|
Alles zur grünen Pracht im Aquarium. Mögen die Wasserpflanzen üppig wachsen! Aber auch Algenprobleme können hier behandelt werden.
Moderator: Kleine-Maultierfarm
von Habakuck » 19.12.2011 16:42
Liebe Forumler, entschuldigt, dass ich meinen ersten Post direkt mit einer Anfrage beginne. Ich bin seid September dieses Jahres besitzer eines Nano Cubes (den meine Frau und ich zur Hochzeit geschenkt bekommen haben). Ich habe versucht, mich in die Thematik Nanoaquaristik einzulesen und das AQ danach einzurichten. Dennoch kommt es nun, nach ca. drei Monaten, zu den ersten Problemen, nämlich Algen. Beschreibung des Problems: Grünalgen oder/und Pinselalgen auf grünem Pfennigkraut, im Javamoos, am Filter, auf Dekoobjekten und auf den Scheiben. Nicht oder wenig befallen sind die im AQ wachsenden Cabomba (carolina). Das Algenwachstum trat vor zwei/drei Wochen auf, nachdem die CO2 Anlage kurzzeitig ausgefallen war und ich die Cabomben zurückgeschnitten hatte. Daraufhin kümmerten die Cabomben, ich musste neue einsetzen. In der zwischenzeit setzte das Algenwachstum ein, was nun "explodiert". Weitere Angaben. Größe des Aquariums (Volumen und Abmessungen): 30 liter, 30cmx30cmx30cmSeit wann läuft es: Mitte 09/2011Wie lange war die Einlaufzeit (ohne Fische): 10 TageSind in dieser Zeit Algen aufgetreten - welche: in der Einlaufzeit keine SichtbarenSind seit dem Krankheiten im Becken aufgetreten: Nein.Sind Fische gestorben (wenn ja: welche): einer von zwölfPerlhuhnbärblingeWie lange wird das Aquarium beleuchtet: 2x6 Stunden, 6h-12h, 16h-22hWelche Leuchtmittel werden verwendet (Hersteller, Watt): Dennerle Nano Light 11 W, einsFischbesatz ( https://zierfischverzeichnis.de ): 11 Perlhuhnbärblinge, zusätzlich Crystal Red Garnelen, 8 StückTemperatur: 21-24C nur über Bodengrundheizung, nicht geregeltgetestet mit JBL 6 in 1PH: ca. 7.2-7.6KH: 6°-10°GH: >7°NO2: <10mg/lNO3: <10mg/l (Felder für No2 und NO3 bleiben weiss)PO4: kann nicht gemessen werden*FE: kann nicht gemessen werden*NH4: kann nicht gemessen werden*O2(bitte 2 Angaben; einmal am Morgen + Abend): kann nicht gemessen werden*CO2 (bitte 2 Angaben; einmal am Morgen + Abend): kann nicht gemessen werden* Anm: CO2 zugabe über Dennerle Nano Co2, Flipper, ca. 3-4 Blasen pro Min., nur während der Beleuchtungszeit*welche Tests empfehlt ihr dazu?Wird spezieller Nährboden verwendet (welcher) Nano Deponit MixWie hoch ist die Kiesschicht (Sand): 3cm, kein Sand, sondern GarnelenkiesWie oft - wieviel wird gedüngt: 3-4 Tropfen , 1 mal täglichMit was wird gedüngt: JBL Ferropol Wie oft findet ein Wasserwechsel statt: Anfang: 1 mal pro Woche ca. 50%, nach auftreten der Algen: 2 mal pro Woche ca. 10 Liter, 33% des BruttovolumensIst das Wasser aufbereitet (Osmose etc.): nein, Leitungswasser, laut Versorger mit 5-15mg/l NO2 und NO3Wieviel Wasser wird gewechselt: 33%, 10 LiterWird ein spezieller Wasserzusatz verwendet (Eichenextrakt etc.): JBL Biopol, Capata Leafes, JBL NanoCrusta, Dennerle Cursta Minerals, Dennerle Crusta VitaminePflanzenliste ( http://www.tropica.com): Cabomba Carolina, Javamoos, Mooskugel, grünes Pfennigkraut, Zierliches Perlkraut, bepflanzt ist ca.>80% der Bodenfläche. Das Javamoos wächst gut, das Perlkraut so gut wie gar nicht, Cabomba und Pfennigkraut eher wenig.Technik im Aquarium (Filter, UVC, Bodenfluter...): Innenfilter: Nano Eckfilter, auslauf 90grad zur wasseroberfläche, parallel zur scheibe. Zusätzlich zum normalen Filtermaterial (seit beginn in Betrieb) seit erstem Algen auftrefen "Nano AlgenStopp" im Nano Filter Extension (soll Phosphor reduzieren). Filter läuft auf ca. 90% der Maxleistung.Läuft der Filter 24h am Tag: jaKommen die Algen im Strömungsbereich vor: ja, aber nicht nur.Wird eine Membranpumpe verwendet: ?Wieviel und wie oft und was wird gefüttert: 1x täglich, Dennerle Crusta Futter, JBL NanoFisch Futter, beides eher schwer zu dosieren, deswegen wird evtl. zu viel gefüttert.
