'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

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'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon Henny » 24.01.2012 04:29

Hallo Ihr,

Anlass dieses Threads sind meine neuen Fische in dem absolut kahlen Quarantänebecken (nur Technik drin).

Ich habe fünf (damals waren es sieben) C. trilineatus, die von Natur aus eher scheu sind, vor ca. zweieinhalb Jahren aus der Tüte in mein dicht bepflanztes 200er entlassen. Sie haben sich sofort hinter den Pflanzen versteckt und kommen bis heute nicht raus, wenn ich mich nur etwas näher als ca. fünf Meter vor dem Becken bewege. Dann hungern sie lieber. Das möchte ich mit den neuen Tieren sehr gerne vermeiden.

Nun habe ich vor einer Woche 10 Trilineatus und fünf Schwarze Phantomsalmler gekauft und erst einmal in Quarantäne gesetzt (morgen werde ich noch fünf Trilineatus dazuholen). Da haben sie gar keine Versteckmöglichkeit. Sie müssen meinen Anblick zwangsweise ertragen. Sie gehen fast alle nach hinten, wenn ich vor dem Becken hantiere. Allerdings kommen die Welse wenigstens ans Futter. Ich bleibe auch absichtlich davor stehen und bewege mich leicht. Das ist ja schon mal ein Fortschritt zu meinen Alteingessenen.

Besonders irritieren mich die fünf Phantomsalmler. Vor einem Vierteljahr hatte ich schon mal 11 Tiere von denen in Quarantäne gesetzt. Die waren zwar auch die ersten Tage etwas scheu und blass, haben dann aber ganz schnell 'gelernt', dass Mensch vor dem Becken nichts Böses bedeutet, im besten Fall sogar Schappi. Sie waren nach ca. vier Tagen sofort vorne, wenn sie mich gesehen haben. Auch haben sie nach ein paar Tagen ihre Farbe zurückbekommen. Allerdings war natürlich die Gruppe größer und außerdem hatte ich denen auch reichlich Plastikpflanzen reingestellt. Nachdem ich die Tiere ins AQ umgesetzt hatte, waren und sind sie auch dort sofort vorne an der Scheibe sobald sie mich sehen. Wenn ich im AQ hantiere, könnte ich sie fast mit der Hand fangen, so zutraulich sind sie.
Die fünf neuen Gesellen sind sogar noch scheuer als die Welse. Die fressen nicht mal, wenn ich davorstehe und drücken sich in der hintersten Ecke hinter dem Filter rum. Die Färbung ist nach einer Woche immer noch fast durchsichtig (das war im Händlerbecken anders). Auch schwimmen sie gar nicht mittig/oben, sondern nur unten im Schwarm mit den Welsen. Die Tiere schieben deutlich Panik.

Natürlich bedeutet es massiven Stress für die Tiere, wenn sie in eine neue Umgebung kommen und sich nicht zurückziehen können. Ich dachte mir aber, wen die Crashkur nicht gleich umhaut, der wird zwangsweise nach einer relativ kurzen Zeit zutraulich. :?
Oder bringt es mehr Erfolg, den Tieren mehr Verstecke zu bieten, die ihnen Sicherheit geben, und abwarten, bis sie sich von selber hervortrauen (oder auch nicht)? Häufig habe ich schon gelesen, dass gewisse Fische scheu werden, wenn das Becken nicht ausreichend verkrautet ist. Ich könnte das Q-Becken ja wieder mit Plastikpflanzen bestücken und gucken, was passiert.

Was habt Ihr diesbezüglich für Erfahrungen gemacht? Wie weit sind Fische diesbezüglich lernfähig (ohne ihnen vorher massiv zu schaden)?

Ich freue mich auf Eure Berichte.

Viele Grüße von Henny
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'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon adv » 24.01.2012 04:29


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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon Diddy » 24.01.2012 09:21

Oh man, das ist ja zum Haareraufen...

Hallo erstmal,

was erwartest du von Tieren, die darauf programmiert sind sich bei Gefahr zu verstecken und dicht im Schwarm zusammen zu halten? In der Natur sichert ihnen das das Überleben und warum sollten sie im AQ dieses Verhalten ändern? Meiner Meinung nach quälst du die Tiere, da sie massiven Stress ausgesetzt werden.
Stell dir mal vor, man würde dich nackt und hilflos in einen Glaskasten setzten, wo jeder reinglotzen kann und deine einzige Möglichkeit sich zu schützen ist zusammengekauert in der Ecke zu hocken und hoffen, dass alle weg gehen. Ein Mensch würde in solche einer Situation einen psychischen Schaden davon tragen.

