die Tiere fallen durch ihre weiße Färbung auf. Diese unterteilt man noch aus welcher Linie sie kommen (aus Black oder aus Red). Ebenso gibt es noch die Skeleton, die nicht flächendeckend weiß ist und transparente Stellen aufweist.

    Geschlechtsunterschiede:
    Die Unterscheidung der Geschlechter ist schwierig, insbesondere bei jüngeren Tieren. Das auffälligste Merkmal sind die Bauchtaschen der Weibchen am Hinterleib. Dadurch sehen diese allgemein auch etwas fülliger aus. Wenn die Tiere älter sind, kann man die Männchen auch an der geringeren Größe erkennen. Die Laichansätze im Nacken sind aufgrund der Färbung gewöhnlich kaum auszumachen.

    Becken/Haltung:
    Bei entsprechender Gruppengröße lassen sich die Tiere durchaus schon in 12 Liter Becken halten. Besonderes Augenmerk sollte man bei der Einrichtung auf dichte Bepflanzung (gerne feinfiedrige Pflanzen) und reichlich Versteckmöglichkeiten richten.

    Vermehrung:
    Die Weibchen produzieren die Eier im Nacken, wo sie dann 3-4 Wochen lang heranreifen.
    Bei der nächsten Häutung geben sie Lockstoffe ab, die die Männchen wahr nehmen, und sie sich auf die Suche nach dem Weibchen machen.
    Dies nennt man auch Paarungsschwimmen/Suchschwimmen.
    Das Männchen befruchtet das Weibchen dann indem es ein Samenpaket hinterlegt. Kurze Zeit später trägt das Weibchen dann die Eier in den Bauchtaschen zwischen den Schwimmbeinen zwischen 3 und 4 Wochen je nach Temperatur. Es schlüpfen fertig entwickelte Junge.

    Fütterung:
    Generell gibt es wenig, was die Snow Bee nicht essen. Besonders zu empfehlen sind Gemüsebeigaben (am besten kurz überbrühen) z.B.: Paprika, Kohlrabistücken/-blätter, Broccoli, Tomaten, Möhren, Gurken. Die meisten Trockenfuttersorten werden ebenfalls gerne genommen. Idealerweise sollte das Futter eher pflanzliche Proteine enthalten.

    Besonderheiten:
    Die Vergesellschaftung sehr kleinen Fischen ist gewöhnlich unkompliziert. Vergesellschaftung mit größeren Fischen (ausgenommen Welse) sollte vermieden werden. Zur Zucht sollten man eher Artenbecken verwenden, da auch für kleine Fische die jungen Garnelen handliche Beute sind.
    Garnelen sind anfällig für Schwermetallbelastungen.
    Es gibt immer wieder Berichte über Garnelensterben, die mit Oxalsäure in Verbindung gebracht werden. Diese ist beispielsweise in den Wurzel von Anubien und Cryptocorynen erhöht vorhanden. Ob es sich dabei wirklich um eine Gefährdung handelt, ist jedoch noch strittig.
     

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