Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Alles zur grünen Pracht im Aquarium. Mögen die Wasserpflanzen üppig wachsen! Aber auch Algenprobleme können hier behandelt werden.

Moderator: Kleine-Maultierfarm

Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon sachsensternchen » 03.09.2011 13:03

Hallo ihr Lieben...

Ihr habt mir ja schon sooo oft geholfen und standet mir mit Rat und Tat zur Seite. Ich setze jetzt wieder mal auf Eure Hilfe und hoffe, dass ihr mir helfen könnt, meine Verzweiflung und langsam aufkommende Unlust wieder in den Griff zu bekommen.

Mein Aquarium ist 200x60x60 groß und fast 660 Liter. Das Becken steht sein Ende Januar und machte mir bisher sehr große Freude. Doch in letzter Zeit bin ich der Verzweiflung nahe und weiß nicht mehr weiter.

Erstmal die Eckdaten:

Beckengröße steht oben.
Technik:

-Dennerle Co² Quantum 600
-Filter: Eheim professional 3e 2078 bestückt mit Zeolith, eine Innenfilter Resun Power SP-3800L
-Beleuchtung: 4 x 80 Watt T5 - 3x Phillips 860 1x Arcadia Plant Pro

Wasserwerte:

- Temperatur: in der Regel 25°
- KH (°dKH) - 2
- pH - 6,8
- GH - 10
- No2 - 0
- No3 - 12,5
- Co2 - für mich nicht messbar - Langzeittest ist grün im Bereich von 20mg/l

Mehr Tests kann ich leider nicht durchführen.

Besatz: (jetzt nach dem Fischsterben)

- 5 Skalare (vorher waren es 8 < 2 schwarze, 2 Rotkopf, 2 blaue, 2 gelbe)
- 4 orangen Fafis (1 Männchen, 3 Weibchen) (kein Verlust)
- 30 Rotkopfsalmler (kein Verlust)
- 1 Störwels (1er gestorben)
- 1 gelber L-Wels (mit blauen Augen) (1er gestorben)
- 2 rote L-Welse (mit schwarzen Augen) (kein Verlust)
- 5 Prachtschmerlen (kein Verlust)
- 5 siamesische Rüsselbarben (kein Verlust)

Wasserwechsel: jeden Samstag ca. 30% (letzte Wochen häufiger, da Temp. bei fast 30° war)
Beleuchtungszeit: 7.00 - 12.00 Uhr und 16.00 - 22.00 Uhr
Mondlicht: von 6.00 Uhr bis 7.00 Uhr und 22.00 - 24.00 Uhr
Fütterung: täglich ca. 17.00 Uhr wenn ich von Arbeit komme (TetraMin, div. Welstabletten, Frostfutter, Gemüse am Futterhaken... etc.)
1x Wöchtenlich gibts Vitamine von Sera ins Becken

Düngung: 1x wöchentlich Profito und Ferro, täglich derzeit 10ml Carbo wegen der Algen)

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Die Fischies sind nach der Einlaufzeit nach und nach im Becken eingezogen und die Welt war in Ordnung. Pflanzenwachstum ließ anfangs noch zu wünschen übrig aber die Fischies entwickelten sich prächtig.

Angefangen hatte alles mit Fräßkopfwürmern. Bei den Fadenfischies entdeckte ich Würmer am After. Ich ab in die Zoohandlung, doch kein Medikament half. Also ab zum Tierarzt und dank dieses Forums Concurat besorgt und Behandlung wie empfohlen durchgeführt. Selbst das sehr stark befallene Fafi-Männchen hat alles sehr gut überstanden. Verlust: 1 Rotkopfskalar.