Lass dieses Verhalten und biete ihnen Rückzugsmöglichkeiten. Mit der Zeit werden sie sich an dich gewöhnen, wenn sie wissen, dass du Futter bringst und sie nicht auffrisst. Aber bei deinem Verhalten sollte man ersthaft drüber nachdenken, dir die Fische und AQ wegzunehmen.

Sachen gibts. :shock:
MfG
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon fischolli » 24.01.2012 10:03

Moin,

grundsätzlich geb ich Diddy Recht, gib denen etwas, wo sie sich verstecken können (die Plastikpflanzen sind doch dafür gut geeignet).

Aber diese völlig unsinnigen Vergleiche zwischen Menschen und Fischen sollten wir dabei tunlichst weglassen.

Gruß
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon Diddy » 24.01.2012 10:39

fischolli hat geschrieben:Aber diese völlig unsinnigen Vergleiche zwischen Menschen und Fischen sollten wir dabei tunlichst weglassen.


[ot]
Nö, finde ich nicht. Es sind immernoch Lebewesen die in unserer Obhut sind. Dabei ist es egal ob es Hunde, Katzen, Fische oder Menschen sind. Nur weil wir Menschen sind, stehen wir nicht über den Dingen.
Es ist mitlerweile nachgewiesen, dass Fische auch komplexere Empfindungen haben, als früher angenommen, nur weil wir sie nicht schreien oder wimmern hören, heißt das nicht, dass sie kaum Empfindungen haben.
Jetzt aber genug dazu.
[/ot]
MfG
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon FKS » 24.01.2012 11:21

Diddy hat geschrieben:Nö, finde ich nicht. Es sind immernoch Lebewesen die in unserer Obhut sind. Dabei ist es egal ob es Hunde, Katzen, Fische oder Menschen sind. Nur weil wir Menschen sind, stehen wir nicht über den Dingen.
Es ist mitlerweile nachgewiesen, dass Fische auch komplexere Empfindungen haben, als früher angenommen, nur weil wir sie nicht schreien oder wimmern hören, heißt das nicht, dass sie kaum Empfindungen haben.

ich brech ab... :autsch:
Gruß
Frank
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon Henny » 24.01.2012 16:24

Hallo Cristian,

Diddy hat geschrieben:...Lass dieses Verhalten...

Welches Verhalten von mir meinst Du denn?
Neue Fische für ca. zwei Wochen in Quarantäne zu stecken ist wohl weder ungewöhnlich noch sinnlos.
Mein Q-Becken steht in einer ruhigen Abseite, wo die Tiere den ganzen Tag bei indirekter Beleuchtung ungestört verbringen können. Nur ca. vier Mal am Tag gehe ich davor, wobei ich mich vorsichtig bewege. Ansonsten schwimmen sie munter umher.

Diddy hat geschrieben:...Stell dir mal vor, man würde dich nackt und hilflos in einen Glaskasten setzten, wo jeder reinglotzen kann und deine einzige Möglichkeit sich zu schützen ist zusammengekauert in der Ecke zu hocken und hoffen, dass alle weg gehen...

Genau das passiert überall und täglich in Händlerbecken, da ist es aber 'normal'. Da haben die Tiere auch nicht mehr Versteckmöglichkeiten. Bis auf Bodengrund sind die auch fast kahl, da ist vielleicht eine kleine Wurzel drin oder eine Pflanze, das war's dann aber auch. Dazu kommt, dass dort täglich Scharen an potentiellen Käufern in die voll beleuchteten Becken glotzen und manchmal sogar noch Kinder an die Scheiben klopfen. Da haben es die Tiere bei mir deutlich entspannter und nach zwei Wochen, wenn sie gesund sind, kommen sie sowieso in ein dicht bepflanztes AQ.

In der Vergangenheit hatte ich das Q-Becken ja mit Plastikpflanzen bestückt, um ihnen mehr Sicherheit zu geben. Da sagten mir aber hier im Forum erfahrene Leute, dass in ein Q-Becken außer Technik eigentlich nichts gehört. Plastikpflanzen seien überflüssig und außerdem danach schwer zu reinigen, deswegen besser weglassen.

Deswegen habe ich das diesmal so gemacht. Nach einer Woche kommen mir nun aber Zweifel, besonders bezüglich der Phantomsalmler, und deswegen habe ich dieses Thema hier zur Diskussion gestellt.
(Da Du ja für einen Vergleich Mensch/Fisch durchaus zu haben bist: Gerade bei Menschen führt man bei extremen Ängsten/Psychosen solche Schocktherapien erfolgreich durch. Die Menschen müssen sich dem, was sie ängstigt, so lange aussetzen, bis die Angst nachlässt.)
Aber ich will hier nicht über Menschen schreiben, sondern wollte eigentlich Eure diesbezüglichen Meinungen mit Fischen erfahren. Auch war es nie mein Thema, die Fische deswegen länger in Quarantäne zu lassen.
Was ist an diesem meinem Verhalten also so verwerflich?

