Hallo miteinander,
hier im Forum gibt es ja einige schöne Beiträge für eine Mondlicht-Beleuchtung im Aquarium.
Die Idee gefiel mir ganz gut, und so habe ich eine Beleuchtung mit weissen LED´s realisiert, die in meinem 160l-Becken auch Nachts für Mondlicht-Stimmung sorgt.
Ein Kriterium war die absolute Wasserdichtigkeit, und ein Vermögen sollte dieser kleine optische Gag auch nicht unbedingt verschlingen. Das gesamte Projekt lässt sich mit etwa 10 Euro gut realisieren.
Beim Bau sollte man beachten, dass LED´s ihr Licht - im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnchen - ziemlich stark fokussieren. Somit ist die Ausrichtung für das Ergebnis sehr entscheidend.
Ich wollte eine etwas gleichmäßige, diffuse Ausleuchtung des Beckens erreichen und habe die LED´s waagerecht zur Wasseroberfläche angeordnet.
Lässt man sie schräg oder senkrecht ins Wasser strahlen, setzt man punktuelle Akzente.
Beides, auch in Kombination, hat durchaus seinen Reiz, die Leuchtkörper lassen sich ja ggf. recht leicht entsprechend abändern.
Viele Grüße
Torsten
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Baubeschreibung
1. Was wird benötigt:
http://torsten.schiffsmodellweb.de/pics ... ight01.JPG
3 Stk. LED 5mm weiss (LED1, LED2, LED3)
3 Stk Widerstand 680 Ohm/0,25W (R1, R2, R3)
1 Stk. Steckernetzteil 12V= / 300mA
Etwas Lochrasterplatine
Etwas Zwillinglitze mit ca. 0,5mm2 Querschnitt
Kunststoffplatten (ABS) 1mm
Etwa 20ml Epoxydharz und den passenden Härter (ca. 30ml insgesamt)
Sekundenkleber
Etwas Zwillinglitze mit ca. 0,5mm2 Querschnitt
Drei 10ml-Einwegspritzen (Apotheke)
Ein kleiner Mischbecher (Filmdose o. ä.)
3mm-Bohrer und Bohrmaschine
Einen Lötkolben (aber nicht grade Opas Dachrinnen-Bräter…)
2. Schaltplan:
http://torsten.schiffsmodellweb.de/pics ... ht_sch.JPG
Das vorgeschlagene Netzteil kann problemlos bis zu 15 LED´s versorgen, das sollte eigentlich auch für größere Becken reichen.
Die Parallelschaltung ist diesbezüglich leicht zu erweitern und bietet außerdem den Vorteil, dass nicht gleich die ganze Kette ausfällt, wenn wirklich mal eine LED sterben sollte.
Der Vorwiderstand berechnet sich nach der Formel:
R[Ohm]=(V
in-V
LED)/A
LED
V
in: Versorgungsspannung in Volt
V
LED: Nennspannung der LED in Volt
A
LED: Nennstrom der LED in Ampere
In diesem Fall (12V-3V)/0.015A = 600 Ohm, mit 680 Ohm fließen rund 13mA je LED, das reicht locker aus und garantiert ewiges Leben.
3. Bau der Leuchtkörper:
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Das 3mm-Loch in der Platine erleichtert später den Verguss, wichtig sind auch die beiden Einkerbungen für die Zwillingslitze.
Einer LED ist die Polung der Spannung nicht egal; der längere Draht kennzeichnet ihren Pluspol. Zwar gehen sie bei Verpolung nicht kaputt, aber sie leuchten auch nicht. Daher ist es wichtig, beim Anschluß der Drähte keine Fehler zu machen. In jedem Fall sollte man die Leuchtkette testen, bevor man die Platinen in die Kästchen klebt!
Wie rum der Widerstand eingelötet wird, ist Wurscht, der funktioniert in beide Richtungen…
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Die LED hält man beim Einlöten am besten mit einem Zahnstocher auf Abstand zur Platine, dann lässt sie sich hinterher durch Verbiegen bis ca. 45° ausrichten.
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Die Länge der Kabel zwischen den Lämpchen ist prinzipiell freigestellt und sollte an die gewünschte Anordnung der LED´s in der Beckenabdeckung angepasst werden.
Die Leisten auf der Rückseite sind etwa 2mm dick und halten später die Platine auf Abstand. Mit ein paar Zahnstochern erzielt man den gleichen Effekt.
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Aus den ABS-Platten wird für jede Leuchte ein (dichtes!) Kästchen mit 10mm Innenhöhe gebaut, die Verklebung erfolgt mit Sekundenkleber. Das Innenmaß sollte allseitig 1mm größer als die Platine sein.
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Funktioniert die Kette einwandfrei, klebt man die Platinen mit Sekundenkleber auf den Boden des Kästchens. Nach dem Trocknen des Klebers können jetzt die LED´s auf den Platinen nach Wunsch ausgerichtet werden, später nach dem Vergiessen ist das nicht mehr möglich!
4. Verguß der Leuchten:
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Vor dem Vergiessen fixiert man sich die Leuchten am besten mit etwas doppelseitigem Klebeband auf einem Brettchen, damit alles schön grade und ruhig steht.
Der Verguss erfolgt am besten mit einem dünnflüssigen Epoxydharz oder einer Elektronik-Vergussmasse, 5-Minuten-Epoxy und ähnliche Schnellharze sind ungeeignet!
Eine längere Topfzeit des Härters ist hilfreich, weil dann das Harz mehr Zeit hat, alle Hohlräume vollständig zu füllen.
Bitte unbedingt das Mischungsverhältnis der Komponenten GENAU einhalten und die Gefahrenhinweise auf der Harzflasche beachten!
Zur Dosierung der Komponenten sind Einwegspritzen sehr gut geeignet.
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Das Harz wird zunächst mit der Spritze (ohne Kanüle!) durch das 3mm-Loch unter die Platine gedrückt, dann füllt man das Kästchen randvoll auf. Wichtig ist, möglichst keine Luftblasen entstehen zu lassen.
Die LED steht dann ca. noch 3mm aus dem Kästchen heraus und ist am Fuß vollständig vom Harz umschlossen.
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Nach der Aushärtung kann man sich an geeigneter Stelle ein oder zwei 3mm-Bohrungen anbringen, um die Leuchte in der Abdeckung befestigen zu können.
Auf die Dichtigkeit hat das keinen Einfluß, man sollte die Stelle aber so wählen, dass man nicht versehentlich die Bauteile oder Kabel anbohrt!
Wer doppelseitiges Klebeband verwenden möchte, braucht die Bohrung(en) natürlich nicht.
5. Anbringung der Leuchten:
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Hier der Beweis - die Leuchten sind absolut hermetisch und könnten auch als „Unterwasser-Scheinwerfer“ eingesetzt werden. Auch eine Reinigung bei Veralgung ist problemlos möglich.
Wer um die Giftigkeit besorgt ist, kann beruhigt sein. Einmal ausgehärtet, setzt Epoxyd keine gefährlichen Stoffe mehr frei. Aber natürlich sollte man die Leuchten gründlich reinigen, bevor man sie ins Aquarium einbringt.
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Die Anbringung in der Abdeckung ist natürlich beliebig. Wie gesagt, die Kabellänge zwischen den Leuchten sollte entsprechend angepasst sein.
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Naja… und der Effekt kann sich schon sehen lassen!
Die Mondlicht-Beleuchtung ist bei mir im Dauerbetrieb, den LED´s macht das nichts aus.
Ich wünsche allen Nachbauern viel Erfolg!
Torsten
Signatur? Brauch ich nicht...