Ich möchte hier heute wieder einen kleinen Zwischenbericht abliefern aber zuerst eine aktuelle Gesamtansicht des Aquariums:

Bei den Steinkorallen, gab es Probleme mit RTN (rapid tissue necrosis).
Dabei handelt es sich um einen meist plötzlich auftretenden Gewebezerfall bei Steinkorallen. Auslöser hierfür ist das Protozoon Helicostoma nonatum.
Dieses ist auch auf gesunden Korallen vorhanden ohne das man Krankheitsanzeichen an der Koralle erkennt.
Für gesunde Korallen scheint es zunächst keine Gefahr darzustellen, wird die Koralle aber geschwächt und sterben dadurch einzelnen Polypengruppen, zb. durch Abschattung oder Nesselgifte etc., kann es zu einer Massenvermehrung der Protozoen kommen und dann werden auch gesunde Teile der Koralle zerstört.
Dies ist ein Vorgang der sich innerhalb weniger Stunden abspielt.
Entgegenwirken könnte man mit Antibiotikum, würde damit im Riffaquarium aber auch nützliche Bakterien zerstören.
Befallene Korallen sollte man unbedingt aus dem Aquarium holen und sie in ein seperates Becken setzen. Sind nur einzelne Äste der Koralle befallen, dann sollte man diese bis ins gesunde Gewebe hinein entfernen.
In meinem Fall hatte ich gar keine Chance zu handeln.
Es ging einfach zu schnell. Morgens sah ich den Anfang und bis ich abends wieder zuhause war, hatte sich dasThema erledigt.
Klar ist es ärgerlich aber mir persönlich tut das nicht so sehr weh, wie wenn ich Fische verliere.
Ich hatte eh überlegt die Steinkorallen zu verbannen, da ich stark füttere und das Wasser dementsprechend belastet wird, was den Steinkorallen nicht gerade entgegenkommt.
Damit zu den Fischen.
Hier gibt es Verluste durch Unfälle zu beklagen.
Das Weibchen meines LSD-Mandarinfischpärchens ist vor kurzen beim allabendlichen Balzritual über die Wasseroberfläche gesprungen und so unglücklich auf der Abdeckung des Überlaufschates gelandet das sie es nicht mehr ins Aquarium zurückgeschafft hatte. Ich habe das erst morgens bemerkt wo es schon zu spät war.
Meine Gruppe Eviota pellucida hat sich ebenfalls stark verkleinert.
Anfangs war es mir ein Rätsel was da vor sich ging. Ich fand vereinzelt schwer verstümmelte Grundeln die zwar noch am leben waren aber aufgrund der enormen Schnittverletzungen sich nicht mehr bewegen konnten. Zunächst hatte ich Krabben unter Verdacht, allerdings verstümmeln die normalerweise nicht wahllos Fische sondern jagen sie und fressen sie dann auch.
Bei einer Fütterung war dann auf einmal plötzlich alles klar.
Ich konnte beobachten wie ein Exemplar im Auslaß der Strömungspumpe verschwand, kurz nach dem ich sie zum Füttern abgeschaltet hatte. Blöderweise (Bei so etwas natürlich nur blöderweise, sonst ist das ne feine Sache!) gehen die Tunze Pumpen nach ein paar Minuten wieder von alleine an und genau dass war dann auch das Verhängnis der Grundeln.
Aus irgendeinem Grund üben die Pumpen plötzlich eine magische Anziehungskraft auf die Grundeln aus. Zumindest werde ich dieses Wissen jetzt nutzen und im geplanten 112er Höhlen einbauen die in etwa den Maßen der Pumpen entsprechen.
Mal sehen ob meine Rechnung dann auch aufgeht.
Eine Seenadel und eine Rainford´s Grundel sind noch verschwunden. Allerdings war das nicht sonderlich überraschend. Beide habe ich damals bereits als ausgewachsene Tiere bekommen und es war in letzter Zeit zu beobachten das sie immer weniger ans Futter gingen.
Bei den Seenadeln wurde letzte Woche auf vier Tiere aufgestockt und dies wurde heute erstmals mit einem ausgieben Balzritual belohnt.
Eine erste Eiübergabe konnte ich zwar beobachten allerdings ging dieser Versuch daneben und die Eier verdrifteten im Riffaufbau.
Anbei ein paar Bilder die ich heute gemacht habe.
Die Seenadeln im Hochzeitskleid:





MfG Torsten

machen grundeln ja gerne.mein pseudochromis war ein echter fan von solch kleinen löchern und röhren..
