Hallo,
kann passieren, selbst nach Jahren ist man vor solch simplen Fehlern nicht immer gefeit.
Wichtig ist: es wurde erkannt.
Betreff Deines Besatzes versuche Dir mal die Grundansprüche der einzelnen Arten vorzustellen.
-Dornaugen, Bodenbewohner, Gruppentiere ( ich rate 10 Tiere an), meist dämmerungs/nachtaktiv
-Panzerwelse, Bodenbewohner, Gruppentiere ( 5 werden immer angeraten, aber auch hier tendiere ich zu mind. 10), tagsüber aktiv, auch in der Dämmerung
-Ancistrus, Bodenbewohner, revierbildend, braucht viel Fläche zum abraspeln ( vor allem Holz!), dämmerungs/nachtaktiv
-Schmetterlingsbuntbarsche, bodenorientiert, tagsaktiv, revierbildend
Nun ziehen sich die Ancistrus und Dornaugen vorwiegend tagsüber zurück. Die Zwergbuntbarsche gehen ihrem Leben so nach ... futtern, balzen, andere Fische scheuchen, ablaichen, Junge bewachen, etc., sprich, gerade in der Fortpflanzungsphase ist es doch recht anstrengend, man hat viel zu tun.
Denn da müssen sie ihre Eier/Jungen vor den Neons und Glaswelsen verteidigen und auch am Boden die Panzerwelse fern halten, die ja eifrig rumwuseln.
Wird es Abend, sprich die SBB und Panzerwelse, Neon etc. werden müde, wollen schlafen, wird der Rest am Boden wach.
Die Welse und Dornaugen ( vor allem,wenn man sie denn aufstocken würde) , wären fleissig unterwegs...dort, wo die Panzerwelse schlafen, bzw. die SBB ruhen/Gelege bewachen.
Eventuell zoffen sich die Ancistrus ( vor allem, wenn sie größer werden) und die schlafenden Fische kommen da mitten mang.
Dornaugen sind super Laichräuber, wie auch die Welse, Deine SBB werden zwar merken, daß da was an ihrem Gelege ist, aber sie sind hilflos im Dunkeln. Die Dornaugen schieben sich einfach zwischen Laich/Junge und den Eltern und mapfen alles weg. (Die Ancistrus auch. )
In einem größeren Becken könnte man dies als Fisch noch kompensieren, da ist die Wahrscheinlichkeit, daß man Nachts übereinander stolpert geringer. Aber auf einer kleinen Fläche, bleibt im Grunde keine Ausweichmöglichkeit.
Allein wenn Deine Ancistrus ausgewachsen sind, mit mind. 10 cm, ist der gesamte Boden des Nachts ihr Bewegungsbereich, plus natürlich auch die obere Bereiche, wo sie sich ansaugen können.
Vermehren die sich, wuselt es nur so am Boden. Aus einem Gelege ( was alle 4 Wochen entstehen kann), können locker 50 oder mehr Junge schlüpfen.
Wäre also so, als müßtest Du Dir Dein Schlafzimmer Nachts mit ein paar Gürteltieren, Katzen und ein paar zänkischen Dachsen teilen, die alle durch/über Dein Bett toben.
Wäre ein sehr unruhiger Schlaf.
Das würde ich als bodenlastig ansehen.
Ich würde mich entscheiden, ob ich
a) Ancistrus haben möchte ( dann aber auch nur einen!), eventuell mit Dornaugen
oder
b) Panzerwelse und SBB ( vor allem, wenn es Offenbrüter sind)
LG Verena