Sterben Krankheitserreger bei Austrocknung ab?

Rat und Tat zu Fischkrankheiten

Moderator: fluethke

Sterben Krankheitserreger bei Austrocknung ab?

Beitragvon Henny » 11.01.2012 02:20

Hallo Ihr,

der Titel dieses Threads ist eigentlich auch schon meine Frage.
(Wer sich noch die Zeit nehmen möchte, den Hintergrund meiner Frage zu erfahren, kann gerne weiterlesen, ansonsten sind Anntworten auch jetzt schon sehr erwünscht. :wink: )

Es geht um mein Quarantänebecken. Bis jetzt habe ich als QB eine Plastikbox mit Heizer und einen Tetra-Filter (ohne Filtermaterial) genutzt. Der Tetra-Filter hat heute sein Leben auf unerklärliche Weise ausgehaucht. Als er beim letzten Mal in Gebrauch war, lief er einwandfrei. Nach ein paar Wochen Trockenlegung ist Ende im Gelände. Habe ihn auseinandergebaut und Kalk, so weit wie möglich, rausgekratzt, es gab noch kurzes Aufbäumen und dann schwieg er (wohl für immer).
Also muss etwas Neues her, da meine anderen, nicht in Gebrauch befindlichen, Innenfilter zu groß sind.
Ich habe diese Plastikboxen hier ja schon öfters als billige und sehr praktische QB angepriesen, ich stehe auch immer noch dazu. Der einzige Nachteil ist, dass es diese Dinger nicht in glasklar sondern nur in milchig eingetrübt gibt. Anfängliche Flossenfäule o.ä. ist so leider beim Seiteneinblick nicht zu erkennen und von oben sieht man die Fische eben nicht so gut.
Deswegen hatte ich vorher schon überlegt, ein nacktes 45 Liter-Becken anzuschaffen (ca. 20 EUR). Einen Deckel müsste ich dafür auch noch basteln, ansonsten würden sich meine Katzen freuen.
Ein neuer Tetra-Filter würde auch ca. 20 Euronen kosten. Andere kleine Innenfilter sind auch nicht viel billiger, außerdem klemmen die Saugnäpfe nicht richtig an der schrägen, flekiblen Plastikwand.
Man kann auch nur eine Luftpumpe nutzen (habe ich im Bestand), aber für ca. drei bis vier Wochen Quarantäne habe doch lieber eine moderate Strömung, keinen Schlauch mit dem abgedeckten Ausströmer im Becken und nicht das Geknatter der Pumpe.
Nun wäre ich mit dem kleinen nackten Glasbecken und einem kleinen Filter schon bei 40 Euronen. Für 50 EUR gibt es ein neues 54-Liter Komplettset. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis muss man da also gar nicht drüber nachdenken.
Allerdings ist ein relativ großes Glasteil deutlich unhandlicher. Zum einen will ich es bei Nichtbenutzung (das ist die meiste Zeit) irgendwie über eine schmale, steile Leiter auf den Dachboden buchsieren (und bei Bedarf schnell wieder zurück), und zum anderen (und da komme ich endlich wieder auf meine Frage) muss ich das Teil richtig säubern können.
Die Plastikbox kann ich super in der Badewanne unter heißem Wasser brausen. Das geht mit so einem 60er-Glasbecken nun mal nicht. Da könnte ich nur wischen. Beim Schreiben fällt mir jetzt gerade meine Gästedusche ein. Da könnte ich das Teil bestimmt plan reinstellen (wird gleich geprüft).
Aber trotzdem beibt meine anfängliche Frage bestehen: Sterben Bakterien/Krankheitserreger nach absoluter Austrocknung definitiv ab?

Ich freue mich, wie immer, auf Eure Antworten.

Viele Grüße von Henny
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Sterben Krankheitserreger bei Austrocknung ab?

Beitragvon adv » 11.01.2012 02:20


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Re: Sterben Krankheitserreger bei Austrocknung ab?

Beitragvon bierteufel » 11.01.2012 09:33

Hallo

Manche ja manche nein!
Stichwort: Versporung.

Gruß Arne
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Genitiv ins Wasser weil Dativ.
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Re: Sterben Krankheitserreger bei Austrocknung ab?

Beitragvon Henny » 12.01.2012 20:30

Hallo Arne,

genau diese Antwort habe ich befürchtet :wink: - trotzdem danke!

Also ist auch nicht unbedingt gegeben, dass Würmer oder ähnliche Biester bzw. deren Nachkommenschaft definitiv nach Austrocknung himmeln. Das beschäftigt mich nämlich gerade bezüglich meines anderen Threads.

Viele Grüße von Henny
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Re: Sterben Krankheitserreger bei Austrocknung ab?

Beitragvon fischolli » 14.01.2012 14:59

Moin Henny,

wenn du deine ominösen Würmer konsequent umbringen willst, würde ich mit Flubenol behandeln. Egal, ob es nun Planarien sind oder nicht, haut das Zeug fast sämtliche Würmer, aber auch deine SChnecken, um.

Das hilft bei Planarien auch sehr zuverlässig gegen Eier von den Mistviechern.

Gruß
Olli____________________________________
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Bremer Aquarien-Runde für
Südamerikanische Cichliden und Harnischwelse
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Re: Sterben Krankheitserreger bei Austrocknung ab?

Beitragvon Henny » 15.01.2012 01:00

Hi Olli,

ich werde morgen wieder Mistviecher mulmen und unter der Lupe gucken, ob ich die als Planarien identifizieren kann.
Mit toten Schnecken wäre das nicht ganz unproplematisch, weil ich neben den Rennschnecken (die ich vorher rausholen könnte) diverse Turmdeckelschnecken und auch ein paar Blasenschnecken drin habe. Viele tote Würmer und viele tote Schnecken würden dem Becken nicht gerade gut tun.

Ich schreibe bei neuen Erkenntnissen oder Fragen dazu aber wieder in dem anderen Thread weiter.

Viele Grüße von Henny
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Re: Sterben Krankheitserreger bei Austrocknung ab?

Beitragvon Kleiner-Koenigs-Tiger » 15.01.2012 01:07

Wenn das doch sowieso nur dein Quarantänebecken ist (und du Sand hast), dann nimm doch ein Küchensieb (Maschenweite nicht zu groß) und sieb den kompletten Boden durch. So bekommst du recht schnell alle Schnecken raus.
MfG Matthias
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Re: Sterben Krankheitserreger bei Austrocknung ab?

Beitragvon Henny » 15.01.2012 01:47

Hi Matthias,

danke für den Tipp - das betroffene Becken ist leider nicht mein Quarantänebecken - schön wär's! In meinem Quarantänebecken ist außer Luftzufuhr und Heizer gar nix - manchmal halt noch Fische :wink: . Das Wurmteil ist ein relativ dicht bepflanztes 60er mit Fischen und Schnecken. Wenn Du magst, kannst Du ja mal bei 'Panzerwels krank mit rotem Bauch' nachlesen.
Ich seh' gerade, Du kommst auch aus dem Kreis Pinneberg - Willkommen in der Nachbarschaft!

Viele Grüße von Henny
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