Danach war viele Wochen Ruhe, den Fischen gings deutlich besser....Krankheit überstanden. Vor 4 Wochen dann lang einer meine gelben L-Welse einfach tot im Becken. Was mir auffiel, er hatte einen dicken Bauch, welcher rot aussah, und hatte an den Flossenansätzen auch sowas wie Blutunterlaufene Stellen. Laut Aussage der Zoofachhandlung irgendeine bakterielle Infektion, welche bei der Art wohl nicht selten ist, keine Gefahr für die anderen Fische. Soweit sogut. 2 Wochen war die Welt in Ordnung. Dann lag plötzlich der 2. schon recht große Rotkopfskalar tot im Becken. Aus nicht ersichtlichen Gründen. Den Abend vorher gings ihm zumindest anscheinlich noch prächtig. Auch konnte ich keine sichtbaren Verletzungen oder ähnliches feststellen. Blutunterlaufen war auch nichts und Bauch auch nicht dick oder geschwollen. 3 Wochen später laichten eines meiner Skalarpäärchen und beim verteidigen ihres Geleges kennen sie ja nix. Das Männchen hatte dann eine für mich schon heftige Bisswunde im Halsbereich - ich nenn das jetzt mal so. Nach und nach bekam er sowas wie kleine Löcher an seinem Körper... erkennen konnte ich aber nix. Ich beobachtete ihn jeden Tag, er fraß zwar, aber nur in seiner Ecke für sich ganz alleine .Vor einer Woche sah ich wieder nach ihm und er hatte ein Klupschauge, das kann man sich nicht vorstellen. Sowas habe ich noch nicht gesehen. Es ging ihm sichtlich schlecht und ich bat meinen Mann dann, ihn zu erlösen. Die letzten 3 Tage stellte ich fest, das einer meiner beiden Störwelse faul rumliegt, sich mehr und mehr in der Strömung des Innenfilter aufhielt, kaum noch fraß. Aber rein körperlich konnte ich nix erkennen. Er hatte seine wunderschöne kräftige Farbe, einen gut gefüllten aber nicht geschwollenen Bauch, keine Anzeichen von Löchern oder sonstirgendwas. Heute morgen fand ich ihn dann tot im Becken. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich weiß ja, das die Störwelse nicht einfach sind und es in der Regel ewig dauert, bis man wirklich sagen kann, okay, er ist stabil. Der, welcher jetzt noch lebt, ist schon 25cm groß und 5 Wochen länger im Becken. Der tote von heute morgen hatte aber auch schon seine 20cm.

Wenn ich die anderen Fischies alle beobachte geht es ihnen gut. Keine Anzeichen für irgendwas. Fressen wie blöde, die FaFis sind nur am poppen :lol: , die Skalare laichen wie blöde. Ich bin am Ende. Meine kleinen Lieblinge. Ich versteh´s nicht. Ich füttere sehr abwechslungsreich, ich bin sehr genau mit meinen WW, ich beobachte, - und trotz aller Mühe sowas.

Das Einzige was mir aufgefallen ist: seit dieses unerklärliche Fischsterben ist, hab ich auch mit Algen zu kämpfen. Ich werde dem einfach nicht mehr Herre. Auch das kann ich mir nicht erklären. Alles lief immer stabil. Ein paar Algen am Auslauf des Filters, okay. Aber im Moment explodieren sie. Und ich bin leider zu doof genau zu sagen, was es für welche sind. Ich hab euch mal ein paar Bilder reingemacht. Ich weiß nicht, ob das Algenwachstum in Verbindung mit dem Fischsterben stehen kann. Kann ich mir aber auch nicht reht vorstellen.

Bitte bitte.... helft meinen Babys. Ich bin echt am verzweifeln. Muß jetzt erstmal meinen Störwels beerdigen... :cry:
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Beitragvon adv » 03.09.2011 13:03


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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon KSK » 03.09.2011 15:05

Hi,

da hast du natürlich ne Menge Licht und keine großartig schnellwachsenden Pflanzen.

Bzw. soll heißen das deine ganzen langsam wachsenden Pflanzen diese Lichtmasse nicht so schnell in Waschstum umsetzen können wie die Algen es derzeit können.
Ich würd erstmal mal schnellwachsendes reinsetzen, sowas wie Schwimmpflanzen ( Muschelblume / Wassernabel / Hornkraut).
Dann sehe ich das du anscheinend nur Rosettenpflanzen hast, die haben natürlich nicht soviel vom Flüssigdünger,weil Sie ja
hauptsächlich über die Wurzeln aufnehmen ( hier dann zB. Düngekugeln) was die Algen im Freiwasser wiederum freut.

Daher denke ich das du derzeit hauptsächlich deine Algen düngst^^.

Befallene/ stark befallene blätter abschneiden, vielleicht ggf. mehr auf die Bodenhygiene achten,( wegen den toten Welsen)oder etwas sparsamer füttern?

Soweit erstmal meine Meinung dazu.


Gruß Krischan.
KSK
 
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon sachsensternchen » 03.09.2011 15:44

Vielen lieben Dank für Deine Antwort.

Bodenhygiene... ich dachte, mit dem wöchentlichen TWW und damit verbundenen absaugen des Bodengrundes tu ich genug? Ich habe mir so nen billigen Mulmsauger mit so einem kleinen Säckchen dran gekauft, der geht ganz gut. Natürlich komme ich nicht in jede Ecke, aber sonst.

Ja, ich habe eigentlich nur Amazonas-Schwertpflanzen drin, 3 Echi-Arten die recht groß werden, Crypto im Vordergrund und das wars. Valisnerien hatte ich noch drin, die habe ich rausgeschmissen, da sie sich durchs komplette Becken gezogen haben und gewuchtert sind wie blöde. Aber du kannst recht haben, seit die raus sind....

