Entkalkungsanlage Salz

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Moderator: elchi07

Entkalkungsanlage Salz

Beitragvon eglifa » 12.06.2006 22:43

Hallo zusammen habe nun mein Aq. Jetzt eine Frage ich habe eine Entkalkungsnalge die mit Salz funktioniert. Schadet es meinen Fischen oder Pflanzen wenn ich dass entkalkte Wasser reinmache. Oder spielt dies leine Rolle. Meine Anlage läuft mit Salz.

Gruss Fabian
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Entkalkungsanlage Salz

Beitragvon adv » 12.06.2006 22:43


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Beitragvon Thomas77 » 13.06.2006 07:35

Huhu,

wahrscheinlich gibt es auch hierüber unterschiedliche Auffassungen aber meiner Meinung nach ist dieses Wasser für das Aquarium ungeeignet. Bie dem von dir beschriebenen Entkalker werden die härtebildenden Ionen wie Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht. Schön und gut, die eigentliche Wasserhärte ist meßtechnisch zwar verschwunden, aber am Gesamtsalzgehalt des Wassers habe ich nichts verändert. Wenn schon Wasseraufbereitung dann meiner Meinung nach mit Umkehrosmose oder Ionentauscher, welche mit Säure und Lauge regeneriert werden müssen.

MfG
Thomas
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Beitragvon fluethke » 13.06.2006 09:41

Hallo,

hat Thomas schon recht. Bei dem sogenannten Neutralaustausch werden bestimmte Salze (Ca, Mg) durch andere (Na) ersetzt. Die Messung mit dem aquaristischen GH Test ergibt dann zwar Null, aber tatsächlich ist die Härte gleichgeblieben.

Oder kurz wie Krause (Handbuch Aquarienwasser) schreibt: Wasser aus dem Neutralaustauscher ist aquaristisch vollkommen ungeeignet.
Gruß Frank
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Beitragvon mherzog » 13.06.2006 13:40

Hallo,

ich habe auch eine Entkalkungsanlage die mit Salz läuft. Ich verwende dieses Wasser auch in meinem AQ und habe folgende WW:

pH: 8
GH: 13 °dH
KH: 17 °dH
NO2: nicht nachweisbar
NH4/NH3: nicht nachweisbar
NO3: nicht nachweisbar
PO4: <= 0,1 mg/L

Bisher fühlen sich meine Fische noch pudelwohl.

Die GH ist auch nicht null, wie fluethke schreibt, da das Wasser nach dem Austauschvorgang noch mit unbehandeltem Leitungswasser verschnitten wird. Aber ist nicht sowieso die KH wichtiger als die GH?
Grüsse,
mherzog
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Beitragvon FrOStasch » 13.06.2006 21:02

Hallo

Auch ich kann von diesen Entkalkungsanlagen nur warnen.
Das Wassser wird nicht weicher dadurch.

Was wollt ihr eigentlich mit den Entkalkungsanlagen erreichen ?

Ihr benutz doch das Aquarienwasser nicht zum Geschirrspülen , oder ? :D

Gruß FrOStasch
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Beitragvon Robert Miehle » 13.06.2006 21:51

Hallo,

FrOStasch hat geschrieben:Auch ich kann von diesen Entkalkungsanlagen nur warnen.

Warum?

Das Wassser wird nicht weicher dadurch.

Das ist nicht richtig. Da Enthärtungsanlagen nach dem Neutraltauscherprinzip die Härtebildner Kalzium und Magnesium gegen Natrium tauschen, wird das Wasser natürlich doch weicher. Das läßt sich leicht mit einem GH-Test belegen. Es wird nur nicht salzärmer.

Euryhaline Fische wie viele Lebendgebärende oder Grabenseebarsche haben kein Problem mit dem Neutraltauscherwasser. Weichwasserfischen allerdings macht der nach wie vor hohe osmotische Druck dieses Wassers zu schaffen, und vielen Pflanzen die nach wie vor unveränderte KH.

Dem Wasser aber gänzlich jedwede aquaristische Eignung abzusprechen ist übertrieben. Gut, es gehen vielleicht nicht alle Fische und jede Pflanze darin. Aber man muß nicht immer alles haben :D.

Viele Grüße
Robert
Robert Miehle
 

Beitragvon Guido » 13.06.2006 22:06

Hallo Robert,


Das ist nicht richtig. Da Enthärtungsanlagen nach dem Neutraltauscherprinzip die Härtebildner Kalzium und Magnesium gegen Natrium tauschen, wird das Wasser natürlich doch weicher. Das läßt sich leicht mit einem GH-Test belegen. Es wird nur nicht salzärmer.


Aber im Grunde ist das Augenwischerei, denn der Anwender verfolgt ja genau den Zweck das Wasser für seine empfindlicheren Fische aufzubereiten. Ob man das nun Härte oder Salzkonzentration nennt ist in meinen Augen unerheblich und eher akademisch.

