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Übersicht Krankheiten

Rat und Tat zu Fischkrankheiten

Übersicht Krankheiten

Beitragvon Nadine.ka » 21.06.2006 13:23

Bauchwassersucht (Bakteriell)



Merkmale

Das Anfangsstadium beginnt mit einer bakteriellen Darminfektion, befallene Tiere nehmen weniger bis garkeine Nahrung auf und scheiden schleimigen Kot aus.
Im zweiten Stadium lösen sich Teile vom Darm, welche zum Teil am After des Fisches hängen bleiben, die inneren Organe bilden sich zurück und können keine Leistung mehr erbringen.
Das Endstadium äußert sich durch Glotzaugen, Leibesauftreibung und Schuppensträube, hervorgerufen durch Infektionen der Harnwege und Nierenversagen, Flüssigkeiten können nicht mehr ausgeschieden werden und sammeln sich in den Schuppentaschen, im Leib und im Augenhintergrund. Befallene Tiere sollten wegen der hohen Übertragungsgefahr umgehend aus dem Aquarium entfernt werden.

-Nahrungsverweigerung
-schleimiger Kot
-entzündeter After
-aufgetriebener Leib
-Schuppensträube
-Glotzaugen


Ursachen

Bei Bakterienbefall ist die Ursache meist eine anhaltende Stresssituation, sei es durch eine schlechte Wasserqualität/hygiene oder falsche Fischzusammenstellung, dadurch wird das Immunsystem der Fische geschwächt und Bakterien können in den Organismus eintreten.

-schlechte Wasserqualität/hygiene
-falsche Wasserwerte
-hohe Besatzdichte
-falsche Besatzung
-zu wenig bis garkeine Rückzugsmöglichkeiten (Pflanzen, Holz, Höhlen)


Vorbeugung

Im Großen und Ganzen kann man vorbeugen, indem man den Besatz von Anfang an Perfekt aufeinander abstimmt. Die Fische sollten zu der Aquariengröße und den Wasserwerten passen, sich gegenseitig nicht bekämpfen oder stören und das Becken sollte nicht überbesetzt werden.
Da neue Fische durch Transport etc. meist geschwächt sind oder stark unter Stress stehen können, sollte für Neuzugänge ein Quarantänebecken zur Verfügung stehen.
Bild


Behandlung

Bauchwassersucht kann im Anfangsstadium mit entsprechenden Medikamenten, z.B Sera bactopur noch erfolgreich behandelt werden, ist das Endstadium erst erreicht, sind die inneren Organe meist zu sehr in Mitleidenschaft gezogen und das Tier geschwächt, dass sich sehr wahrscheinlich kein Behandlungserfolg mehr einstellt.
Während der Behandlung Co2 Anlage und UV Lampen abstellen und nicht über Kohle filtern.
Das Becken sollte ausreichend mit einen Ausströmer belüftet werden.



Behandlungshilfen

Je nach Fischart kann die Behandlung durch Salzzugaben unterstützt werden, die Dosis liegt bei ca. 2-5 Gramm je Liter.


Nach der Behandlung

Einen großzügigen Wasserwechsel vornehmen und anschließend die Medikamente über Kohle aus dem Becken filtern.
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Nadine
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Beitragvon adv » 21.06.2006 13:23


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Beitragvon Nadine.ka » 21.06.2006 13:37

Ichthyophthirius multifiliis / Weißpünktchenkrankheit(Erkrankung durch Ciliaten)




Ichthyo ist wohl die mit häufigste Krankheit in heimischen Aquarien.

Merkmale

Ichthyo erkennt man in erster Linie daran, das sich auf Flossen, Schuppen und Kiemen der Fische, kleine weiße Pünktchen bilden. Erste Anzeichen sind jedoch, wenn die Fische sich sehr oft an Gegenständen reiben und kratzen.


Ursachen

Es gibt Hunderte Auslöser für Ichthyo, am häufigsten jedoch sind Haltungsfehler der Auslöser.
Die Erreger dieser Krankheit hat jeder Fisch in sich. Dieser wird bei Stress, Krankheiten und bei geschwächten Tieren freigesetzt. Selbst bei manchen Paarungsritualen kann Ichthyo ausbrechen. Sehr oft auch, wenn man neue Fische ins Becken setzt.


Vorbeugung

Im Großen und Ganzen kann man vorbeugen, indem man den Besatz von Anfang an Perfekt aufeinander abstimmt. Die Fische sollten zu der Aquariengröße und den Wasserwerten passen, sich gegenseitig nicht bekämpfen oder stören und das Becken sollte nicht überbesetzt werden.
Da neue Fische durch Transport etc. meist geschwächt sind oder stark unter Stress stehen können, sollte für Neuzugänge ein Quarantänebecken zur Verfügung stehen.


