Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Alles zur grünen Pracht im Aquarium. Mögen die Wasserpflanzen üppig wachsen! Aber auch Algenprobleme können hier behandelt werden.

Moderator: Kleine-Maultierfarm

Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon rölliwohde » 17.01.2012 12:30

Hi zusammen,
Da ich bald mit den Nerven fertig bin wegen dem Becken seid ihr meine letzte Hoffnung!

- 240 Liter Becken 120x40x50
- 2x54W T5 840er Röhren

- Bodengrund Quarzsand, Deko: 2 große Wurzeln, Juwel Strukturrückwand

- Besatz: 5 Schwertträger, 25 Glühlichtsalmler, 1 Skalar, 4 junge Fadenfische, 10 Corydoras sterbai, 5 rückenschwimmende Kongowelse, 2 junge Bratpfannenwelse, 8 Otocinclus

- Pflanzen: Echinodorus tenellus, Rotala rotundifolia, Vallisneria gigantea, Vallisneria nana, roter und grüner Tigerlotus, Javamoos, 2 Farne deren Name ich vergessen habe, eine riesige Echinodorus deren Name ich ebenfalls nicht kenne und 2 schnellwachsende Pflanzen (davon eine rote) deren Namen ich auch nicht weiß

- Düngung: CO2 (Dauertest 20mg/l), easy carbo 1 ml täglich, pro fito 2,5ml täglich, JBL Tagesdünger 5 Tropfen täglich, Kalium wurde im Dezember testweise um 20mg/l aufgedüngt

- Wasserwerte: No2: 0, No3: 10mg/l, Fe: 0,2 mg/l, kh: 7, gh: 11, pH: 6,9 und nun meine Problemwerte: po4 > 3mg/l und Silikat war ebenfalls erhöht (genauen Wert kann ich nachreichen)

Habe daraufhin versucht das Phosphat auszufiltern (JBL PhosEx) aber ich kriege den Wert nicht spürbar runter!

Daher habe ich mit dem SilikatEx garnicht erst angefangen da ich vermute dass dieses durch den hohen Phosphatwert nicht funktioniert da es auch Phosphat bindet?

Jedenfalls kämpfe ich mit starkem Bartalgen und Grünalgen Befall und weiß nicht mehr weiter. Bin nun nach monatelangem testen von Düngerdosierungen und Phosphatreduzierern einfach mit meinem Latein am Ende und kurz davor das Becken leer zu machen und komplett neu anzufangen.

Hat von euch noch jemand eine Idee?

LG
Catharina
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Beitragvon adv » 17.01.2012 12:30


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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon fischolli » 17.01.2012 15:01

Moin Catharina,

ich würde erstmal versuchen rauszubekommen, woher dein hoher Phosphatwert kommt. Hast du mal geprüft, mit welchem Wert das Wasser aus der Leitung kommt? Ggfs. steht dazu was auf der Internetseite eures Wasserversorgers. Wenn die Werte im grünen Bereich sind, wird das durch andere Ursachen in dein Becken eingetragen. DAbei fällt mir immer als erstes zu starke und/oder "falsche" Fütterung ein. Gibst du überwiegend Trockenfutter?

Dan zu den Nährstoff-Verwertern. In deiner Aufzählung finde ich viele Wurzelzehrer, aber bis auf die Rotalla und die nicht benannten "schnellwachsenden" Pflanzen so gut wie nix, was Nährstoffe gut aus dem Wasser aufnimmt. Ein Bild deines Beckens wäre nicht schlecht.

Dann finde ich die Dünger, die du reinkippst, recht viel. Ich benutze zwar keinen Pro fito, aber soweit ich weiss, ist das ein Volldünger, wozu dann auch noch den anderen Tagesdünger. Und wozu das Easy carbo, wenn du schon CO2 laufen hast? Ich würde das mal alles absetzen und höchstens Pro fito wöchentlich nach Wasserwechsel düngen in der halben angegebenen Menge (vorbehaltlich der Bilder wg. Bepflanzungsdichte). Aber ich nehm selbst in dichtbepflanzten Becken nur die halben empfohlenen Düngemengen.

Gruß
Olli____________________________________
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon kberger » 17.01.2012 16:59

Hallo Catharina,

ich schließe mich fischolli an.
Gerade Bartalgen sind sehr hartnäckig.
Folgende Maßnahmen haben bei mir nach vielen Wochen für ein fast algenfreies Becken gesorgt:
CO2 auf etwa 35 mg/l erhöht (die Bartlagen werden weicher und für die Fische wieder schmackhaft)
Erlenzapfen, 1 je 10l, in den Filter gegeben (dto, Huminsäuren färben zusätzlich das Wasser)
Schnellwachsende Pflanzen einsetzen: Wasserpest, Stengelpflanzen, brasilianischer Wassernabel ......