Diddy hat geschrieben:...Aber bei deinem Verhalten sollte man ersthaft drüber nachdenken, dir die Fische und AQ wegzunehmen...

Ich glaube, mit dieser Aussage bist Du deutlich über das Ziel hinausgeschossen.

Gruß
Henny

P.S.: Ich werde wieder Plastikpflanzen reinstellen.
Zuletzt geändert von Henny am 24.01.2012 17:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon die Piddi » 24.01.2012 17:01

Hi,

mal ganz ab vom Quarantänebecken und Euren kleinen Querelen:

Es gibt so einige Assoziationen in Bezug auf Beckeneinrichtung und Fischen.
"Verkrautetes Becken" schreit für mich eher nach Labyrinthern.
Bei Panzerwelsen denke ich zuerst an ein Becken mit vielen freien (Sand-)Flächen, guter Strömung und einigen Unterständen in Form von Wurzeln oder großblättrigen Pflanzen. Für mich ist es nur logisch, dass Du Panzerwelse in einem dicht verkrauteten Becken nie zu Gesicht bekommst.
Liebe Grüße Piddi (Petra)

Herr, gib mir die Gelassenheit eines Stuhles - der muss auch mit jedem A R S C H klar kommen
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon Henny » 24.01.2012 21:01

Hallo Petra,

ich kann Deine Assoziationen bezüglich der Beckeneinrichtung schon nachvollziehen. Meine drei Becken, in denen sich Panzerwelse befinden, sind nicht 'verkrautet', aber dicht bepflanzt. Im Hintergrund Vallisnerien, in der Mitte viele großblättrige Rosettenpflanzen und Wurzeln und vorne kleine Rosettenpflanzen mit freiem Boden dazwischen und jeweils ein abgetrennter Sandbereich, der gar nicht bepflanzt ist. Gut Strömung ist meistens auch vorhanden, u.a. nehme ich auch deswegen keine Fadenfische. Vom Aufbau sind die drei Becken ähnlich.
In zwei der Becken habe ich Marmorpanzerwelse. Die halten sich hauptsächlich vorne auf und sind so ziemlich die ersten, die ans Futter gehen. Auch bei Arbeiten im AQ sind sie so zutraulich, dass ich immer aufpassen muss, sie nicht zu verletzen.

Die Trilineatus sind da halt ganz anders drauf. Sie könnten auch sichtbar nach vorne kommen, tun sie aber nicht, nicht mal wenn es Futter gibt und ich regungslos davorstehe, das hatte ich ja schon geschrieben. Natürlich können sie sich in dem Dickicht super verstecken. Da würden auch 20 Tiere verschwinden, wenn sie wollen, ohne dass ich sie zu Gesicht kriege.

Davon abgesehen, dass ich glaube, dass marmorierte Panzerwelse vom Verhalten grundsätzlich cooler sind als die Trilineatus, stehen die beiden Becken mit den Marmorpanzerwelsen an Plätzen, wo immer Aktion vor der Scheibe ist. Und trotzdem sind sie immer vorne. Je mehr Aktion, desto interessierter sind sie und schwimmen sogar häufig mit, wenn man vor der Scheibe auf und ab geht (könnte ja Futter geben). Die sind also den Anblick von Mensch, Hund und Katze gewöhnt und dieser Anblick scheint sie auch in keinster Weise abzuschrecken.
Das 200er, in dem sich die Trilineatus befinden, steht hinten im Raum, wo kein Durchgangsverkehr ist. Da komme ich nur gezielt hin. Insofern überlegte ich, dass eine gewisse Gewöhnung an den Anblick Mensch ihnen die Scheuheit ein bisschen nehmen könnte. Die Trilineatus in Quarantäne haben sich in der einen Woche ja auch diesbezüglich schon gut entwickelt.
Plastikpflanzen sind jetzt drin.

Viele Grüße von Henny
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon fischolli » 25.01.2012 15:08

Moin,

die Aussage, Henny ihre Beckenwegzunehmen, find ich auch daneben. Ich kenne kaum jemanden hier im Forum, der sich so intensiv und wirklich ernsthaft mit seinem Hobby auseinandersetzt und auch Ratschläge annimmt. Soviel dazu.

