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Einrichtung eines Südamerikaquariums 120x40x55 cm

Dieses Thema im Forum "Beginner Forum" wurde erstellt von chris0806, 17. Oktober 2016.

  1. Hallo liebes Forum,

    ich bin nicht wirklich ein Neuling, da ich seit fast 20 Jahren ein 54l-Aquarium habe,
    aber dennoch ersuche ich eure Hilfe bei der Planung meines neuen Aquariums (120x40x55 cm).

    Es soll ein Gesellschafts-Südamerikabecken werden. Die Wasserwerte werde ich bzgl. Härte mittels Osmoseanlage auf
    Südamerikaniveau trimmen. Es soll hinten und seitlich dicht bepflanzt werden. Mittig soll eher der Schwimmraum sein.
    Es sollen eher Wurzeln und "Totholz" (z.B. getrocknete Erlenäste) hinein, als Steine.

    Mein bisheriger Besatz an P. Innesi und C. aeneus werde ich auf jeden Fall in das neue Becken mitnehmen und aufstocken!
    Es geht also noch um eine weitere Vergesellschaftung.
    Ein Pärchen P. scalare oder leopoldi scheidet wohl aus, wegen der Neons und der Beckengröße, oder?
    Möchte auch wirklich nichts riskieren, was meinen Neons schadet.
    Ein Blickfang wäre aber für das Becken wünschenswert, solange er mit dem bisherigen Besatz klarkommt. Auch hier bin ich für Vorschläge offen! Wäre hier die eine oder andere Apistogrammaart eher geeignet als Skalare?
    Es sollte wegen der Wasserwerte auf jeden Fall eine Südamerikaart sein, aber keine zweite Salmlerart.

    Als Bodengrund hätte ich gerne einen beigen "natürlichen", also ungefärbten Sand für die Corys. (Bisher hatte ich in meinem 54l-Becken weißen Quarzsand, der zwar toll, mir aber zu hell ist).
    Könnt ihr da Empfehlungen aussprechen? Habe gehört, der beige Aquariensand von Horn**** soll recht ansehnlich sein?

    Eine Bio-CO2-Anlage habe ich bereits gebaut und kann sie bei Bedarf einsetzen.

    Ich bin auf das Einfahren des AQ vorbereitet und freue mich riesig darauf, eure Vorschläge und Tipps zu hören!

    Viele Grüße und danke für eure Tipps,
    Chris
     
  2. Hallo Chris,

    guten Morgen.

    Ich würde dir auf Grund der Beckengröße von Skalaren abraten, 40 x 55 cm ist bei den Tieren nicht gerade viel. Ich habe in meinem Becken, mit den Innenmaßen 122 x 62 x 60 cm noch ein Weibchen. Das Tier ist richtig groß und braucht tatsächlich den ganzen Platz.

    Für mein Becken habe ich in einem Baumarkt ganz normalen Mauersand gekauft. Der ist ziehmlich Feinkörnig, Farbton beige/braun. Sieht schon recht natürlich aus. Den Panzerwelsen gefällt der Sand auch, manchmal sind die tatsächlich bis über dem Kopf im Sand nach fressbarem am wühlen. 25 Kg von dem sand haben unter 3 € gekostet. Nachteil ist, dass der Sand gut gewaschen werden muss.
     
  3. Hallo Hajo,

    danke für deine Antwort.

    Ich muss zugeben, dass ich bezüglich der Skalare traurig bin, dass es nicht klappt. Aber es stimmt schon, die Fische werden zu groß für dieses Aquarium. Ich habe auf einer Internetseite gelesen, dass Ptherophyllum leopoldi "deutlich kleiner" sind als P. scalare, aber mindestens 5 mal so viele Seiten, die dies widerlegen bzw. relativieren.

    Da Skalare nun anscheinend ausscheiden, würden mir daher nun folgende Fische als Vergesellschaftung zu meinen Neons und Corys zusagen: (alle Angaben zu den Fischen sind aus der Quelle zierfischverzeichnis.de)
    Mikrogeophagus ramirezi (Schmetterlingsbuntbarsch): Wunderschöner Fisch, aber kurzlebig.
    Mikrogeophagus altispinosus (Bolivinaischer SchmBuBa): langlebiger, aber nicht ganz so attraktiv.

    Ansonsten wird es bei den Barschartigen schon eng in der Auswahl für so ein kleines Becken.

