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Purpurprachtbarsch (Pelvicachromis
pulcher)
Name: Purpurprachtbarsch (Pelvicachromis
pulcher)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Herkunft: Nigeria, Kamerun
pH-Wert: 5 - 7,5
Temperatur: 25°-28 °
Gesamthärte: < 15°
Karbonathärte: <12°
Größe: Männchen ca. 10 cm, Weibchen ca. 7
cm
Sozialverhalten: Monogam (pärchenbildend)
Beckenmindestgröße: Als Artenbecken 80 cm
Bevorzugter Beckenbereich: unten/mitte
Geschlechtsunterschied:
Männchen:
-(1) Rückenflosse läuft spitz aus; Ist bis zum Ende farbig!
-(2) Bauchflossen sind spitz und haben meist bläulichen Schimmer!
-(3) Afterflosse läuft spitz aus!
-(4) Schwanzflosse ist nicht abgerundet, sondern läuft in der Mitte spitz aus!
Weibchen:
-(1) Rückenflosse ist abgerundet; Hat am Ende keine (fast) Farbe mehr!
-(2) Bauchflossen sind ziemlich rund und sind purpur/rot!
-(3) Afterflosse ist eher rundlich; läuft nicht so stark aus!
-(4) Schwanzflosse ist abgerundet und läuft nicht in der Mitte aus!
Fütterung:
Die Purpurprachtbarsche sind karnivore. Sprich sie fressen hautsächlich
fleischige Kost. Dementsprechend sollten sie hauptsächlich mit Frost und
Lebendfutter gefüttert werden. Die Tiere nehmen aber auch gerne qualitativ gutes
Trockenfutter an.
Beckeneinrichtung:
Da sie Versteckbrüter sind, sprich die Eier in Höhlen ablegen und diese auch
gerne nach ihren Vorlieben umgestalten, sollte der Bodengrund Sand sein oder
feiner Kies. Wurzeln, Steine und eine dichte Bepflanzung sind ebenso angebracht.
Unbedingt sind Höhlen in Form von halbierten Kokosnußschalen oder Blumentöpfen
einzubringen.
Vergesellschaftung:
Möglich mit Salmlern, Bärblingen und Welsen. Die Beckengröße ist natürlich auch
hier zu beachten.
Zucht:
Nach der Paarbildung werden geeignete Höhlen ausgesucht und diese gemeinsam
geputzt und umstrukturiert (ausgehoben). Wasserwechsel und ein leichter
Temperaturanstieg stimulieren die Tiere zur Paarung.
Während der Balz biegt sich das Weibchen vor dem Männchen und zeigt unter
schütteln den rotgefärbten Bauch. Schließlich laicht das Weibchen an der Decke
der Höhle ab und das Männchen befruchtet die Eier. Fortan kommt das Weibchen nur
noch selten aus dem Versteck und kümmert sich um die Eier. Das Männchen hat die
Aufgabe das Revier zu verteidigen.
Nach 2-3 Tagen schlüpfen die Jungen, die dann am Boden der Höhle zu einem
Schwarm gesammelt werden. Wegen ihres Dottersacks haben die Tiere noch genug
Nahrung und brauchen noch nicht gefüttert werden!
Der Dottersack ist erst nach ca. 6-7 Tagen aufgebraucht. Dann schwimmen die
unscheinbar gezeichneten Jungen frei und begeben sich zusammen mit den Eltern
auf Nahrungssuche. Dabei werden sämtliche Gegenstände in Bodennähe des Aquariums
abgeweidet. Jetzt kann man auch anfangen mit z.B. Artemia Nauplien und später
auch Moina zu füttern.
In alteingerichteten Becken ist dies aber nicht unbedingt nötig, da sie im Mulm
etc. genug Nahrung finden. Nachts ziehen sich die Eltern mit den Jungen in ihre
Höhle zurück. Auch andere Höhlen können dann genutzt werden.
Bei drohender Gefahr zucken die Alttiere solange über dem Schwarm stehend, bis
es auch der letzte Jungfisch gemerkt hat, dass er sich flach und regungslos auf
den Boden legen muss.
Der Jungfischschwarm besteht aus 30-60 Tieren.
Mit zunehmendem Alter und Größe entfernen sich die Jungen immer weiter vom
Schwarm.
Auch bilden sich allmählich die Längsstreifen am Körper.
Anmerkung:
Purpurprachtbarsche gehören zu den einfach nachzuziehenden Cichliden. Da sie
auch gleichzeitig die Brut sehr gut bewachen, sollte man sich vorher Gedanken
über einen etwaigen Fischüberschuss machen.
Dieser Artikel wurde verfasst von "Skalar"
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