CO2 und Erlenzapfen senken den PH-Wert und machen die Bartalgen für z. B. siamesische Rüsselbarben oder Platys wieder interessant. Die Färbung durch die Erlenzapfen lassen weniger Licht für die Algen durch. Die Pflanzen stellen sich darauf ein.

Schnellwachsende Pflanzen sind ein direkter Nahrungskonkurent für die Algen. Der Wassernabel setzt überschüssige Nährstoffe direkt in Längenwachstum um.

Bei mir war ca. 75% der Rückwand mit einem dichten Belag aus Bartalgen überzogen.

Aber es wird dauern bis die Maßnahmen greifen.

Den minimalen Algenbelag lasse ich. Es gibt kein natürliches Gewässer ohne Algen.

Gruß Klaus
kberger
 
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon rölliwohde » 17.01.2012 18:47

Hi,
Im Leitungswasser ist kein Phophat, weder laut Wasseranalyse des Versorgers noch nach meiner eigenen Messung. Ich füttere überwiegend Lebendfutter und wenn keins verfügbar ist Granulat in kleinen Mengen. Von daher kann ich mir selber diesen extremen Wert nicht erklären :(

Das Easy Carbo benutze ich da ein Kollege damit gute Erfolge gegen Bartalgen hatte. War schon eine Art "Verzweiflungstat".

Werde versuchen eure Tipps in die Tat umzusetzen.

LG
Catharina
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon Martin Krüger » 17.01.2012 19:09

Hallo Catha,

hoppa, jetzt komm ich :D

Verpass der Kiste erstmal nen wassertechnisches Reset.
Also an drei aufeinander folgenden Tagen 50% Wasserwechsel.

Geh dabei auch mal eventuelle Mulmecken absaugen, also all so ein Gelumpe was nur doof vor sich rumgammelt und Sauerstoff verbrät.

Algen soweit wie möglich absammeln und entfernen.

Fütterung ganz normal beibehalten.

Nach den drei WW mal die Werte ziehen: NO3, PO4 und Fe.

Wenn Du mit dem EC was reissen willst, bist Du mit dem 1ml am Tag nicht gut aufgestellt.
Das ist die Menge für 50 Liter Wasser.
Wenn EC dann richtig und für kurze Zeit.
In deinem Fall also 5-8ml pro Tag.
Man kann das Zeug überdosieren, nur muss dann die Gabe Morgens erfolgen und das Becken gut mit Suaerstoff versorgt sein.

CO2 reicht um die 20mg/l.

Und wie meine Vorredner schon schrieben: Stängelpflanzen sind dein Freund. :D

Du hast Du schon gut Licht drüber und wenn sich irgendwelche Stoffe ansammeln und die Pflanzen die nicht verwerten weil sie zu träge sind, dann muss man eben Pflanzen nehmen die möglichst schnell viel Masse aufbauen.
Ansonsten dräut Ungemach in Form von mehr Algen.

Und bitte mal ein Photo der Algen, nicht das Du da so tolle Sachen wie Cladophora am Start hast.

Beste Grüße
Martin
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon rölliwohde » 18.01.2012 11:00

Hi!
Hier mal die Bilder von den Algen:

LG
Catharina
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon rölliwohde » 18.01.2012 11:01

Und noch ein Foto vom ganzen Becken:
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon Martin Krüger » 18.01.2012 18:32

Hallo Catha,

wow, das könnte ein Becken von mir sein. :D

Lassen sich die grünen Algen auf der Wurzel leicht entfernen oder haften die fest an?
download/file.php?id=64103&t=1

Und dieses Gesoxe wird echt nen Problem:
download/file.php?id=64100&t=1

Diese Grünlinge stufe ich unter Cladophora ein.

Wie schon gesagt erst einmal soweit wie möglich entfernen, Wasserwechsel durchziehen und dann sieht man weiter.

Beste Grüße
Martin
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon rölliwohde » 18.01.2012 18:54

Hi Martin,

wow, das könnte ein Becken von mir sein.


Ist das gut oder schlecht? :mrgreen:

Die grünen Algen auf der Wurzel haften fest an, die Wurzel im Bild habe ich bereits einmal mit heißem Wasser und Nagelbürste behandelt... danach waren die Algen kurz, wurden kräftig grün und wachsen seitdem noch besser :evil:

Werde dann wohl die "Wurzelbehandlung" mit beiden Wurzeln erneut durchführen müssen :( Schöne Sauerei, was tut man nicht alles für ein schönes Wohnzimmerbecken.