    Zahnkarpfen scheiden für mich wegen der Vermehrungsrate aus.

    Auch wenn es eine weitere Salmlerart ist, finde ich Carnegiella strigata (Marmorierter Beilbauchfisch) interessant.
    Er bewohnt die obere Region und Schwimmpflanzen möchte ich ohnehin. Habe nur gehört, dass sie recht anspruchsvoll bzgl. Fütterung sein sollen. Auch hier ist Feedback willkommen!


    Zu dem Sand: Welche Körnung hast Du dabei gewählt, falls Du das noch weißt?
    Im Baumarkt um die Ecke gibts Sand in 0,2mm-0,6mm Körnung.

    Viele Grüße
    Chris
     
  4. Hi

    ich respektiere natürlich Hajos Meinung, aber ich halte Skalare bei der Beckengröße durchaus für vertretbar.
     
  5. Hallo GreenHacker,

    ich habe per Forumsuche festgestellt, dass sich da wirklich die Geister scheiden, was den Platzbedarf für Skalare anbelangt.
    Das Problem ist, dass ich nicht einmal wüsste, ob sie den Neons was antun. Das und die Grundsatzfrage nach "artgerechter Haltung" sind gerade meine Faktoren, wohl eher Abstand zu nehmen.
    Meine Hoffnung war, dass P. leopoldi deutlich kleiner bleibt als P.scalare. Allerdings sind sie von der Höhe her nur marginal kleiner und meistens bekommt man nur Wildfänge...nicht gerade ideal. Gezüchtete Jungtiere könnte man vielleicht noch an Neons "gewöhnen".


    Danke aber dennoch für deinen Kommentar!

    Viele Grüße
    Chris
     
  6. Hi,

    wie wäre es denn sonst mit den Blauen Skalaren? Die werden nicht so groß, wie die anderen Arten und lassen sich gut mit Neons halten. Habe ich auch schon erfolgreich. Gerade wenn die Skalare noch jünger sind und die Neon schon größer, gibt es in den meisten Fällen keine Probleme. Zumindest gab es die hier nie und ich halte schon längere Zeit immer wieder Skalare mit Neon auf 120 cm Länge, mit 50 cm Breite und 60cm Höhe. Auch vorher in 100x30x40 cm.
     
  7. fischolli

    fischolli Mitglied

    Hi,

    Es gibt ja nun noch einige kleine Barsche, die da drin problemlos passen ( wobei ich zur Fraktion gehöre, die das Becken für Skalare für ausreichend hàlt).

    Nannacara, Apistogramma, Hemichromis oder, wenn es nicht streng Südamerika sein muß, Pelvicachromis in ihren ganzen Unterarten.

    Gruß
     
  8. Hallo zusammen,

    mein Skalar ist etwa 17 x 27 (wirklich grob geschätzt). Sabrina schlägt nun Pterophyllum scalare vor, dass ist aber auch nur eine Zuchtform bezüglich Farbe. Im Netz habe ich Größenangaben von etwa 15 x 25 gefunden. Ich würde Fische in der zu erwartenden Endgröße nicht in das Becken setzen.

    @ Chris,

    wenn du dir vorstellen könntest Beilbäuche zu halten, wie wäre es dann alternativ mit Epiplatys annulatus. Oder alternativ Fadenfischen oder Macropoden. Gerade bei den Fadenfischen gibt es doch reichlich Auswahl.

    Der Sand hat tatsächlich eine Körnung von 0,2mm-0,6mm. Passt wunderbar.
     
  9. Nabend Hajo !!

    Ich hatte früher auch Skalare, nun halte ich schon 4,5 Jahre Diskus. Mich würde trotzdem brennend interessieren wie das Tier aussieht. Kannst du bitte mal ein Bild einstellen ?

    Mit freundlichen Grüßen Phil
     
  10. Vielen Dank für eure Anregungen

    Hajo, ich habe mir leider eingeredet, dass es ein Südamerikabecken werden soll. Sogar die Wasserpflanzen sind so ausgewählt. Leider scheiden da also die prächtigen Fadenfische aus. (Nennt es gerne Borniertheit, aber das lässt sich gerade nicht ändern :lol: )

    Danke für die Info mit dem Kies!

    Ich werde mich wohl in die Welt der Cichlidae einlesen. Melde mich bestimmt nochmal mit dem ein oder anderen Problemchen.