@ Henny

Ich weiss nicht, warum Plastikpflanzen schwer zu reinigen sein sollen. Die kann man auskochen oder zumindest in sehr heisses Wasser tun, hier ist problemlos ein Bad mit Kaliumpermanganat möglich und zur Not kämen die bei mir in einen Beutel und in die Waschmaschine. :lol:

Schmeiss sie rein und kuck, ob das Verhalten deiner fische sich zum positiven ändert. Rausnehmen kannst sie dann immer noch wieder. :thumright:

Gruß
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon Bluenight83 » 26.01.2012 00:42

Ich berichte jetzt einfach mal über meine Erfahrungen mit scheuen Fischen.

Ich habe Zwergpanzerwelse (Pygmaeus). Diese sind tendenziell ziemlich scheu. Ich hatte mein Becken eingerichtet ohne mir große Gedanken zu machen welche Fische ich wirklich reinsetzen will. Ich habe Sand als Bodengrund genommen, zwei Wurzeln, feinfiedrige Pflanzen, großblättrige Pflanzen und Javamoos. Somit war das schon mal eine gute Basis für viele Arten. Jedenfalls habe ich die Wurzeln so in den Sand gedrückt das sie kleine Höhlen über dem Boden bildeten.

Jedenfalls hatten es mir dann die Zwergpanzerwelse angetan. Im Schaubecken sah man auch keine Anzeichen von Schüchternheit oder Angst wenn man ans Becken kam. Jedenfalls waren sie ziemlich schnell sehr ängstlich als sie bei mir im Becken waren. In der Zeit war es ein Artbecken. Naja, ich wollte die Fische eh aufstocken und dachte mir auch das eine größere Gruppe vielleicht auch die Angst nehmen würde. Die neuen Fische waren im Geschäft sogar mit total quirligen Zebrabärblingen im Becken. War eine sehr große Menge. Und selbst das hatte die Fische nicht gestört. Kein ängstliches Verhalten, keine schwache Färbung ... Aber auch diese Fische nahmen recht schnell das Verhalten an. Immer versteckt wenn ich auch nur in die Nähe des Beckens kam.

Nun dacht ich mir das es so auch irgendwie langweilig ist. Artbecken lässt sie nicht lockerer werden, eine größere Gruppe, insgesamt 12 Tiere, hat auch nichts geholfen ... Da kam ich auf die Idee meine Zwergpanzerwelse zu vergesellschaften. Natürlich mit Fischen die nicht Ansatzweise so ängstlich sind aber trotzdem keinen Stress im Becken verbreiten. Meine Wahl viel auf Zwergbärblinge und Otocinclus. Besonders die Otocinclus sind keinen deut ängstlich. Selbst wenn ich mit der Hand im Becken hantiere. Zuerst waren die Zwergpanzerwelse wohl von den Otocinclus fasziniert. Sie kamen ihnen wohl wie größerere Kollegen vor die merkwürdiger Weise oft an den Scheiben kleben ... :-) Und auch die Otos schwammen mit den Zwergbärblingen mit. Aber das hielt nicht dauerhaft an. Inzwischen sind die Zwergpanzerwelse wieder fast nur unter den Wurzeln versteckt.

Vor 2-3 Monaten hab ich mir gedacht ich stelle die Wurzeln um damit es keine Höhlen zum verstecken mehr gibt. Da aber mein Becken so verwuchert war hab ich dann gleich alle Pflanzen raus genommen, zurecht geschnitten, und dann alles neu bepflanzt. Nur hab ich das mit den Wurzeln ziemlich blöde gemacht weil die Wurzeln trotzdem wieder Wurzeln gebildet haben ... -.-

Jedenfalls bin ich davon überzeugt das man den Fischen nicht so viele gelegenheiten geben sollten um sich richtig zu verstecken. Klar sollte man den Fischen schattige Ecken gönnen wo sie ihre Ruhe haben können, aber keine Verstecke anbieten. Ich bin davon überzeugt das meine Zwergpanzerwelse nicht so ängstlich wären wenn die Wurzeln nicht im Becken wären. Und öfter sehen könnte man sie auch. Aber die Wurzeln gefallen mir dann doch zu sehr um die einfach aus dem Becken zu werfen ... <seufz>

So, das ist meine Erfahrung.

Tschüss, nech.
[album][/album]
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon Henny » 26.01.2012 00:54

Hi Olli,

danke für Deinen Zuspruch - ich freue mich sehr darüber! :D

Plastikpflanzen sind seit gestern abend drin. Sauber kriege ich die auch irgendwie (mit der Waschmaschine würde ich wohl Ärger kriegen, die ist nämlich erst zwei Monate alt :wink: ). Solange keine Krankheit auftritt, reicht vermutlich auch ausspülen unter heißem Wasser. Falls sich trotzdem hartnäckig irgendwelche Keime halten, werden andere Fische deswegen auch nicht gleich umkippen. Das war in der Vergangenheit ja auch kein Problem.