Kannst du mir was empfehlen an schnellwachsenden Pflanzen, die ich dann nicht überall habe?
Muschelblumen... da dachte ich auch schon dran, aber nehmen die denn dann nicht das ganze Licht weg? Vertreiben die vielleicht meine endlose Wasserlinsenplage?
Mein Problem ist auch, ich bin nur 1.67 groß und muß mit ne mTritt ran, wenn ich in meinem Becken Baden gehen muß. Lach... Trotzdem erklärt das für mich noch nicht das Fischsterben, oder?

Soll ich die Düngung jetzt erstmal einstellen? Kannst du mir was zu den Algenarten sagen? Welche das sind und ob meine Wasserwerte so passen?
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon KSK » 03.09.2011 16:43

ich hab nen ähnliches Becken wie du ( auch nur Echis und Cryptos ) und habe / hatte die gleiche Problematik mit den Algen.

Schwimmpflanzen sind 1 Wahl. ich hab selbig genannten Becken brasilianischen wassernabel drin ( flutend) ist eine sehr gute Pflanze wächst bei mir wöchentlich 5-10 cm, gut im handling da immer lange Triebe .
Mach dir mal um die Abschattung keine Sorge, ich an deiner stelle würde sogar ehrlich gesagt noch 1 oder 2 Lichtröhren rausnehmen /abklemmen
- ich denke sowieso das Licht sehr stark überbewertet wird,weil desto mehr Licht du hast desto mehr pflanzenmenge brauchst du ja auch um diese Energie zu verwerten.. einfach mal probieren über studieren.

Könnte mir auch vorstellen das das mit den welsen was über das Futter geswesen sein könnte, muß nicht immer am Becken liegen wenn Fische sterben.

Ich will zu den Algen jetz nichts falsches sagen, aber ich mein das es ne Art Fadenalgen sind, traten bei mir auch gemeinsam mit Pinselalgen auf und seitdem ich schwimmpflanzen drin hab hat sich die lage deutlich verbessert.

Lass doch die Düngung erstmal aus und wenn du Mangelerscheinungen erkennst dann düng doch langsam wieder zu.

Ich persönlich würd in das becken vielleicht nen bißchen Eisen zudüngen sonst nichts ( und halt Düngekugeln für die ganzen Wurzelzehrer), dein Besatz sorgt eig für genug Nährstoffe.

Erkennt man aber auch recht gut an den schwimmpflanzen falls zB eisen fehlt das sie blass gelb und mickrig werden.
- Einfach mal ca. die hälfte der Ober fläche mit schwimmpflanzen eindecken und abwarten.
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon sachsensternchen » 03.09.2011 18:17

So, habe jetzt ersteinmal auf deinen Rat hin alle befallen Blätter entfernt. Nu siehts hier ganz schön leer aus... :lol:

Auch bin ich der Meinung, das ich vielleicht zuviele Pflanzen im Becken habe. Daher standen diese dann durchs Wachstum irgendwann zu eng und die ganzen neuen, kleineren Blätter gingen dann irgendwie unter. Die waren total voller Grünalgen denke ich. Also nicht solche Fäden, sondern lauter so kleine dunkelgrüne Punkte, bei vielen Blättern dann schon flächendeckend. Daher starben die kleinen dann irgendwann unten ab und vergammelten da, vielleicht wäre das eine Erklärung. Klar, ich hab sie ja nicht sehen können in dem Urwald. Da ich gestaltungstechnisch eh noch etwas ändern möchte... wieviele Pflanzen sollten eigentlich in so nem Becken drin sein? Kann man wirklich zuviele drin haben?

Düngung stelle ich jetzt erstmal ein und Muschelblumen muß ich mir noch besorgen. Eisen mach ins Becken durch das Ferro.

Zur Beleuchtung: das wurde mir hier damals bei Neueinrichtung im Forum so empfohlen. Ich müßte mir eigentlich sogar noch Reflektoren besorgen. Bin aber bisher nicht dazu gekommen.

Naja, erstmal bin ich dir sehr sehr dankbar und sitze nun vor nem kahlen Becken...lach. Waren fast 2 10L Eimer voller Blätter. Jetzt heißt es wieder Geduld haben und hoffen. Ohje....
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon sachsensternchen » 03.09.2011 21:24

Jetzt habe ich aber immernoch das Problem mit dem Fischsterben. Ich wollte nun bei Fischkrankheiten nicht nochmal posten, vielleicht kann mir dazu jetzt noch jemand was sagen oder raten.

Irgendwas muß es doch sein. Wieso kriegt ein Fisch so ein wahnsinns Klupschauge? Wieso sterben 2 andere einfach so ohne jegliche ANzeichen von jetzt auf gleich. Warum kriegt ein L-Wels blutunterlaufene Stellen und Bauch? Wenn das diese komische Seuche ist, die die Welse ab und an mal kriegen können, warum haben dann die anderen 3 nix? Die kriegen immer frisches Gemüse und extra Welstabletten mit irgendwelchem Holzfaseranteil für ordentliches Geld. Wieso kippt ein Störwels nach ca. 2 Monaten einfach? Er war super gewachsen, hatte ca. 10 cm zugelegt und hatte ne tolle MAserung. Saugte sich auf einmal an nix mehr fest, lag faul rum und war dann auf einmal tot. Ich versteh das nicht.

