Kein Wasserwechsel mehr nötig?

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Kein Wasserwechsel mehr nötig?

Beitragvon Thorgal » 05.01.2006 12:48

Ich habe ein interessanten Bericht über einen Universal-Ionenaustauscher gelesen:

„KATI und ANI enthärten, entsalzen, stabilisieren den pH-Wert bei Seewasser, klären Seewasser, entfernen Nitrite und Nitrate aus dem Süßwasser und lösen so spielend alle Probleme des Aquarienwassers:

- enthärten und entsalzen Sie für Pfennige
- können Sie auf Wasserwechsel fast völlig verzichten
...“

Es gibt dort drei Typen von Ionenaustauscher:
- Die KATI S-Typen enthalten ein schwach saures Harz. Sie werden zum entfernen der Karbonathärte eingesetzt.
- Die ANI N-Typen werden zum Entfernen von Nitrat und Huminsäure aus dem Aquariumwasser eingesetzt.
- Die ANI H-Typen werden zum Entfernen von Nitrat eingesetzt. Die Huminosäure verbleibt dabei im Aquariumwasser.

So wie ich mir das jetzt angelesen habe, ist der Hauptgrund für ein Wasserwechsel die Anhäufung von Nitrat und Phosphor. Ich habe dazu ein sehr interessanten Bericht gelesen, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Altwasser

Jetzt frage ich mich, ob durch den Einsatz eines Ionenaustauscher und z.B. Mooskugeln (für ein zusätzliche Senkung des Nitrat und Nitrit) etc. und unter Zuhilfenahme des Berichtes auf den Wasserwechsel verzichtet werden kann.
Ich sehe dabei nicht nur die finanzielle Seite (denn bei größeren Becken kann das sicherlich ins Gewicht fallen), sondern in erster Linie an die Fische. Denn ich denke, dass der Wasserwechsel jedes Mal für erheblichen Stress bei den Fischen sorgt.
Was meint Ihr dazu?

Gruß
Thorgal
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Kein Wasserwechsel mehr nötig?

Beitragvon adv » 05.01.2006 12:48


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Beitragvon Dafish » 05.01.2006 21:15

Gude!

Ich sag dazu nur:

DER BESTE FILTER DES AQUARISTEN IST SEIN EIMER !!!


Gruss Frank :shock:
"Machs gut und danke für den vielen Fisch"
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Beitragvon Topperharley » 05.01.2006 23:13

Hallo Thorgal,

also ich habe mir den Bericht, der ja sehr ausführlich ist mal im einzelnen durch gelesen. Anhand des geschriebenen würde ich sagen das es möglich ist. Man sollte sich aber im klaren darüber sein das es sich dann um ein"Alt" Wasseraquarium handelt. Zu bedenke ist auch das sich die Farbe des Wassers ( siehe Bericht ) verändern könnte.

Letzt endlich ist es jedem selber überlassen welche Methode verwendet wird.

Liebe Grüsse

Topperharley
Machbar ist alles, nur den Fischen darfs nicht schaden.
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Beitragvon BERSERKER » 07.01.2006 00:47

Interessante Sache aber sehr gewagt! Man sollte lieber etwas vorsichtig sein, da mit einem Teilwasserwechsel auch Stoffe verdünnt werden, die du mit den gängigen Tests nicht messen kannst. Mit Frischwasser fügst du deinen Pflanzen zusetzlich eine menge Mineralstoffe zu, die sie für einen schönen Wuchs benötigen und den Fischis gefällts auch :wink:


mein Motto: Lieber etwas Altmodischer aber sicherer!
Bleib artig ...sonst findest du dich bei den Fischen wieder!!! :)
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Beitragvon JoKo » 07.01.2006 11:02

BERSERKER hat geschrieben:I
mein Motto: Lieber etwas Altmodischer aber sicherer!


Dann solltest Du aber das Altwasserbeken in Betracht ziehen. Das ist ja genau das, was die Urväter der Aquaristik mit Erfolg praktiziert haben :wink:
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Beitragvon BERSERKER » 07.01.2006 13:49

Ja das mag sein aber ich meinte, dass ich das schon immer so gelernt bzw. praktiziert habe. Für solch ein Wagniss muss man einige Erfahrung haben bzw. sammeln. Die Vorraussetzungen müssen gewährleistet sein und dies ist den meisten Einsteigern nicht bewusst. Sie hören nur, dass sie nie wieder Wasser wechseln brauchen und sind aus bequemlichkeit meistens neugierig. Wer seine Fische nach dem WW. mal beobachtet, wird feststellen, dass sie viel lebendiger und munterer sind. Viele Arten fangen erst nach einen kräftigen WW. zu leichen an.
Jeder soll es für sich entscheiden aber ich bevorzuge die Verdünnungsmethode, da dieses mir etwas natürlicher erscheint.
Bleib artig ...sonst findest du dich bei den Fischen wieder!!! :)
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Beitragvon JoKo » 07.01.2006 13:54