-
Habakuck
-
- Beiträge: 16
- Registriert: 19.12.2011 15:47
von adv » 19.12.2011 16:42
-
adv
-
- Beiträge: 142
- Registriert: 02.08.2009 22:03
- Wohnort: Hamburg
-
von black-avenger » 19.12.2011 16:49
Ahoi,
erster Verdacht - zu wenig NO3 und CO2. Blasenzahl am Flipper erhöhen, einen Dauertest besorgen. Der Dropchecker aus der Dennerle Crystal Line ist imho ganz brauchbar. NO3 kannst du über Makro Basic Nitrat von AquaRebell zudüngen, erhältlich bei aquasabi.de Fadenalgen liegen in sehr vielen Fällen schlicht an zu wenig NO3. Pinselalgen und Bartalgen sind bei mir die Vorstufe der Fadenalgen, bei Fadenalgenbefall demnach bei mir Begleiterscheinung. Mehr CO2 und NO3 sollte dem ganzen Abhilfe schaffen.
Die Cabomba würde ich ehrlich gesagt gegen Limnophila sessiliflora austauschen, die kommen mit deutlich weniger Licht klar als die Cabombas und wachsen dementsprechend auch gesünder. Ich hab so meine Zweifel, dass die Cabomba bei 11W Beleuchtung eine anständige Wuchsform zeigt. Das Perlkraut wird vermutlich ebenso wegen der zu schwachen Beleuchtung nicht wachsen. Kannst mal ein Übersichsbild deines Beckens zeigen?
Grüße Thomas
-
black-avenger
-
- Beiträge: 1783
- Registriert: 16.05.2011 17:26
von Habakuck » 19.12.2011 17:07
Vielen Dank für die schnelle Antwort, Becken wird heute Abend fotographiert und morgen hier gepostet. Marko Basic wird bestellt. Edit: Frage dazu: die Dosierung hat einen Hub von 1ml, zudüngen soll ich laut HP 0,5 ml pro 50 Liter, also ca. 0,3 ml. Kann ich dann alle 3 Tage 1ml zugeben? Oder sollte ich mir irgendwie eine genauere Dosiereinrichtung besorgen (Pipette?)? Mit Dropchecker meinst du diesen hier: http://bit.ly/sf7O9V? Oder einen Blasenzähler? Macht es in dem Zusammenhang Sinn den Flipper durch einen Diffusor zu ersetzten? Wird das CO2 damit besser aufgenommen? Oftmals steigen aus der Abdeckung des Flippers bei mir große Blasen zur Wasseroberfläche aus, so dass ich dachte, dass mehr CO2 nicht aufgenommen werden konnte? Wenn ich NO3 zudünge, ist dann ein genauerer Test als der 6in1 Streifentest zu Dosierung notwendig? Denn zu viel NO3 ist doch im AQ auch nicht wünschenswert, oder? Wie sieht es mit dem WW aus? An mancher Stelle wird empfohlen, den an aufeinanderfolgenden Tagen 50%ig durchzuführen? Damit entziehe ich doch den Pflanzen dann die Nährstoffe - bin also contraproduktiv, oder? Oder welchsel ich und Dünge geziehlt nach? Noch eine letzte Frage: auf welchen Zeitskalen stellt sich bei solchen Problemen eine Besserung ein bzw. ab wann muss ich mir bei unverändertem Bild gedanken machen?