Grüße,

Guido
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Beitragvon Robert Miehle » 13.06.2006 22:21

Hallo,

Guido hat geschrieben:Aber im Grunde ist das Augenwischerei, denn der Anwender verfolgt ja genau den Zweck das Wasser für seine empfindlicheren Fische aufzubereiten.

Das ist falsch. Bitte belege Deine Behauptung und nenne mir nur einen Anbieter von Hauswasseraufbereitungsanlagen, der damit wirbt, das Wasser "für seine empfindlicheren Fische aufzubereiten." Neutraltauscher werden in Hauswasseraufbereitungsanlagen eingebaut, um die Kalkablagerungen in den Rohren und Heizkesseln zu vermindern. Oder in Geschirrspüler, um Kalk auf den Heizschlangen und dem Geschirr zu vermeiden. Dieser Zweck wird von solchen voll Anlagen erfüllt.

Ob man das nun Härte oder Salzkonzentration nennt ist in meinen Augen unerheblich und eher akademisch.

Das ist natürlich falsch. Es besteht ein erheblicher Unterschied. Viele gewiefte Züchter weichsaurer Fische entkarbonisieren ihr Wasser mit Salzsäure. Auch bei diesem Verfahren bleibt der Salzgehalt nahezu konstant, die KH-bildenden Bikarbonate werden bei diesem Verfahren gegen Chloride ersetzt. Das funktioniert für einige Fische wunderbar.

Die Welt besteht nicht nur aus schwarz und weiß, bzw. gut und schlecht. Deine pauschale Ablehnung ist sachlich unbegründet.

Viele Grüße
Robert
Robert Miehle
 

Beitragvon Guido » 13.06.2006 22:41

Robert Miehle hat geschrieben:Das ist falsch. Bitte belege Deine Behauptung und nenne mir nur einen Anbieter von Hauswasseraufbereitungsanlagen, der damit wirbt, das Wasser "für seine empfindlicheren Fische aufzubereiten." Neutraltauscher werden in Hauswasseraufbereitungsanlagen eingebaut, um die Kalkablagerungen in den Rohren und Heizkesseln zu vermindern. Oder in Geschirrspüler, um Kalk auf den Heizschlangen und dem Geschirr zu vermeiden. Dieser Zweck wird von solchen voll Anlagen erfüllt.


Das habe ich ja auch nicht behauptet. Aber darum geht es nicht!

Das ist natürlich falsch. Es besteht ein erheblicher Unterschied. Viele gewiefte Züchter weichsaurer Fische entkarbonisieren ihr Wasser mit Salzsäure. Auch bei diesem Verfahren bleibt der Salzgehalt nahezu konstant, die KH-bildenden Bikarbonate werden bei diesem Verfahren gegen Chloride ersetzt. Das funktioniert für einige Fische wunderbar.


Ich bezweifel auch nicht das es für einige Fische wunderbar funktioniert, aber trotzdem ist es in meinen Augen Augenwischerei wenn ich Kalzium und Magnesium gegen Natrium tausche.

Im übrigen ist das Ergebnis einer solchen Aktion sehr leicht mittels Leitfähigkeitsmessung überprüfbar.

Mir scheint die Verwendung einer UOA sinnvoller.

Grüße,

Guido
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Beitragvon Robert Miehle » 13.06.2006 22:54

Hallo,

Guido hat geschrieben:Das habe ich ja auch nicht behauptet.

Das stellt sich allerdings hier anders dar.

Aber darum geht es nicht!

Eben. Fabian hatte gefragt: "Schadet es meinen Fischen oder Pflanzen wenn ich dass entkalkte Wasser reinmache."

Die Antwort ist: aller Voraussicht nach, nein, wenn er nicht gerade hypersensible Fische und/oder Pflanzen pflegt.

Im übrigen ist das Ergebnis einer solchen Aktion sehr leicht mittels Leitfähigkeitsmessung überprüfbar.

Habe ich auch irgendwo bestritten, daß Wasser nach einem Neutraltauscher besäße eine geringere Leitfähigkeit? Ich habe im Gegenteil geschreiben, das Wasser werde weicher, aber nicht salzärmer. Mir gefällt nur die generelle Aburteilung eines Neutralaustauschers nicht.

Mir scheint die Verwendung einer UOA sinnvoller.

Auch das war nicht die Frage, die Fabian gestellt hat.

@eglifa
Fabian, probier's einfach aus. Als Besatz bieten sich Lebendgebärende und Grabenseebarsche an, die mit diesem Wasser hervorragend zurechtkommen. Es werden zwar nicht mehr alle Pflanzen wachsen, aber das halte ich jetzt nicht für so schlimm.

Viele Grüße
Robert
Robert Miehle
 

Beitragvon Guido » 13.06.2006 23:11

Hallo Robert,

Robert Miehle hat geschrieben:Das stellt sich allerdings hier anders dar.


Kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen, ich denke wir gehen gedanklich von unterschiedlichen Szenarien aus.

Eben. Fabian hatte gefragt: "Schadet es meinen Fischen oder Pflanzen wenn ich dass entkalkte Wasser reinmache".