Da lob ich mir meine 400 Liter Krebsbehausung: 3 Säcke Baumarktkies, 2 große Wurzeln, Tontöpfe und ein paar Schwimmpflanzen... mehr überlebt da eh nicht und außer einem leichten Belag an den Scheiben ist der Pott algenfrei :autsch:

LG
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon Martin Krüger » 18.01.2012 19:06

Hallo Catha,

für junge Lebendgebärende ist das gut :D

Bevor Du die Wurzel da nun rausholst und schrubbst wie ne Hafendirne, probier mal was aus:
Nimm 5ml EC und 5ml Leitungswasser.
Das ziehst Du zusammen in eine 10ml Spritze.
Filter ausstellen, Strömung zum erliegen kommen lassen.
Dann mit der Spritze mal die Algen auf der Wurzel direkt damit einnebeln.
Noch 2 Minuten warten und Filter wieder einschalten.

Mal sehen wie die darauf reagieren.

Beste Grüße
Martin
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon JollyRouge » 18.01.2012 20:36

Soso, hier findet man dich also wieder Rölli! ;)

An extrem robusten Algen hilft der Hochdruckreiniger. Ist halt eine sehr agressive Art! :twisted:
Ich habe die Wurzeln immer im heißen Wasser abgekocht. Oft hilft auch schon die Wurzeln 2-3min mit heißem Wasser abzuspülen. Dann die Wurzel ohne Licht in einem Wassereimer legen und nach ca. 2 Tagen werden die Algen braun und fallen ab. Ansonsten mit einer Zahnbürste nachhelfen!
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon Martin Krüger » 18.01.2012 20:50

JollyRouge hat geschrieben:Soso, hier findet man dich also wieder Rölli! ;)

An extrem robusten Algen hilft der Hochdruckreiniger. Ist halt eine sehr agressive Art! :twisted:
Ich habe die Wurzeln immer im heißen Wasser abgekocht. Oft hilft auch schon die Wurzeln 2-3min mit heißem Wasser abzuspülen. Dann die Wurzel ohne Licht in einem Wassereimer legen und nach ca. 2 Tagen werden die Algen braun und fallen ab. Ansonsten mit einer Zahnbürste nachhelfen!


Die grünen Algen auf der Wurzel haften fest an, die Wurzel im Bild habe ich bereits einmal mit heißem Wasser und Nagelbürste behandelt... danach waren die Algen kurz, wurden kräftig grün und wachsen seitdem noch besser


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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon JollyRouge » 18.01.2012 20:59

Martin Krüger hat geschrieben:
JollyRouge hat geschrieben:Soso, hier findet man dich also wieder Rölli! ;)

An extrem robusten Algen hilft der Hochdruckreiniger. Ist halt eine sehr agressive Art! :twisted:
Ich habe die Wurzeln immer im heißen Wasser abgekocht. Oft hilft auch schon die Wurzeln 2-3min mit heißem Wasser abzuspülen. Dann die Wurzel ohne Licht in einem Wassereimer legen und nach ca. 2 Tagen werden die Algen braun und fallen ab. Ansonsten mit einer Zahnbürste nachhelfen!


Die grünen Algen auf der Wurzel haften fest an, die Wurzel im Bild habe ich bereits einmal mit heißem Wasser und Nagelbürste behandelt... danach waren die Algen kurz, wurden kräftig grün und wachsen seitdem noch besser


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Daher ja auch ca. 2 Tage dunkel lagern und vielleicht doch mal abkochen und nicht nur heißes Wasser nehmen!

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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon rölliwohde » 18.01.2012 21:04

Abkochen könnte schwer werden, hab keinen passenden Kochtopf ;) Die Wurzeln sind doch etwas größer, weiß nicht ob das auf den Fotos gut rüberkommt! Bzw. müsstest du die Wurzeln eigentlich kennen... die eine kommt auf jeden Fall von dir ;)
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Re: Bartalgen und Grünalgen... Bald reiß ichs auseinander!

Beitragvon Stinnes » 18.01.2012 22:52

Hallo,

ich seh das auch so.
Das Becken läuft viel zu fett (Licht u. Dünger) für das enthaltene Grünzeugs.


Entweder Pflanzen auf schnellwachsendes Stengelgedöns umstellen, oder Licht u. Nährstoffe (Dünger/Futter) abschwächen. So kann das nicht harmonieren.
Ist das Becken oben offen? Plexiglas drüber und vermilchen lassen. In der Übergangszeit mit Schwimmpflanzen o.ä. leicht abdunkeln. und vor allen Dingen weniger düngen.


Das Lebendfutter wird hoffentlich vorher gespült und nicht der gesamte Beutelinhalt ins Becken gekippt?
Nach meinen Erinnerungen kommt davon ein hoher Phoshatgehalt. Kannste ja extern testen.


Die Arbeit ,die Algen von der Einrichtung zu schrubben, würde ich mir auch kpl. sparen. Schau, dass du die Pflanzen algenfrei bekommst, stark befallenes gleich entfernen und frisch nachkaufen. Lass die Algen ruhig an die Einrichtung gehen. Dafür lassen sie die Pflanzen in Ruhe. (Opferanode :wink: )

PS: und Mulm hat damit gar nichts zu tun. (ist aber nur meine eigene Meinung und kann gern unkommentiert bleiben)
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