-
Habakuck
-
- Beiträge: 16
- Registriert: 19.12.2011 15:47
von black-avenger » 19.12.2011 17:45
Habakuck hat geschrieben:Vielen Dank für die schnelle Antwort, Becken wird heute Abend fotographiert und morgen hier gepostet. Marko Basic wird bestellt. Edit: Frage dazu: die Dosierung hat einen Hub von 1ml, zudüngen soll ich laut HP 0,5 ml pro 50 Liter, also ca. 0,3 ml. Kann ich dann alle 3 Tage 1ml zugeben? Oder sollte ich mir irgendwie eine genauere Dosiereinrichtung besorgen (Pipette?)?
Minimalst falsch verstanden. 1ml dieser Lösung auf 50 Liter hebt den Nitratgehalt um 1 mg/l. Bei nicht nachweisbarem Nitrat empfehle ich pauschal eine Basisaufdüngung auf 20 mg/l. Sprich du musst etwa 14-16ml in dein Wasser geben um bei der Erstaufdüngung überhaupt auf 10 mg/l zu kommen. Ich würde es vorerst auch mal bei Stoßdüngungen belassen. Täglich halte ich zunächst für nicht nötig. Die Möglichkeit der 3-tägigen Düngung ist aber selbstredend gegeben. Nur wäre mir da je nach Bepflanzungsdichte 1 ml alle 3 Tage deutlich zu wenig. Mit Dropchecker meinst du diesen hier: http://bit.ly/sf7O9V? Oder einen Blasenzähler? Macht es in dem Zusammenhang Sinn den Flipper durch einen Diffusor zu ersetzten? Wird das CO2 damit besser aufgenommen? Oftmals steigen aus der Abdeckung des Flippers bei mir große Blasen zur Wasseroberfläche aus, so dass ich dachte, dass mehr CO2 nicht aufgenommen werden konnte?
Diesen Dropchecker meine ich, ja. Ich hab auch nur einen Flipper, allerdings den Mini Flipper. Ich schätze mal, dass du nur den Micro Flipper hast? Den ganz kleinen? Da ist der Leiterweg schon verflucht kurz. Schau dich mal nach einem kleinen JBL Taifun um, die machen sich in der Ecke recht unauffällig und haben einen deutlich längeren Blasenweg als die Microflipper. Aber selbst wenn - 3 Blasen pro Minute sind für mein Befinden ziemlich wenig, selbst mit verbesserter Lösung durch längeren Weg. Wenn ich NO3 zudünge, ist dann ein genauerer Test als der 6in1 Streifentest zu Dosierung notwendig? Denn zu viel NO3 ist doch im AQ auch nicht wünschenswert, oder?
Solange du die Flasche nicht komplett ins Aquarium kippst ist alles tutti. Selbst >50 mg/l sind nicht allzu dramatisch. Dazu müsstest du aber wirklich massiv überdosieren. Nitrat nach Gefühl, du siehst wann und wenn deine Pflanzen wachsen und die Algen zurückgehen. Wie sieht es mit dem WW aus? An mancher Stelle wird empfohlen, den an aufeinanderfolgenden Tagen 50%ig durchzuführen? Damit entziehe ich doch den Pflanzen dann die Nährstoffe - bin also contraproduktiv, oder? Oder welchsel ich und Dünge geziehlt nach?
Aufeinander folgende Tage? Hm, ne - hab ich noch nirgendwo gelesen. 1x die Woche 50-60% und dann nachdüngen, passt. Noch eine letzte Frage: auf welchen Zeitskalen stellt sich bei solchen Problemen eine Besserung ein bzw. ab wann muss ich mir bei unverändertem Bild gedanken machen?