Die Fütterung stelle ich jetzt mal auf alle 2 Tage um. Vielleicht ist täglich doch zu viel .Aber da gehen die Meinungen ja auch sehr stark auseinander. Der eine sagt täglich, der andere 2 mal täglich, andere wieder 3 mal die Woche.

Oder soll ich den Beitrag doch noch mal ins andere Themengebiet kopieren?
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon Schneckenfreund » 04.09.2011 01:17

Hallo Sachsensternchen
hat die CO2 Anlage eine Nachtabschaltung? Wann kontrollierst du den Dauertest?
die von dir geschriebenen Wasserwerte lauten:

- Temperatur: in der Regel 25°
- KH (°dKH) - 2
- pH - 6,8
- Co2 - für mich nicht messbar - Langzeittest ist grün im Bereich von 20mg/l
die Karbonathärte ist aber gefährlich niedrig.... welche Werte hat den euer Leitungswasser?
lt. Tabelle (ist nur ein Richtwert) hast du bei KH 2° und pH 6,8 = 10 mg/l CO2 im Wasser das dürfte der Grund für die Algen sein ggf. die Blasenzahl erhöhen und den Carbo-Dünger weglassen. Wenn du schon einen Nährstoffüberschuss hast der mangels CO2 nicht abgebaut wird bringt dr Dünger nichts, da er ja außer irgendeinem CO2-Lieferant auch wieder andere Nährstoffe enthält. Die Langzeittest´s halte ich für relativ ungenau, besser mit Tropfentest (z.B. Tetra) nachprüfen.
Der Test ergibt aber nur bei Tageslicht einen genauen Wert und wird bei Kunstlicht zum Ratespiel, ebenso beim Kauf auf das Verfallsdatum achten.
Schwimmpflanzen werden dir auf jedenfall helfen den Nährstoff überschuss zu reduzieren.

KSK meint:
Mach dir mal um die Abschattung keine Sorge, ich an deiner stelle würde sogar ehrlich gesagt noch 1 oder 2 Lichtröhren rausnehmen /abklemmen
- ich denke sowieso das Licht sehr stark überbewertet wird,weil desto mehr Licht du hast desto mehr pflanzenmenge brauchst du ja auch um diese Energie zu verwerten.. einfach mal probieren über studieren.

Licht wird nicht Überbewertet, das weiß jeder der Nachts mal durch einen Wald gegangen ist :autsch:
Die Schwimmpflanzen werden den "Lichtüberschuss" schon eindämmen, von einer entnahme von Röhren würdeich abraten damit nicht zuviel auf einmal geändert wird und man nachher nicht mehr nachvollziehen kann welche Aktion nun welche Reaktion auslöste.
Ich würde Licht unverändert lassen und die Düngegaben reduzieren (zumindest die die nach dem Algenproblem neu hinzukamen), gleichzeitig Schwimmpflanzen (und evtl.Stengelpflanzen) einsetzen sowie die CO2- Anlage höher dosieren
dabei auf jedenfall dKH und pH mehrfach kontrollieren und bei pH-Sturz Wasserwechsel.
Bei dem Fischsterben würden mich die unauffällig verstorbenen am meisten beunruhigen... . Daher auch Eingangs die Frage nach Nachtabschaltung CO2. Nachts verbrauchen Pflanzen Sauerstoff und produzieren selbst CO2 das könnte bei empfindlichen oder geschwächten Fischen evtl. zu ersticken führen??? ...mal beobachten ob z.B. die Skalare morgens an der Wasseroberfläche kleben, dann für eine Nachtabschaltung sorgen oder nachts zusätzlich belüften (CO2 ist schwerer wie Luft und kann sich auf der Wasseroberfläche ansammeln)
Das Klupschauge dürfte Wassersucht sein und liegt wohl mit dem Gasaustausch im Fisch zusammen, da scheint mir der Skalar auch recht empfindlich zu sein.
mit Daumen drückenden Grüßen
H-D
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon sachsensternchen » 04.09.2011 09:38

Hallo Schneckenfreund...

vielen Dank für Deine Antwort.

