Hallöchen nochmal!
Stinky hat geschrieben:Ich habe einen Kanister genommen um zu verhindern das der Schlauch mit dem Schaum in berührung kommt und somit Schaum ins Aqua kommt.
Rezept war: 300g Zucker 3g Hefe 1,125 lauwarmes Wasser
Prinzipiell ist die Idee ja schön, den Schlauch weit entfernt von der Gärlösung anzubrigen, wie das beim Kanister der Fall ist, nur musst du ja erstmal den ganzen Kanister mit Druck "füllen" eh davon irgendwas in den Schlauch und dann ins Becken wandert. Meinst du 1,125 LITER lauwarmes Wasser? Wie groß ist denn der Kanister? Bei einem 5 l Kanister zum Beispiel wird es eine ganze Weile dauern, bis 1,125 l Gärlösung da auch nur ansatzweise Druck drauf bringen.
La Cazadora hat geschrieben:Geht dieser Ausströmer denn nun garnicht? Dann müsste ich ja schon wieder etwas neues kaufen

Klar geht auch ein Ausströmer. Bloß musst du dir den Unterschied zwischen Bio-CO2 und den Druckflaschenanlagen mal überlegen.
Bei einer Druckgasanlage kannst du genau einstellen, wie viele Bläschen pro Minute du im Becken haben möchtest. Das geht bei Bio CO2 nicht. Da kommen am Anfang 60 Blasen pro Minute und gegen "Ende" des Ansatzes nur noch 10. Wie viel von dem produzierten CO2 im Beckenwasser in Lösung geht, wird unter anderem über die Diffusionsfläche zwischen CO2-Gas und Wasser bestimmt. Bei vielen Bläschen ist sie sehr groß, bei wenigen wesentlich kleiner.
Durch den Topper hast du die Möglichkeit, die Diffusionsfläche immer gleich zu halten. Egal, wie viel CO2 deine Anlage produziert, es diffundiert immer die gleiche Menge ins Wasser, weil du eine einzige große CO2-Blase im Becken hast, statt vieler kleiner.
Ich lasse die Anlage mit Topper auch nachts einfach durchlaufen. Denn wenn kein CO2 mehr verbraucht wird, die Pflanzen es sogar noch produzieren und damit die CO2-Sättigung im Wasser zunimmt, nimmt das Wasser auch nicht mehr so viel CO2 aus der Blase auf - dann blubbert nachts die Falschgasentlüftung mal was öfter. Bei einem Ausströmer wäre mir das zu heiß. Da würde ich jeden abend den Ansatz vom Becken nehmen und ihn erst morgens wieder anschließen (Druckgasanlagen haben Zeitschaltuhren dafür).
Stinky hat geschrieben: Da dann aber 1,3kg Zucker reinkommen ist das dann nicht zuviel für ein 80cm also 96cm Aqua?
Die 1,3 kg Zucker sind dazu da, den entsprechenden Gärdruck in dem Riesenkanister aufzubauen (s.o.). Und ja, wenn der Druck dann da ist, wird das Ding ganz schön losblubbern. Meinst du 96 Liter? Da wäre mir das ganz gewaltig zu viel des Guten. Dann auf jeden Fall nur mit Topper oder Paffrathschale (weil es dann eben aus oben genannten Gründen egal ist, wie viel CO2 du da rein bläst).
Stinky hat geschrieben:Und ich überlege ob ich morgen so einen Mini Flipper kaufe...ist mein Ausströmer denn so Mist?
Ein Flipper löst das Dosierungsproblem auch nicht. Auch da ist die Blasenzahl entscheidend und die kann man eben beim Bioansatz nicht hundertprozentig festlegen. Das kommt nahezu auf's Selbe raus wie der Ausströmer. Und der ist kein Mist - bloß musst du dir eben überlegen, wie du dosieren willst. Es gibt da noch die Möglichkeit, mit Gelatine den Gärprozess etwas gleichmäßiger laufen zu lassen. Das ist mir persönlich aber zu viel Gemansche.
Ich hab die grüne Hölle im Becken (125 l, auch 80 cm Kantenlänge) und das mit 200 g Zucker, 2 g Hefe und 1,2 l Wasser in einer 1,5 l PET-Flasche. Das läuft mindestens drei Wochen. Getauscht wird, wenn die Blasenzahl pro Minute unter 10 sinkt. Die Waschflasche ist eine 500 ml Flasche mit 400 ml Füllung. Die beiden Pullen nehmen nebeneinander im Schrank kaum Platz weg und das ganze Silikon-Abdichte-Gedöns am Deckel kannste auch weg lassen. Wenn man die Löcher klein genug macht (Bohrer vom Taschenmesser) und den Schlauch da mit etwas Spucke durchzwängt, ist das dicht genug. Für den gesamten Aufbau braucht man 15 Minuten.
Sorry für den Roman, aber ich interessier mich für diesen Kram. Hat mir damals das Becken gerettet.