Hallo,
sleeper1981 hat geschrieben:Ich schreibe zur Zeit meine Diplomarbeit und muss hierfür Qualitativ hochwertige Bilder von Hochglanzbauteilen (ähnlich wie schwarzer Klavierlack) machen.
In diesen Bauteilen sind zum Teil Dellen, Beulen oder Kratzer. Genau diese Beschädigungen muss ich fotografieren und zwar so, dass man deutlich erkennt wie die Beschädigung aussieht! Erste Versuche sind kläglich gescheitert!
selbstverständlich scheitern die. Es ist aber relativ einfach:
Du brauchst eine Spiegelreflexkamera und ein Stativ und einen Fernauslöser oder eine ruhige Hand.
Desweiteren musst Du ermitteln, wie Du mit der Kamera Belichtungsreihen machen kannst.
Dann baust Du auf und fotografierst im manuellen Modus so, dass Du die mittelhellen Bereiche des Motives gut drin hast. Einiges wird zu dunkel sein und andere Stellen zu hell und ausgefressen. Das macht aber nichts. Jetzt kommt die Belichtungsreihe ins Spiel und da hängt es von dem ab was die Kamera macht. Meinswegen gehst Du auf 7 Bilder und jetzt wird die Kamera automatisch ausgehend von Deinen vorermittelten Einstellungen für die mittelhellen Bereich ein paar Bilder mit längerer und ein paar mit kürzerer Zeit machen. Dabei darf die Kamera natürlich nicht wackeln, daher Statik und Fernauslöser.
Jetzt addierst Du am Pc die Bilder so, dass von jedem Bild das jeweils gute übernommen wird und so kommst Du zu einer guten Gesamtaufnahme. Ein Blitz würde die "Stimmung" bzw. Realität immer zerstören. Dann würde es unscharf. 3 Bilder zu verwenden kann etwas knapp sein, 6 oder 7 evtl. etwas zu viel.
Das Stichwort für Google lautet HDR. Du solltest Dich aber nicht durch die teilweise erheblich verkitschten Bild schocken lassen. Die meisten Leute übertreiben es und machen aus ihren Bildern ein Mittelding von Malerei und Fotografie. Du kannst genau so aber mit dem Werkzeug höchstrealistische Aufnahmen erzeugen, solange sich das Motiv nicht bewegt (Fische, Blätter, Menschen..)