fluethke hat geschrieben:nein, so einfach ist das wirklich nicht.
nein, beim besten Willen nicht, es streiten sich ja noch genügend Gelehrte drum
fluethke hat geschrieben:Die Nitrifikation kann hierbei schon im Keim erstickt sein. Eine Vorstufe zum Nitrit ist Ammonium, dieses wird bevorzugt von den Pflanzen aufgenommen und damit entsteht kaum Nitrit, so dass ein Peak erst gar nicht entsteht. D.h. bei reichlichem Pflanzenbesatz, wird alles entstehendes Ammonium verbraucht und kein Nitrit erzeugt. Hier besteht die Gefahr, dass bei Einsetzen der Fische der Peak verspätet ausgelöst wird.
Wenn dies so schwerwiegend wäre, müsste eigentlich das AQ ohne Pflanzen eingefahren werden umd ja einen hohen Nitritgehalt zu haben.
fluethke hat geschrieben:Das gleiche Spielchen wie oben. Wird nun in so ein Becken schnell der komplette Fischbesatz eingesetzt, kommt der Peak verspätet, aber er kommt. Werden langsam wenig Fische eingesetzt, haben die paar Nitrobacter Bakterien Zeit sich auf das erhöhte Ammonium Angebot einzustellen und wachsen quasi mit.
Dann müsste nach jedem einsetzen von Fischen, rückschneiden von Pflanzen, entfernen von bekannten Nitritblockern, wie Mooskugeln oder Wasserefeu zu einem messbaren Nitritanstieg führen.
fluethke hat geschrieben:Das ist eben die Frage, was "im Laufe der Zeit" bedeutet. Wenn das langsam geschieht, dürfte nichts passieren.
Zeit ist Ok, nach allgemeinen Angaben dauert die Bildung von Nitrifikanten zwischen 10 und 14 Tagen. Dazwischen?
fluethke hat geschrieben:D.h. deine Phänomene sind auch durch eine Mangelernährung der nitrifizierenden Bakterien zu erklären. Dafür ist jedes Becken zu individuell. Sollte in so einem Becken in der Einlaufphase die Bakterienpopulation durch TWW weiter geschwächt werden, kann ich mir schon vorstellen, dass der Peak weiter herausgezögert wird. Wir reden hier auch nur von
Becken ohne Fischbesatz.
Ich bin aber auch nicht so kühn zu behaupten, wer in der Einlaufphase TWW macht, macht alles falsch.
Erklärbar ist es wirklich nur bei dem jeweiligen AQ mit entsprechender feinen Messtechnik.
Das ganze Geheimnis, der ganzen Geschichte dürfte sein, das sich die Bakterien, egal ob wenig oder mehr Nitrit auf der kompletten Fläche des Filterschwamms ausbreiten, und nicht nur je nach Messbarkeit nur 2cm² wenn wenig vorhanden ist. Die bakkies haben einen Fresshunger der nicht immer gleich ist. Wenn wenig Nitrit vorhanden kommen sie auch mit wenig klar. hauptsache etwas ist überhaupt da. Wenn viel Nitrit da ist können sie auch mehr umwandeln. Das natürlich bis zu einer gewissen grenze.
Überlege mal, wenn du ne Woche nicht fütterst, wegen ner krankheit, geht dein Nitrit merklich zurück. Die organische belastung ist ja geringer. Trotzdem hast du bei wieder anfütterung keinen Nitritpeak.
Oh ja, ich kann Deters und auch andre experten fast blind runterleiern. Aber hinterfragen tue ich trotzdem
Also ich bin jetzt mal ganz kühn, und meine, das ein Wasserwechsel in geringem Maße nicht schädlich ist. Wenn verdünnen schädlich ist, müsste ich im Umkehrschluss massig anfüttern dürfen, um den Peak so hoch wie möglich in kurzer Zeit zu treiben ( am besten noch ohne Pflanzen)und langsam abklingen zu lassen eine schnelle sichere einfahrmethode sein.
Eine These die nur was verdeutlichen soll, bevor jetzt einer auf die Idee kommt das tatsächlich zu machen*g*