Ja, meine Co2 Anlage verfügt über eine Nachtabschaltung. Die Co2 Zufuhr geht immer dann aus, wenn das Licht aus geht. Egal ob Mittags oder eben Abends. Messen kann ich das Co2 eben nur durch dieses Langzeittestei. und da sehe ich jeden Tag nach und es ist immer im grünen Bereich von 20 mg/l. Würde denn das Ei die Farbe von 20mg/l annehmen, wenn nur 10mg/l drin sind? Versteh ich nicht. Die Co2 Zufuhr habe ich links im Becken und das Ei rechts im Becken. Also liegen da gut 2 Meter dazwischen. Und wenn ich in die Anleitung meiner Co2 Anlage gucke ist bei KH2 und pH 6,8 eine Co2 Zufuhr von 16-32 mg/l richtig. 13-10mg/l wären zu wenig. Wenn ich das richtig verstehe, ändere ich durch Erhöhung der Blasenzahl auch den pH-Wert. Oder Also müßte ich einen pH-Wert zwischen 6,6 und 6,3 einstellen um die optimalste Co2 Einstelung zu haben. Ist das korrekt? Oh mann,,, das ist mir schon wieder zu kompliziert. :lol:


Habe mir gestern auch den großen Testkoffer von JBL gekauft, kommt aber erst nächste Woche. Da werde ich erstmal alles ausführlich testen.
Oben schwimmen keine Fische... zumindest nicht auffällig nach Luft schnappend. Sauerstoffzufuhr habe ich ebenfalls an, zumindest habe ich die Blubberblasen ganz gering eingestellt, aber mein Ströwels liebt es, genau dort an der Stelle auf der Wurzel zu faulenzen und sich die Blubberblasen um die Flossen fliegen zu lassen.
Ich habe mir gestern noch eSHa 2000 geholt, da ich etwas schleimigen Kot bei einem Skalar und einem L-Wels entdeckt habe. Vielleicht habe ich wirklich mit der täglichen Fütterung zuviel gefüttert und es ist wirklich was bakterielles. Zumindest denke ich, eine Behandlung sollte ich durchführen, bis der Kot wieder in Ordnung ist. Spricht da was dagegen?

Vorerst werde ich keine neuen Fischlies kaufen, obwohl ich mal wieder aufstocken müßte. Noch ist der Besatz für die Größe von Becken recht dürftig....

Schnellwachsende Stengelpflanzen werde ich morgen kaufen, obwohl ich die nicht so sehr mag, wegen dem ständigen verschneiden und damit verbunden Tauchgang, aber wenns mein Problem löst...bitte. Muschelblumen werde ich mal hier im Forum erfragen.

Was mein Wasser betrifft: ja, wir wohnen hier im Erzgebirge. Wir haben absolut weiches Wasser.

Laut Wasserversorger habe ich das: (wohne direkt in Augustusburg)

Härte °dH: 5,5

mmol/l: 0,98

Härtebereich: w = bis 1,5 mmol/l (bis 8,4°dH)

pHWert: 7,1

kb8,2 : mol/m³ : 0,3

Flourid F¯ mg/l: 0,10

Nitrat NO3¯ mg/l: 16

Diese hatte ich vor Besatz damals auch hier eingestellt und die wurden als super befunden. Selbst Anfragen auf Versand hat es gegeben. Lach...

Röhren nehm ich keine raus, ich finde es so herrlich. Und warum den anderen Pflanzen das Licht nehmen, wenn Schwimmpflanzen reichen würden. Bei der Beckengröße würden 2 Röhren auch ein wenig dürftig aussehen. Trotzdem wurde mir empfohlen, Reflektoren zu besorgen. Ist dies notwendig oder eher nicht? Ich dachte über einen eizigen nach, damit ich das Licht der letzten hinteren Röhre etwas von der Lücke zwischen Rückwand und hinteren Aq-Scheibe nehmen kann, dort erfreuen sich die Algen eines ungestörten Wachstums. Da komm ich auch nicht ran.

Ansdonsten fällt mir jetzt erstmal nix mehr ein... ich bin sooo froh das es Euch gibt. Ehrlich... :thumleft: Bei solchen Problemen und erstrecht bei Tod meiner Babys könnte ich das Handtuch schmeißen. Ich hab immer Angst, das meine geliebten Fischlies wegen meiner Fehler das Leben lassen müssen. Ich war totunglücklich als ich gestern meinen Max (den Störwels) beerdigen mußte. Moritz geht es hingegen prima. Zumindest soweit ich das beurteilen kann.

Wenn dir nochwas einfällt, freue ich mich über eine Nachricht. Bis dahin wünsche ich einen schönen sonnigen Sonntag!
es grüßt ganz lieb das sachsensternchen (für die die mich mögen: "Niesé")

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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon sachsensternchen » 04.09.2011 11:24

nur zur Erlärung. Das eSHa 2000 habe ich noch nicht reingemacht. Habs vorsorglich geholt, kann es aber wieder zurück geben, wenn ichs nicht brauch. Soll jetzt erstmal viele Wasserwechsel machen und Futter mit Vitaminen anreichern.
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon black-avenger » 04.09.2011 11:29

Hi,

Schneckenfreund hat geschrieben:die Karbonathärte ist aber gefährlich niedrig....


