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Ichthyophthirius multifiliis (Weißpünktchenkrankheit)
Ichthyo ist wohl die mit häufigste Krankheit in heimischen Aquarien.
Merkmale:
Ichthyo erkennt man in erster Linie daran, das sich auf Flossen, Schuppen und
Kiemen der Fische, kleine weiße Pünktchen bilden. Erste Anzeichen sind jedoch,
wenn die Fische sich sehr oft an Gegenständen reiben und kratzen.
Ursachen:
Es gibt Hunderte Auslöser für Ichthyo, am häufigsten jedoch sind Haltungsfehler
der Auslöser.
Die Erreger dieser Krankheit hat jeder Fisch in sich. Dieser wird bei Stress,
Krankheiten und bei geschwächten Tieren freigesetzt. Selbst bei manchen
Paarungsritualen kann Ichthyo ausbrechen. Sehr oft auch, wenn man neue Fische
ins Becken setzt.
Vorbeugung:
Im Großen und Ganzen kann man vorbeugen, indem man den Besatz von Anfang an
Perfekt aufeinander abstimmt. Die Fische sollten zu der Aquariengröße und den
Wasserwerten passen, sich gegenseitig nicht bekämpfen oder stören und das Becken
sollte nicht überbesetzt werden.
Da neue Fische durch Transport etc. meist geschwächt sind oder stark unter
Stress stehen können, sollte für Neuzugänge ein Quarantänebecken zur Verfügung
stehen.
Behandlung:
Behandlung mit Sera Costapur oder JBL Punktol (Andere Medikamente mit dem
Wirkstoff Malachitgrünoxalat oder Malachitgrünchlorid können selbstverständlich
auch genutzt werden). Diese Medikamente werden von Tierärzten empfohlen und
führen schnellstmöglich zum gewünschten Erfolg. Die Dosierung findet man im
Beipackzettel oder auf der Verpackung. Man bekommt beide Medikamente
normalerweise in jeder Zoohandlung. Es empfiehlt sich auch, eines dieser
Medikamente immer im Haus zu haben, um schnellstmöglich reagieren zu können. Die
Behandlung beider Medikamente besteht aus mehreren Schritten. Diese erstellen
einen festen „Rhythmus“. Z.B.: 1 Tag Dosieren, 1 Tag Pause. Diesen Rhythmus darf
man keinesfalls vorzeitig unterbrechen, da sonst die Erreger immun gegen das
Medikament werden könnten. Die Behandlung kann sehr aufwendig sein und auch zu
Ausfällen führen. Vor allem empfindliche Fischarten überstehen diese Krankheit
selten. Die Erreger lassen mehrmals am Tag von den Fischen, sinken zu Boden um
sich in Schwärmer zu teilen.
Behandlungshilfen:
Um die Behandlung mit Medikamenten zu unterstützen, sollten folgende Maßnahmen
durchgeführt werden:
• Temperatur schrittweise auf ca. 28° bis 32° erhöhen (Temperaturempfindlichkeit
der Fische beachten)
• Membranpumpe mit Sprudelstein anschließen um Sauerstoffgehalt zu erhöhen
• Licht so oft und so lange wie möglich ausschalten, Becken kann zusätzlich
abgedeckt werden, da die Medikamentenbestandteile Malachitgrünoxalat und
Malachitgrünchlorid empfindlich auf Licht reagieren (Zersetzung)
• Während der Behandlung nicht über Aktivkohle Filtern, da diese die Medikamente
aufnimmt
• Bodengrund mehrmals gründlich absaugen um Schwärmer zu minimieren
• 30-50%iger Wasserwechsel vor jeder Dosierung (jeden 2. Tag)
• Seemandelbaumblätter als Vorbeugung Bakterieller Infektionen und Stärkung des
Immunsystems (effektiver wie jede Chemie)
• Futtermenge auf ½ reduzieren, bei Fütterung Vitamine hinzufügen
• Nicht Düngen
• Keinen Wasseraufbereiter bei Wasserwechseln
Behandlungsdauer:
Die Behandlung sollte solange weitergeführt werden, bis keine Symptome mehr
sichtbar sind. Die letzte Behandlung auch zu Ende führen.
Nach der Behandlung:
Schrittweise die Temperatur wieder senken und weiterhin die Fische im Auge
behalten. Licht wieder auf gewohnten Rhythmus, Sauerstoff noch 1-2 Tage zufügen.
Futterdosis langsam wieder erhöhen. Ab dem Tag nach der letzten Dosierung für
ca. eine Woche über Aktivkohle filtern. Die Aktivkohle filtert die
Medikamentenrückstände aus dem Wasser, nach ca. 1 Woche ist die Kohle erschöpft
und kann keine Schadstoffe mehr aufnehmen, wird die Kohle länger benutzt, kann
sie die aufgenommenen Stoffe wieder ans Wasser abgeben. Als letzter Schritt
sollte der Bodengrund abgesaugt und das Wasser gewechselt werden.
bereitgestellt von MDJstan und Nadine.ka
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