A. borellii: Vermehrte Schleimbildung?

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A. borellii: Vermehrte Schleimbildung?

Beitragvon La Cazadora » 30.01.2012 23:14

Hallo liebe Leute!

Ich habe ein kleines Problem mit meinem Apistogramma borellii Bock. Der zeigt nun schon seit etwa 2 Monaten eine vermehrte Schleimbildung. An den Schuppenrändern bildet der Schleim weißliche Beläge. Er verhält sich ansonsten völlig normal, frisst und umwirbt seine Mädels. Das weiße Zeug ist nicht "haarig" - eine Pilzerkrankung scheint es nicht zu sein. Die anderen Fische sind nicht betroffen, auch nicht die beiden Borelli-Weibchen.

Google spuckte zu übermäßiger Schleimbildung andauernd Kiemenwürmer als Ursache aus. Da das Mittel sehr gut vertragen wird und ich es gerade im Haus hatte, habe ich das Becken vorsorglich mit Levamisol behandelt. Ziemlich hoch dosiert für 48h und das zweimal mit einem Abstand von einer Woche. Auch das hat keine Besserung der Beläge auf dem Fisch gebracht.

Nun ist die Preisfrage: Weiß jemand, woher das kommen könnte, bzw. hat schon mal ähnliches erlebt? Könnte es eine Alterserscheinung sein (er ist nicht mehr der jüngste)? Oder eine Mangelerscheinung? Bis Ende Oktober kriegen die Fische nur Lebendfutter aus dem Gartenteich (hauptsächlich Wasserflöhe). Das versuche ich im Winter mit roten, schwarzen und weißen Frost-Mülas im Wechsel halbwegs auszugleichen. Aber dann müssten doch alle Fische Symptome kriegen, oder? Ich bin mit meinem Latein am Ende. :(

Meine Wasserwerte (soweit ich Tests da habe): KH 3 - pH 5,9 - NO3 6 mg/l - PO4 0,2 mg/l (frisch aufgedüngt)

Weiterer Besatz außer den drei Borellis: 6x Hemigrammus erythrozonus, 8x Paracheirodon axelrodi, 4x Corydoras sterbai, 6 Amanogarnelen

Das Becken fasst 125l und ist dicht bepflanzt. Fotos sind in Arbeit...

Danke schonmal im Voraus!
Viele Grüße!
Susanne
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A. borellii: Vermehrte Schleimbildung?

Beitragvon adv » 30.01.2012 23:14


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Re: A. borellii: Vermehrte Schleimbildung?

Beitragvon La Cazadora » 31.01.2012 21:39

Hallo nochmal!

Hier kommen die versprochenen Bilder. Man sieht die weißen Beläge nur in schräger Aufsicht. Sie kommen scheinbar zwischen den Schuppen heraus.

http://i805.photobucket.com/albums/yy33 ... M_3941.jpg
http://i805.photobucket.com/albums/yy33 ... M_3949.jpg

Sieht man direkt auf den Fisch, sind die Beläge nicht mehr zu erkennen:

http://i805.photobucket.com/albums/yy33 ... M_3954.jpg

Irgendjemand irgendeine Ahnung?
Viele Grüße!
Susanne
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Re: A. borellii: Vermehrte Schleimbildung?

Beitragvon fischolli » 02.02.2012 14:56

Hi Susanne,

sowas hab ich noch nie gesehen, sorry. Scheuert der sich denn vermehrt an GEgenständen oder Pflanzen?

Das einzige, was mir einfiele, wäre entweder ein Salzbad (wobei Apistos das schlecht abkönnen) oder erstmal Seemandelbaumblätter etc. reinschmeissen. Genaueres würde man wohl nur raubekommen mit einem Abstrich und dann unterm Mikroskop + dann Ahnung haben, was man da sieht.

Gruß
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Re: A. borellii: Vermehrte Schleimbildung?

Beitragvon MOOSKUGEL » 02.02.2012 15:28

Moin Susanne,

bei dem zweitem Foto war mein erster Gedanke Schuppentaschenentzündung.
Hier mal paar Bilder zum Vergleich:
http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.p ... tz%FCndung
http://www.jbl.de/de/online-hospital/pict_diag_groups
Bei dem JBL-Link "Erkennbar auf Körper, Haut und Flossen" auswählen und dann nach Schuppentaschenentzündung suchen, lässt sich leider nicht direkt verlinken.