Warum gefährlich niedrig? KH 2 ist völlig in Ordnung.

Die Langzeittest´s halte ich für relativ ungenau, besser mit Tropfentest (z.B. Tetra) nachprüfen.


Auch hier geblubber. Die Dropchecker funktionieren relativ zuverlässig. Es kommt nicht drauf an ob man auf's letzte mg/l genau den CO2 Gehalt trifft. Alles zwischen 10 und 30 mg/l ist prinzipiell völlig in Ordnung.
Es wäre viel interessanter was für eine Indikatorflüssigkeit verwendet wird. Solange man das nicht weiß, weiß man auch nicht ab welcher Konzentration der Test auf grün umschlägt. Bei KH3 oder KH4 Indikatorlösungen mit Bromthymolblau sage ich aber mal platt, dass ein grün gefärbter Indikator auch tatsächlich einen für Pflanzen erträglichen CO2-Gehalt bedeutet.
Natürlich maßgeblich der Vorgabe, dass die Indikatorlösung im vorgegebenen 3-5 Wochen Turnus erneuert wird. Wäre mir viel zu blöd noch einen weiteren Tropfentest zu kaufen und zu benutzen.

Licht wird nicht Überbewertet, das weiß jeder der Nachts mal durch einen Wald gegangen ist :autsch:


Bei einem Großteil der Pflanzen die die liebe Fragenstellerin drinnen hat wird das Licht tatsächlich überbewertet. Bin schonmal nachts durch einen Wald gegangen und habs überlebt. Man höre und staune.

[...]CO2- Anlage höher dosieren dabei auf jedenfall dKH und pH mehrfach kontrollieren und bei pH-Sturz Wasserwechsel.


Aha, warum sollte sie die KH denn auf jeden Fall kontrollieren? Eine Erhöhrung der CO2 Konzentration hat keinen Einfluss auf die KH. Die Karbonathärte ist mit 2° dKH bekannt und der pH ist wenn überhaupt die einzig zu kontrollierende Größe.


Was ich in dem Becken an Algen sehe kommt mir bekannt vor. Vom Algenbefall her sehen die Blätter meiner Anubias die quasi in der 'vollen Sonne' steht ziemlich genau so aus. Die stand bei mir einige Wochen unter ein paar Cabombas und war damit leicht abgeschattet. Alles kein Problem. Dann hab ich die Cabombas zurückgeschnitten, die Anubias kriegt Licht und das Schicksal nahm seinen Lauf.

Ich sehe in dem Becken daher aktuell folgendes Problem. Langsam wachsende Wurzelzehrer in Verbindung mit anständig Licht und Flüssigdünger.
Im Dünger selbst könnte auch der Hund begraben liegen. Ich hab schon öfters von Problemen gehört bei der Kombi ProFito + Welse. Allerdings vornehmlich Panzerwelse. Keine Ahnung inwieweit non-Panzerwels Welse ähnlich empfindlich auf das Zeug reagieren.
Dazu kippst du Easy Carbo rein, was einen Haufen Sauerstoff aufzehrt und jede Menge Chemie enthält. Easy Carbo hat als Hauptbestandteil Glutaraldehyd, ein synthetisch hergestelltes Desinfektionsmittel, welches auch gerne Mal in Krankenhäusern eingesetzt wird. Glaube es würde niemand freiwillig Desinfektionsmittel ins Becken kippen, wenn nicht super duper ultra tolle Effekte auf der Verpackung angepriesen würden, oder?
Der Hinweis organischer Kohlenstoff auf der Verpackung ist ganz nett, allerdings ist das Zeug da drin nicht weniger organisch als industriell hergestelltes n-Heptan/Hexan/Octan/Nonan/Decan (u.A. Bestandteile von Benzin ;) ) usw usf... Klingt nur netter, wenn man auf der Flasche schreibt 'organischer Kohlenstoff', nicht wahr?

Also. Meine Tipps. Auf EC und ProFito verzichten, auf andere Düngermarken umstellen, vorher kundig machen bzgl. Wechselwirkungen mit Welsen - google. Den Rosettenpflanzen Düngekugeln an die Wurzeln schieben, Schwimmpflanzen zusetzen. Ich mag Hornkraut - ergibt eine lange Girlande, ist deutlich besser abzusammeln und zu dezimieren als sowas pestartiges wie Wasserlinsen.
CO2-Konzentration minimalst erhöhren. Mein Vorschlag wäre etwa um 1/4 gesteigerte Blasenzahl.
Evtl noch ein paar weitere Stängelpflanzen mit keinen allzu heftigen Lichtanspruch zusetzen und zuwarten wie es sich entwickelt.