    Kommentare zu dem bisherigen sind immer gern gesehen!

    Viele Grüße
    Chris
     
  11. fischolli

    fischolli Mitglied

    Hi,

    Ich hab 25 cm hohe SKalare nur bei P. altum gesehen, bzw. In riesigen Schauaquarien von Zooaquarien etc. Meine diversen Skalare ein noch annähernd so hoch geworden und waren trotzdem kerngesunde vitale Tiere.

    Gruß
     
  12. Ich würde dir aufgrund der Neons auch von den Skalaren abraten. Wieviele Neons und Corys hast du denn? :fisch: :D
    Problemlos kannst du beider Beckengröße z.B. Microgeophagus ramirezi oder was hältst du von Borellis Zwergbuntbarschen?
    LG
     
  13. Hallo,

    im Moment habe ich in meinem bisherigen Becken 6 Neons (P. innesi) und 7 Corydoras aeneus.
    Diese Bestände sollen aufgestockt werden.
    Es soll auch ein Pärchen Mikrogeophagus ramirezi hinzukommen.

    Eine kleine Gruppe Carnegiella strigata von 5-7 Tieren fände ich noch schön, wenn es schon keine
    Skalare sein können.

    Dann ist das AQ meiner Meinung nach gut besetzt. (Bitte melden, wenn ich mich irre)

    Viele Grüße
    Chris
     
  14. Hallo liebes Forum,

    das Aquarium hat den Nitritpeak überwunden und sieht jetzt so aus:

    Im Moment sieht es noch ein wenig karg aus, aber ein Mitglied dieses Forums stellt mir netterweise bald noch weitere Pflanzen zur Verfügung. (Die Vallisneria ist das einzige Nicht-südamerikanische in dem Aquarium, aber die Kombination mit den Erlenästen gefällt mir einfach zu gut).
    Die bräunliche Färbung des Wassers ist gewollt und kommt durch die Huminsäuren der Erlenzapfen und der Wurzel zustande. Es gefällt mir persönlich besser, da ich es natürlicher finde als "Klarwasser".

    Mir fällt auf, dass ich die Beckengröße überschätzt habe. Ich sehe jetzt die kleine Neon- und Corydorasgruppe sowie das Ramirezipaar herumwuseln und denke, dass das Aquarium später, nach der Aufstockung des Neonschwarms, schon an seine Grenzen stoßen wird. Vom Zukauf weiterer Fische sehe ich daher vorerst ab.
    Besatz:
    7 Corydoras aeneus
    6 Paracheirodon axelrodi (An die aufmerksamen Leser: Nicht wundern, ich hatte in meinen bisherigen Beiträgen versehentlich P. innesi geschrieben, es sind natürlich P. axelrodi)
    2 Mikrogeophagus ramirezi

    An die erfahrenen Neonbesitzer daher die Frage:
    Auf wie viele Tiere würdet ihr die Neons ca. aufstocken?

    Die Literatur gibt selten Gruppengrößen im Bezug auf die Beckenlänge an (und darauf kommt es ja an; die Hälterung von 5 Neons in einem 400l Becken ist meiner Meinung nach ähnlich ungeeignet wie die Hälterung von 40 Tieren in einem 54l Becken); daher würde ich mich über eure Erfahrungswerte freuen.

    Viele Grüße
    Chris
     
  15. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin,

    ich würde die locker auf 30 Tiere aufstocken, damit das überhaupt was hermacht. Damit ist dein Becken auch nicht überbesetzt.

    Was m.E. nicht so gut passt, sind die A. aeneus. Die können zwar fast alles vertragen, aber temperaturmäßig stößt du mit 27-29 Grad, die du für die Neon und die SBB fahren solltest, schon an deren Obergrenze. DA wären andere Arten, wie z.B. C. sterbai, besser geeignet.

    Gruß
     
  16. Hallo Olli,

    danke für deine Anregungen.
    Werde es mal mit 30 Neons probieren.
    Zu den Corydoras aeneus habe ich mich bezgl. der Temperatur an diese Quellen gehalten:
    metallpanzerwels.html
    http://zierfischverzeichnis.de/klassen/ ... aeneus.htm

    Beide Quellen geben den Temperaturbereich 20°- 30° an. (Ungewöhnliche Temperaturdifferenz und das bei beiden Quellen, copy&paste?)