Ich werde berichten, wie sich das Verhalten der Fische entwickelt.

Viele Grüße von Henny
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon Henny » 26.01.2012 02:49

Hi Bluenight,

da warst Du vorhin schneller als ich - habe Deinen Beitrag erst jetzt bemerkt.

Ich danke Dir für Deinen ausführlichen Bericht.

Viele Grüße von Henny
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon piscis » 26.01.2012 10:36

Hallo.
Du hast geschrieben:
Davon abgesehen, dass ich glaube, dass marmorierte Panzerwelse vom Verhalten grundsätzlich cooler sind als die Trilineatus, stehen die beiden Becken mit den Marmorpanzerwelsen an Plätzen, wo immer Aktion vor der Scheibe ist. Und trotzdem sind sie immer vorne. Je mehr Aktion, desto interessierter sind sie und schwimmen sogar häufig mit, wenn man vor der Scheibe auf und ab geht (könnte ja Futter geben). Die sind also den Anblick von Mensch, Hund und Katze gewöhnt und dieser Anblick scheint sie auch in keinster Weise abzuschrecken.
Das 200er, in dem sich die Trilineatus befinden, steht hinten im Raum, wo kein Durchgangsverkehr ist.


Ist es möglich, dass genau da das Problem liegt? Die Tiere in Deinem hinteren AQ haben fast 24h /Tag Ruhe und sind lästige Mitbewohner wie Dich halt nicht gewöhnt :wink: .
Versuch doch mal Folgendes: Setzt Dich, wenns passt, mal direkt davor und erledige Deinen Kram über längere Zeit direkt vor den Fischen. Wenn die mal merken, dass Du regelmäßig da bist und nie Streß machst, werden sie mit der Zeit rauskommen..
Grüße
S.
Flectere si nequeo superos Acheronta movebo (Verg. Aen. VII 312)
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon Henny » 27.01.2012 01:33

Hi S.,

sowas hatte ich ja auch schon überlegt. Deswegen habe ich mich ja eine ganze Zeit lang (über eine Woche) nach dem Füttern regungslos vor's Becken gesetzt. Die Welse kamen anfangs aus dem Dickicht gewuselt, haben angefangen zu fressen, dann hat mich einer angeguckt: "Huch, das Monster ist da!" und ist panisch weggerast, die anderen hinterher. Dann sind sie gar nicht mehr rausgekommen, wenn ich davor saß. Da ich irgendwann Sorge hatte, dass sie mir verhungern, bin ich wieder weggegangen.
Auch ansonsten sind sie tagsüber nie vorne zu sehen. Mein Schreibtisch, an dem ich einen großen Teil meiner Zeit verbringe, steht ca. sechs Meter von dem Becken entfernt. Während ich da am Computer sitze oder telefoniere (mich also kaum bewege), werfe ich immer wieder einen Blick in das Becken (soll ja beruhigen :wink: ). Die Trilineatus tragen aber nicht zu einer ausgelichenen Psyche bei, die sind nämlich nienicht zu sehen. Die kommen wirklich nur raus, wenn es Futter gibt und ich weit weg bin. Toll kann das für die Tiere doch irgendwie auch nicht sein. Ich sehe ja, wie aktiv meine Marmorpanzerwelse sind. Die düsen gerne im mittleren und oberen Bereich rum oder liegen auf dem Sandplatz in der Sonne. Eigentlich sollte sowas den Trilineatus doch auch gefallen. Deswegen habe ich ja noch 10 Tiere dazugeholt (es sollen noch weitere fünf dazukommen, habe nur noch nicht geschafft, sie zu holen). Vielleicht gibt ihnen die gößere Gruppe mehr Sicherkeit, so dass sich das Verhalten dadurch ändert.
Mich nervt nämlich wirklich, dass ich sie beim Füttern nicht aus der Nähe beobachten kann. Irgendwelche Krankheiten kann ich so ggf. nämlich gar nicht feststellen. Mal sehen, wie es weitergeht...

Viele Grüße von Henny
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Re: 'Zwangskur' gegen Scheuheit oder genau das Gegenteil?

Beitragvon Dennis Furmanek » 27.01.2012 05:26

Hallo,

Tubifex rein... ;)
Mittelamerika im Aquarium
Meist findet man die Ursache für Probleme im Aquarium vor dem Aquarium.
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