Brokatbarbe (Puntius schuberti)
Name:
Brokatbarbe (Puntius schuberti)
Familie: (Cyprinidae)
Herkunft: Die Brokatbarbe wurde im Jahr
1950 aus Amerika eingeführt.
Uneinig ist man sich darüber, ob es sich bei diesem Fisch um eine Wildform oder
eine Kreuzung handelt. Nach amerik. Autoren soll es sich um eine Züchtung von
Thomas Schubert handeln. Andererseits gleichen die Nachzuchten vollkommen den
Zuchttieren, was keine Rückschläge auf Kreuzungen vermuten lässt.
Haltungsbedingungen:
pH-Wert: 6-8
Temperatur: 20 - 26° C
Gesamthärte: <20°
Länge: 7 bis 10 cm
Beckengröße: ab 160 ltr. bei einer Kantenlange von mindestens 100 cm
Besatz: Schwarmhaltung ab 8 Stück, besser mehr
Körperbau und Geschlechtsunterschied:
Die Brokatbarbe ist in ihrer Erscheinung der Messingbarbe sehr ähnlich. Sie
kreuzt sich auch leicht mit dieser.
Die weibliche Brokatbarbe erreicht eine Größe von etwa 7-10 cm, das Männchen
bleibt etwa 2 cm kleiner. Die Körpergestalt ist kräftig, gestreckt - beim
Männchen wesentlich schlanker als beim Weibchen - und seitlich nur wenig
zusammengedrückt. Die Grundfarbe ist ein kräftiges Gelb, das nach dem Rücken zu
ins Rötliche übergeht. Während das Weibchen außer dem beiden Geschlechtern
gemeinsamen dunklen Fleck an der Schwanzwurzel keine weitere Zeichnung
aufzuweisen hat, ziert das Männchen eine dunkle undeutliche Fleckenzeichnung,
die sich entlang der Seitenlinie bis zur Schwanzwurzel erstreckt. Alle Flossen
mit Ausnahme der Brustflossen sind gelblich-rot.
Fütterung:
Jedes irgendwie genießbare Futter wird angenommen und zwischen Lebendfutter und
gutem Trockenfutter kein Unterschied gemacht.
Beckeneinrichtung:
Diese Art stellt keine großen Ansprüche an die Einrichtung. Gut bepflanzt mögen
Sie es trotzdem, um im Schwarm den Rückzug antreten zu können. Da die Tiere
recht groß werden, biete man ihnen ein großes Becken mit viel Platz zum
Ausschwimmen.
Vergesellschaftung/Haltung:
Die Barbe ist in ihrer Haltung eher anspruchslos. Sie ist sehr lebendig, wird
anderen Fischen nicht lästig, gründelt kaum und ist sehr genügsam.
Die Vergesellschaft mit ruheliebenden Fischen sei nicht empfohlen, da die Fische
(gerade in einem größeren Schwarm) viel Schwung ins Becken bringen.
Vermehrung/Zucht:
Da die Fische starke Laichräuber sind, sollte man bei der Zucht noch ein zweites
Ablaich/Aufzuchtbecken zur Verfügung haben. Abgelaicht wird gern auf Javamoos
und Stängelpflanzen, wie Wasserpest oder Pfennigskraut. Die Zuchtfische werden
in das Alaichbecken mit den Pflanzen umgesetzt.
Die weibliche Barbe ist mit ca. 5 cm, die männliche mit etwa 4 cm
geschlechtsreif. Nachdem anfänglich die Zuchttiere scheu in den Ecken gestanden
haben, beginnt das Männchen bald lebhaft zu treiben, und schnell ist das
Laichgeschäft in vollem Gange. Bei jedem Laichakt werden max. 12 Eier abgestoßen
und vom Männchen umgehend befruchtet. Nach 2-3 h ist der Laichakt beendet. Der
Laichvorrat des Weibchens ist groß, 400-600 Eier werden abgesetzt. Die
Zuchttiere können nun aus dem Aufzuchtbecken herausgefangen werden.
Nach 24-36 Stunden schlüpfen die jungen Barben und hängen an den Scheiben und
Pflanzen. Die Jungtiere sind glasklar und schwimmen am 4.- 5. Tag frei. Am
schnellsten geht das Wachstum vorwärts, wenn kleinste Rädertierchen angeboten
werden. Wenn erst Cyklops, Nauplien und anderes Lebendfutter genommen wird,
schreitet das Wachstum rapide vorwärts, und in 8-9 Wochen sind die Jungtiere
schon 2 cm groß.
Dieser Artikel wurde verfasst von "Stinnes"
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