Viel Erfolg

Grüße
Thomas
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon sachsensternchen » 04.09.2011 11:59

Hallo Thomas.

Danke auch dir für deinen Beitrag. Streit möchte ich nicht vom Zaun brechen...

In dem Testei habe ich die Dennerle Indikatorflüssigkeit... die blaue. Erneuert wird sie von mir regelmäßig alle 4 Wochen. Habe meine Co2 Zufuhr jetzt von 60 auf 75 Blasen/min. erhöht. Ist das okay?

Könntest du mir einen anderen, doch relativ preisgünstigen Dünger empfehlen? Dennerle ist mir bei der Beckengröße einfach zu teuer. Carbo habe ich laut Zoofachhandel wegen der Algen reingemacht. Soll ja unteranderem Algen vernichten...
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon black-avenger » 04.09.2011 12:21

Ich nutze Tropica Pflanzennahrung, inwieweit das günstig ist musst du für dich selbst entscheiden ;)
Ohne eigene Erfahrung werfe ich jetzt auch einfach mal den AquaRebell Mikro Basic Eisenvolldünger ins Rennen.

http://www.aquasabi.de/Fluessigduenger/ ... 0_116.html

Der wird von einigen im grünen Pflanzenforum genutzt, hier nutzen es auch einige andere. Allerdings würd ich an deiner Stelle mal mit weiterem Eisenvolldünger warten, bis du deinen Wassertest hast und den Eisenwert mal checken kannst. Deine aktuellen Pflanzen sollten einen Großteil des benötigten Eisens über die Wurzeln aufnehmen, weshalb eine Düngung per Düngekugeln für mich im Moment sinnvoller erscheint. Freies Eisen per Flüssigdünger würde ich erst wieder zukippen, wenn wesentlich mehr Pflanzen drin sind, die das auch tatsächlich verwerten können.

Ebenso sollen die DRAK Dünger ganz anständig sein. Aber dazu meldet sich hoffentlich jemand, der sich schon etwas weiter durch die Düngerpalette getestet hat als ich ;)

Zur Indikatorflüssigkeit - die Dennerle müsste eine KH3 Lösung sein, sprich ab 20 mg/l ins Grüne übergehen. Du spülst deinen Dauertest auch mit destilliertem Wasser und bist dir sicher, dass du nicht durch Spülrückstände im Dauertest Gefäß die Lösung enthärtest und damit den Umschlagpunkt weiter nach unten verschiebst?
Nur als Beispiel... spülst du den Dropchecker oder was auch immer mit destilliertem Wasser und es bleibt noch was drin, dann verdünnst du dir damit die Indikatorlösung auf unter KH3 und dein Umschlagpunkt verschiebt sich noch weiter nach unten. Allerdings müsstest du um knapp die Hälfte verdünnen, damit bei 10 mg/l bereits der Umschlagpunkt erreicht ist.

Daher tippe ich kurzum auf Messfehler bei pH und oder KH. Wenn der Checker grün zeigt, dann passt bei regelmäßigem Wechselintervall auch der CO2 Gehalt im Wasser.
Nur als Tipp, bevor du dir für 8 Euro die kleinen Pullen kaufst:

http://www.aquasabi.de/advanced_search_ ... h3&x=0&y=0

Hier gibst Indikatorlösungen mit KH 3 oder KH 4 (20 mg/l Umschlag oder 30 mg/l Umschlag) für 15 Euro. Das sind lächerliche 6ct/ml. Die Dennerle im Vergleich liegen bei 80ct/ml sofern in einer Ampulle 2 ml drin sind ;)

Das mal vielleicht Überlegen, mit 250 ml hast du für die nächste Zeit erstmal ausgesorgt und zwar deutlich billiger als bei Dennerle :thumleft:

Grüße
Thomas
black-avenger
 
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon sachsensternchen » 04.09.2011 12:34

Ich werde jetzt erstmal Deine Ratschläge befolgen und mich wegen dem Dünger noch weiter erkundigen.

Das Testei spüle ich mit Leitungswasser aus und trockne es ab. Dann kommt neue Lösung rein.

Wenn mein Testkoffer dann da ist, messe ich alle Werte noch einmal genau aus und werde sie hier posten. Vielleicht kannst du dann nochmal einen Blick drauf werfen und es eventuell bewerten. Ansonsten erstmal tausend Dank und einen wunderschönen Sonntag! :thumleft:
es grüßt ganz lieb das sachsensternchen (für die die mich mögen: "Niesé")

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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon sachsensternchen » 06.09.2011 20:47

Hallo Thomas. (und natürlich auch gern alle anderen :wink: )

So, Testkoffer ist heute gekommen. War zwar bissl kompliz. da durchzusehen, aber ich hab´s hinbekommen. :lol:

Hier nun meine Werte:

Temperatur: 25°
KH: 3
pH: 6,6
GH: 4
NH4: <0,05
No2: <0,01
No3: 10
PO4: zwischen 0,05 und 0,1 (lässt sich kaum unterscheiden)
Fe: <0,02 (habe sofort mit Ferro (Eisendünger von Easylife) gedüngt) --> versteh das nur nicht. Habe ich Samstag erst gemacht...wo ist denn das schon wieder hin?

