Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

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Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon Bullimaster » 06.01.2012 17:23

Moin
Ich hätte gerne mal über das Thema Wasserwechsel diskutiert!
Warum einen Wasserwechsel? Um sauberes Schadstoffarmes Wasser ins Becken zu geben, damit sich die Konzentration an „Schadstoffen“ verringert. Dann fühlen sich die dort lebenden Lebewesen wohl. Besonders wichtig auch bei der Zucht von Zierfischen, da sie sich besonders gut Vermehren. Das sind die Fakten!?

Was benutze ich zum Wasserwechsel?
Leitungswasser / Standortbedingt unterschiedliche Wasserwerte
( Kleine zwischenfrage: war Leitungswasser nicht mal "altes Wasser"? Ab wann ist es wieder frisches Wasser )
Osmosewasser / kleinste Verunreinigungen wie Salze, Kalk und Viren sind herausgefiltert
Regen/-Teichwasser usw. / Standortbedingt unterschiedliche Wasserwerte

Die meisten benutzen wohl Leitungs/- Osmosewasser evtl. aufbereitet mit speziellen Mittel für die Aquaristik. Zudem wird das Aquarium mit einem Filter ( Methode irrelevant )mehr oder weniger gereinigt.

Ich ziehe nun parallelen zur Natur. Nehmen wir z.B. einen Zufluss des Amazonas ein „Wasserwechsel“ in diesem Sinne erfolgt durch Quellwasser oder Regen, Reinigung erfolgt ( grob gesagt ) über Erdschichten, Pflanzen und Mikroorganismen! Dort vermehren sich selbstverständlich alle ansässigen Tiere.

Nun eine frage dazu: Ab wann ist das, dem Aquarium, zugeführte Wasser bessere als das vorhandene? Ist es nicht möglich ein autarkes Aquarium zu schaffen in dem durchgehende Verhältnisse herrschen wie in einem Fluss z.B durch ein riesiges Filtersystem, z.B mit dem 5fachen Aquariumvolumen? So als würde ich direkt den Fluss durch das Becken laufen lassen.

Was meint Ihr dazu?
gruß aus Fishtown
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Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon adv » 06.01.2012 17:23


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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon Danimonster » 06.01.2012 18:38

Hi,

finde die Grundlage der Diskussion etwas dürftig, kann aber auch sein dass ich deren Tiefe nicht verstanden hab.

Da dein Leitungswasser nicht aus einem abgestandenen Tümpel mit massig Tieren stammt dürfte es wohl immer "besser" sein. Wenn man das überhaupt so sagen kann.
Und ein Becken kann sicherlich eine Zeit ohne WW laufen wenn Besatz und Volumen stimmen. Wasser nachfüllen wirst aber irgendwann müssen. Außer du lässt es regnen in deiner Wohnung :D

LG Dani
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon Z-Jörg » 06.01.2012 19:40

Ja, es ist möglich ohne Wasserwechsel auszukommen, aber die dazu nötigen Maßnahmen sind inetwa so aufwendig, wie du schon selber beschrieben hast.
Grüße
Jörg

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon Bullimaster » 06.01.2012 22:39

Moin ! Ok ich füge noch hinzu, dass mein Grundgedanke dieser ist: ich Versuche verschiedene Fische zu vermehren im Moment sind es vier Sorten Endler-Guppys (1x Wildfang) und Betta Simplex. Würde gerne auch seltene L-welse versuchen und die brauchen, gerade weil es wildfänge sind, ihrem Biotop entsprechende wasserwerte. Ich finde es einfach interessant über einen Filter nachzudenken der es schafft gleiche Bedingungen wie in der natur zu schaffen. Praktisches Beispiel ein 200l Aquarium und ein Filter aus 5 Regentonnen einer Sickergrube mit Pflanzen. Wann ist das Wasser wieder "Leitungswasser" / was macht Leitungswasser aus?
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon mausilibaer » 06.01.2012 22:55

Hi,
Bullimaster hat geschrieben: was macht Leitungswasser aus?
Schwer zu sagen, Leitungswasser ist nicht gleich Leitungswasser. In München z.B. bekommt man richtiges Sickerwasser vom Taubenberg/ Mangfallgebiet aus der Leitung (man könnte hier ohne weiteres das Wasser aus der Leitung zapfen und es als Mineralwasser verticken), in Stutgart z.B. muß man die aufbereitete Brühe aus dem Bodensee saufen.
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon skölpadda » 06.01.2012 23:28

mausilibaer hat geschrieben: in Stutgart z.B. muß man die aufbereitete Brühe aus dem Bodensee saufen.