Behandlung

Behandlung mit Sera Costapur oder JBL Punktol (Andere Medikamente mit dem Wirkstoff Malachitgrünoxalat oder Malachitgrünchlorid können selbstverständlich auch genutzt werden). Diese Medikamente werden von Tierärzten empfohlen und führen schnellstmöglich zum gewünschten Erfolg. Die Dosierung findet man im Beipackzettel oder auf der Verpackung. Man bekommt beide Medikamente normalerweise in jeder Zoohandlung. Es empfiehlt sich auch, eines dieser Medikamente immer im Haus zu haben, um schnellstmöglich reagieren zu können. Die Behandlung beider Medikamente besteht aus mehreren Schritten. Diese erstellen einen festen „Rhythmus“. Z.B.: 1 Tag Dosieren, 1 Tag Pause. Diesen Rhythmus darf man keinesfalls vorzeitig unterbrechen, da sonst die Erreger immun gegen das Medikament werden könnten. Die Behandlung kann sehr aufwendig sein und auch zu Ausfällen führen. Vor allem empfindliche Fischarten überstehen diese Krankheit selten. Die Erreger lassen mehrmals am Tag von den Fischen, sinken zu Boden um sich in Schwärmer zu teilen.


Behandlungshilfen

Um die Behandlung mit Medikamenten zu unterstützen, sollten folgende Maßnahmen durchgeführt werden:
• Temperatur schrittweise auf ca. 28° bis 32° erhöhen (Temperaturempfindlichkeit der Fische beachten)
• Membranpumpe mit Sprudelstein anschließen um Sauerstoffgehalt zu erhöhen
• Licht so oft und so lange wie möglich ausschalten, Becken kann zusätzlich abgedeckt werden, da die Medikamentenbestandteile Malachitgrünoxalat und Malachitgrünchlorid empfindlich auf Licht reagieren (Zersetzung)
• Während der Behandlung nicht über Aktivkohle Filtern, da diese die Medikamente aufnimmt
• Bodengrund mehrmals gründlich absaugen um Schwärmer zu minimieren
• 30-50%iger Wasserwechsel vor jeder Dosierung (jeden 2. Tag)
• Seemandelbaumblätter als Vorbeugung Bakterieller Infektionen und Stärkung des Immunsystems (effektiver wie jede Chemie)
• Futtermenge auf ½ reduzieren, bei Fütterung Vitamine hinzufügen
• Nicht Düngen
• Keinen Wasseraufbereiter bei Wasserwechseln


Behandlungsdauer

Die Behandlung sollte solange weitergeführt werden, bis keine Symptome mehr sichtbar sind. Die letzte Behandlung auch zu Ende führen.


Nach der Behandlung

Schrittweise die Temperatur wieder senken und weiterhin die Fische im Auge behalten. Licht wieder auf gewohnten Rhythmus, Sauerstoff noch 1-2 Tage zufügen.
Futterdosis langsam wieder erhöhen. Ab dem Tag nach der letzten Dosierung für ca. eine Woche über Aktivkohle filtern. Die Aktivkohle filtert die Medikamentenrückstände aus dem Wasser, nach ca. 1 Woche ist die Kohle erschöpft und kann keine Schadstoffe mehr aufnehmen, wird die Kohle länger benutzt, kann sie die aufgenommenen Stoffe wieder ans Wasser abgeben. Als letzter Schritt sollte der Bodengrund abgesaugt und das Wasser gewechselt werden.



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Beitragvon Nadine.ka » 27.09.2006 13:51

Flossenfäule (Bakteriell)


Merkmale

Im Anfangsstadium lösen sich die Flossen vom Rand her auf und werden im Spätstadium zur Flossenbasis hin vollständig zerstört.


Ursachen

Die bakteriellen Erreger der Flossenfäule (Aeromonas, Pseudomonas und Vibrio) kommen in jedem Wasser vor, bei guter Haltung sind diese für den gesunden Fisch jedoch nicht gefährlich.
Bei Bakterienbefall ist die Ursache meist eine anhaltende Stresssituation, sei es durch eine schlechte Wasserqualität/hygiene oder falsche Fischzusammenstellung, dadurch wird das Immunsystem der Fische geschwächt und Bakterien können in den Organismus eintreten.
Im Zusammenhang mit anderen Krankheiten wie Parasitenbefall, Verpilzungen, Verletzungen oder Columnaris kann ebenfalls eine Flossenfäule auftreten.

-schlechte Wasserqualität/hygiene
-falsche Wasserwerte
-hohe Besatzdichte
-falsche Besatzung
-zu wenig bis garkeine Rückzugsmöglichkeiten (Pflanzen, Holz, Höhlen)
-Transport/schäden



Vorbeugung

Wie bei vielen anderen Krankheiten gilt hier, Stressfaktoren weitest möglich zu vermeiden; Haltungsbedingungen optimieren. Dies begünstigt, dass das Immunsystem intakt bleibt.


Behandlung

Wenn die Flossenfäule rechtzeitig erkannt wird, kann sie relativ einfach und schnell behandelt werden, indem die Haltungsbedingungen ( siehe Ursachen) verbessert werden. Hohe Nitritwerte sind ein Anzeiger dieser Krankheit. Nitrit und allgemeine Verunreinigung sind mit größeren und mehrmaligen (2-3 TWW/Woche) zu begegnen, solange bis der Nitritwert im Toleranzbereich angelangt ist. Desweiteren ist vitaminreiche Kost anzuraten.

Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, so sind spezielle Heilpräparate im Handel erhältlich, z.B Sera bactopur.


Nach der Behandlung

Die verbesserten Haltungsbedingungen sind weiterhin zu gewährleisten.
Waren Medikamente im Einsatz, sollte ein großzügiger Wasserwechsel vorgenommen werden, anschließend die Medikamente über Kohle aus dem Becken filtern.

Bereitgestellt von Stefan177 und Nadine.ka
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