ich verzweifle bald und brauche dringen Hilfe mit meinem Barschbecken!
Das Becken läuft seit ca. 1,5 Jahren und alle Wasserwerte sind im grünen Bereich. (PH 8 / KH 8 / Temp. 23° / kein Nitrit, Chlor, Kupfer etc. / Nitrat zwischen 1 – 5 / WW: alle 14 Tage ca. 30-40% / Sauerstoff - OK). Das Becken hat 150 Liter und ist mit Lochsteinen, Muschelkies, weißem Sand sowie einigen (gut wachsenden) Anubias dekoriert. Der Besatz besteht aus 3 Pseudotropheus, 2 Feenbundbarschen, 3 Schneckenbarschen, 1 Blauer Antennenwels, 1 Flösselaal, sowie 8 Rennschnecken.
Seit ca. einem Jahr (!!!) zeigt einer der Pseudotropheus Auffälligkeiten, die ich (nach eingehender Literatur-, Internetstudie, sowie mehreren Gesprächen mit Angestellten meines Zoo-Fachgeschäftes) für Kiemenwurmbefall halte.
Der Fisch zeigt eine Schreckfärbung, scheuert sich im Kiemenbereich (heftig) an Einrichtungsgegenständen, hat eine erhöhte Atemfrequenz, legt eine Seitenflosse an den Körper an, würgt (oder hustet...?) des Öfteren, ist recht lethargisch (unterbrochen von heftigen Zuckungen und panischem Scheuern an allem was ‚greifbar’ ist) und schwimmt oft Kopfüber, oder aber gegenteilig – mit dem Schwanz nach unten (sieht aus wie eine Boje die im Wasser treibt). Ansonsten zeigte er weder Fressunlust, noch irgendwelche äußerlich sichtbaren Symptome... sieht man mal von den Hautabschürfungen ab, die durch das ständige Scheuern kommen. Er ist allerdings stark in seinem Wachstum gestört. Die Anderen haben ihn bereits überflügelt, obwohl er beim Kauf der Größte war.
Ich habe daraufhin mit der Behandlung gegen die Würmer begonnen und nichts hat geholfen... wirklich GARNICHTS!
Die Litanei der bisher verwendeten Produkte, liest sich wie die Bestandsliste einer Tier-Apotheke:
eSHa 2000, Exit, Gyrodactol, Ektol-Fluid, Ektol-Christal, Moneol, Ciliol, Preis-Coly, Dactymor.
Alle Präparate wurden anweisungsgetreu angewandt. Teilweise habe ich (nach erkannter Wirkungslosigkeit) einige Präparate (nach Rücksprache mit dem Hersteller) mehrfach überdosiert. Die „Wirkungsweise“ zeigte sich bei allen Medikamenten in einer ähnlichen Form – direkt nach dem Anwenden zeigte sich eine scheinbare Besserung, die aber schon meist am nächsten Tag wieder verschwunden war.
Einen Tierarzttermin musste ich leider platzen lassen, da ich auch unter größter Anstrengung und List, nicht in der Lage war der betroffenen Fisch (oder irgendeinen anderen...) aus dem Becken zu fangen. In der Zwischenzeit verziehen sich alle Fische schon unauffindbar, wenn ich nur an ein Fangnetz denke...! Damit fällt diese Art der Hilfe leider aus... auch ein Einzelbad ist aus den gleichen Gründen leider unmöglich. Ich müsste das gesamte Becken (das wirklich mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet wurde) praktisch komplett demontieren, um an die vielen Höhlenverstecke heranzukommen, in die sich die Fische zurückziehen.
Mein Tierarzt weigert sich (aus verständlichen Gründen) mir ein irgendein Präparat ohne vorherige Untersuchung zu verschreiben. Da diese aber nicht möglich sein wird (siehe oben) habe ich in diesem Punkt wohl Pech gehabt.
Jetzt zeigen seit kurzer Zeit auch andere Fische ähnliche Verhaltensmuster... nicht so auffällig wie der stark erkrankte Fisch, aber tendenziell in die gleiche Richtung gehend!
Ich bin verzweifelt...!
WAS... in aller Welt... kann das sein... und was noch viel wichtiger ist – wie werde ich ES wieder los...!!!
Mir ist klar, dass es eine heikle Angelegenheit ist, so aus der Ferne eine passende Diagnose zu stellen, bzw. etwas zu empfehlen. Aber ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich sogar Voodoo in Erwägung ziehen würde
Vielen Dank im Voraus,
Matthias