    Verstehe aber schon dein Argument, dass es 2°-3° weniger für die Corys wahrscheinlich besser wäre, was sich aber mit den anderen Bewohnern nicht vereinbaren lässt. Ich lasse es mir durch den Kopf gehen, ob sich nicht eine schnelle und gute Lösung finden lässt. Es gibt bald bei mir in der Nähe eine Fischbörse, vielleicht findet sich da jemand zum Tauschen. (Aeneus gegen sterbai)

    Nach wie vor sind alle Anregungen gerne willkommen.

    Viele Grüße
    Chris
     
  17. fischolli

    fischolli Mitglied

    Moin Chris,

    ich glaube nicht, dass dir einer sterbai 1:1 gegen die aeneus tauscht. :wink: Aber, solange deine Tiere sich normal verhalten, würde ich das auch nicht zu dogmatisch sehen. Ich schrieb ja, die können fast alles ab, ich kenne keinen anderen Cory, der so robust ist.

    Gruß
     
  18. Hallo Olli,

    ja das denke ich auch, habe heute mal die Preise der Sterbais gesehen, die sehr stattlich sind.
    Die aeneus verhalten sich normal, haben gestern auch abgelaicht.

    Generell fällt mir auf, dass sie sich im neuen 240l-Aquarium ganz anders verhalten als in der bisherigen 54l-Pfütze... es ist eine wahre Freude, den durchaus schwimmfreudigen Fischen bei ihren Streifzügen zuzusehen :)

    Nun habe ich noch zwei Fragen, über deren Beantwortung ich mich sehr freuen würde:

    1. Neons und Zitronensalmler
    Auf einer Internetseite habe ich folgendes gelesen:
    "Der Rote Neon ist ein überaus friedlicher Fisch, der sich mit anderen Friedfischen gut vergesellschaften lässt. So bildet er zum Beispiel mit dem Zitronensalmler gemeinsame Schwärme."
    http://www.aquarium-ratgeber.com/fische/salmler/roter-neon.html

    Leider finde ich auf dieser Seite keinen Verweis auf eine Quelle. Wäre nett, wenn das jemand bestätigen oder falsifizieren könnte.

    2. Platinbeilbauch
    Habe heute bei einem Händler diese Fische gesehen. Sie kommen für mich zwar nicht in Frage, da ich meinen Wasserspiegel nicht senken möchte, dennoch habe ich eine Frage:
    Ist es normal, dass diese Fische durchaus auch im mittleren Beckenbereich schwimmen?
    Kenne das von den mamorierten Beilbauchfischen, die eigentlich nur unter der Wasseroberfläche "kleben".

    Würde mich sehr über weitere Hilfe(n) freuen!

    Viele Grüße
    Chris
     
  19. fischolli

    fischolli Mitglied

    Hi,

    das mit der Schwarmbildung bei Salmlern ist generell so eine Sache. Normal machen gerade rote Neon das nur, wenn sie Stress haben. Wenn die keine Gefahr wittern, sind das die langweiligsten Fische, die ich kenne. HÄngen dann alle einzelnd im Becken rum, die Männchen bilden sogar kleine Minireviere, aus denen sie andere Artgenossen vertreiben. Zu den Beilbäuchen kann ich nichts sagen. Ich weiss nicht mehr, welche Art ich damals hatte, die schwammen aber alle stramm unter der Oberfläche, ausser es gab Futter. Sind irgendwann alle als Trockenfisch geendet, deswegen halte ich die nicht mehr.
    Gruß
     
  20. Hallo,

    ja, die Neons sind auch definitiv nicht wegen der Spannung drin, ich Oberflächlicher :)
    Mein kleiner Trupp schwimmt zumeist im Schwarm, aber wohl auch eher, weil die Umgebung neu ist. Das wird sich ziemlich bald auflösen, denke ich.
    Hätte es ganz ansehnlich gefunden, wenn sich die Schwärme verschiedener Salmler mischen würden.

    Zu den Beilbäuchen: Aus dem gleichen Grund sind mir diese auch zu heikel, obwohl es sehr interessante Fische sind.

    Finde das Aquarium ohnehin so gut besetzt, wie es jetzt ist. Mehr Fisch muss nicht sein.

    Danke dir (wieder einmal) für deine Hilfe!

    Viele Grüße
    Chris
     

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