Algenbekämpfung ist eine Sache von Wochen bis Monaten. Von heute auf morgen geht da nichts. Grüße Thomas
-
black-avenger
-
- Beiträge: 1783
- Registriert: 16.05.2011 17:26
von GrafZahl » 19.12.2011 18:58
Huhu, Habakuck hat geschrieben:Oftmals steigen aus der Abdeckung des Flippers bei mir große Blasen zur Wasseroberfläche aus, so dass ich dachte, dass mehr CO2 nicht aufgenommen werden konnte?
beobachte mal die Blasen in deinem Flipper. Die sollten auf ihrem Weg nach oben immer kleiner werden, das liegt am CO2 das aus der Blase ins Wasser diffundiert. Im Gegenzug diffundieren so genannte 'Falschgase' in die Blase, darum verschwindet sie nicht ganz. Oben in der Abdeckung (eine Art kleiner Topper/Paffrathschale) werden diese Falschgase und der CO2-Rest gesammelt. Es soll das schwerere CO2 nach unten an die Kontaktfläche mit dem Wasser sinken und die Falschgase bleiben oben und entweichen in Abständen als große Blase an die Oberfläche.  So sagt die Logik und die Dennerle-Broschüre die meinem Flipper bei lag.  Wenn die Blasen bei dir auf dem Weg nach oben wirklich viel kleiner werden als am Anfang (bei mir haben sie am Ende noch ca. 1/10 der Anfangsgröße) so ist dies -denke ich- ein sehr gutes Zeichen für den CO2-Übergang ins Wasser.
Liebe Grüße vom Fe
-
GrafZahl
-
- Beiträge: 292
- Registriert: 19.09.2011 08:53
- Wohnort: Stuttgart
von black-avenger » 19.12.2011 19:29
Ahoi Fe, deine Überlegung ist richtig und gilt imho für alles ab Miniflipper aufwärts. Mich lässt allerdings der Gedanke nicht los, dass im vorliegenden Fall ein Microflipper oder sogar Nanoflipper im Einsatz ist. Da ist der Steigweg der Blase so verflucht kurz, dass ein Großteil der Lösung oben in der Schale an Kontaktfläche von Wasser zu Gas stattfinden müsste. Dafür wiederum ist aber diese Schale zu klein beim Micro- und Nanoflipper. Micro & Nanoflipper http://www.youtube.com/watch?v=Og-PJ2eWNAkhttp://www.youtube.com/watch?v=Nn8QsQ9Lj_0Dazu im Vergleich mal der Miniflipper http://www.youtube.com/watch?v=s36kQEKy ... re=relatedBei den beiden von oben ist die Laufzeit der Blase einfach zu gering als dass es für mein Verständnis zur ausreichenden Lösung des CO2 in der Blase kommt. Grüße Thomas
-
black-avenger
-
- Beiträge: 1783
- Registriert: 16.05.2011 17:26
von Martin Krüger » 19.12.2011 19:32
Hi,
wenn es eine Druckgasanlage ist, einfach einen JBL Taifun P für 13,- Taler kaufen und fertig.
Beste Grüße Martin
Jede hinreichend fortgeschrittene Aquaristik muss als Magie angesehen werden.
-
Martin Krüger
-
- Beiträge: 5794
- Registriert: 31.10.2006 18:03
von GrafZahl » 20.12.2011 01:07
Huhu,
Himmel sind die Nano-/Mikroflipper klein! Das ist ja quasi nur 'ne Alibi-Strecke.