Also höh!!!! Weder Brühe, noch müssen, noch saufen.
Hier dekantiert man das frische lecker-köstliche Bodenseewasser ohne Murren und Knurren.
Und ins Aqarium kommt Regenwasser :wink:
Ach und Stuttgart schreibt sich mit vier "t" :mrgreen:
"Huhu Juri!"
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon black-avenger » 07.01.2012 02:10

mausilibaer hat geschrieben:Hi,
Bullimaster hat geschrieben: was macht Leitungswasser aus?
Schwer zu sagen, Leitungswasser ist nicht gleich Leitungswasser. In München z.B. bekommt man richtiges Sickerwasser vom Taubenberg/ Mangfallgebiet aus der Leitung (man könnte hier ohne weiteres das Wasser aus der Leitung zapfen und es als Mineralwasser verticken), in Stutgart z.B. muß man die aufbereitete Brühe aus dem Bodensee saufen.


Auch wenn ich nicht in Stuttgart wohne - bei uns wird zur Enthärtung auch Bodenseewasser beigefügt. Bislang kann ich mich weder über Geschmack, noch Geruch beklagen. Kurze Verlusqewrqwte der Motorik sind hier Standard, wird wohl aber eher nicht am Bodensexqeewasser liegen, sondern an was anderem. Möglicherweise am Handymasten 2km außerhalb der Stadt, oder an kosmischer Strahlung usw :mrgreen:

Ne, also wie gehabt, unser Leitungswasser ist in keiner Form ungenießbar oder so, auch wenn ich Mineralwasser bevorzuge - man könnte es bedenkenlos trinken :lol:

Grüße
Thomas
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon mausilibaer » 07.01.2012 02:19

Klar, daß es in Deutschland wohl kaum Probleme mit der Wasserqualität gibt. Ich bezog mich eigentlich hauptsächlich auf die Idee mit dem
Filter aus 5 Regentonnen einer Sickergrube
Bei mir liegen die kurzen Verlusqewrqwte der Motorik eher am Alkohol

:wink:
Gruß aus München

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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon GrafZahl » 07.01.2012 02:25

Huhu,

skölpadda hat geschrieben:
mausilibaer hat geschrieben: in Stutgart z.B. muß man die aufbereitete Brühe aus dem Bodensee saufen.

Also höh!!!! Weder Brühe, noch müssen, noch saufen.
Hier dekantiert man das frische lecker-köstliche Bodenseewasser ohne Murren und Knurren.
Und ins Aqarium kommt Regenwasser :wink:
Ach und Stuttgart schreibt sich mit vier "t" :mrgreen:


Das kann doch nur ironisch sein. Was soll denn bitte an der 'aufbereitete Brühe aus dem Bodensee' schlecht sein? Weil's gefiltert wird? Die Ozon-Behandlung? *wunder* Die gibt's übrigens nur in knapp der Hälfte von Stuttgart. Der Rest bekommt Landwasser z.B. aus dem Raum Ulm. Guggschd du hier.

Probleme mit der Motorik? Liegt an der Luft, so lange ich noch in Baden lebte war bei mir alles in Ordnung. ;)

Bevor ich groß mit Regentonnen und ähnlichem hantieren würde,würd' ich schauen, ob es sich nicht lohnt gleich einen Teich in den Garten zu legen und ob es dann nicht funktioniert das einkommende Wasser einfach zu filtern und zu wärmen. :) Aber Himmel, der Aufwand die Werte einzustellen und zu halten...
Liebe Grüße vom Fe
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon CarstenOL » 07.01.2012 08:24

Hallo!
Trotzdem muss man immer ganz genau schauen, ob das Leitungswasser noch tatsächlich Trinkwasserqualität hat oder nicht. Bei uns in der Region ist das dank Massentierhaltung bei Schweinen und Geflügel wirklich zum Problem geworden:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/schweinemast100.html
Und ob ich meinen Aquarientieren so ein Wasser zumuten möchte... :?:
Gruß
Carsten
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon Starmbi » 09.01.2012 00:50

Hallo Bullimaster!

Schau es Dir doch mal aus diesem Blickwinkel an.
Vielleicht relativiert es Deine Sicht ja etwas.

Gruß

Stefan
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon kalessin » 09.01.2012 07:25

Moin,

ich finde die Diskussion bezüglich des Leitungswassers und der Bedenken, ob man das als Frischwasser bezeichnen kann, echt goldig. Es gibt in der BRD die Trinkwasserverordnung, die sehr streng regelt, was in Leitungswasser in welcher Konzentration enthalten sein darf. Da spielt es auch keine Rolle,, wieviel Eintrag in der Region ins Schmutzwasser kommt, der Versorger ist verpflichtet, diesen bis auf die zulässigen Werte zu entfernen und bekommt auch keine dauerhafte Ausnahmegenehmigung für etwas anderes.