So, mehr kann ich nicht messen. Also laut der beiliegenden Co2-Tabelle müßte ich jetzt bei pH von 6,6 und KH 4 die Blasenzahl so einstellen, das mein Co2 Testei die Farbe von 40mg/l annimmt. Also hellgrün. Ist das richtig? Wenn ja, habe ich dies durch die Erhöhung nach unseren letzten Post´s schon erreicht.

Würde mich sehr freuen, wenn du die Werte noch einmal beurteilen könntest. Wo liegt denn das Problem für die Algen? Sind doch alle Werte okay.

Aber eins muß ich mal sagen. Die Testerei mit den Streifen weicht ja sowas von ab und ist dermaßen ungenau.... das ist unglaublich.

So, nun freue ich mich auf eine Nachricht von dir und wünsche schönen Abend!
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Re: Ich verzweifle bald...Algen und Fischsterben...

Beitragvon black-avenger » 07.09.2011 16:37

Hi,

die Werte sehen an sich ganz in Ordnung aus. Was mich bei der Sache nur nachdenklich macht ist folgende Erfahrung mit der Düngung. Kippe ich zuviel ins Wasser hab ich binnen 1-2 Tagen Ansätze von Grünalgen auf meinen Steinen und v.a. auf der langsam wachsenden Anubias. Grüne Pelzalgen, also ein Flauscheteppich aus kurzen Haaren.

Die Erfahrung hab ich zum 1. Mal gemacht, als ich bei einem rein mit Vallisnerien (Wurzelzehrer) bepflanzten Becken Eisenvolldünger dazugekippt hab. O-Ton Verkäufer: "Waaas, sie düngen nur über Düngekugeln? Düngen Sie unbedingt noch flüssig dazu. Auch die Vallisnerien brauchen das!"
Das einzige was aus der Flüssigdüngung (Dennerle V30) wie gesagt hervor gegangen ist waren Grünalgen auf dem Stein. Befall an Pflanzen gabs glücklicherweise nicht, könnte mir aber gut vorstellen, dass das im Bereich des Möglichen gewesen wäre, wenn ich ohne Abnehmer einfach weiter gedüngt hätte.
Nach etwa 6 Tagen war keine weitere Ausbreitung der Grünalgen mehr zu beobachten, ab 8. Tag folgte ein 60% TWW gefolgt von völliger Stagnation + Rückgang der Algen.

Den 'Versuch' hab ich nach Verschwinden der Grünalgen wiederholt mit demselben Ergebnis. Grünalgen kommen, verbreiten sich recht schnell und verschwinden dann wieder wenn das Eisen aufgebraucht, respektive durch Wasserwechsel größtenteils entfernt wurde.

Was ich damit sagen will ist, dass die Möglichkeit der Überdüngung (keine Abnehmer die Eisen über die Blätter aufnehmen könnten) bei dir besteht und dass das Eisen bei dir nur den Algen dient.

Fe: <0,02 (habe sofort mit Ferro (Eisendünger von Easylife) gedüngt) --> versteh das nur nicht. Habe ich Samstag erst gemacht...wo ist denn das schon wieder hin?


Oder es fällt sehr schnell aus und ist nicht mehr nachweisbar. Die Möglichkeit gäbe es auch noch.
Der propagierte Wert von 0.1 mg/l ist i.O. sofern auch pflanzliche Abnehmer für das angebotene Eisen da sind. Sind sie das nicht sind als Folge daraus auch die 0.02 mg/l oder noch weniger absolut in Ordnung. Für was Eisen im Wasser, wenns eh keiner raussaugt außer den Algen ;) ?

Um das genauer zu beleuchten wäre eine Aufstellung der eingesetzten Pflanzen ganz gut. Dann kann man eher beurteilen ob da was dabei ist was wirklich Eisen über Flüssigdünger braucht. Inwieweit die eingesetzten Pflanzen dann bevorzugt über die Wurzeln die Nährstoffe aufnehmen sollte dann allerdings jemand anders übernehmen - ich müsste wirklich googeln da ich bisher noch nicht so furchtbar viele Rosettenpflanzen gepflegt habe ;)

Du kannst testweise ja auch einfach mal eine Zeit lang den Eisendünger weg lassen und schauen wie es sich mit den Algen entwickelt, ob du dann mehr oder weniger Algenzuwachs als sonst hast.

Grüße
Thomas
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