Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon kalessin » 09.01.2012 13:48

fischolli hat geschrieben:Moin Jutta,

was du da schreibst, ist so nicht richtig. Google mal nach "Altwasser-Aquaristik", da wird deine These ganz schnell wiederlegt. Wie so oft, kann man das nicht verallgemeinern und die eigene Sch.... ist, wie auch bei Säugetieren, als Nährstoff für andere Organismen durchaus nützlich, wenn sie denn in Maßen auftritt.

Genauso deine Theorie von Teichen mit "schlechtem" Wasser. Dann wären alle Teiche ja stinkende Kloaken, die keinen Frischwasserzulauf haben.

Gruß

Moin Olli,
keine Kloake, aber es ist ein Unterschied zu fließenden Gwässern. In einem Teich hat man zwar die hohe Bodenschicht, die wie ein biologischer Filter wirkt, aber dennoch ist der Anteil Phophat/Nitrat weitaus höher als in einem Fließgewässer und das gilt auch für viele Altwasserbecken.

Ich muß allerdings mal dazu anmerken, daß ich als Halterin von beinahe ausschließlich Fließgewässer-Fischen eh eine andere Sichtweise einnehmen muß.

Und Tatsache ist auch: wenn ich in Aufzuchtbecken häufig Wasserwechsel mache, wachsen die Jungfische weitaus besser als ohne. Das habe ich inzwischen mehrfach getestet und auch Tim hat diesbezüglich Vergleiche gemacht (in seinem Fall mit Zwergbuntbarschen). Tatsache ist, daß diese "Schad"stoffe in höherer Konzentration das Wachstum hemmen... hinzu kommen noch diverse vermutete Wachstumshemmer, die Fische selbst ausscheiden, um sich innerhalb einer dichteren Population Vorteile zu verschaffen. Auch hier kann ich eigene Beobachtungen wiedergeben, denn wenn ich in einer Gruppe Jungfische die am schnellsten wachsenden Tiere herausnehme, wachsen die anderen besser. Lasse ich die großen Tiere sitzen, bleiben die langsam wachsenderen klein.
Gruß Jutta
kalessin
 
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon adv » 09.01.2012 13:48


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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon FKS » 09.01.2012 15:11

kalessin hat geschrieben:. In einem Teich hat man zwar die hohe Bodenschicht, die wie ein biologischer Filter wirkt, aber dennoch ist der Anteil Phophat/Nitrat weitaus höher als in einem Fließgewässer.

mach ein "in einigen Teichen" draus und es passt. Ansonsten ist es schlichtweg falsch.
Gruß
Frank
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon kalessin » 10.01.2012 09:52

FKS hat geschrieben:
kalessin hat geschrieben:. In einem Teich hat man zwar die hohe Bodenschicht, die wie ein biologischer Filter wirkt, aber dennoch ist der Anteil Phophat/Nitrat weitaus höher als in einem Fließgewässer.

mach ein "in einigen Teichen" draus und es passt. Ansonsten ist es schlichtweg falsch.

Machen wir ein "in vielen Teichen" draus... dann passt es.

Ein Indikator für den Gehalt können die enthaltenen Zyklops und/oder Wasserflöhe sein.
Gruß Jutta
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon felisa8687 » 10.01.2012 11:29

Hallo zusammen,

hätte eine kurze Zwischenfrage zu:

Und Tatsache ist auch: wenn ich in Aufzuchtbecken häufig Wasserwechsel mache, wachsen die Jungfische weitaus besser als ohne. Das habe ich inzwischen mehrfach getestet und auch Tim hat diesbezüglich Vergleiche gemacht (in seinem Fall mit Zwergbuntbarschen). Tatsache ist, daß diese "Schad"stoffe in höherer Konzentration das Wachstum hemmen... hinzu kommen noch diverse vermutete Wachstumshemmer, die Fische selbst ausscheiden, um sich innerhalb einer dichteren Population Vorteile zu verschaffen. Auch hier kann ich eigene Beobachtungen wiedergeben, denn wenn ich in einer Gruppe Jungfische die am schnellsten wachsenden Tiere herausnehme, wachsen die anderen besser. Lasse ich die großen Tiere sitzen, bleiben die langsam wachsenderen klein.


Gibt es dazu (Hemmstoffe usw.) wissenschaftlich belegte Versuchsreihen?

Könnte es nicht auch sein, dass das mangelnde Wachstum mit dem stark verringerten Eintrag von Mineralien(ausschließlich dur Nachfüllwasser), gerade bei sehr weichem Wasser zusammenhängt?

Weiß da jemand was genaueres drüber?
LG Lisa
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Re: Der Wasserwechsel! Wer kippt frisches Wasser in den Fluss?

Beitragvon Oktobrev » 11.01.2012 10:43

Hallo zusammen!

Ich hatte eine andere Idee und habe mir gedacht: Wäre Flusswasser für unsere Aquarien nicht besser als Leitungsawasser?
Hintergrund: Ich wohne in Celle an der Aller. Diese kriegt ihr Wasser hauptsächlich aus der Oker, die widerum aus dem Harz kommt. Das erklärt auch unser relativ weiches Trinkwasser: KH 3°; GH 6°, dachte ich mir. Dann habe ich mal etwas recherchiert und festgestellt, dass unsere Fische froh sein können, Leitungswasser zu kriegen: Das Wasser in der Aller ist durch die Landwirtschaft sehr salzig, nitrat- und phosphathlatig. Darüber hinaus enthält es durch Sickervorgänge durch alte Harzer Bergbauminen noch eine Menge Schwermetalle (Da vergeht einem fast die Lust zu angeln :? ).
Dabei ist man in Deutschland seit mindestens zwanzig Jahren dabei, die Flüsse zu schonen. Ich kann mir gut vorstellen, dass in Gebieten wie dem Amazonas, wo immer mehr Raubbau an der Natur betrieben wird, die Verschmutzungen deutlich höher ausfallen können.

Mein Fazit: das Wasser aus der Leitung ist schon in Ordnung (Ich vermute, dass das Trinkwasser hier in Celle durch Sickervorgänge durch den recht torfhaltigen Boden so weich ist) im Vergleich zu dem, was in der Natur teilweise so vorzufinden ist...

Gruß
Alex
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