Mit anderen Worten: unser Trinkwasser ist jederzeit aquarientauglich, wenn man ein paar Kleinigkeiten beim Wasserwechsel beachtet, wie z.B., wenn gechlort wird, das Wasser gründlich ausgasen zu lassen.

Natürlich gibt es regionale Unterschiede bezüglich der Härte, u.U. der Inhalte von Phosphat, Nitrat, Eisen etc. Aber es sind nie solche Konzentrationen enthalten, die Fische ernsthaft schädigen würden und wenn sie für einzelne Arten in der Form nicht tauglich sind, kann man durch Vorfilterung gewisse Parameter erreichen.

In jedem Fall ist Frischwasser aus der Leitung dem Altwasser im Aquarium vorzuziehen. Einfach deswegen, weil in dem geschlossenen System Aquarium die Menge des Eintrags die in der Natur um ein vielfaches übersteigt und man die Fische, so man keinen Wasserwechsel macht, quasi in ihrer eigenen (konzentrierten) Sch**ße schwimmen lässt. Die Stoffe, die auch im Trinkwasser enthalten sein dürfen, potenzieren sich in einem Aquarium, bis sie sich, bei Altwasser, an einer gewissen Grenze einpendeln, abhängig vom Besatz, der Filterung und der Bepflanzung. Diese Konzentrationen sind aber im Aquarium immer weitaus höher als in der Natur, erst recht, wenn der Fisch aus Fließgewässern stammt, wo er permanent mit "Frischwasser" versorgt wird.

Auch in einem Teich oder in den besagten Tonnen reichern sich die Schadstoffe an. Frischwasser erreicht man nur durch fliessendes Wasser, nicht durch stehendes.

Die Fragestellung an sich ist also auf einem völlig falschen Gedankengang aufgebaut....
Gruß Jutta
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon fischolli » 09.01.2012 09:40

Moin Jutta,

was du da schreibst, ist so nicht richtig. Google mal nach "Altwasser-Aquaristik", da wird deine These ganz schnell wiederlegt. Wie so oft, kann man das nicht verallgemeinern und die eigene Sch.... ist, wie auch bei Säugetieren, als Nährstoff für andere Organismen durchaus nützlich, wenn sie denn in Maßen auftritt.

Genauso deine Theorie von Teichen mit "schlechtem" Wasser. Dann wären alle Teiche ja stinkende Kloaken, die keinen Frischwasserzulauf haben.

Gruß
Olli____________________________________
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon bierteufel » 09.01.2012 11:17

Hi
Bullimaster hat geschrieben:Würde gerne auch seltene L-welse versuchen und die brauchen, gerade weil es wildfänge sind, ihrem Biotop entsprechende wasserwerte.


Gerade bei L-Welsen spielen Wasserwerte häufig eine untergeordnete Rolle.
Futter und Temperatur, brauchbare Beckengestaltung, ordentlicher O2-Gehalt, funktionierendes Geschlechterverhältnis ggf. Strömungsverhältnisse sind meist wichtiger als Wasserwerte.

Gruß Arne
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PETA = people eating tasty animals
Genitiv ins Wasser weil Dativ.
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon FKS » 09.01.2012 11:24

bierteufel hat geschrieben:Gerade bei L-Welsen spielen Wasserwerte häufig eine untergeordnete Rolle.
Futter und Temperatur, brauchbare Beckengestaltung, ordentlicher O2-Gehalt, funktionierendes Geschlechterverhältnis ggf. Strömungsverhältnisse sind meist wichtiger als Wasserwerte.

ganz wichtig: Wasserqualität! Die Qualität des Wasser ist bei den meisten Fischen der entscheidende Knackpunkt, und stellenweise mit den "Wasserwerten" verknüpft. Leider gibt es keine für den Aquarianer einfache Methode sein Wasser daraufhin (zB Keimbelastung) zu testen. In vielen Becken ist die Qualität des Wasser nur über effiziente Filterung und Wasserwechsel zu steuern. Bei einem ausgeklügelten System aus Menge Fischbesatz (inkl. Fütterung), Wasservolumen, Verwertern (Bakterien, Pflanzen) und Filterung (muss nicht mechanisch sein), kann ein Becken auch ohne (häufige) Wasserwechsel eine gute Wasserqualität und ein für die Fische gesundes Beckenklima erreichen.
Gruß
Frank
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