Liebe Grüße vom Fe
-
GrafZahl
-
- Beiträge: 292
- Registriert: 19.09.2011 08:53
- Wohnort: Stuttgart
von Habakuck » 02.01.2012 16:48
Entschuldigt die späte Rückmeldung, mich hat die für mich leider typische Feiertagserkältung erwischt. Anbei nun die versprochenen Bilder, incl. Detailbilder von den Algen. Habe ich diese richtig identifiziert oder sind das doch andere als Grün bzw. Fadenalgen? Nitratdünger habe ich gekauft und wende ihn alle 3 Tage an, Co2 Test und Taifun sind installiert, der Test zeigt 20mg/l an, tendenz leicht ansteigend. IMAG0162.jpg IMAG0173.jpg IMAG0172.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Habakuck
-
- Beiträge: 16
- Registriert: 19.12.2011 15:47
von Habakuck » 02.01.2012 16:53
GrafZahl hat geschrieben:Huhu, beobachte mal die Blasen in deinem Flipper. Die sollten auf ihrem Weg nach oben immer kleiner werden, das liegt am CO2 das aus der Blase ins Wasser diffundiert. Im Gegenzug diffundieren so genannte 'Falschgase' in die Blase, darum verschwindet sie nicht ganz. Oben in der Abdeckung (eine Art kleiner Topper/Paffrathschale) werden diese Falschgase und der CO2-Rest gesammelt. Es soll das schwerere CO2 nach unten an die Kontaktfläche mit dem Wasser sinken und die Falschgase bleiben oben und entweichen in Abständen als große Blase an die Oberfläche.  So sagt die Logik und die Dennerle-Broschüre die meinem Flipper bei lag.  Wenn die Blasen bei dir auf dem Weg nach oben wirklich viel kleiner werden als am Anfang (bei mir haben sie am Ende noch ca. 1/10 der Anfangsgröße) so ist dies -denke ich- ein sehr gutes Zeichen für den CO2-Übergang ins Wasser.
Dies war bei dem alten Flipper nicht der Fall, die Blase wurde nicht deutlich kleiner (also nicht mehr als eine Durchmesserreduzierung von allerhöchstens einem drittel - einer Volumenreduzierung von 1/9 - ich nehme jedoch an, dass sich deine Angabe auf den Durchmesser bezieht)?
-
Habakuck
-
- Beiträge: 16
- Registriert: 19.12.2011 15:47
von Habakuck » 02.01.2012 16:54
black-avenger hat geschrieben:Ahoi Fe, deine Überlegung ist richtig und gilt imho für alles ab Miniflipper aufwärts. Mich lässt allerdings der Gedanke nicht los, dass im vorliegenden Fall ein Microflipper oder sogar Nanoflipper im Einsatz ist. Da ist der Steigweg der Blase so verflucht kurz, dass ein Großteil der Lösung oben in der Schale an Kontaktfläche von Wasser zu Gas stattfinden müsste. Dafür wiederum ist aber diese Schale zu klein beim Micro- und Nanoflipper. Micro & Nanoflipper http://www.youtube.com/watch?v=Og-PJ2eWNAkhttp://www.youtube.com/watch?v=Nn8QsQ9Lj_0Bei den beiden von oben ist die Laufzeit der Blase einfach zu gering als dass es für mein Verständnis zur ausreichenden Lösung des CO2 in der Blase kommt. Grüße Thomas
Genau, ein Microflipper war im Einsatz und wurde nun ersetzt.
-
Habakuck
-
- Beiträge: 16
- Registriert: 19.12.2011 15:47
von Habakuck » 03.01.2012 14:47
Nochmals zwei kurze Nachfragen: a) habe ich die Algen richtig identifiziert mit Grün/Fadenalgen oder sind noch andere Arten dabei, die ich evtl. anders bekämpfen muss. b) welche Rolle spielt der Phosphatwert bei der Bekämpfung. Den kann ich derzeit noch nicht messen, habe aber, bevor ich mich hier im Forum angemeldet habe, vor den Eckfilter eine Filterextension gepackt in die ich http://dennerle.com/de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=240&Itemid=362 Nano AlgenStop gefüllt habe. Das soll laut Anleitung das Phosphat reduzieren. Ist das der richtige Weg? Das hier ist nochmals der Link zu meinem Versorger http://www.stawag.de/privatkunden/wasse ... alsye.html. Ist es normal, dass da gar kein Phosphor aufgeführt ist? Bin ich nur blind? Oder wie kommt der Phosphor ins Wasser?
-
Habakuck
-
- Beiträge: 16
- Registriert: 19.12.2011 15:47
von fischolli » 03.01.2012 14:54
Moin,
miss mal deinen Nitratwert. Sollte der gegen Null tendieren, können die Pflanzen auch das Phosphat nicht verarbeiten. Es ist also nicht erstrebenswert. Das hatte dir Thomas ja auch schon geschrieben. Eine Entfernung dieses ansich wichtigen Makro-Nährstoffes für die Pflanzen durch irgenwelche Chemie-Sachen halte ich für keine gute langfristige Lösung. Du solltest zusehen, die Nährstoffe in ein vernünftiges Gleichgewicht zu bekommen.