Ich hoffe, mein Beitrag wurde richtig verstanden. Ich sehe es wie Du: ein Altwasserbecken erfordert viel Erfahrung. Ich selbst mache auch lieber den Teilwasserwechsel.
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Beitragvon michaellang » 20.04.2006 18:17

Hallo!
Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, ein Becken sehr lange ohne Wasserwechsel zu fahren. Richtig ist aber auch, dass man schon einige Erfahrung mit Aquaristik und dem Umgang mit Filtern und Wasserwerten haben sollte.
Mit dem HMF (Hamburger Mattenfilter) habe ich beste Erfahrungen gemacht. Die Dinger laufen sehr gut und auf lange Sicht stabil und vor allem Vollbiologisch. Durch das Entfallen des ewigen Filtersäuberns bleibt das biologische Gleichgewicht des Beckens stabil.

Nur mit dieser Filterart kann man sein Becken ohne große Reinigung und Filterwechsel sehr lange (auch ohne WW) betreiben. Mit der Zeit geht aber der Nitratgehalt unweigerlich nach oben, wenn auch nur über Wochen und Monate. Je nach Düngung (mache ich sehr wenig) geht auch der Phosphat nach oben.
Nachteilig ist, dass das Wasser immer gelblicher wird (einige lieben ja "Torfwasser", ich mag das aber farblich nicht so).

Dem allem kann man prinzipiell nur mit Wasserwechsel begegnen....
Aber es geht auch noch anders: einmal kann man die Schadstoffe auch mit Kati+Ani (also Vollentsalzern) wieder aus dem Becken rausbekommen (das mache ich seit kurzem so, da ich für mein neues Becken sehr weiches Wasser benötige). Man muß aber Mineralien und Vitamine gezielt nachdosieren.

Damit das Wasser klarer wird/bleibt kann man über Zeolith filtern, was schon sehr hilfreich ist, auch die Nitratwerte niedrig zu halten. Das ist recht günstig (nicht die Packungen von Tetra/Sers usw.!!) und funktioniert gut und natürlich. Hat aber seine Grenzen.

Ich habe aber ein Filtermaterial entdeckt, was mich vollends überzeugen konnte. Es wird auch natürlich gewonnen und filtert sehr gut. Es stabilisiert das Wasser und hält das Wasser absolut klar. Die Fische fühlen sich in dem so gefilterten Wasser sehr wohl. Der Nachteil ist der Preis, ist nicht ganz billig. Erspart mir aber für etwa 6-9 Monate den Wasserwechsel. Solange bleibt das Zeugs wirksam, auch Nitratwerte bleiben <10mg.
Kommt aus den USA und wird von "Terra Nova Pro" vertrieben, die übrigens noch andere interessante Produkte (hauptsächlich aber für Seewasser) vertreiben. Schaut mal im Internet nach....

Da ich nun Kati+Ani einsetze werde ich mal versuchen, ohne das Filtermedium auszukomen, sondern nur über Zeolith zu filtern und mit dem Vollentsalzer einen "indirekten" Wasserwechsel durchzuführen um die Schadstoffe bei Bedarf wieder zu senken.

Ansonsten muß ich sagen, dass dieses Filtermedium von Boyd das beste Filtermedium ist, was ich je eingesetzt habe. Sehr stabile Wasserwerte und absolut klares wasser ohne Schadstoffanstieg über Monate in Verbindung mit dem HMF als Langzeitfilter.

Habe jedenfalls keine Probleme mit den Fischen in meinem 720l Becken gahabt, ohne WW. Wichtig ist, dass die Wasserwerte und die Schadstoffwerte (Nitrit, Nitrat, Phosphate usw.) in Ordnung sind.

Die Seiten von O.Deters sind übrigens auch ein "Muß", wenn man sich mit HMF beschäftigen möchte.

Jedem anfänger möchte ich raten erstmal regelmäßig Wasserwechsel durchzuführen, vor allem bei kleineren Becken. Wenn man mal die Materia halbwegs intus hat kann man ja in die ein oder andere Richtung experimentieren. Denn jeder muß seine Erfahrungenmachen. Es gibt IMHO kein pauschal richtig oder falsch.
Bei größeren Becken macht es aber auch wirtschaftlich und ökologisch Sinn, wenn man auf allzuhäufiges Wasserwechseln verzichten kann. An oberster Stelle steht aber das Wohl der Fische. Das darf man nicht vergessen.
Eine regelmäßige Kontrolle und Einhaltung der Wasserchemie ist daher immer Pflicht!
michaellang
 

 


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