Nagel mich aber ja nicht darauf fest :wink:

Gruss Heiko
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Re: A. borellii: Vermehrte Schleimbildung?

Beitragvon La Cazadora » 02.02.2012 19:47

Hallöchen!

Vielen Dank für die Antworten! Schuppentaschenentzündung könnte es in der Tat sein, allerdings wird die ja auch als bloßes Symptom beispielsweise von Hautwürmern beschrieben. Haut- und KIemenwürmer müssten aber nach der Levamisol-Behandlung eigentlich kaputt sein. Außerdem wundert es mich, dass nur er betroffen ist. Die anderen Fische haben alle nix. :?

@ Olli: Nein, der scheuert sich nicht. Verhält sich komplett normal, sieht eben nur komisch aus. Ich habe letztens beim Wasserwechsel eine große Ladung Erlenzapfen ausgekocht und den Sud ins Becken gegeben. Ist das halbwegs richtig von mir gedacht, dass da eigentlich die gleichen Wirkstoffe drin sein müssten wie in Seemandelbaumblättern? Ich sträube mich immer, die zu kaufen, wenn mir die Erlenzapfen kostenlos in den Garten fallen. Bei Salz hab ich auch etwas Bedenken... :(

Was JBL da alles im Angebot hat ist ja schon krass, aber ich will mir vorerst keine weiteren Medikamente ins Becken gießen. So lange der Fisch sich normal verhält und die anderen sich nicht anstecken, könnte man doch bestimmt auch erstmal regelmäßig nur Erlenzapfensud benutzen, oder?

Ist das übrigens normal, dass das so herbeigeführte rostbraune "Schwarzwasser" nach 24 Stunden wieder ganz klar ist? :?: Ich habe nämlich meinen Bodengrund im Verdacht, dass der mir die ganzen schönen Huminstoffe wieder raus filtert... :evil:
Viele Grüße!
Susanne
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Re: A. borellii: Vermehrte Schleimbildung?

Beitragvon fischolli » 04.02.2012 14:02

Hi Susanne,

Erlenzapfen sind auch ok,, schmeiss doch einfach gleich die Zapfen rein. Die brauchst auch nicht auskochen, einfach direkt ins Becken damit. Anstatt der teuern Seemandelbaumblätter kannst du auch Wallnussblätter nehmen, die haben eine fast identische Wirkung und mit Chance bekommst du die auch umsonst.

Gruß
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Re: A. borellii: Vermehrte Schleimbildung?

Beitragvon La Cazadora » 06.02.2012 19:15

Hey Olli,

ich hab die Zapfen immer ausgekocht wegen möglicher Übertragung von Keimen. :oops: Ist das Quatsch oder berechtigt? Die sind immer so voll Schnodder, dass der Hygiene-Tick durchbricht... :mrgreen:

Dass man Walnussblätter benutzen kann hab ich ja noch nie gehört. Aber klar, da sind ja massig Gerbstoffe drin. Danke für den Tipp! Hast du das auch schon mal in Garnelenbecken probiert? Sind da sicher keine Giftstoffe oder ähnliches drin (die riechen ja immer so fies)? Dann probier ich das prompt. Einen Walnussbaum haben wir hier nämlich auch. :thumleft:
Viele Grüße!
Susanne
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Re: A. borellii: Vermehrte Schleimbildung?

Beitragvon fischolli » 07.02.2012 09:51

Moin Susanne,

ähm, ich nehm nun nicht gerade vollgeschmodderte Erlenzapfen, sondern sammel möglichst "saubere" auf. Aber es macht auch nix, die kräftig abzuspülen und gut ist es. Dass die Keime übertragen, glaub ich nicht, die sollen ja Keime mindern oder abtöten. :wink:

Das Wallnussblätter fies riechen ist mir auch noch nie aufgefallen. Da bei mir Garnelen nur als Lebendfutterlieferantenin einigen Becken ein Untergrund-Dasein führen, kann ich dir die Wirkung nicht genau sagen. Da solltest du im Wirbellosenbereich oder einem Spezialforum nochmal nachfragen. Ic habe aber mit Sicherheit schon Wallnuss-Blätter in Becken geschmissen, wo auch meine Ivasions-Garnelen leben. Und da ich immer noch ab und an welche sehe, schein ihnen das nichts auszumachen.

Gruß
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