Gruß
Olli____________________________________ http://www.B-A-R-S-C-H.netBremer Aquarien-Runde für Südamerikanische Cichliden und Harnischwelse
-
fischolli
-
- Beiträge: 3214
- Registriert: 26.07.2009 16:08
- Wohnort: Bremen
von Habakuck » 03.01.2012 15:41
fischolli hat geschrieben:Moin,
miss mal deinen Nitratwert. Sollte der gegen Null tendieren, können die Pflanzen auch das Phosphat nicht verarbeiten. Es ist also nicht erstrebenswert. Das hatte dir Thomas ja auch schon geschrieben. Eine Entfernung dieses ansich wichtigen Makro-Nährstoffes für die Pflanzen durch irgenwelche Chemie-Sachen halte ich für keine gute langfristige Lösung. Du solltest zusehen, die Nährstoffe in ein vernünftiges Gleichgewicht zu bekommen.
Gruß
Hi, Nitratwert ist nach dem Zudüngen mit dem von Thomas empfolenen Makro Nitrat Dünger immer im Bereich 25 mg/l. Ich dünge alle 3 Tage nach. Auf jeden Fall >10mg/l aber <50mg/l. Das sollte - laut Thomas - das richtige Fenster sein, fraglich ist, ob ich einen genaueren Test nehmen soll (wenn ja- welchen) um das zu bestimmen. Ich nehme einfach mal an, dass die Bestimmung von Phosphat auch sinnvoll ist. Wenn ich´s hier im Forum richtig gelesen habe, wird 1:10 emfohlen (PO4:NO3)? Welcher Test ist da zu empfehlen? Wie sinnvoll kann ein solcher Test sein, wenn ich NO3 nur grob (s.o.) bestimmen kann? Und - hier siegt die Neugier und nicht die Praxisrelevanz: wo kommt bei mir im AQ das PO4 her? Und noch ne (Geiz)frage: jetzt habe ich schon die tolle Filter-Extension. Sollte ich nicht das Phosphat reduzieren müssen, und somit das AlgenStop überflüssig sein, hat die Befüllung der Extension mit Nano Bio FilterGranulat oder Nano Active Carbon Sinn? Danke und grüße! P.S.: die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Algen hat deutlich abgenommen, ein deutlich Rückgang ist noch nicht zu beobachten, den erwarte ich aber noch nicht. Ich würde nur gerne sicher gehen, ob ich die richtigen Maßnahmen ergreife und die Algen richtig identifiziert haben und richtig bekämpfe. Was dabei zu lernen wäre ein netter Nebeneffekt  !
-
Habakuck
-
- Beiträge: 16
- Registriert: 19.12.2011 15:47
von black-avenger » 03.01.2012 16:20
Mit deinen Algen bin ich mir relativ unschlüssig der Art wegen. Für Fadenalgen sind mir die Fäden eigentlich nicht glatt genug, da ist zuviel gekräuselter Wusch drinnen. Dieses Wuchsbild kenne ich eher von Bartalgen. Bartalgen hab ich zwar auch schon in grün gesehen, aber nicht in so knallig grün. Wenn ich mir die ein oder andere Stelle anschaue kommt mir sogar der Verdacht nach Cladophora sp. - das will ich allerdings fix vergessen, sonst schlafe ich schlecht.
Wenn du die Algen mal anfasst - wie fühlt es sich an? Eher weicher Fluff oder doch recht hart wenn du sie zwischen die Finger nimmst und etwas reibst?
Soweit der Algenwuchs nicht zunimmst ist allerdings der erste Schritt in die richtige Richtung getan. Von dauerhafter Kohlefilterung würde ich abraten, irgendwelche Bio Schnickischnacki sachen kann man, muss man aber nicht. Wir wollen das Wasser auch nicht überfiltern, sonst ziehen wir uns wieder die Nährstoffe raus, die wir ja für teuer Geld zukippen, nech.
Grüße Thomas
-
black-avenger
-
- Beiträge: 1783
- Registriert: 16.05.2011 17:26
Ähnliche Themen
Zurück zu Pflanzen / Algen
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 17 Gäste
|