Zugegeben ich bin sofort von Weichwasserfischen, Südamerikanern wie Diskus oder ähnlichem ausgegangen. Dann bin ich nach wie vor der Meinung das es nichts bringt.

Im übrigen ist das Ergebnis einer solchen Aktion sehr leicht mittels Leitfähigkeitsmessung überprüfbar.

Habe ich auch irgendwo bestritten, daß Wasser nach einem Neutraltauscher besäße eine geringere Leitfähigkeit? Ich habe im Gegenteil geschreiben, das Wasser werde weicher, aber nicht salzärmer. Mir gefällt nur die generelle Aburteilung eines Neutralaustauschers nicht.


Offen gestanden ist mir das ziemlich egal ob es dir gefällt oder nicht ;), ich denke die Verwendung eines Neutraltauschers sollte Sinn haben und den kann ich leider nicht erkennen.

Mir scheint die Verwendung einer UOA sinnvoller.

Auch das war nicht die Frage, die Fabian gestellt hat.
#

Immer noch unter der Annahme das es eigentlich um Weichwasserfische geht!

@eglifa
Fabian, probier's einfach aus. Als Besatz bieten sich Lebendgebärende und Grabenseebarsche an, die mit diesem Wasser hervorragend zurechtkommen. Es werden zwar nicht mehr alle Pflanzen wachsen, aber das halte ich jetzt nicht für so schlimm.


Nichts gegen einzuwenden.

Grüße,

Guido
Guido
 
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Beitragvon Robert Miehle » 13.06.2006 23:20

Hallo,

Guido hat geschrieben:Offen gestanden ist mir das ziemlich egal ob es dir gefällt oder nicht ;), ich denke die Verwendung eines Neutraltauschers sollte Sinn haben und den kann ich leider nicht erkennen.

Nunja, für die Rohrleitungen und Heizkessel im Haus ist der Neutraltauscher eine auch von Dir nicht wegzudiskutierende Entlastung.

Aber für Fabians stellt sich diese Frage nicht. Fabians Problem ist eher praktischer Natur: muß er jetzt bei jedem Wasserwechsel das Wasser aus dem Keller hochschleppen, wo er es vom vielleicht existierenden Hahn vor der Anlage zapfen kann, oder kann er das Wasser nehmen, das bei ihm im Stockwerk aus dem Hahn läuft? Und meine Antwort darauf ist: nein, er muß nicht das Wasser aus dem Keller holen.

Viele Grüße
Robert
Robert Miehle
 

Beitragvon Guido » 13.06.2006 23:26

Hallo Robert,

Nunja, für die Rohrleitungen und Heizkessel im Haus ist der Neutraltauscher eine auch von Dir nicht wegzudiskutierende Entlastung.


Stimmt! Ich hatte nur die Fische im Sinn. 8)


Aber für Fabians stellt sich diese Frage nicht. Fabians Problem ist eher praktischer Natur: muß er jetzt bei jedem Wasserwechsel das Wasser aus dem Keller hochschleppen, wo er es vom vielleicht existierenden Hahn vor der Anlage zapfen kann, oder kann er das Wasser nehmen, das bei ihm im Stockwerk aus dem Hahn läuft? Und meine Antwort darauf ist: nein, er muß nicht das Wasser aus dem Keller holen.


Bei entsprechendem Besatz kann ich das nur ausdrücklich unterstreichen.

Soviel hatte ich überhaupt nicht hinter der Frage vermutet, aber nun verstehe ich deine Postings und nehme mit Freude zur Kenntnis das wir eigentlich gleicher Meinung sind. ;)

Grüße,

Guido
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Beitragvon Robert Miehle » 14.06.2006 07:26

Hallo,

Guido hat geschrieben:Soviel hatte ich überhaupt nicht hinter der Frage vermutet, aber nun verstehe ich deine Postings und nehme mit Freude zur Kenntnis das wir eigentlich gleicher Meinung sind. ;)

Ich bin davon ausgegangen, daß Fabian eine fest installierte Hauswasserenthärtungsanlage hat, und nur unter Mühen das Wasser davor zapfen kann. Bei einem mobilen Gerät in der Bauart eines Vollentsalzers hast Du recht: man braucht es für die Aquaristik nicht.

Viele Grüße
Robert
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Beitragvon mherzog » 14.06.2006 09:11

Ich vermute, bei Fabian liegt die selbe Situation vor wie bei mir. Ich habe die Entkalkungsanlage nicht wegen meines AQ installieren lassen (das AQ kam erst sehr viel später), sondern um der Verkalkung von Haushaltsgeräten wie Wasch-/Spülmaschine, Perlatoren, Rohren etc. entgegenzuwirken. Eine Entnahme unbehandelten Wassers wäre tatsächlich etwas aufwändig, so dass ich das aufbereitete Wasser verwende. Und meinen Platys scheint es nichts auszumachen.
Grüsse,
mherzog
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