| |
Spitzmaulkärpfling (Poecilia sphenops)
Name:Spitzmaulkärpfling(Poecilia sphenops)
Familie: Lebendgebährende
Zahnkarpfen(Poeciliidae)
Herkunft:Mittel- und Südamerika
ph- Wert:6,5-8,5
Temperatur:22-29°C
Länge:bis ca. 10cm
Besatz:mind. 3
Futter:Lebend- und Trockenfutter, Algen
Spitzmaulkärpfling (Poecilia sphenops) Mollys kommen in Mittel und Südamerika in
allen möglichen Gewässern vor, von Gebirgsbächen, wie auf der Isla Margarita
selbst gesehen, bis in die Mündungsbereiche von Flüssen, also auch im
Brackwasser. Die Spitzmaulkärpflinge (ursprüngliche Form der Mollys) wurden in
der ersten Hälfte des letzen Jahrhunderts in Europa eingeführt und da sie sich
leicht vermehren lassen gab es schon bald aus den unscheinbar grauen Fischen
erste Zuchtformen, wie den Black Molly und daraus gezüchteten schwarzen
Lyramolly.
Heute gibt es unzählige Zuchtformen von diesen Fischen. Wie z.B. goldene Mollys,
silberne Mollys, gescheckte Mollys und leider auch Qualzuchten wie die
Ballonmollys. Es ist in manchen Zoohandlungen schon gar nicht mehr möglich einen
reinen Black Molly oder schwarzen Lyramolly(Layerschwanzmolly) zu bekommen, da
die Tiere in ihrer Ahnenreihe schon alle möglichen Farben und Formschläge
hatten.
Die Haltung ist nicht sehr schwer, wenn man auf sauberes Wasser achtet und auf
eine ausgewogene Ernährung. Mollys zählen zu den guten Algenfressern und werden
als diese gern eingesetzt, jedoch sollte eine gute Filterung zur
Grundausstattung gehören, da Mollys viel koten. Ein Teelöffel Salz auf zehn
Liter Wasser fördert das Wohlbefinden der Fische und beugt Krankheiten vor. An
die Wasserwerte stellen sie keine besonderen Ansprüche und können von weichem
bis hartem Wasser gepflegt werden. Bei Temperaturen von 23-29C. Man sollte aber
immer mehr Weibchen halten als Männchen, da diese die Weibchen sonst zu sehr
stressen.
Wie schon eingangs erwähnt sind Mollys sehr leicht zu züchten. Sie gehören zu
der Gruppe Lebendgebährender Zahnkarpfen und sind mit dem
Guppy
verwandt. Mir sind jedoch keine gelungenen Kreuzungen bekannt. Der
Spitzmaulkärpfling (Poecilia sphenops) wird aber gern mit dem Segelkärpfling (Poecilia
latipinna) gekreuzt um größere Rückenflossen zu bekommen.
Die Geschlechtunterschiede sind einfach zu erkennen. Bei jungen Mollymännchen
wandelt sich die Afterflosse im Alter von 6-12 Wochen zu einem Begattungsorgan (Gonopodium).Sie
bleiben auch deutlich kleiner als.(Ausgenommen der Segelkärpfling) als die
Weibchen und bekommen eine größere Rückenflosse. Die Tragzeit beträgt ca. einen
Monat und eine Befruchtung durch das Männchen reicht für 2-4 Würfe, wo große
Weibchen 100-150 Junge bekommen können. Die dann sofort frei schwimmen und voll
entwickelt sind. Da die Jungen nach oben schwimmen, sollte man ein paar
Schwimmpflanzen oder andere Verstecke an der Oberfläche für sie bereitstellen,
da sie gerne von ihrer Mutter und auch anderen Fischen gefressen werden. Von
Ablaichkästen ist Abstand zu halten, da es die Mutter zu sehr stressen würde und
es sogar zu Frühgeburten kommen kann. Diese Frühchen kommen mit einem Dottersack
auf die Welt und haben keine Überlebenschance.
Füttern kann man die Jungen mit Staubfutter oder mit frisch geschlüpften Artemia,
auch Frostfutter wie Cyclops und Daphnien werden gern genommen. Je besser das
Futter umso schneller werden die Kleinen groß und geschlechtsreif.
Auf den Bildern sind Tiere von mir zu
sehen. Eine Mutter mit Ihrem Sohn. Der Vater war übrigens schwarz mit einem
orangenfarbenen Saum an der Schwanzflosse.
Dieser Artikel wurde verfasst von "Wolf"
Zurück zur Übersicht
|
|