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Prachtschmerle (Chromobotia macracanthus)

Name: Prachtschmerle, Clownschmerle (Chromobotia macracanthus)

Familie: (Cobitidae)

Herkunft: Indonesien, Borneo, Sumatra

pH-Wert: 6,5-7,5
Temperatur: 24 - 28° C
Gesamthärte: 2- 15°
Länge: bis zu 30 cm !!

Besatz: Gruppenhaltung ab 5 Stück, besser 8 oder 10

Körperbau und Geschlechtsunterschied:
Körper gestreckt, seitlich abgeflacht, vier der acht Barteln entspringen einer gemeinsamen Basis auf der Oberlippe. Bei Gefahr wird zur Abwehr zusätzlich links und rechts unter dem Auge ein Dorn ausgefahren. Der "Stich" ist unangenehm und kann Hautreizungen hervorrufen.
Die kräftig orangerote Grundtönung wird an den Körperseiten durch 3 keilförmige samtschwarze Querbinden unterbrochen. Alle Flossen, einschließlich der Brustflossen, weisen eine blutrote Färbung auf.

Männliche und weibliche Tiere zeigen erst im Alter eindeutige Geschlechtsunterschiede. Die Weibchen sind im Körperbau etwas schlanker, ihre Schwanzflossenspitzen sind gerade, während die der männlichen Tiere sichelartig nach innen weisen.


Fütterung:
Allesfresser, also Frost und Lebendfutter, Schnecken und Würmer, Gemüse, Bodentabletten, aber auch Granulat und Trockenfutter werden nicht abgelehnt. Liebt 'rotes' Futter wie Posthornschnecken und Mückenlarven, Paprika, frisst auch gerne junge Triebe von Wasserpflanzen, deshalb unbedingt auch pflanzliche Kost geben.
Das Leittier frisst immer zuerst und vertreibt den Rest der Gruppe (artfremde Tiere werden meist ignoriert!), bis es satt ist.


Beckeneinrichtung:
Bei der Pflege der Art muss vor allem auf das scheue Wesen der Tiere Rücksicht genommen werden. Dabei sind schnelle, ruckende Bewegungen am Becken völlig zu vermeiden.
Das mindestens 150cm lange Aquarium sollte nicht zu dicht mit Pflanzen eingerichtet werden, um den aktiven Fischen genug Raum zum Schwimmen zu lassen. Wichtiger beim Becken ist die Tiefe statt der Höhe, um möglichst eine große Fläche zu schaffen.
Das Wohlbefinden ist auch  von den Lichtverhältnissen und den Versteckmöglichkeiten abhängig. Es ist für möglichst viele Höhlen und Unterschlupfe zu sorgen, welche 2 oder mehr Eingänge haben sollten, bei denen einer als "Fluchtweg" dient.
Des Weiteren sollten die Verstecke nicht einsichtig und übers Becken verteilt sein. So kann der Schwarm sorglos von einem zum anderen Versteck schwimmen.


Vergesellschaftung/Haltung:
Aufgrund des friedlichen Charakters können Prachtschmerlen mit fast allen anderen Arten vergesellschaftet werden. Jedoch sollte man möglichst auf weitere Bodenfische verzichten, da sie Gefahr laufen nicht genügend Futter abzubekommen.
Da es sich bei fast allen Schmerlenarten um Schwarmfische handelt, sollte man für den Schwarm mindestens fünf Tiere wählen. Besser es sind 8 oder 10. Die Tiere sollten bei Neuanschaffung möglichst die gleiche Größe haben, damit einzelne, kleinere Tiere beim Fressen nicht zu kurz kommen.


Vermehrung:

Über das Fortpflanzungsverhalten in der Natur ist wenig bekannt, und obgleich die Fortpflanzung in Gefangenschaft gelungen ist, spielt sich das Verhalten dieses Fisches sehr im Verborgenen ab, so dass hierüber Beobachtungen bisher fehlen.


Zucht:

Meist ist von Zufallszuchten zu hören, die nach Beckenneueinrichtung o. ä. entstanden sind. TWW mit kühlerem Wasser kann eine Regenzeit simulieren.


Besonderheiten:
Sehr oft ist zu beobachten, dass sich aus einer Gruppe ein Leittier heraus kristallisiert. Dieses bewacht die Gruppe und den Unterschlupf, es frisst als erstes und vertreibt dabei seine Artgenossen und andere Fische. Erst wenn es satt ist dürfen die anderen Tiere auch fressen.
Eine weitere Besonderheit sind die knackenden Töne, welche in verschieden Situationen abgegeben werden. Diese sollen zur Verständigung dienen.
Beim Fressen von Schnecken und anderem Futter sind ebenfalls Laute zu hören.

ACHTUNG: Fische dienen nicht zur Schneckenbekämpfung, die Gründe für eine Überpopulation sollten woanders gesucht werden.

Um weitere Infos zu Schmerlen zu erhalten, kann folgende Webseite empfohlen werden: http://www.schmerlen.de


 

Prachtschmerle


Dieser Artikel wurde verfasst von "Stinnes"




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