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Stickstoffabbau / Nitrifikation

Durch Ausscheidungen der Lebewesen im Aquarium und das Vorhandensein von Pflanzen- und Futterreste kommt es zur Anreicherung von
Stickstoffverbindungen. Durch diese Ausgangsstoffe wird ein bakterieller Abbau-Prozess (Oxidation) in Gang gesetzt: die Nitrifikation

 



Manche der Stickstoffverbindungen können, in gewisser Konzentration, die Lebewesen schädigen.
Besonders giftig sind Ammoniak (ab 0,5 mg/l) und Nitrit (ab 0,6 mg/l) je nach Zierfischart. Normalerweise sollte aber kein Ammoniak und Nitrit im Wasser nachweisbar sein.
Weniger schädlich ist das Nitrat, welches aber nicht in einer Konzentration von mehr als 150 mg/l vorkommen sollte.



Bei einem pH-Wert unter 7 entsteht hauptsächlich das ungiftige Ammonium (NH4), bei einem pH-Wert über 7 entsteht das giftige Ammoniak (NH3).
Es ist also wichtig auch den pH-Wert stets zu kontrollieren, um eine Ammoniak-Vergiftung der Lebewesen zu vermeiden.

Als nächster Schritt der Nitrifikation wird aus Ammonium und Ammoniak durch Nitrosomonas-Bakterien das giftige Nitrit (NO2) gebildet.
(dieser Schritt wird auch als Nitritation bezeichnet)
Die letzte Stufe ist die Nitratation, in der aus Nitrit durch Nitrobacter-Bakterien das ungefährlichere Nitrat (NO3) entsteht.

Alle Umwandlungsprozesse können ohne Sauerstoff nicht durchgeführt werden.

Bei einer Neueinrichtung eines Aquariums sind in der Einfahrphase weder Nitrosomonas- noch Nitrobacter-Bakterien im Wasser vorhanden.
Aus diesem Grund kommt es zu starken Anreicherungen von Nitrit (=Nitritpeak).
Erst nach diesem Nitrit-Peak sollte man Zierfische in das Aquarium setzen.
(dies kann ca. 3-5 Wochen dauern) Besonders in der Einfahrphase und nach dem Einsetzen der ersten Zierfische, müssen die Wasserwerte regelmäßig kontrolliert werden.



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