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Schwarzer Neonsalmler (Hyphessobrycon herbertaxelrodi)
Name: Schwarzer Neonsalmler (Hyphessobrycon herbertaxelrodi)
Familie: Salmler (Characidae)
Gattung: Hyphessobriycon
Herkunft: Rio Paraquay und dessen Einzugsgebiet, Bundesstaat Mato Grosso,
Brasilien
Temperatur: 24 - 26°C
pH-Wert: 5,5 - 7,5
Gesamthärte: <15°d
Karbonathärte: <10°C
Größe: Männchen 5cm; Weibchen bis 6cm
Beckengröße: ab 50cm, besser 80cm
Bevorzugter Beckenbereich: Oben/Mitte
Sozialverhalten: Schwarmfisch, min. 10 Tiere
Geschlechtsunterschied:
Die Männchen sind kleiner und schlanker als die Weibchen, der Unterschied lässt
sich erst mit der Geschlechtsreife der Tiere mit Sicherheit bestimmen. In der
Färbung gibt es keinen Unterschied.
Fütterung:
Die Tiere sind eher als carnivor als ominvor (alles fressend) zu bezeichnen,
fressen also vorzugsweise tierische Nahrung.
Gefressen werden gern Mückelarven, Artemia, Wasserflöhe etc. auch kleine Fische
bzw. Nachwuchs wird gefressen. Das Futter sollte eher treibend bzw. langsam
sinkend sein, da sie nicht oder nur sehr selten vom Boden fressen.
Beckeneinrichtung:
Wichtig sind geschützte Bereich, die etwas abgedunkelt sind, bevorzugt werden
hier Unterstände aus großen Blättern und dichte Bepflanzungen. Grelles Licht
wird eher gemieden.
Das Wasser sollte mit Erlenzapfen oder Torf etwas eingefärbt werden, das bringt
zum einen den Farbkontrast besser zum Vorschein und es kommt ihnen sehr zu gute.
Der Bodengrund ist prinzipiell egal, Sand ist aber vorzuziehen, er kommt in den
Heimatgewässern der schwarzen Neons ausschließlich vor. Eine Laubschicht am
Boden dunkelt den Sand zusätzlich ab.
Verhalten und Pflege:
Schwarze Neons sind Schwarmfische, desto größer der Schwarm, desto sicherer
fühlen sie sich. Es sollten mindestens 10 Tiere im Schwarm gepflegt werden. Ab
und zu lässt sich ein Balzen und Drohen der Männchen beobachten, dabei verlieren
sie fast vollständig den Kontrast des hellen Längsstreifens und schwimmen
aufgeregt umeinander. Gekämpft oder gejagt wird dabei nicht.
Vergesellschaftung:
Ist mit vielen Arten möglich. Empfehlenswert sind ungefähr gleich große Arten
bzw. Arten, die den schwarzen Neon nicht als Beute ansehen. Empfehlenswert sind
Fische aus Südamerika mit gleichen Ansprüchen. Der Hyphessobrycon
herbertaxelrodi sollte nicht mit zu großen Barschen (z.B Skalaren)
vergesellschaftet werden, da er sonst leicht als Lebendfutter endet.
Wer ein Biotopaquarium einrichten will, kann sie mit Otocinclus vittatus,
Gymnocorymbus ternetzi (Trauermantelsalmler) und Apistogramma borellii halten,
alle diese Fische stammen aus der gleichen Region.
Zucht:
Die Tiere sind erst mit einem Jahr geschlechtsreif, da sollte beachtet werden.
In weichem und leicht saueren Wasser (KH<5°d, pH<7) vermehren sie sich auch in
einem gut bepflanzten Gesellschaftsbecken. Die Jungfische brauchen unbedingt
Rückzugsmöglichkeiten, die die Elterntiere nicht erreichen können.
Empfehlenswert sind Zuchtbecken mit Laichrost, in das die Elterntiere zum
Ablaichen gesetzt werden. Die Jungfische schlüpfen bei wärmeren Temperaturen
(ca. 27-28°C) nach 24 Stunden. Nachdem der Dottersack aufgezehrt ist, füttert
man mit Pantoffel- oder Rädertierchen, bis die Jungfische Artemianauplin
annehmen können. Im Gesellschaftsbecken wird Mulm nach Fressbarem durchsucht. Bis
zu 200 Jungtiere sind möglich. Der Nachwuchs wächst sehr schnell, so dass nach 1,5 bis 2
Monaten die volle Größe erreicht ist.
Sonstiges: Der schwarze Neonsalmler kann bis zu 9
Jahre alt werden. Die Bezeichnung schwarzer Neon kann leicht irreführend sein,
da der Hyphessobrycon herbertaxelrodi mit dem roten Neon wenig gemeinsam hat.
Im Verhalten unterscheiden sich beide Arten sehr stark, sowie auch die Hälterungsbedingungen unterschiedlich sind.
Dieser Artikel wurde verfasst von "Diddy" und "May"
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